Wirtschaft

Manroland verlässt Sachsen Plauen verliert ein Stück Geschichte

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(Foto: picture alliance / dpa)

Ende einer Ära: 118 Jahre wurden im sächsischen Plauen Druckmaschinen hergestellt. Damit ist nun Schluss. Ende Juni schließt das Manroland-Werk. Die verbliebenden Beschäftigten können nach Augsburg wechseln.

Im sächsischen Plauen geht die 118-jährige Tradition des Druckmaschinenbaus endgültig zu Ende. Im Juni schließt das Manroland-Werk, wie der Bevollmächtigte der IG Metall, Stefan Kademann, dem Sender MDR sagte. Die noch verbliebenden 87 Beschäftigen verlieren ihren Job, haben aber einen Wechsel zum Standort Augsburg angeboten bekommen. Am Vormittag sei auf dem Werksgelände eine Betriebsversammlung geplant.

Die Gewerkschaft sei von der Nachricht überrascht worden, hieß es weiter. Bei der Neuaufstellung der Manroland Web Systems, die 2012 nach der Aufspaltung des insolventen Manroland-Konzerns gegründet worden war, habe der Standort in Sachsen nicht zur Debatte gestanden. Manroland führte nun den Angaben zufolge Kostengründe an. Man wolle sich auf den Standort Augsburg konzentrieren.

Noch vor wenigen Jahre war Manroland einer der weltweit größten Druckmaschinenhersteller. Seit 1990 gehörte das Plamag-Werk in Plauen zum Konzern. Manroland war wegen der sinkenden Zeitungsauflagen ins Straucheln geraten und musste im November 2011 schließlich Insolvenz anmelden.

In der Folge verloren von den 4700 Mitarbeitern gut 2000 ihren Job.In Plauen wurde ein Großteil der rund 700 Stellen gestrichen. In dem Ort waren seit 1896 Druckmaschinen hergestellt worden.

Quelle: n-tv.de, jwu

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