Dienstag, 21. April 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Ölpreis-Chaos lässt Dax leiden - minus 4 Prozent

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(Foto: REUTERS)

Die Turbulenzen an den Ölmärkten haben heute zunehmend auf die Aktienmärkte übergegriffen. Alle europäischen Branchenindizes lagen mehr oder weniger stark im Minus. "Der Ölmarkt glaubt offensichtlich nicht mehr an eine deutliche Erholung der Wirtschaft und damit der Ölnachfrage im zweiten Halbjahr", sagte ein Händler. Das sei auch ein schlechtes Zeichen für die Aktienmärkte.

Auch der deutsche Aktienmarkt rangierte durchgängig im tiefroten Bereich. Der Dax verlor 4,0 Prozent und schloss bei 10.250 Punkten. Damit büßte der Leitindex heute mehr als 400 Punkte ein. Der MDax sackte um 2,3 Prozent auf 21.948 Zähler ab, der TecDax um 2,6 Prozent auf 2832 Stellen. Der EuroStoxx50 ging um 4,0 Prozent auf 2794 Punkte runter. Dabei konnte auch ein deutlich verbesserter ZEW-Konjunkturindex in Deutschland nicht helfen.

Etwas im Hintergrund schwelte in dieser Gemengelage noch die langsam Fahrt aufnehmende Berichtssaison der Unternehmen. Als weitgehend wie erwartet wurden die endgültigen Geschäftszahlen von SAP eingestuft. Für mehr Gesprächsstoff sorgte, dass der Softwareriese die Doppelspitze nach gut einem halben Jahr nach deren überraschenden Ernennung schon wieder aufgibt. SAP verloren 6,6 Prozent. Ansonsten notierten fast alle Dax-Werte im Minus. Lediglich Beiersdorf verzeichneten mit plus 0,2 Prozent einen kleinen Gewinn.

17:16 Uhr

Trump: Wir lassen Öl-Branche "niemals" im Stich

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(Foto: REUTERS)

Nach dem dramatischen Einbruch des US-Ölmarktes hat US-Präsident Donald Trump Unternehmen in der Branche Unterstützung zugesagt.

  • "Wir werden die großartige US-Öl- und Gasindustrie niemals im Stich lassen", twitterte Trump. "Ich habe den Energieminister und den Finanzminister angewiesen, einen Plan auszuarbeiten, der Mittel zur Verfügung stellt, damit diese sehr wichtigen Unternehmen und Arbeitsplätze auch weit in die Zukunft gesichert werden."

Die Corona-Krise hat einen beispiellosen Kollaps am Ölmarkt herbeigeführt. Zum Wochenbeginn geriet erstmals ein Terminkontrakt für US-Rohöl ins Minus - das bedeutet, dass Käufer bei Abnahme Geld erhalten statt etwas dafür zu bezahlen. Heute beruhigte sich die Lage etwas.

16:50 Uhr

Warum der Ölpreis verrückt spielt

Der Ölmarkt steckt in einer schweren Krise. Der Preis für ein Barrel US-Öl ist gestern erstmals in den negativen Bereich gesunken. Friedhelm Tilgen spricht mit Kemal Bagci von der BNP Paribas darüber, wie der Terminmarkt funktioniert und was dieser Preissturz für Anleger bedeutet.

16:29 Uhr

Inlandsflüge weltweit um 70 Prozent eingebrochen

Die Zahl der Inlandsflüge ist wegen der Beschränkungen in der Corona-Pandemie dem Airline-Verband IATA zufolge derzeit weltweit um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahresstand eingebrochen. Die Fluggesellschaften gingen zwar von einer Belebung der Inlandsflüge vor den internationalen Verbindungen aus, rechneten aber mit einer nur langsamen Erholung, erklärte IATA-Chefökonom Brian Pearce.

IATA hatte Mitte April die Verlustprognose für alle Fluggesellschaften weltweit um 25 Prozent auf umgerechnet 290 Milliarden Euro angehoben. Das entspricht einem Rückgang der Passagierzahlen um 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Verband pocht daher auf staatliche Hilfen für die durch die Corona-Krise massiv getroffene Branche.

16:03 Uhr

Wirtschaft im Coronavirus-Epizentrum mit riesigem Einbruch

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(Foto: REUTERS)

In der als Epizentrum der Corona-Pandemie geltenden chinesischen Provinz Hubei ist die Wirtschaft massiv eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt fiel im ersten Quartal um 39,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das dortige Statistikamt mitteilte. Besonders die Industrie habe den Rückwärtsgang eingelegt.

Zum Vergleich: Die chinesische Wirtschaft insgesamt schrumpfte von Januar bis März um 6,8 Prozent und damit zum ersten Mal überhaupt seit Einführung der Quartalsstatistik 1992. In der Provinzhauptstadt Wuhan waren Ende 2019 die ersten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bekanntgeworden.

15:42 Uhr

Rutschfahrt an der Wall Street - Dax weiter tief im Minus

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(Foto: imago images/Xinhua)

An der Wall Street geht es weiter bergab. Die US-Börsen sind erneut mit Verlusten in den Handel gestartet. Der Dow Jones fiel um 2,2 Prozent auf 23.144 Punkte. Der marktbreite S&P-500 gab um 1,7 Prozent auf 2777 Zähler ab. Die Indizes reagierten auf das immer deutlicher werdende Ausmaß der globalen Rezession, das den Ölmarkt voll erfasst hat und damit auch den US-Aktienmarkt belastet. Der Preisverfall bei Erdöl hat historische Größenordnungen angenommen.

Zur Zeit des US-Handelsbeginns befanden sich auch die deutschen Indizes tief im Minus. Der Dax sackte um 3,2 Prozent auf 10.331 Stellen ab. Auch MDax und TecDax verloren deutlich. Der EuroStoxx50 notierte 3,3 Prozent tiefer bei 2813 Punkten.

15:00 Uhr

Auch Banken geraten in den Sog der Ölkrise

Hinter den Öl- und Rohstoff-Aktien stellen die Bankenwerte den drittgrößten Verlierer unter den europäischen Sektoren. "Banken haben Kredite auch an die US-Fracking-Industrie gegeben, und diese könnten bei anhaltend niedrigen Preisen wackeln", sagt ein Marktteilnehmer. Der Euro Stoxx Banks Index notierte 3,9 Prozent leichter.

An der Frankfurter Börse verloren Deutsche Bank und Commerzbank je 4,2 Prozent.

14:36 Uhr

Mercedes beendet Produktion von GLC F-Cell

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(Foto: Daimler AG)

Daimlers Pkw-Tochter Mercedes-Benz wird die Produktion des mit Brennstoffzelle betriebenen Stadtgeländewagens GLC F-Cell bald einstellen. Es sei vorerst kein weiteres Auto mit diesem Antrieb geplant, sagt Daimler-Truck-Chef Martin Daum.

Die mit Energie aus Wasserstoff fahrende Variante des GLC wurde nur vermietet und nicht verkauft, da die Herstellung des Fahrzeugs teuer ist. Die bisherige Brennstoffzellen-Abteilung von Mercedes-Benz Cars soll in einem neuen Gemeinschaftsunternehmen der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck AG und Volvo aufgehen.

14:15 Uhr

Karstadt Kaufhof öffnet Filialen mit reduzierter Fläche

Ein Mann geht am Eingang der Filiale der Kaufhauskette Kaufhof vorbei. Foto: Fabian Strauch/dpa/Archivbild

(Foto: Fabian Strauch/dpa/Archivbild)

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat inzwischen bundesweit knapp 50 ihrer insgesamt 170 Filialen mit stark eingeschränkter Verkaufsfläche wieder geöffnet. Unter anderem in Hessen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern stehen Standorte den Kunden wieder zur Verfügung, wie aus einer Übersicht des zur österreichischen Holding Signa gehörenden Unternehmens hervorgeht. Auf einer reduzierten Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern werde das gesamte Sortiment angeboten.

Bund und Länder hatten sich in der vergangenen Woche darauf geeinigt, dass in der Corona-Krise kleinere und mittlere Geschäfte auch jenseits des Lebensmittelhandels öffnen dürfen. Voraussetzung ist, dass ihre Verkaufsfläche 800 Quadratmeter nicht überschreitet.

14:06 Uhr

Coronavirus setzt auch Coca-Cola zu

Auch der US-Getränkeriese Coca-Cola wird von der Corona-Krise nicht verschont und rechnet mit deutlichen Auswirkungen Pandemie auf sein Geschäft im zweiten Quartal. Seit Anfang April sei die verkaufte Menge weltweit um rund 25 Prozent geschrumpft, teilte das Unternehmen in Atlanta/Georgia mit. Dies sei vor allem auf die deutlich geringere Nachfrage der gewerblichen Kunden zurückzuführen, mit denen das Unternehmen rund die Hälfte seines Umsatzes macht.

Im ersten Quartal ging der Umsatz im Jahresvergleich um ein Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar zurück. Unter dem Strich blieb ein Gewinn für die Anteilseigner von knapp 2,8 Milliarden Dollar und damit 65 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie auf vergleichbarer Basis legte um acht Prozent auf 0,51 Dollar zu.

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(Foto: imago/Dean Pictures)

13:43 Uhr

Rolle von Brent- und WTI-Ölpreisen an deutschen Zapfsäulen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Sorgt der historische Absturz des Ölpreises in den USA mit teilweise negativen Preisen für extrem niedrige Preise an deutschen Zapfsäulen? Dem ist nicht so. Die betroffene, in den USA relevante Ölsorte WTI sei "nicht entscheidend für den deutschen Markt", sagte ein ADAC-Sprecher. Hierzulande komme es vielmehr auf die Nordseesorte Brent an, deren Preis allerdings heute auch extrem gefallen ist.

Auch der Mineralölwirtschaftsverband MWV verwies auf Brent als für Europa entscheidende Sorte. Er betonte, die gesunkenen Ölpreise seien an die Verbraucher weitergegeben worden. Der Preis an der Zapfsäule hänge zudem auch von anderen Kosten als dem Ölpreis ab: Alleine Steuern machten bei Benzin 72 und bei Diesel 60 Prozent aus.

13:30 Uhr

Deutsche Bank sieht deutsche Pharmaindustrie vor Gewinnplus

Die Deutsche Bank sieht die deutsche Pharmaindustrie gut aufgestellt.

  • "Für diesen Sektor erwarte ich in diesem Jahr einen Gewinnzuwachs von 8,5 Prozent", sagt Ulrich Stephan, Kapitalmarktstratege des Dax-Konzerns.
  • Der Sektor stehe auch im internationalen Vergleich gut da: "Selbst bei Produkten wie Atemschutzmasken und Schutzbekleidung, die in der aktuellen Krise stark nachgefragt werden, weist Deutschland ein sehr geringes Außenhandelsdefizit auf", so Stephan.

Sowohl mit Arzneien als auch mit medizinischer Ausrüstung sei im vergangenen Jahr im Außenhandel ein Überschuss erzielt worden. Etwa 72 Prozent der Arzneimittelimporte beziehe Deutschland aus anderen EU-Staaten; aus China und Indien stammten insgesamt nur 0,8 Prozent der Medikamente.

Wie stehen die Pharmaaktien: In einem negativen Handelsumfeld verloren Bayer 0,3 Prozent. Merck gaben um 1,8 Prozent nach. Fresenius und FMC notierten 2,2 beziehungsweise 0,7 Prozent tiefer.

12:55 Uhr

Ölpreiseinbruch wird Wall Street wohl weiter drücken

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(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

Der Aktienterminmarkt an der Wall Street deutet auf eine Fortsetzung der Verluste am Kassamarkt hin. Diese dürften aber zunächst nicht die Dynamik des Vortages aufweisen. Das Ausmaß der globalen Rezession wird immer deutlicher am Ölmarkt sichtbar und belastet den US-Aktienmarkt. Der Preisverfall am Erdölmarkt hat historische Größenordnungen angenommen.

  • "Ich wäre nicht überrascht, noch mehr Investitionskürzungen zu sehen (...) und noch mehr Entlassungen. Die Lage ist jetzt ernst", warnt Rohstoffexperte Edward Marshall von Global Risk Management.

Aktuell für keine Entlastung bei den Preisen sorgen Nachrichten aus den USA und Saudi-Arabien. US-Präsident Donald Trump will den dramatischen Absturz des Erdölpreises dafür nutzen, die strategischen Ölreserven seines Landes aufzustocken. Und angeblich sollen Saudi-Arabien und andere Mitglieder des Erdölkartells Opec erwägen, ihre Ölförderung so schnell wie möglich zu reduzieren, anstatt mit diesem Schritt wie ursprünglich geplant bis Mai zu warten.

12:36 Uhr

ZEW-Index hilft nicht - Dax sogar noch schwächer

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(Foto: picture alliance/dpa)

Unerwartet deutlich verbesserte ZEW-Konjunkturerwartungen haben dem schwachen Dax nicht helfen können. Der Frankfurter Leitindex lag kurz nach Mittag 2,9 Prozent tiefer bei 10.363 Punkten und baute damit seinen Verlust sogar noch aus. Der EuroStoxx50 lag 2,8 Prozent tiefer bei 2829 Stellen. Weiterhin stand der Aktienhandel unter dem Eindruck der Turbulenzen am Ölmarkt.

Die Papiere des Dax-Schwergewichts SAP sanken um 2,6 Prozent. Überrascht hat laut Börsianern die Nachricht, dass Jennifer Morgan als Co-Vorstandschefin den Softwarekonzern verlassen und somit Christian Klein der alleinige Chef sein werde, zumal die beiden als Duo erst vor gut einem halben Jahr angetreten seien.

12:06 Uhr

Panik am Ölmarkt hält an - nun stürzt der Brent-Preis ab

Brent Rohöl
Brent Rohöl 41,61

Die Ölpreise kennen auch heute nur eine Richtung - nämlich die nach unten. Zusehends wird dabei auch die Nordseesorte Brent in Mitleidenschaft gezogen, wenngleich auch sie zuletzt bereits unter Druck stand, aber nicht so deutlich wie US-Öl der Sorte WTI zur Lieferung im Mai.

Am Vormittag verbilligte sich das Fass Nordseeöl um fast 15 Prozent auf 21,83 US-Dollar und damit auf ein 17-Jahrestief. WTI wurde weiter mit einem Abschlag gehandelt und "kostete" minus 1,86 Dollar. Öl, das erst im Juni geliefert wird, brach um rund 30 Prozent ein auf gut 14 Dollar.

Rohstoffexperte Edward Marshall von Global Risk Management geht davon aus, dass die aktuelle Entwicklung ein Weckruf für viele Verantwortliche in der Ölförderindustrie sein werde. Diese würden erkennen, dass Stillsitzen wie ein Kaninchen im Scheinwerferlicht eines nahenden Autos dazu führen werde, dass man überfahren wird.

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11:43 Uhr

ZEW-Index: "Licht am Ende eines sehr langen Tunnels"

Die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten in Deutschland, die im vergangenen Monat extrem abgestürzt waren, sind im April gestiegen. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) kletterte im April aus dem negativen Bereich um 77,7 Punkte auf 28,2 Punkte. Die Experten sähen "Licht am Ende eines sehr langen Tunnels", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Ein positives Wirtschaftswachstum erwarteten die Experten demnach aber erst im dritten Quartal wieder. Die Wirtschaftsleistung von vor der Corona-Krise wird demnach erst im Jahr 2022 wieder erreicht werden.

Die aktuelle Lage in Deutschland sehen die Experten weiterhin düster. Der Index liege bei minus 91,5 Punkten, dies sei ein Rückgang um 48,4 Punkte gegenüber März, erläuterte das ZEW. Die Konstellation von positiven Erwartungen und negativer Lageeinschätzung entspreche den Werten im April und Mai 2009 während der Finanzkrise.

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11:07 Uhr

Experte hat Vorschlag zur Ankurbelung des Autoverkaufs

Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archiv

Ferdinand Dudenhöffer

(Foto: Bernd Thissen/dpa/Archiv)

Wie animiert man die Deutschen zum Autokauf? Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer hat nun vorgeschlagen, den Verkauf mit einer Senkung der Mehrwertsteuer anzukurbeln. Ein zeitlich begrenzt niedriger Satz für hochwertige Konsumgüter sei nach der Corona-Krise wirksamer als eine Abwrackprämie wie aus dem Jahr 2009, führte der Professor der Universität St. Gallen aus. Der Vorschlag käme den deutschen Herstellern mit ihren hochwertigen und teuren Modellen entgegen.  Die feste Abwrackprämie von 2500 Euro habe 2009 mutwillig ökonomische Werte vernichtet, zu einem hohen Prüfaufwand geführt und letztlich vor allem den meist ausländischen Herstellern von billigen Kleinwagen geholfen.

Eine Begrenzung der staatlichen Förderung auf Elektromodelle oder eine Koppelung der Subvention an den CO2-Ausstoß lehnte Dudenhöffer ab. So sei die Elektroprämie von bis zu 6000 Euro bereits verfügbar und decke mit einem Anteil von höchstens 10 Prozent nur einen kleinen Teil des Marktes ab, was nicht für einen starken Nachfrage-Impuls reiche.

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10:48 Uhr

Daimler und Volvo kooperieren bei Brennstoffzellen für Lkw

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Lkw-Sparten von Daimler und Volvo wollen künftig gemeinsam an der Entwicklung von Brennstoffzellen-Antrieben arbeiten. Dazu soll ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, das beiden Partnern je zur Hälfte gehört, wie die Daimler Truck AG und die Volvo Group mitteilten.

Daimler will dazu alle seine bisherigen Aktivitäten rund um die Brennstoffzelle in das neue Unternehmen einbringen. "Das gemeinsame Ziel beider Unternehmen ist, in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts schwere Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge für den anspruchsvollen und schweren Fernverkehr in Serie anzubieten", hieß es weiter.

10:19 Uhr

Ölpreisabsturz setzt Börsen der Golf-Staaten zu

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An der kuwaitischen Börse.

(Foto: imago stock&people)

Die Turbulenzen am Öl-Markt verschrecken Anleger in den Golf-Staaten. Der saudi-arabische Leitindex fiel zum Auftakt 1,5 Prozent. Die Aktien des weltgrößten Ölförderers Saudi Aramco sank an der Börse Riad um 1,7 Prozent.

Auch viele weitere Indizes in der vom Öl abhängigen Region gaben nach, wie aus Daten des Anbieters Refinitiv hervorgeht.

10:07 Uhr

US-Regierung zahlt erste Hilfen an Airlines aus

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(Foto: imago/Rüdiger Wölk)

Die US-Regierung hat erste Hilfen an die von der Corona-Pandemie besonders hart getroffenen Fluggesellschaften ausgezahlt. 2,9 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) seien an "zwei große Airlines und 54 kleinere Passagierflug-Anbieter" gegangen, teilte das Finanzministerium in Washington mit. Insgesamt umfasst das US-Paket für die Airlines 25 Milliarden Dollar.

Es war vergangene Woche beschlossen worden und soll vor allem die Fortzahlung von Gehältern bis 30. September sicherstellen. In der Branche arbeiten in den USA mehr als 750.000 Menschen. Die Airlines können zudem günstige Kredite bekommen.

Die US-Regierung hatte vergangene Woche keine Details genannt, jedoch versichert, der Steuerzahler werde "auf angemessene Weise entschädigt". Aus Verhandlungskreisen war verlautet, die Airlines müssten 30 Prozent der Hilfsgelder zurückzahlen. Die Regierung erhalte im Gegenzug zudem eine Art "Pfandschein", der dem Staat Aktien sichert, deren Wert zehn Prozent der ausgezahlten Hilfe entsprechen soll. Er wird damit Minderheitsaktionär von Dutzenden Airlines.

09:54 Uhr

Turbulenzen am Ölmarkt setzen Dax kräftig zu

Unter dem Eindruck der Turbulenzen am Ölmarkt hat der Dax am Vormittag seinen Verlust vergrößert. Er notierte knapp eine Stunde nach Handelsbeginn 2,3 Prozent tiefer bei 10.433 Punkten. Mit dem EuroStoxx50 ging es ebenfalls um 2,3 Prozent auf 2843 Stellen nach unten. Angebot und Nachfrage am Ölmarkt klaffen derzeit stark auseinander, die Preise sind im Keller.

  • "Solche Preisasymmetrien wie aktuell am Ölmarkt setzen nicht nur Ölförderunternehmen unter Druck, sie ziehen oft auch größere Handelsverluste bei Investmentbanken und Hedgefonds nach sich, die dann wiederum Geld aus andere Anlagen wie etwa Aktien oder Anleihen abziehen müssen", sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank.
09:44 Uhr

Opel-Mutter PSA mit düsterem Ausblick für 2020

Die französische Opel-Mutter PSA hat die Folgen der Coronavirus-Pandemie im ersten Quartal deutlich zu spüren bekommen. Der Umsatz des Autoherstellers sackte im ersten Quartal um 15,6 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro ab. Der weltweite Absatz war im ersten Jahresviertel um gut 29 Prozent auf rund 627.000 verkaufte Fahrzeuge eingebrochen. Angaben zum Gewinn machte PSA nicht.

Der Marktausblick von PSA für das laufende Jahr 2020 sieht düster aus. Die Franzosen rechnen nun mit einem Einbruch von rund einem Viertel in Europa und Lateinamerika, einem Rückgang von 20 Prozent in Russland sowie 10 Prozent in China. Die Prognose hänge aber unter anderem von der Dauer und Ausbreitung der Virus-Krise sowie den Maßnahmen der betroffenen Länder ab.

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(Foto: dpa)

09:21 Uhr

Fluggesellschaft Virgin Australia ist insolvent

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(Foto: imago images/AAP)

Die zweitgrößte australische Fluggesellschaft Virgin Australia hat infolge der Corona-Krise Insolvenz angemeldet. Damit will sich das Unternehmen einer Mitteilung zufolge finanziell neu aufstellen und gestärkt aus der Covid-19-Krise kommen. Zuvor hatte es die Airline nicht geschafft, eine Staatshilfe in Höhe von 1,4 Milliarden Australischen Dollar (815 Millionen Euro) zu bekommen. Es geht laut Virgin um rund 16.000 Arbeitsplätze. Das Unternehmen, das über 130 Flugzeuge verfügt, hat Schulden in Milliardenhöhe.

Die Fluggesellschaft gehört Singapore Airlines, Etihad Airways und den chinesischen Unternehmen HNA und Hanshan. Die Virgin-Gruppe des britischen Unternehmers Richard Branson hält 10 Prozent.

09:10 Uhr

Dax geht auf Tauchstation

Dax
Dax 12.645,75

In Frankfurt zeigen die Pfeile nach unten: Der deutsche Aktienmarkt ist mit Verlusten in den heutigen Handel gestartet. Der Dax gab in den ersten Minuten 1,6 Prozent auf 10.509 Punkte nach. Der MDax verlor 0,8 Prozent auf 22.287 Zähler. Der TecDax verringerte sich um 0,7 Prozent auf 2886 Stellen. Der EuroStoxx50 sackte um 1,3 Prozent auf 2871 Punkte ab.

Der Ölpreis-Kollaps hatte zum Wochenauftakt bereits die Wall Street belastet. Auch die asiatischen Aktienmärkte folgten ins Minus. Insgesamt hinterlässt der wirtschaftliche Stillstand infolge der Corona-Pandemie tiefe Spuren - Aufschluss über die Schwere der Rezession erhoffen sich Anleger unter anderem vom ZEW-Index, der am Vormittag vorgelegt wird.

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08:45 Uhr

Top-Ökonom ist strikt gegen Kaufprämie für Autos

Eine staatliche Kaufprämie für die von der Corona-Pandemie schwer betroffene deutsche Autoindustrie stößt bei Top-Ökonomen auf wenig Gegenliebe.

  • "Ich halte die Subventionierung der Automobilbranche durch Kaufanreize für Autos, sei es über eine Abwrackprämie oder eine besser klingende Innovationsprämie, für entbehrlich", sagte der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Gabriel Felbermayr, gegenüber Reuters. "Sie ist sehr teuer, der aktuellen Situation nicht angemessen und ordnungspolitisch problematisch."

Vertreter der kriselnden Branche hatten sich zuletzt für staatliche Kaufanreize nach dem Vorbild der Finanzkrise ausgesprochen. Anders als 2009 - als die Bundesregierung eine "Abwrackprämie" für alte Autos einführte - gebe es diesmal aber kein Problem bei der Finanzierung von Autokäufen, betonte der Ökonom. Viele Hersteller hätten diesmal Probleme mit ihren Lieferketten.

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08:40 Uhr

SAP-Aktie schwächelt vorbörslich

SAP
SAP 124,90

Anleger sind bei Europas wertvollstem Technologiekonzern SAP auf dem Rückzug. Nach dem überraschenden Ende der Doppelspitze gab der Kurs des Dax-Schwergewichts vorbörslich um 2,6 Prozent nach.

Der neue SAP-Alleinchef Christian Klein hat den überraschenden Rückzug von Jennifer Morgan von der Konzernspitze mit der Notwendigkeit von schnellen Entscheidungen in der Coronavirus-Pandemie begründet.

08:25 Uhr

Tote Hose am Frankfurter Flughafen - nur wenige Passagiere

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(Foto: imago images/Jörg Halisch)

Ungewöhnliche Ruhe an Deutschlands größtem Airport: Am Frankfurter Flughafen hat sich der Einbruch der Passagier- und Frachtzahlen infolge der Corona-Krise nach dem Osterwochenende verschärft fortgesetzt. Vom 13. bis 19. April zählte der Flughafenbetreiber Fraport 37.015 Fluggäste und damit 97,3 Prozent weniger als in der gleichen Kalenderwoche ein Jahr zuvor. In der Woche bis Ostersonntag hatte der Rückgang bereits 96,8 Prozent betragen.

Das Aufkommen an Fracht und Luftpost sank in der Woche ab Ostermontag um 28,5 Prozent auf 29.794 Tonnen. Die Zahl der Flugbewegungen ging um 85,8 Prozent auf 1404 Starts und Landungen zurück.

08:00 Uhr

Aktien nach US-Ölpreiscrash schwach erwartet

Nach dem historischen Absturz des US-Ölpreises wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Montag war er 0,5 Prozent fester bei 10.675,90 Zählern aus dem Handel gegangen. Der Ölpreis-Kollaps hatte zum Wochenauftakt bereits die Wall Street belastet. Auch die asiatischen Aktienmärkte folgten ins Minus. Der Preis für den Terminkontrakt auf die US-Sorte WTI für Mai stieg heute wieder um 39 Dollar auf 1,37 Dollar je Barrel.

Am Montag war der Öl-Preis in den USA wegen der Coronavirus-Pandemie um knapp 56 Dollar auf minus 37,63 Dollar je Barrel eingebrochen und damit erstmals in seiner Geschichte ins Minus gestürzt. Weil die Pandemie die Öl-Nachfrage weltweit um fast ein Drittel hat einbrechen lassen, stehen Käufer vor dem Problem, dass die Kapazitäten der Öl-Lager bald erschöpft sein dürften.

07:15 Uhr

SAP-Alleinchef Klein erklärt Rückzug von Morgan

SAP
SAP 124,90

Der neue SAP-Alleinchef Christian Klein hat den überraschenden Rückzug von Jennifer Morgan von der Konzernspitze mit der Notwendigkeit von schnellen Entscheidungen in der Coronavirus-Pandemie begründet. "SAP benötigt eine klare Führung", sagte Klein Morgen zu Journalisten. Kurz zuvor hatte Europas wertvollster Technologiekonzern SAP bekanntgegeben, dass Morgan zum 30. April das weltweit tätige Unternehmen verlässt. Es habe keine persönlichen Verwerfungen gegeben, versicherte der 39-Jährige.

Morgan und Klein hatten erst im Oktober den langjährigen Vorstandschef Bill McDermott abgelöst. Auch bei SAP macht sich die Krise im Geschäft bemerkbar. Trotzdem gab sich Finanzchef Luka Mucic zuversichtlich. Das Cloud-Geschäft bleibe ein Wachstumstreiber. Im ersten Quartal legten die neuen Cloud-Buchungen währungsbereinigt um 24 Prozent auf 6,65 Milliarden Euro zu. Sie sind ein Indikator für das künftige Geschäft.

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06:55 Uhr

Öl-Preis erholt sich nach beispiellosem Absturz etwas

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 39,66

Nach seinem historischen Absturz zu Wochenbeginn klettert der Ölpreis im frühen Handel wieder nach oben. Auf den asiatischen Marktplätzen verließ der Preis für das Barrel der US-Referenzsorte WTI den Negativbereich und stieg auf 1,10 Dollar pro Barrel (159 Liter).

Angesichts der geringen Nachfrage wegen der Coronavirus-Pandemie hatte der Preis für WTI am Montag einen beispiellosen Tiefflug erlebt - erstmals in seiner Geschichte rutschte der Preis ins Minus. An der New Yorker Börse lag der Schlusspreis bei minus 37,63 Dollar pro Barrel. Das bedeutete, dass Händler bereit waren, Käufern Geld für die Abnahme des Rohöls zu bieten.

06:22 Uhr

Asiatische Börsen folgen Wall Street ins Minus

Die asiatischen Aktienmärkte sind infolge des Absturzes des US-Ölpreises der Wall Street ins Minus gefolgt. Auch die Sorgen der Anleger vor den Folgen des Coronavirus bestimmten weiterhin die Börsen. Der Öl-Preis war wegen der Coronavirus-Pandemie erstmals in seiner Geschichte unter null gesunken: Verkäufer mussten Geld zahlen, damit jemand ihnen das Öl abnimmt. Der Preis für den Terminkontrakt auf die US-Sorte WTI für Mai brach um knapp 56 Dollar auf minus 37,63 Dollar je Barrel (159 Liter) ein. Das entspricht einem Rückgang von 306 Prozent.

Nikkei
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"Dies ist ein klarer Beweis für die Zerstörung der Nachfrage", sagte Michael McCarthy, Chefstratege beim Broker CMC Markets in Sydney. "Dies gilt nicht nur für die Energiemärkte, es ist ein sehr deutliches Beispiel für die entstandenen wirtschaftliche Schäden. Es geht nicht nur darum, einfach alles wieder einzuschalten und wieder in Aktion zu treten." Auch Kyle Rodda, Marktanalyst bei IG Markets in Melbourne sieht in der Öl-Krise mehr als einen Einzelfall: "Es weist darauf hin, dass Angebot und Nachfrage zerstört wurden. Die Frage ist: Werden wir in einem Monat wieder an demselben Punkt sein?"

Die Börse in Tokio hat sich zunächst schwächer gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,6 Prozent tiefer bei 19.359 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,5 Prozent und lag bei 1411 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,7 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,5 Prozent.

06:06 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht