Expansion nach Skandinavien?Die "schwedische Invasion" startet bei Oktagon MMA

Oktagon ist die erfolgreichste MMA-Organisation in Europa. Der Veranstalter liebäugelt seit Längerem, auch nach Skandinavien zu expandieren. Die Anzeichen für eine zeitnahe Premiere in Schweden verdichten sich.
Als europäische MMA-Organisation hält Oktagon immer Ausschau nach neuen Märkten. Nach der Premiere in Polen hat der tschechische Veranstalter, der mittlerweile den Großteil seiner Events in Deutschland veranstaltet, ein skandinavisches Land ins Auge gefasst. Das Fundament ist bereits gelegt.
Auffällig viele Schweden tummeln sich bei Oktagon 87 (26. April, ab 17.30 Uhr auf RTL+). Liam Pitts, Samuel Bark, Zebaztian Kadestam und Josefine Knutsson werden alle im tschechischen Liberec in den Käfig steigen. In Polen war bereits Robin Roos im Einsatz und nach ntv-Informationen gibt es verstärktes Interesse an weiteren MMA-Profis aus Schweden, wie beispielsweise dem PFL-erfahrene Ali Taleb.
"Wir haben eine kleine schwedische Invasion bei Oktagon", sagt Kadestam im Interview mit ntv.de. Schweden habe gute Organisationen, aber die seien eher klein. "Wir haben viele gute Kämpfer und es ist offensichtlich kein Problem, sie in großen Organisationen unterzubringen. Was fehlt, sind die großen Arena-Shows und die Events in Stadien, um den Stein ins Rollen zu bringen", so der 35-Jährige. Er könne sich aber gut vorstellen, dass Oktagon nach Schweden kommt und dort sehr erfolgreich sein wird.
Oktagon-Mitgründer Ondrej Novotny hatte zuletzt sogar bei einer Pressekonferenz durchblicken lassen, dass man einen TV-Partner in Schweden gefunden habe. In den letzten zwei Jahren war eine Expansion immer daran gescheitert. Die logistischen und personellen Voraussetzungen wären damit weitestgehend erfüllt, es fehlt eigentlich nur ein großer schwedischer Star.
Auf die Frage, ob nicht Alexander Gustafsson bei Oktagon sein Comeback geben könnte, reagierte Novotny zunächst mit einem: "Ich weiß es nicht". Er räumte dann aber ein, dass man mit seinem Manager gut befreundet sei. Der Gustafsson-Manager ist auch für die derzeit bei Oktagon aktiven schwedischen Kämpfer verantwortlich. Gustafsson als schwedische MMA-Legende und UFC-Veteran würde sicher genügend Aufmerksamkeit garantieren. Es wäre allerdings ein teures Unterfangen.
Gustafsson hatte zuletzt im Mai 2025 einen Kampf in der Global Fight League (GFL) angesetzt. Als Gage standen für den 39-Jährigen 800.000 Dollar im Raum. Letztlich scheiterte die GFL, weil es an Investoren fehlte und das Event fand niemals statt.