Castelen wusch Millionen DollarEx-HSV-Profi muss ins Gefängnis

Vier Jahre steht Romeo Castelen beim Hamburger SV unter Vertrag, später steht der ehemalige Nationalspieler der Niederlande in China unter Vertrag. Jahre nach der Rückkehr von dort führt ihn sein Karriereweg ins Gefängnis.
Der ehemalige Bundesligaprofi und niederländische Fußball-Nationalspieler Romeo Castelen ist wegen Geldwäsche von einem Gericht in Zwolle zu einer 18-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden - ein halbes Jahr davon wurde auf Bewährung ausgesetzt. Zusätzlich muss er zwei Millionen Euro zahlen.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Castelen über den chinesischen Klub Zheijiang Yiteng mehrere Millionen Euro Schwarzgeld mit Hilfe des Sportdirektors gewaschen hat. Castelen spielte bis 2017 für den Verein.
Als Castelen 2019 nach China fliegen wollte, wurde er am Flughafen Schiphol festgenommen. In seinem Handgepäck waren 139.000 Euro entdeckt worden. Castelen gab an, durch Gewinne in Casinos und den Verkauf teurer Uhren an das Geld gekommen zu sein. Über das in Schiphol gefundene Bargeld hinaus behauptet die Staatsanwaltschaft, dass Castelen über 2,2 Millionen Euro an ungeklärten Bargeldausgaben für Luxusautos, Uhren und Immobilien getätigt habe.
Schwerer Schicksalsschlag
Vor seiner Zeit in China stand er unter anderem bei Feyenoord Rotterdam und dem Hamburger SV (2007 bis 2011) unter Vertrag. Wegen einer schweren Knieverletzung spielte der in Surinam geborene Castelen allerdings nur 28 Mal für den Bundesligisten. Zehnmal war er in die niederländische Elftal berufen worden. Seine letzte Station war bis 2018 der niederländische Erstligist VVV-Venlo.
Ein Mitangeklagter erhielt ebenfalls eine Gefängnis- und Geldstrafe. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre Gefängnis für Castelen gefordert. Der Ex-Profi, der im Alter von sechs Jahren Mutter und Schwester bei einem Flugzeugabsturz verloren hat, will gegen das Urteil in Berufung gehen.