Wirtschaft

Dämpfer durch Konjunkturdaten Wall Street atmet nach Rekordjagd durch

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(Foto: picture alliance / dpa)

Nach der Startglocke machen die US-Börsen nochmals einen Schritt nach vorn und markieren neue Bestmarken. Doch dann ist die Luft zunächst raus. Angesichts fehlender neuer Impulse gibt es einen ruhigen Wochenausklang.

An der Wall Street ist die aktuelle Rekordjagd etwas ins Stocken gekommen. Der Leitindex Dow Jones Industrial und der breiter gefasste S&P 500 hatten zwar im frühen Handel jeweils noch einmal Bestmarken erreicht, doch beim Dow ließ der Schwung schnell wieder nach. Jüngste Konjunkturdaten dämpften etwas die Laune der Anleger: Das Konsumklima in den USA trübte sich im August überraschend und deutlich ein.

S&P 500
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Am Ende schloss der Dow nahezu unverändert bei 35.515 Punkten, verzeichnete auf Wochensicht aber einen Gewinn von 0,9 Prozent. Für den breiter gefassten S&P 500 ging es um knapp 0,2 Prozent auf 4468 Stellen nach oben. Der technologielastige Nasdaq 100 kletterte um 0,3 Prozent auf 15.137 Punkte. Er ist von einem Höchststand noch etwas entfernt.

Firmenbilanzen, die andauernde Wirtschaftserholung und die Verabschiedung eines umfangreichen Infrastrukturpaketes im Senat hatten die Indizes in den vergangenen Tagen von Rekord zu Rekord getrieben. Zu der guten Stimmung am letzten Handelstag der Woche unter anderem Walt Disney bei. Der eigene Streamingdienst und trotz Corona-Krise gut besuchte Freizeitparks hievten den Unterhaltungskonzern wieder in die Gewinnzone. Die Disney-Aktie legte fast ein Prozent zu.

Hingegen machten unter anderem steigende Fälle der Virusvariante Delta Airbnb zu schaffen. Das könne die Buchungen des Online-Marktplatzes für Unterkünfte im laufenden Quartal beeinträchtigen, teilte das Unternehmen mit. Die Aktien büßten zunächst 3,9 Prozent ein. Später gingen sie mit einen Plus von 1,1 Prozent aus dem Handel.

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Die Stimmung der US-Konsumenten trübte sich auch wegen der hohen Inflation so stark ein wie seit Dezember 2011 nicht mehr. Das entsprechende Barometer sank im August auf 70,2 Zähler von 81,2 im Juli, wie die Universität Michigan mitteilte. Ökonomen hingegen hatten mit einer Stagnation gerechnet. In den vergangenen 50 Jahren gab es nur zwei stärkere Rückgänge.

Die US-Exporteure hoben ihre Preise im Juli kräftig an. Die Ausfuhrpreise stiegen um 17,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Besonders landwirtschaftliche Produkte, Lebensmittel und Industriebedarf verteuerten sich deutlich. Allerdings waren die Preise ein Jahr zuvor wegen der Corona-Pandemie auch im Keller.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/rts

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