Oktagon 90 im Liveblog

Pfeifer schockt Berlin mit Superman-Punch - und schickt Stolze in die Rente!

imageVon Michael Bauer
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Pfeifer (l.) überrumpelte Stolze in der ersten Minute.
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20.06.2026 | 18:46 Uhr
Erstmals gastiert Europas größte MMA-Organisation in Berlin. Bei Oktagon 90 steigen einige der besten Kämpfer Europas in den Käfig. Neben zwei Titelkämpfen bekommen auch viele Lokalmatadoren in der Hauptstadt eine gigantische Bühne vor 17.000 Zuschauern.

Erstmals gastiert Europas größte MMA-Organisation in Berlin. Bei Oktagon 90 steigen einige der besten Kämpfer Europas in den Käfig. Neben zwei Titelkämpfen bekommen auch viele Lokalmatadoren in der Hauptstadt eine gigantische Bühne vor 17.000 Zuschauern. Das Event können Sie live auf RTL+ oder Sky Sport verfolgen. Im Liveblog verpassen sie nichts.

Oktagon 90 in Berlin ...

Den Auftakt in der Hauptstadt machte Davlet Karataev. Das Riesentalent aus dem Spitfire Gym Berlin bekam es im Leichtgewicht mit dem Mexikaner Daniel Salas zu tun. Der Berliner hatte in der ersten Runde das Fuß auf dem Gas und deckte seinen Gegner mit exotischen Kicks ein. Salas zeigte vor allem Nehmerqualitäten und hatte nur selten Treffer auf seiner Seite. Treffer zum Körper Karataevs hielten den Lokalmatador nur kurzfristig auf Distanz.

Karataev dominierte Salas über drei Runden, stand mehrere Male kurz davor den Kampf vorzeitig zu beenden. Der Mexikaner biss auf die Zähne und rettete sich über die Zeit, der verdiente Sieg ging an den Mann aus Berlin.

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Der Mann mit der Zahnlücke begeistert die Hauptstadt

Der "Lightweight Gorilla" Ahmad Halimson bleibt vielen Fans wegen seiner auffälligen Zahnlücke in Erinnerung. In Berlin marschierte mit Livemusik-Act in die Arena. Gegen Joseph Donkor wollte der Berliner auch sportlich ein erstes Ausrufezeichen setzen. Physisch hatte Halimson alle Vorteile auf seiner Seite. Das machte sich im Clinch bemerkbar, bei dem der Bodenspezialist Donkor gleich versuchte, seinen Gegner zu Boden zu ringen. Halimson blieb standhaft und hatte in der ersten Runde die besseren Treffer auf seiner Seite.

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Dominanter Sieg nach drei Runden für Ahmad Halimson. (Foto: Oktagon MMA)

Halimson überzeugte vor allem mit ungewohnt gutem Striking. Daran hatte der 29-Jährige intensiv gearbeitet. Nach zwei gewonnenen Runden auf den Zetteln der Punktrichter nahm der Berliner einen Gang raus und sparte seine Kraft bis zwei Minuten vor Schluss. Halimson drehte nochmal auf, konnte Donkor aber nicht vorzeitig besiegen.

Mit dem "Albanian Eagle" Arijan Topallaj stand einer der Publikumslieblinge gegen Jan Stanovsky in Berlin im Käfig. Und die beiden Leichtgewichte boten einen sehr guten MMA-Kampf. In der ersten Runde war das Striking der beiden Kontrahenten on point. Vor allem mit Legkicks bearbeitete Stanovsky den Balinger, Topallaj hatte gute Schlagkombinationen als Antwort parat. Nach einem Clinch ging es dann an den Boden, wo Topallaj einen Anaconda Choke anbrachte. Stanovsky konnte sich zwischenzeitlich befreien, doch die Runde ging an den Deutsch-Albaner.

In der zweiten Runde hatte Topallaj dann die Schwäche seine Gegners am Boden ausgemacht. Am Käfigzaun rang er Stanovsky nieder und setzte zum Ninja Choke an. Nach einer halben Minute klopfte der Tscheche ab. Topallaj feierte euphorisch seinen Sieg.

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Sieg per Ninja Choke für Arijan Topallaj.

Für Attila Korkmaz wurde mit Said-Khusein Akhyadov kurzfristig ein neuer Gegner verpflichtet und eine harte Nuss zu knacken. Korkmaz wirkte in der ersten Runde überrascht vom Druck des tschetschenischen Kämpfers. Die Schlagfrequenz war höher, auch wenn der Berliner immer die Deckung oben hatte.

In den folgenden Runden hatte Korkmaz die zwei besten Treffer auf seiner Seite. Nach einem Heel Kick an den Kopf wackelte Akhyadov gewaltig. Korkmaz setzte nach, konnte den Kampf aber nicht vorzeitig beenden. In Runde drei landete er einen Körpertreffer, der Akhyadov zusammensacken ließ. Hier kam der Tschetschene aber zurück und verpasste Korkmaz einige Ellbogentreffer. Per geteiltem Punktentscheid ging der Sieg an Akhyadov.

Das Weltergewichtsduell zwischen Niklas Stolze und Tyrone Pfeifer wurde zum Generationenduell. Veteran Stolze traf auf den aufstrebenden Kämpfer aus Mainz. Und Pfeifer legte gleich den Vorwärtsgang ein. Er überraschte Stolze mit einem Superman-Punch in der ersten Sekunde, und beide landeten auf dem Boden. Hier legte der 28-Jährige nach und beendete den Kampf blitzschnell.

Für Stolze sollte der 24. Profikampf auch der letzte sein. Er habe seiner Frau versprochen, in Zukunft mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Er bedankte sich beim Publikum und legte die Handschuhe in die Mitte des Rings.

Auch im Kampf zwischen Denis Frimpong und Niko Samsonidse gab es ein schnelles Ende. Der Berliner Samsonidse und Frimpong hatten einen humorvollen Austausch im Vorfeld des Kampfes. Samsonidse machte es dann im Käfig kurz und schmerzlos. Der Lokalmatador erwischte seinen Gegner eiskalt und knockte ihn mit nur einem Schlag aus.

Es folgt der Kampf zwischen Alina Dalaslan und Djulia Ariana...

Verwendete Quelle: ntv.de