Massenschlägerei im Käfig

Oktagon-Event endet mit Eskalation nach Titelkampf

imageVon Michael Bauer, Köln
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Neuer Champion bei Oktagon: Krzysztof Jotko.
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11.07.2026 | 23:45 Uhr
Die Domstadt bekommt ein Rematch, auf das sich der MMA-Sport in Deutschland seit Jahresbeginn freut. Und der Kampf um den Titel im Mittelgewicht zwischen Champion Engizek und Jotko hat es in sich. Nach dem Ende kommt es zur Eskalation.

Im Titelkampf um die Krone im Mittelgewicht konnte Krzysztof Jotko den amtierenden Champion Kerim Engizek bezwingen. Nach fünf hart umkämpften Runden lag der Pole knapp vor dem Düsseldorfer. Im zweiten Titelkampf des Abends siegte Mago Machaev gegen Gjoni Palokaj.

Engizek konnte vor allem in den ersten beiden Runden nicht mit dem Ringen Jotkos mithalten. Der polnische Herausforderer dominierte den Türken nach Belieben, konnte aber nicht viel Schaden anrichten. Engizek verteidigte gut, konnte aber erst in der dritten Runde aufdrehen. Zu seinem Nachteil bekam er wegen einem Tiefschlag einen Punkt abgezogen.

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Die dritte und vierte Runde gewann Engizek auf den Punktzetteln. In der letzten Runde hätte er noch ein Unentschieden holen können und damit seinen Titel behalten können. Jotko rang den Champion aber in der entscheidenden Sequenz zu Boden und sicherte sich die Runde. Er wurde zum neuen Champion gekrönt.

Danach beschwerte sich Engizek, es sei kein Tieftreffer gewesen. Die Aktion habe ihn den Sieg gekostet. Die beiden Kontrahenten gingen sich danach noch einmal an. Der Ring füllte sich mit Menschen, es kam zur Massenschlägerei. Beim Verlassen der Halle wurde Engizek von den Fans gefeiert, nachdem er den Gürtel geschnappt hatte.

Ein neuer König im Mittelgewicht und Talente auf dem Vormarsch

Im Federgewicht-Titelkampf zwischen Mago Machaev und Gjoni Palokaj konnte nur letzterer den Gürtel gewinnen. Machaev hatte das Gewicht verpasst und war damit den Titel los. Der Österreicher setzte aber gekonnt Nadelstiche in Runde eins mit seinem Jab. Palokaj versuchte mit mit Kombinationen zum Erfolg zu kommen. Gegen Ende der Runde landete Machaev eine rechte Gerade genau ans Kinn des Deutsch-Albaners, der stehend k.o. war. Wie eingefroren stand er vor Machaev, ehe dieser noch einen linken Haken anbrachte.

Düsseldorfs Talente-Quartett überzeugt

Den Auftakt in Köln machte der Düsseldorfer Furkan Ugur gegen den Tschechen Jakub Zacpal. Auch wenn es sich um einen Kampf im Leichtgewicht unter Amateurregeln handelte, pushte das Publikum den Kämpfer aus NRW bereits beim Einmarsch in die Halle kräftig. Der 20-Jährige zählt zu den größten Talenten Deutschlands und zeigte seine Klasse. Im Striking war Ugur seinem Gegner deutlich überlegen, dabei wusste er aber auch die Takedowns Zacpals zu verteidigen. In der dritten Runde setzte dann der Düsseldorfer zum D'Arce Choke an und beendete den Kampf.

Für Iwan Tagner sollte es gegen Maiwand Hamras ebenfalls ein Heimspiel werden. Die Nachwuchshoffnung aus Düsseldorf macht im Duell mit dem Hamburger richtig Druck und spielte seine ringerische Klasse aus. Er rang Hamras zu Boden und versuchte, mit Aufgabegriffen zum Erfolg zu kommen. Es dauerte aber einige Minuten, ehe der Rear Naked Choke saß.

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Iwan Tagner (l.) startete seine Oktagon-Karriere mit einem Sieg.

Zenuni klaut die Null

Auch im vierten Kampf sollte mit Altin Zenuni ein Düsseldorfer um den Sieg kämpfen. Gegen Patrik Sebek hatte Altin Zenuni einen ungeschlagenen Gegner vor den Fäusten. Zenuni zeigte, wieso er eines der besten Leichtgewichte Deutschlands ist. Er kontrollierte den Tschechen am Boden in der ersten Runde, in der zweiten klingelte er Sebek mit einer Schlagkombination an.

In der dritten Runde überzeugte Zenuni mit der besseren Ausdauer und verlagerte das Geschehen auf den Boden. Doch Sebek drehte sich und verschaffte sich eine bessere Position. Der Tscheche versuchte, eine Submission anzubringen, doch Zenuni verteidigte sich gekonnt. Am Ende siegte der Deutsch-Albaner nach Punkten.

Ruhrpott-Rambo Doussis bezwingt Ösi-"Destroyer"

Die Schwergewichte Marc Doussis und Sascha "Destroyer" Weinpolter hatten sich beim Wiegen schon ein wenig beharkt, die Erwartung der Fans war entsprechend hoch. Nach einem kurzen Schlagabtausch schleuderte Doussis den Österreicher, der mit nur 48 Stunden Vorbereitung eingesprungen war, zu Boden. Dort dominierte der Mann aus Bottrop und arbeitete sich in immer bessere Positionen vor. Top-Tog-Kandidat Weinpolter wehrte sich nach Kräften muss sich aber durch Submission gegen Ende der ersten Runde geschlagen geben. Der Zwist war nach dem Kampf vergessen, beide Kämpfer lagen sich in den Armen.

"Das wird eine Schlacht!"

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Cihad Akipa aus Köln hatte im Heimspiel gegen Mate Kertesz lange Probleme. Der Bodenspezialist aus Ungarn dominierte am Boden nach Belieben. Die erste Runde ging an Kertesz, die zweite Runde auch. Akipa begann sogar ein Foul und bekam einen Punkt abgezogen. Auf den Punktzetteln war das Mittelgewicht aus der Domstadt weit abgeschlagen. In der dritten Runde konnte nur ein Finish helfen.

Akipa setzte alles auf eine Karte. Der Kölner traf Kertesz mit Ellbogenstößen und schließlich mit einem harten Kniestoß. Akipa setzte nach und beendete den Kampf.

Verwendete Quelle: ntv.de