Dax purzelt ins Minus
Der deutsche Aktienmarkt konnte das Mini-Plus über den größten Teil des Handelstages nicht in den Feierabend retten. Der Dax schloss mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 23.694 Punkten.
Ein schlechter als erwartet ausgefallener ADP-Arbeitsmarktbericht unterstrich die Erwartung einer Leitzinssenkung durch die US-Notenbank in der kommenden Woche. Im privaten Sektor wurden im November 32.000 Stellen abgebaut; die Prognose lag bei plus 40.000. Dies löste neue Sorgen über den Zustand der US-Wirtschaft aus. Diese Befürchtungen wurden durch eine deutlich nach unten revidierte Oktober-Lesung der US-Industrieproduktion noch genährt.
Nach Einschätzung von CMC "schreien" die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten förmlich nach einer Zinssenkung. "Neben den unsicheren makroökonomischen Perspektiven dürfte hier auch immer mehr die zweite, unschöne Seite der Medaille des Einzugs der künstlichen Intelligenz in das Arbeitsleben zum Vorschein kommen. Denn was auf der einen Seite die Gewinne der entsprechenden Unternehmen in die Höhe treibt, könnte vielen Menschen in fast allen Unternehmen den Job kosten. Diese Menschen fielen dann als Konsumenten erst einmal weg, hieß es.
Im Fokus stand der Kurseinbruch der Hugo-Boss-Aktie um 9,9 Prozent. Der Modekonzern kündigte mit dem neu gestarteten Strategieprogramm ein Anpassungsjahr für 2026 an. Hugo Boss erwartet einen deutlichen Umsatzrückgang, bevor 2027 eine Rückkehr zum Wachstum erfolgen soll. Nach Einschätzung der DZ Bank könnten die Konsensschätzungen zum Ebit für 2026 um rund 20 Prozent sinken.
Airbus erholten sich um 3,9 Prozent von den Verlusten der Vortage. Der Flugzeughersteller kann sein Auslieferungsziel für das laufende Jahr nicht erreichen. Aufgrund von Qualitätsproblemen am Rumpf einiger seiner A320-Maschinen rechnet er mit der Auslieferung von rund 790 Flugzeugen. Bislang hatte Airbus 820 Maschinen angepeilt. Die für die Börse relevanteren Finanzziele für das laufende Jahr wurden jedoch bestätigt.
Nach der jüngsten Konsolidierung konnten Rüstungsaktien teilweise wieder Fuß fassen. Laut dem Kreml konnte in den Verhandlungen mit den USA bislang kein Kompromiss erzielt werden. Rheinmetall gewannen 2 Prozent. Dank guter Sektorvorgaben stiegen Infineon um 2,7 Prozent.
Thyssenkrupp gaben deutlich um 8,9 Prozent nach. Im Handel hieß es, Details zu einem erneuten Sparpaket seien der aktuelle Belastungsfaktor. Gegenüber der "FAZ" sagte die neue Vorstandschefin, man müsse mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag rechnen. Daneben senkten JP Morgan und die LBBW ihre Kursziele für die Thyssenkrupp-Aktie leicht.
Das war der Börsen-Tag vom Mittwoch. Morgen Früh geht es an dieser Stelle munter weiter. Wir wünschen einen schönen Feierabend!
Konsumflaute? Nicht bei Deos und Putzmitteln
Beim Konsum halten sich viele Menschen gerade zurück, doch für Körperpflege und ein sauberes Zuhause wird weiterhin viel Geld ausgegeben: Rund 35,6 Milliarden Euro werden es für Produkte aus deutscher Produktion im In- und Ausland im laufenden Jahr sein - so die Hochrechnung des Branchenverbandes IKW.
Entgegen der allgemeinen Konjunkturschwäche wäre dies ein Wachstum von 2,9 Prozent für die Hersteller von Shampoo und Deos, Waschmittel und Haushaltsreiniger - und ein weiteres Rekordjahr.
Allerdings setzt sich die Flaute im Auslandsgeschäft fort: Während der Inlandsumsatz 2025 um 5,5 Prozent auf 23,9 Milliarden Euro zulegte, liefen die Geschäfte außerhalb Deutschlands erneut schlechter. Dort gab es im Jahresvergleich ein Minus von 2,1 Prozent. Die geopolitische Lage wirke sich zunehmend negativ auf die internationalen Absatzmärkte aus, erklärte der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW).
Microsoft senkt Verkaufsziele für KI-Software
Der US-Softwarekonzern Microsoft hat einem Medienbericht zufolge wegen schleppender Nachfrage die Wachstumsziele für den Verkauf einiger Produkte aus dem Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) gesenkt. Zuvor hätten viele Vertriebsmitarbeiter ihre Ziele im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr verfehlt, berichtete der Branchendienst "The Information" unter Berufung auf Vertriebsmitarbeiter der Cloud-Sparte Azure.
Es sei selten, dass Microsoft die Vorgaben für bestimmte Produkte senke, hieß es in dem Bericht. Eine Stellungnahme von Microsoft lag zunächst nicht vor. Die Aktie des Softwareunternehmens gibt 2,3 Prozent nach.
Curevac-Übernahme durch Biontech vor Abschluss
Der Biotech-Deal zwischen Curevac und Biontech ist auf der Zielgeraden. Das Übernahmeangebot des Mainzer Unternehmens Biontech für Curevac wurde von einer großen Mehrheit der Anteilseigner des Tübinger Rivalen angenommen. Bis zum Ablauf einer ersten Angebotsfrist an diesem Mittwoch (15 Uhr MEZ) wurden rund 81,74 Prozent der Curevac-Anteile in Biontech-Aktienhinterlegungsscheine ("American Depositary Shares", kurz: ADS) getauscht, wie Biontech mitteilte. Damit ist die Mindestannahmeschwelle von 80 Prozent überschritten.
Biontech hatte bei dem im Juni bekannt gewordenen Angebot 5,46 US-Dollar für jede Curevac-Aktie angesetzt. Das entspricht einer Bewertung des Tübinger Unternehmens von etwa 1,25 Milliarden US-Dollar (1,08 Milliarden Euro). Curevac-Aktionäre, die den Tausch noch nicht vollzogen haben, können dies noch bis zum 18. Dezember tun, wie Biontech erklärte. Dann endet eine sogenannte Nachangebotsfrist.
Anleger werfen Macy's aus den Depots
Ein vorsichtiger Ausblick auf das Weihnachtsgeschäft brockt der US-Kaufhauskette Macy's einen Kursrutsch ein. Die Aktien fallen vor US-Handelsstart um gut vier Prozent. Das Unternehmen rechnet für das vierte Quartal 2025 mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 1,35 und 1,55 Dollar. Analysten hatten im Schnitt 1,55 Dollar erwartet. "Verbraucher schauen derzeit genauer hin, wofür sie ihr Geld ausgeben", sagte Konzernchef Tony Spring. Dabei hatte Macy's für das abgelaufene dritte Quartal überraschend einen Gewinn ausgewiesen und zudem seine Jahresprognose angehoben.
Signale der Schwäche: Wall Street taucht ab
Wachstumssorgen vergraulen Wall Street-Anleger. Die Risikoneigung war zunächst wieder gestiegen, was Händler auch an der Erholung von Bitcoin und anderen risikoreichen Anlagen festmachten. Allein die Kryptowährung hat in den vergangenen 24 Stunden um 7,4 Prozent zugelegt. Doch aktuelle Konjunkturdaten stellen die Risikoneigung wieder auf die Probe.
Zuletzt hatten schwächere Daten die Hoffnung auf eine Zinssenkung für den 10. Dezember wieder verstärkt - doch nun schüren neue schwache Daten zusätzlich Wachstumssorgen und bremsen die US-Börsen. Im frühen Handel gewinnt der Dow-Jones-Index 0,1 Prozent auf 47.538 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen dagegen 0,1 bzw. 0,4 Prozent ein.
So sendet der Arbeitsmarkt ein klares Signal der Schwäche aus. Statt eines prognostizierten Stellenaufbaus offenbart der ADP-Arbeitsmarktbericht einen Stellenabbau im November. Auch die Industrieproduktion überzeugt nicht. Diese ist im September zwar wie erwartet gestiegen. Allerdings ist die August-Lesung deutlich nach unten revidiert worden. Auch die Kapazitätsauslastung im September hat die Erwartungen verfehlt. Zudem zeigt sich die Inflation auf Basis der Importpreise für September eingedämmt.
Dax taucht nach US-Daten ab
Nach dem ADP-Arbeitsmarktbericht können auch die Daten für die US-Industrieproduktion nicht überzeugen. Diese ist im November zwar wie erwartet um 0,1 Prozent gestiegen. Allerdings ist die Oktober-Lesung deutlich auf minus 0,3 Prozent nach vorläufig minus 0,1 Prozent nach unten revidiert worden. Auch hat die Kapazitätsauslastung im November die Erwartungen verfehlt. Die Daten dürften die bereits bestehenden Wachstumssorgen weiter schüren. Der Dax kämpft danach mit der Nulllinie.
Trump-Berater Hassett als neuer Fed-Chef?: Dollar sackt auf Einmonatstief
Der Dollar weitet seine Verluste aus und erreicht - gemessen am Dollarindex - ein Einmonatstief. Der Euro zieht auf 1,1667 Dollar an. Die Erwartungen an eine Zinssenkung in den USA hätten sich verstärkt, nachdem Präsident Trump angedeutet habe, dass er Kevin Hassett zum nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank ernennen könnte.
Hassetts Ansichten stünden denen von Trump am nächsten, der wiederholt Zinssenkungen gefordert habe, betont ING-Analyst Chris Turner. Die Reaktion des Marktes auf die Nachricht sei ein schwächerer Dollar, ein schnellerer Rückgang der Renditen am kurzen Ende als am langen Ende und eine Rally bei Risikoanlagen. Dies könnte bis zur Fed-Entscheidung am 10. Dezember das vorherrschende Thema bleiben, so Turner. Die sehr schwachen US-Arbeitsmarktdaten bekräftigen die Überzeugung am Markt, dass die US-Notenbank die Leitzinsen senken wird.
Airbus-Aktie hebt ab
Airbus-Anleger zeigen sich nach der jüngsten Panne bei Rumpfteilen für den Bestseller A320 erleichtert. Die Aktien des weltgrößten Flugzeugbauers ziehen um bis zu 3,8 Prozent an.
Zwar rückte der Boeing-Rivale von seinem Auslieferungsziel für das laufende Jahr ab, bestätigte aber die Ziele für das Ergebnis und den Cashflow für 2025. Es sei positiv, dass Airbus nun den voraussichtlichen Einfluss der Qualitätsprobleme rund um die Verkleidungen quantifiziert und kommuniziert habe, konstatierte DZ Bank-Analyst Holger Schmidt. "Dass man nun die finanzielle Guidance beibehalten konnte, zeigt die Manövriermasse des Konzerns." Airbus stutzte das Ziel für ausgelieferte Flugzeuge in diesem Jahr auf 790 von zuvor 820 zurück.
Überraschender Stellenabbau in USA - vor allem bei kleinen Unternehmen
Die US-Unternehmen haben im November überraschend Stellen abgebaut. In der Privatwirtschaft fielen insgesamt 32.000 Jobs weg, wie aus der Firmenbefragung des Personaldienstleisters ADP hervorgeht. Das kommt unerwartet: Ökonomen hatten mit einem Stellenzuwachs von 10.000 gerechnet. Im Oktober waren noch 47.000 Jobs hinzugekommen.
"Die Einstellung von Mitarbeitern verlief in letzter Zeit holprig, da Arbeitgeber mit zurückhaltenden Verbrauchern und einem unsicheren makroökonomischen Umfeld zu kämpfen hatten", sagte ADP-Chefvolkswirtin Nela Richardson. "Obwohl der Rückgang im November breit angelegt war, wurde er vor allem durch einen Rückgang bei kleinen Unternehmen verursacht."
Der ADP-Bericht wird seit einiger Zeit gemeinsam mit dem Stanford Digital Economy Lab erstellt. Der Indikator hatte sich zuvor nicht immer als treffsicher erwiesen. Er dürfte der Notenbank Federal Reserve jedoch eine Orientierungshilfe beim Abstecken des geldpolitischen Kurses dienen, da amtliche Arbeitsmarktberichte wegen des langen Shutdowns der Regierungsgeschäfte verzögert kommen.
Deutscher Automarkt erholt sich weiter - Neuzulassungen bei BYD explodieren
Die Erholung auf dem deutschen Automarkt hat sich auch im November fortgesetzt, allerdings hat sich die Aufwärtsdynamik verlangsamt. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte, wurden im vergangenen Monat 250.671 Pkw neu zugelassen und damit 2,5 Prozent mehr als im November vergangenen Jahres. Im Vormonat lag das Plus noch bei 7,8 Prozent. Von Januar bis November ergab sich ein marginales Absatzplus von 0,7 Prozent. Während Tesla erneut einen Absatzeinbruch verzeichnete, kletterte der Absatz von BYD erneut kräftig.
Unter den deutschen Marken konnten die Premiumhersteller Audi und BMW zuletzt deutliche Zuwächse erzielen: Die Volkswagen-Tochter erreichte einen Absatz von 19.102 Fahrzeugen, ein Plus von 9,5 Prozent. Der Münchener Hersteller erzielte ein Absatzplus von 8,5 Prozent auf 24.373 Einheiten. Wettbewerber Mercedes-Benz musste dagegen einen Rückgang der Neuzulassungen von 4,0 Prozent auf 24.827 Fahrzeugen hinnehmen.
Bei Tesla brachen die Neuzulassungen im November den weiteren Angaben zufolge um 20 Prozent auf 1763 Fahrzeuge ein, während sie bei BYD um 834 Prozent auf 4026 Autos in die Höhe schossen.
Dieser CEO rückt in die Gruppe der Top-Verdiener im Dax auf
Siemens-Vorstandschef Roland Busch kommt im Geschäftsjahr 2024/25 (Ende September) auf eine "gewährte und geschuldete Vergütung" von 12,33 Millionen Euro, wie aus dem Geschäftsbericht des Münchner Technologiekonzerns hervorgeht. Das sind 32 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 2023/24 war er mit 9,36 Millionen Euro nur auf Platz sieben unter den Dax-Chefs gelandet, obwohl Siemens das am zweithöchsten bewertete deutsche Unternehmen nach SAP ist.
Grund für den Anstieg um fast drei Millionen Euro sind Aktien-Boni, die Busch 2021 gewährt worden waren und nun zur Auszahlung anstanden. Der Kurs der Siemens-Aktie hat sich seither rasant entwickelt. Buschs Jahresbonus ist nur leicht gestiegen.
Auch beim Vorstandschef der Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers, Bernd Montag, ist die Vergütung 2024/25 deutlich gestiegen. Er kam laut Geschäftsbericht auf 7,35 (Vorjahr: 6,57) Millionen Euro, das ist ein Plus von zwölf Prozent.
"Spanien läuft phänomenal" - Zara-Mutter setzt ein starkes Zeichen für die Fast-Fashion-Branche
Zum Start in sein Winterquartal hat der Zara-Mutterkonzern Inditex die Erwartungen der Analysten übertroffen. Wie der spanische Modekonzern mitteilte, stiegen die Umsätze im November, der auch das wichtige Black-Friday-Geschäft umfasst, währungsbereinigt um 10,6 Prozent. Auch im dritten Quartal bis Ende Oktober übertraf Inditex die Prognosen. Der Umsatz wuchs um 8,4 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro und der Bruttogewinn um 6,2 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro.
Dieses starke Wachstum gelang dem Unternehmen trotz des ungewöhnlich warmen Wetters im Oktober in vielen Teilen Europas. William Woods, Analyst bei Bernstein, führte die positive Entwicklung auch auf die robuste spanische Wirtschaft zurück. Inditex erzielt hier rund 20 Prozent seiner Einnahmen. "Spanien läuft einfach phänomenal, die Wirtschaft funktioniert und die Leute kaufen mehr Kleidung."
Thyssen fliegen aus den Depots - TKMS sind gefragt
Die Titel von Thyssen bauen ihre Verluste auf fast 8 Prozent aus. Bei nun knapp unter 9 Euro scheine der Verkaufsdruck aber auszulaufen, heißt es im Handel. Stützend wirke, dass auch die Aktie der Marine-Tochter TKMS ihre Talfahrt beendet habe. TKMS ziehen um 1,3 Prozent an. Details zu einem erneuten Sparpaket seien derweil der aktuelle Belastungsfaktor. Gegenüber der "FAZ" sagt die neue Vorstandschefin, man müsse mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag rechnen. Unterdessen haben JP Morgan und die LBBW ihre Kursziele für die Thyssen-Aktie leicht gesenkt.
Bitcoin will wieder nach oben
Der Bitcoin hat seine jüngste Erholung fortgesetzt und ist auf den höchsten Wert seit Mitte November gestiegen. Der Kurs der ältesten und bekanntesten Kryptowährung kletterte im frühen Handel fast bis auf 94.000 Dollar. Das Niveau konnte der Bitcoin nicht ganz halten, war aber mit rund 93.000 Dollar immer noch rund 1000 Dollar mehr wert als am Vortagesende. Damit baute der Bitcoin die Gewinne vom Vortag aus. Seit Dienstagmittag zog die Notierung um rund 6000 Dollar oder sieben Prozent an.
Trotz der jüngsten Erholung liegt der Bitcoin immer noch deutlich unter dem Rekordhoch. Anfang Oktober war die Kryptowährung zeitweise mehr als 126.000 Dollar wert. In den Wochen danach setzte eine deutliche Korrektur ein, in der die Digitalwährung fast 40 Prozent an Wert verlor. Solch starke Kursschwankungen sind beim Bitcoin normal .So lag die Handelsspanne im bisherigen Jahresverlauf zwischen rund 74.000 Dollar und etwas mehr als 126.000 Dollar. Unter dem Strich tritt der Bitcoin seit Ende 2024 auf der Stelle, nachdem sich der Kurs 2023 und 2024 mehr als verfünffacht hat.
Streit um Italiens Gold - wem gehören die Goldreserven?
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Italien aufgefordert, eine geplante Gesetzesänderung zu den nationalen Goldreserven noch einmal zu überdenken. Dies geht aus einem Dokument hervor, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Die Regierung in Rom sollte den Vorschlag umschreiben und die Unabhängigkeit der italienischen Notenbank in ihren Aufgaben sicherstellen. Dabei geht es um einen Vorstoß, der festschreiben soll, dass die Goldreserven dem italienischen Volk gehören. Ein Sprecher der EZB in Frankfurt lehnte eine Stellungnahme ab.
Kritiker fürchten: Ein solcher Schritt könnte den Weg zu politischen Eingriffen in die Bestände ebnen – und im Extremfall auch zu Verkäufen. Hinter dem Plan stehen Abgeordnete der Partei Fratelli d'Italia von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Sie wollen die Regelung als Zusatz zum Haushaltsgesetz für das kommende Jahr verabschieden. Die Banca d'Italia ist eine vom Staat unabhängige öffentliche Institution und besitzt mit 2452 Tonnen Gold die weltweit drittgrößten nationalen Goldreserven nach den USA und Deutschland. Der Wert des Goldes entspricht etwa 13 Prozent der italienischen Wirtschaftsleistung.
Kurssturz: Hugo Boss sieht erst 2027 Licht am Ende des Tunnels
Der Modekonzern Hugo Boss rechnet erst ab dem Jahr 2027 wieder mit besseren Geschäften. 2026 soll ein Übergangsjahr werden, wie das Unternehmen mit Sitz in Metzingen mitteilte. Sortiment und Vertrieb sollen im kommenden Jahr angepasst werden, Umsatz und der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werden in dieser Zeit nach Unternehmensangaben wohl sinken.
Der Modekonzern bekam bereits in den vergangenen Monaten eine teils schwache Konsumlaune zu spüren. An der Börse kamen die Strategie-Nachrichten nicht gut an: Für die Aktie ging es um mehr als zehn Prozent nach unten. Im bisherigen Jahresverlauf hat das Papier rund ein Fünftel an Wert verloren.
Eskalation um Taiwan kann deutscher Wirtschaft schaden
Das Mercator Institut für Chinastudien (Merics) warnt angesichts zunehmender Spannungen in Ostasien vor erheblichen Konsequenzen auch für Deutschland. "Jegliche politische, wirtschaftliche oder sogar militärische Eskalation in der Region und speziell um Taiwan könnte der deutschen Wirtschaft erheblich schaden", sagte Merics-Expertin Claudia Wessling Reuters. Die Straße von Taiwan sei eine der wichtigsten Wasserstraßen für die globale Containerschifffahrt. "Ein Konflikt in der Region würde weltweit Lieferketten unterbrechen, was natürlich auch Deutschland treffen würde." Hinzu komme, dass Tausende deutsche Unternehmen in der Volksrepublik China und Hunderte in Taiwan präsent sind, die im Falle eines Konflikts mit Disruptionen ihrer Markt- und Handelstätigkeit rechnen müssten.
China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, die notfalls mit Gewalt eingegliedert werden soll. Taiwan weist die Ansprüche zurück: Nur die Inselbewohner könnten über ihre Zukunft entscheiden. Die Spannungen in der Region haben zuletzt deutlich zugenommen. Auslöser waren Äußerungen der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi, dass ein möglicher chinesischer Angriff auf Taiwan eine japanische Militäraktion auslösen könnte.
Anleger stürzen sich auf deutsche Bauwerte
Deutsche Bauwerte ziehen an. Im Dax steigen Heidelberg Materials um 0,9 Prozent auf 218,30 Euro und nähern sich wieder ihrem Allzeithoch aus der vergangenen Woche. Im MDax setzen Hochtief ihre Rekordjagd mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 314,20 Euro fort, Bilfinger gewinnen 2 Prozent auf 103,80 Euro und liegen direkt an ihrem Allzeithoch. "Offensichtlich setzt der Markt darauf, dass die Regierung den Freitag übersteht und die Infrastrukturprogramme wie geplant umgesetzt werden", so ein Marktteilnehmer.
Die Abstimmung gilt als kritisch, weil auch die Abstimmung zum Rentenpaket auf der Agenda steht. Die Regierungsparteien haben im Bundestag lediglich eine Mehrheit von 12 Stimmen, in einer Probeabstimmung der Unions-Fraktion am Dienstag soll es aber 10 bis 20 Nein-Stimmen gegeben haben.
Startschuss für Lithium-Abbau im Rheingraben - Deutscher Rohstofffonds beteiligt sich
Der Rohstofffonds der Bundesregierung beteiligt sich an einem ersten Projekt - es geht um die Produktion von Lithium zum Einsatz in Batterien für Elektroautos. Konkret handelt es sich um ein Projekt des australischen Unternehmens Vulcan Energy im Oberrheingraben. Der Rohstofffonds investiert bis zu 150 Millionen Euro in die Umsetzung des sogenannten Lionheart-Projekts, wie das Bundeswirtschaftsministerium sowie die australische Botschaft in Berlin mitteilten.
Insgesamt gab Vulcan Energy eine Finanzierungsvereinbarung für sein Projekt mit einem Volumen von rund 2,2 Milliarden Euro bekannt. Auch andere Investoren sind mit an Bord.
Airbus fliegt im Anlegerfokus
Erneut für Gesprächsstoff sorgt Airbus. Der Flugzeughersteller kann sein Ziel für die Auslieferungen im laufenden Jahr nicht halten und rechnet nun wegen der Qualitätsprobleme am Rumpf einiger seiner A320-Maschinen mit der Auslieferung von rund 790 Flugzeugen. Bislang hatte Airbus 820 Maschinen angepeilt. Die Finanzziele für das laufende Jahr hat Airbus aber bestätigt. Nach den Verlusten der beiden Vortage geht es um weitere rund ein Prozent nach unten für die Aktie.
Goldpreis zieht an
Die Ölpreise zeiten sich zunächst wenig verändert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 62,49 Dollar. Das US-Öl WTI notiert bei 58,69 Dollar. Der Goldpreis legt 0,2 Prozent auf 4.216,13 Dollar je Feinunze zu. Die Erholung spiegelt die allgemein verbesserte Stimmung an den Märkten wider.
"Der Markt spielt Konjunktur"
"Der Markt setzt auf konjunkturelle Erholung, zumindest der Markt in Europa", sagt ein Händler. Zwar könnten die Technologiewerte den guten Vorlagen der US-Wettbewerber folgen. "Als neue Favoriten kristallisieren sich aber eher die Autotitel und auch die Chemiewerte heraus", so der Marktteilnehmer weiter. BASF, Mercedes, BMW und VW hätten ihre Positionen im Dax zuletzt deutlich verbessert. Daneben seien die Banken europaweit weiter die Favoriten, sie profitierten von der zuletzt wieder steileren Zinskurve. "Auch diese ist ein Zeichen, dass sich die konjunkturelle Lage verbessert", erläutert der Börsianer.
"Die Grundtendenz stimmt"
Der Dax startet fester in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 23.795 Punkten, nachdem er gestern mit 23.711 Zählern 0,5 Prozent fester geschlossen hatte. Zum Wochenstart war es für den Index 1,0 Prozent nach unten gegangen. "Für den Dax geht es mit leichtem Schaum vor dem Mund aufwärtts", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Die Grundtendenz stimmt dabei: freundlich."
Airbus reißt Auslieferungsziel
Airbus kann in diesem Jahr etwa 30 Flugzeuge weniger ausliefern als geplant. Der weltgrößte Flugzeugbauer teilte mit, das neue Ziel seien 790 Maschinen. Der Grund dafür, dass Airbus nicht wie geplant 820 Flugzeuge an die Kunden übergeben könne, seien die kürzlich aufgetauchten Qualitätsprobleme bei einem Zulieferer von Rumpf-Teilen für die A320-Baureihe. An den finanziellen Zielen für das laufende Jahr halte der Boeing-Rivale trotzdem fest: einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 7,0 Milliarden Euro und einem operativen Mittelzufluss (Free Cash-flow) vor Kundenfinanzierungen von rund 4,5 Milliarden Euro. Die Auslieferungsziele galten schon vor der Panne als ambitioniert.
Tech-Aktien in Tokio gefragt
Uneinheitlich zeigen sich die Börsen in Asien zue Wochenmitte. Insbesondere dort, wo die Indizes zulegen, stützen Kursgewinne in den Sektoren Industrie und Technologie. In Japan steigt der Kurs der Technologie-Beteiligungsfirma Softbank um 8 Prozent, die Halbleiteraktie Advantest verteuert sich um 6,6 Prozent. Der Leitindex Nikkei legt 1,7 Prozent auf 50.131 Punkte zu. Der koreanische Kospi zieht um 1,2 Prozent an, gestützt auch von einem leicht nach oben revidierten BIP im dritten Quartal.
In Hongkong geht es dagegen um 1,1 Prozent nach unten, in Shanghai leicht um 0,2 Prozent. Hier belastet laut Marktbeobachtern der neueste Einkaufsmanagerindex (PMI) von Ratingdog (vormals Caixin) für den Servicesektor. Er schwächte sich auf 52,1 nach 52,6 Punkten ab. Damit bestätigt er den Trend des staatlichen Index, der im November sogar unter die Expansionsschwelle von 50 Punkten gefallen ist.
In Australien wurde der Handel mit einem Plus von 0,2 Prozent bereits beendet. Hier dürfte wieder leichte Zinssenkungsfantasie eingekehrt sein und gestützt haben, nachdem das australische BIP im dritten Quartal die Erwartungen verfehlte.
Marvell schluckt KI-Startup – Kurs bricht ein
Marvell Technology hat die Übernahme des Halbleiter-Startups Celestial AI für 3,25 Milliarden Dollar angekündigt. Wie der Chiphersteller mitteilte, soll Celestial AI eine Milliarde Dollar in bar und 27,2 Millionen Marvell-Aktien im Wert von 2,25 Milliarden Dollar erhalten. Das Unternehmen erwartet, dass Celestial AI ab der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2028 nennenswerte Umsatzbeiträge liefern wird. Diese sollen bis zum vierten Quartal 2029 auf eine Milliarde Dollar pro Jahr anwachsen. Mit dem Zukauf will sich Marvell die Photonik-Technologie des Startups sichern.
Für das vierte Quartal stellte Marvell zudem einen Umsatz in Aussicht, der über den Schätzungen der Wall Street liegt. Der Konzern rechnet mit Erlösen von rund 2,20 Milliarden Dollar, plus oder minus fünf Prozent. Analysten hatten laut LSEG-Daten im Schnitt mit 2,18 Milliarden Dollar gerechnet. Die Aktie von Marvell gab im nachbörslichen Handel jedoch um sechs Prozent nach.
Vorlagen und Umfeld stützen den Dax
Die Risikobereitschaft an den Aktienmärkten nimmt weiter zu, und davon dürften zur Wochenmitte auch die europäischen Börsen und der Dax erneut profitieren. Der Dax wird 0,2 Prozent höher mit 23.760 Punkten berechnet und damit in der Nähe des Tageshochs vom Mittwoch. In Japan ist der Nikkei über die 50.000er-Marke zurückgekehrt, die Renditen gehen wieder leicht zurück, und der Euro verteidigt die jüngsten Gewinne. Die Ölpreise verändern sich nach den jüngsten Schwankungen am Morgen nur wenig. "Damit steht steigenden Kursen in Europa nicht viel entgegen", so ein Marktteilnehmer.
Impulse könnten am Vormittag Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor aussenden, veröffentlicht werden allerdings überwiegend nur überarbeitete November-Daten. Am Nachmittag rücken dann US-Daten in den Blick, neben dem ISM-Index zur Industrieproduktion Importpreise und der ADP-Arbeitsmarktbericht. Am Abend nach 22. 00 Uhr werden die Auf- und Absteiger in den Dax-Indizes bekanntgegeben.
Anleger strafen Hugo Boss ab
Aktien von Hugo Boss sind nachbörslich stark unter Druck geraten, der Kurs fiel um etwa 10 Prozent. Vor dem Hintergrund einer bewussten Refokussierung der Marken und Vertriebskanäle erwartet der Konzern für das Jahr 2026 einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Bereich, bevor 2027 eine Rückkehr zu Wachstum erfolge, das sich 2028 beschleunigen soll. "Hugo Boss ist ein weiteres Beispiel dafür, dass es für Konsumwerte einfach zu früh ist", so ein Marktteilnehmer.
Das zeige nicht nur der Chart von Hugo Boss, sondern zum Beispiel auch der von Fielmannn, die nach dem Dezember-Revirement zum kleinsten MDAX-Mitglied werden könnten. "Auch wenn die Konjunktur in Deutschland nun anspringt, Konsumwerte profitieren erfahrungsgemäß erst in einem viel späteren Stadium des Wirtschaftszyklus davon", so der Börsianer weiter, der von "Spätzyklikern" spricht.
Beerbt Trump-Berater Fed-Chef Powell?
US-Präsident Donald Trump hat bei einer Vorstellung seines Wirtschaftsberaters Kevin Hassett von der Anwesenheit eines "potenziellen Fed-Vorsitzenden" gesprochen. Bei einem Treffen im Weißen Haus fragte Trump dann, ob er das wohl sagen dürfe. "Es handelt sich um eine angesehene Person, das darf ich sagen. Vielen Dank, Kevin." Nach seiner Aussage grenzten die Renditen von US-Staatsanleihen zunächst ihre Verluste ein. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen abbildet, gab nach. Kurz zuvor hatte Trump erklärt, er werde seine Entscheidung über die Nachfolge von Notenbankchef Jerome Powell Anfang kommenden Jahres bekanntgeben. Am Sonntag hatte Trump vor Journalisten gesagt, er habe seine Wahl getroffen.
KI-Boom pusht Crowdstrike-Geschäft
Crowdstrike hat dank einer starken Nachfrage nach seinen KI-Produkten seine Umsatzprognose für das vierte Quartal angehoben und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Für das vierte Quartal rechnet der Cybersicherheitsspezialist mit einem Umsatz zwischen 1,29 und 1,30 Milliarden Dollar, wie er mitteilte. Analysten hatten mit 1,22 Milliarden Dollar gerechnet. Im abgelaufenen dritten Quartal stieg der Umsatz um 22 Prozent auf 1,23 Milliarden Dollar. Hier waren 1,22 Milliarden erwartet worden. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel um rund ein Prozent zu.
Crowdstrike profitiert davon, dass Unternehmen verstärkt in KI-gestützte Sicherheitssysteme investieren, um sich gegen immer ausgefeiltere digitale Bedrohungen zu wehren. Der optimistische Ausblick markiert eine Wende für das Unternehmen aus Texas, das im vergangenen Jahr nach einem fehlerhaften Software-Update mit weitreichenden Ausfällen bei Windows-Computern einen Reputationsschaden erlitten hatte.
Es wird noch einmal durchgemischt
Die Deutsche Börse überprüft zum letzten Mal in diesem Jahr die Zusammensetzung ihrer Aktienindizes. Im Leitindex Dax werden keine Änderungen erwartet. Die Börsenneulinge aus dem Herbst dürften jeweils in einen Index aufgenommen werden: Die Abspaltungen TKMS (von Thyssenkrupp) und Aumovio (von Continental) gelten als sichere Aufsteiger in den Nebenwerteindex MDax. Gerresheimer und HelloFresh müssten dafür wohl weichen. Für Ottobock dürfte es auf jeden Fall für den SDax reichen.
Nach Turbbulenzen: Asien-Börsen erholen sich
Die asiatischen Börsen erholen sich von den jüngsten Turbulenzen. Nach einem kurzen Ausverkauf an den globalen Anleihe- und Kryptomärkten kehrt wieder Ruhe ein. Die japanische Börse führt die Erholung an: Der Nikkei-Index legt 1,6 Prozent auf 50.108,22 Punkte zu. In Südkorea gewinnt der Kospi 0,3 Prozent. Die chinesischen Märkte zeigen sich stabil - der Shanghai Composite notiert fast unverändert bei 3894,22 Stellen.
"Die Verengung der Spreads und die Bewegung beim Yen haben möglicherweise einige Befürchtungen über Carry-Trade-Auflösungen wieder aufleben lassen", sagt Kerry Craig, Marktstratege bei J.P. Morgan Asset Management. Spekulationen über Kevin Hassett als möglichen neuen Fed-Chef stützen die Stimmung zusätzlich, da er als eher taubenfreundlich gilt.
Das ist los im frühen Devisenhandel
Am Devisenmarkt verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 155,77 Yen. Zum chinesischen Yuan legt er leicht auf 7,0651 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt der Dollar etwas auf 0,8018 Franken vor. Der Euro notiert 0,1 Prozent fester bei 1,1632 Dollar und zieht zum Franken leicht auf 0,9331 Franken an. Der australische Dollar gibt nach schwachen Wachstumsdaten nach und notierte unverändert bei 0,6566 Dollar.
Dax schaukelt sich warm
Der Dax ist zurück im Schaukelmodus: Dem Ein-Prozent-Abschlag vom Wochenstart hat der deutsche Börsenleitindex im gestrigen Geschäft ein Plus von 0,5 Prozent auf 23.711 Punkte folgen lassen. Damit nähert er sich wieder der 24.000er-Marke an und entfernt sich zusehends von der 23.000er-Schwelle, die er am Freitag vorvergangene Woche noch zeitweise unterschritten hatte.
Das Augenmerk der Anleger liegt heute zunächst auf der Geldpolitik, denn: EZB-Präsidentin Christine Lagarde steht in Brüssel im Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments Rede und Antwort zur Geldpolitik. Investoren erhoffen sich von der turnusmäßigen Befragung Aufschluss über den weiteren Zinskurs. Zuletzt hatte Lagarde betont, die Geldpolitik befinde sich in einer guten Position. Am Finanzmarkt wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung auf der nächsten geldpolitischen EZB-Sitzung am 18. Dezember lediglich auf knapp zwei Prozent taxiert. Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Zinspause wird mit über 98 Prozent veranschlagt.
Unternehmensseitig dürften alle SAP-Anleger nach US-Börsenschluss ganz genau auf die Zahlen des Rivalen Salesforce schauen. Der Grund: das KI-Geschäft des Unternehmens. Wegen der anziehenden Nachfrage in diesem Bereich hatte Salesforce vor einigen Wochen die mittelfristigen Wachstumsziele angehoben. Für das abgelaufene Vierteljahr hat Salesforce einen Umsatz von gut zehn Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.