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Titelkampf endet mit DramaStuttgarts "Vollstrecker" entzaubert slowakischen Koloss

07.06.2026, 06:16 Uhr
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Lazar Todev (r.) dominierte Martin Buday über drei Runden. (Foto: Oktagon MMA)

Viele Augen sind in Bratislava auf zwei deutsche Schwergewichte gerichtet. Die schwere Aufgabe meistert aber nur einer. Der Titelkampf am Ende des Abends endet mit einer Kontroverse.

Die MMA-Veranstaltung Oktagon 89 in Bratislava endet mit einem fulminanten Titelkampf im Bantamgewicht. Der Brasilianer Igor Severino verteidigte seinen Titel gegen Zhalgas Zhumagulov - allerdings auf kuriose Weise. Aus deutscher Sicht hat das Event ganz unterschiedliche Highlights. Während Lazar Todev in Richtung Titel marschiert, muss Patrick Vespaziani seine zweite Niederlage in Serie einstecken.

Severino machte seinem Spitznamen alle Ehre. Der brasilianische "Hannibal" - in Anlehnung an den Kannibalen Hannibal Lecter - machte direkt Druck in Runde eins. Er landete Schlagsalven am Fließband. Sein kasachischer Gegner bewegte sich zwar gut und wich einigen Attacken aus, Severino fand aber sehr häufig sein Ziel. Beeindruckend waren in den ersten fünf Minuten vor allem die Nehmerqualitäten Zhumagulovs.

In der zweiten Runde nahm das Drama seinen Lauf: Severino machte weiter Druck und bei einem Haken in Richtung Leber drehte sich Zhumagulov zur Seite und der Schlag landete wohl eher in der Familienplanung. Der Kasache konnte auch nach fünf Minuten medizinischer Behandlung nicht weitermachen. Der Kampf wurde als No Contest gewertet - also ohne Sieger. Champion Severino behielt seinen Titel. Zhumagulov beschwerte sich im Interview nach dem Kampf, Severino habe unsauber gekämpft. Der Brasilianer soll den Tiefschlag absichtlich ausgeführt und zudem Treffer auf den Hinterkopf gelandet haben.

Oktagon 89 in Bratislava ...

Erfreulich aus deutscher Sicht war der Auftritt von Lazar Todev. Er arbeitete sich beeindruckend in Richtung Titelkampf im Schwergewicht. Der Stuttgarter mit dem Spitznamen "The Punisher" ("Der Vollstrecker") machte es dem UFC-erfahrenen Martin Buday extrem schwer. Die 13 Kilogramm Gewichts- und zehn Zentimeter Größenunterschied machten dem slowakischen Koloss eher zu schaffen, statt ihm einen Vorteil zu bringen. Todev agierte agiler und landete immer wieder heftige Jabs und Legkicks. Immer wenn Buday aufdrehen wollte, konterte ihn der 30-jährige Deutsch-Bulgare ab.

Nach drei dominanten Runden ging der Sieg an Todev. Der Weg für den Stuttgarter scheint nun klar: ein Titelkampf mit Champion Will Fleury. "Wir werden sehen", sagte Todev. "Wir warten mal ab, wie der Titelkampf in Berlin ausgeht", setzte er fort. Da mit Kasim Aras einer seiner besten Freunde bei Oktagon 90 in Berlin gegen Fleury um den Titel kämpft, würde Todev im Falle eines Sieges von Aras erst einmal warten. "Wir verteidigen dann solange den Spot, bis der richtige Moment gekommen ist."

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Patrick Vespaziani (l.) unterlag Adam Palasz in Bratislava. (Foto: Oktagon MMA)

Für Patrick Vespaziani endete der Abend dagegen nicht sonderlich erfreulich. Der Frankfurter ging im Duell der Schwergewichte gegen Adam Palasz in der ersten Runde k.o.. Nach gutem Beginn erwischte der Pole den Frankfurter mit einem rechten Haken hinter dem Ohr. Vespaziani ging zu Boden und konnte nur noch schützend die Hände vors Gesicht nehmen, ehe der Referee dazwischenging und den Kampf beendete.

Quelle: ntv.de, mba

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