Wirtschaft

Goldman Sachs warnt Mitarbeiter Banker arbeitet bis zum Zusammenbruch

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Eigenen Angaben schult Goldman Sachs seine Investmentbanker regelmäßig darin auf ihre Gesundheit zu achten.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Investmentbanking lässt sich extrem viel Geld verdienen. Doch der Druck auf die Mitarbeiter in der Branche ist extrem. Durchgearbeitete Nächte gehören zur Normalität. Manch einer verliert dabei das Gespür für die eigenen Grenzen.

Der nächtliche Kollaps eines jungen Investmentbankers hat die US-Bank Goldman Sachs in Frankfurt aufgeschreckt. Die Vorgesetzten riefen am Tag darauf die Belegschaft zusammen und appellierten an sie, stärker auf ihre Gesundheit zu achten, wie mehrere Teilnehmer berichteten.

Die Nachwuchskraft war, obwohl gesundheitlich angeschlagen, in dieser Woche ins Büro im Frankfurter Messeturm gegangen, um an einer wichtigen Transaktion zu arbeiten. Gegen 2.30 Uhr nachts sei er plötzlich zusammengebrochen, sagten Kollegen. Goldman Sachs rief einen Krankenwagen. Inzwischen gehe es dem Mann aber wieder besser.

Eine Goldman-Sprecherin bestätigte den Vorfall im Grundsatz. "Die Gesundheit unserer Mitarbeiter hat für uns Priorität. Wir schulen unsere Mitarbeiter regelmäßig, um sicherzustellen, dass sie verantwortungsvoll handeln - auch in Bezug auf die eigene Gesundheit", sagte sie.

Vor drei Jahren hatte der plötzliche Tod eines Praktikanten aus Deutschland bei der Bank of America Merrill Lynch in London eine Diskussion über die Arbeitsbedingungen von Investmentbankern ausgelöst. Überlange Arbeitszeiten bis tief in die Nacht bis hin zur Selbstaufopferung und falsch verstandener Ehrgeiz bei karriereorientierten Bankern galten in der Branche lange als gang und gäbe.

Quelle: ntv.de, mbo/rts

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