Wirtschaft

Abfedern internationaler Sanktionen Iran will Importe einschränken

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Luxusprodukte aus dem Westen gelten im Iran als beliebt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Um seine Abhängigkeit vom Westen zu verringern, will der Iran offenbar den Import von Produkten aus westlichen Ländern einschränken. Irans Industrieminister fordert die Bürger auf, stärker auf nationale Hersteller zurückzugreifen. Luxuswaren aus dem Westen gelten im Iran als beliebt.

Der Iran will seine Abhängigkeit vom Westen durch die Einschränkung von Importen verringern. Um die Sanktionen der internationalen Gemeinschaft besser abfedern zu können, dürften nur noch Basisgüter zu einem subventionierten Dollarkurs gekauft werden, zitierte die Nachrichtenagentur Isna den Vize-Industrieminister Hamid Safdel.

Bei anderen Produkten wie beispielsweise Handys, Koffern, Kleidung oder Autos müssten die Käufer hingegen Dollar zu einem deutlich schlechteren Kurs auf dem Offenmarkt erwerben. Bereits zuvor hatte Industrieminister Mehdi Ghasanfari laut der Nachrichtenagentur Mehr die Iraner dazu aufgefordert, den Gebrauch von Luxusgütern einzuschränken und stärker auf nationale Hersteller zurückzugreifen, um der Regierung den Umgang mit den Sanktionen wegen des Atomprogramms zu erleichtern.

Samsung und Peugeot beliebt

Isna zufolge geben die 75 Millionen Iraner jährlich 10 bis 20 Milliarden Dollar für die Einfuhr von Luxusgütern und Produkten, die nicht für den Alltag benötigt werden, aus. Vor allem Samsung-Geräte und Peugeot-Autos gelten als beliebt. In diesem Jahr, in dem unter anderem die EU und die USA ihre Sanktionen deutlich verschärft haben, hat die Landeswährung Rial deutlich an Wert verloren. Seither wird auf dem Offenmarkt kaum gehandelt, der Schwarzmarkt scheint hingegen zu blühen.

Während die Islamische Republik ihr Volk auffordert, sich beim Kauf ausländischer Luxuswaren zurückzuhalten, sind möglicherweise Benzin-Einfuhren nötig. Instandhaltungsarbeiten an der zweitgrößten Ölraffinerie drücken die Tagesproduktion an Benzin deutlich, die bisher bereits nicht zur Deckung der Nachfrage genügte. Entweder muss der Staat laut Mehr Abstriche bei der Qualität machen oder aus dem Ausland importieren.

Quelle: n-tv.de, rts

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