Donnerstag, 24. Juni 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Thomas Badtke
17:41 Uhr

"Dax wackelt der Wall Street hinterher"

Die zur Wochenmitte erlittenen Verluste kann der Dax im Donnerstagshandel zwar nicht vollständig wieder wettmachen, aber das Plus zum Handelsende fällt dennoch deutlich aus: Der deutsche Börsenleitindex schließt 0,9 Prozent fester bei einem Stand von 15.589 Zählern. Nach einem positiven Start war der Leitindex zunächst abgetaucht, ehe Ifo-Daten ihn wieder ins positive Terrain ziehen konnten. Am Nachmittag beflügelt den Dax zusätzlich die Rekordstimmung an der Wall Street mit Allzeithochs bei Nasdaq und S&P-500. Die Dax-Handelsspanne beträgt ordentliche 130 Punkte.

"Der Dax wackelt der Wall Street ein wenig hinterher: Der Ifo-Index lieferte zunächst ein wenig Schwung, den Rest erledigte der US-Markt", erläutert sie. "Allerdings: Die Märkte haben eine gute Konjunkturentwicklung bereits eingepreist. Nicht eingepreist ist dagegen die Teuerung", sagt Dofel. "Das erklärt die immer wieder festzustellenden Rücksetzer."

Bei den Einzelwerten rücken Siemens Energy, Heidelbergcement und Deutsche Post an die Spitze der Dax-Gewinner. Die Papiere verzeichnen jeweils Aufschläge von mehr als zwei Prozent. Auf der Verliererseite weisen Siemens mit einem Abschlag von etwa 0,8 Prozent das größte Minus, aber auch das einzig nennenswerte Minus aus.

Dax
Dax 15.669,29

Siemens
Siemens 134,56
Siemens Energy
Siemens Energy 22,81

17:15 Uhr

Drägerwerk kämpft gegen Abstufung

Die Abstufung auf "Halten" durch Equits lässt Drägerwerk nahezu kalt. Der Kurs präsentiert sich unverändert. Sämtliche Indikatoren hätten soeben erst in der mittleren Kaufzone Momentum nach oben aufgenommen und signalisierten damit einen weiterhin dynamisch steigenden Aktienkurs, so Thomas Bopp vom Magazin Traders. "Mit dem Ausbruch über den entsscheidenden Widerstand bei 78 Euro ist der Weg frei", sagt er. Die nächste Barriere liege bei 88 Euro, darüber seien dreistellige Kurse in Sicht.

Drägerwerk
Drägerwerk 77,30

17:01 Uhr

VW bestätigt Offerte für Europcar

Volkswagen will den Autovermieter Europcar übernehmen. Der Wolfsburger Konzern bestätigt, mit Partnern eine unverbindliche Offerte von 0,44 Euro je Aktie für die Europcar Mobility Group SA vorgelegt zu haben. Das Angebot sei von dem Unternehmen aber zurückgewiesen worden. Aktuell sei nicht sicher, ob und unter welchen Bedingungen es zu einem Deal kommen könnte.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 208,60

 

16:47 Uhr

Siemens Healthineers-Aktien liefern Rekord und Kaufsignal

Siemens Healthineers steigen auf neue Allzeit-Hochs. Der Kurs gewinnt 2,4 Prozent auf 50,58 Euro. Damit wird die seit Anfang Februar intakte Handelsspanne mit einem Kaufsignal nach oben aufgelöst. Die Aktie profitiert damit unter anderem von einem Aktienrückkauf, der am kommenden Montag starten und bis zu sechs Millionen Aktien umfassen soll.

Siemens Healthineers
Siemens Healthineers 54,80

16:29 Uhr

Tech-Titel wieder attraktiv: Tesla-Kurs legt weiter zu

Techwerte sind an der Wall Street wieder gefragt: Wachstumsstarke Technologietitel erschienen nach den jüngsten Kursrückgängen wieder attraktiver, sagt Pavlik weiter. Substanzwerte, auf die Investoren zuletzt verstärkt gesetzt hätten, seien dagegen relativ teuer geworden. Vor diesem Hintergrund verbuchen Amazon, Microsoft oder die Google-Mutter Alphabet Kursgewinne von jeweils einem knappen Prozent. Tesla-Aktien legen mehr als drei Prozent zu.

Tesla
Tesla 547,70

 

Apple
Apple 126,22
Amazon
Amazon 3.098,50

 

16:03 Uhr

Fortschritte bei Alzheimer-Mittel bescheren Pharmariesen Kurssprung

Spekulationen auf eine rasche Zulassung eines Alzheimer-Medikaments geben Eli Lilly Auftrieb. Die Aktien der Pharmafirma steigen im US-Geschäft knapp neun Prozent. Auf Basis ermutigender Testergebnisse will sich das Unternehmen bei der US-Gesundheitsbehörde FDA um eine beschleunigte Zulassung bemühen.

Eli Lilly
Eli Lilly 207,10

15:50 Uhr

S&P-500 und Nasdaq steigen auf Rekordhochs

Der Höhenflug der Wall Street geht weiter. Der breit gefasste S&P-500 steigt zunächst 0,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 4265,23 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gewinnt ähnlich stark und markiert mit 14.364,90 Zählern den dritten Tag in Folge eine neue Bestmarke.

Nasdaq 100
Nasdaq 100 15.111,79

 

15:19 Uhr

US-Wirtschaft macht kräftig Boden gut

Nach dem konjunkturellen Einbruch in der Pandemiekrise hat die US-Wirtschaft zu Jahresbeginn ihre Aufholjagd beschleunigt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Januar bis März mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 6,4 Prozent, wie das Handelsministerium mitteilt. Mit der BIP-Zahl wurde eine frühere Schätzung bestätigt - nach einem Zuwachs von 4,3 Prozent Ende 2020. Für das laufende zweite Quartal sagen Ökonomen ein Wachstum von annualisiert rund zehn Prozent voraus.

15:02 Uhr

US-Industrie erhält mehr Aufträge

Die US-Industrie ist hat im Mai mehr Aufträge eingesammelt. Die Betriebe erhielten 2,3 Prozent mehr Bestellungen für langlebige Gebrauchsgüter wie Flugzeuge und Maschinen als im Vormonat, wie das Handelsministerium mitteilt. Experten hingegen hatten sogar mit einem Plus von 2,8 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang von revidiert 0,8 Prozent im April. Klammert man den schwankungsanfälligen Verkehrssektor aus, blieb noch ein Auftragsplus von 0,3 Prozent übrig.

Die Chancen für einen anhaltenden Aufwärtstrend stehen nicht schlecht. Im Juni liefen die Geschäfte der US-Industrie so gut wie noch nie, wie das Institut IHS Markit in seiner monatlichen Unternehmensumfrage herausfand.  

14:51 Uhr

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sinken nur leicht

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 19. Juni abgenommen, doch der Rückgang war nicht so groß wie erwartet. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 7000 auf 411.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilt. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 380.000 vorhergesagt. Für die Vorwoche wurde der Wert nach oben revidiert, auf 418.000 von ursprünglich 412.000. Der gleitende Vierwochendurchschnitt erhöhte sich gegenüber der Vorwoche um 1.500 auf 397.750.

14:17 Uhr

Ausblick treibt Anleger in Aktien von IT-Berater

Nach einer Prognoseanhebung steigen Anleger bei Accenture ein. Die Aktien der IT-Beratungsfirma legen vorbörslich 4,3 Prozent zu. Im Quartal kletterte der Umsatz mit 21 Prozent stärker als von Analysten erwartet. Für das Gesamtjahr ist Accenture nun optimistischer und rechnet mit einem Umsatzwachstum von zehn bis elf Prozent.

 

14:03 Uhr

Zuversicht an der Wall Street?

Die Anleger an der Wall Street dürften sich zum Start zuversichtlich zeigen. Bereits an den vergangenen Tagen wurde die Angst wegen einem Schwenk der Geldpolitik hin zu mehr Straffung und wegen der hohen Inflation abgedimmt. Marktteilnehmer sind zunehmend überzeugt, dass die Zinsen für eine ganze Weile noch nicht angehoben werden dürften. Dies hat in der laufenden Woche vor allem die Technologie-Aktien an der Nasdaq nach oben gejagt. Der Nasdaq-Composite hat an zwei Tagen in Folge Rekordhochs auf Schlussbasis erreicht.

13:51 Uhr

Belastungen wegen Curevac? Wacker-Aktien reagieren

Für die Aktie von Wacker Chemie geht es rund fünf Prozent nach oben. Auslöser seien Aussagen von Susanne Leonhartsberger, Chefin des Biosolutions-Geschäfts von Wacker, dass sie mit keinen substanziellen finanziellen Auswirkungen durch die Enttäuschung im Zusammenhang mit dem Covid-19-Impfstoffkandidaten von Curevac rechne. Damit wird die Kursdelle, die die Aktie mit der Mitteilung des Tübinger Unternehmens über die unzureichende Wirksamkeit ihres Covid-Impfstoffs einstecken musste, wieder ausgebeult. Analysten waren zwischenzeitlich bereits von einer nur kleinen Belastung ausgegangen. So verwies die UBS darauf, dass der Bereich Biosolutions 2021 etwa 3 Prozent zum EBITDA von Wacker beitrage.

Wacker Chemie
Wacker Chemie 122,85
Curevac
Curevac 45,76

 

13:36 Uhr

Steht Buzzfeed vor Börsengang via Spac?

Das US-Medienunternehmen Buzzfeed steht offenbar vor einem Börsengang durch die Hintertür. Buzzfeed wolle sich mit einer börsennotierten Zweckgesellschaft zusammenschließen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Einen Deal mit der Gesellschaft 890 5th Avenue Partners Inc des Investors Adam Rothstein könnte Buzzfeed-Gründer und -Vorstandschef Jonah Peretti bereits diese Woche bekanntgeben. Damit hätte Buzzfeed mehr Kapital zur Verfügung, um zusätzliche Akquisitionen zu stemmen, etwa die des Unterhaltungsportals Complex Networks. Mit zunehmender Größe stünde Buzzfeed im Wettbewerb mit Google und Facebook um Anzeigenkunden besser da.

13:18 Uhr

Bank of England bestätigt Rekord-Zinstief

Die Bank of England (BoE) hat ihren Leitzins auf dem Rekordtief von 0,10 Prozent bestätigt. Auch das Kaufprogramm wurde auf dem bisherigen Niveau von 895 Milliarden Pfund belassen. Börsianer und Ökonomen hatten mit diesen Entscheidungen gerechnet. Der Beschluss zum Leitzins fiel einstimmig. Beim Kaufvolumen gab es eine abweichende Stimme; wie im Mai sprach sich Ratsmitglied Andrew Haldane dafür aus, das Kaufprogramm um 50 Milliarden Pfund zu kappen.

12:52 Uhr

Milliardendeal treibt Laborausrüster-Aktien auf Allzeithoch

Anleger applaudieren dem Milliardenzukauf von Tecan in den USA. Die Aktien des Schweizer Laborausrüsters schießen in Zürich 16 Prozent hoch auf ein Rekordhoch von 498 Franken. Das Unternehmen übernimmt den Medizingeräte- und Instrumentenhersteller Paramit für eine Milliarde Dollar. Analysten sprachen von einem transformierenden Deal. "Mit der Akquisition verdoppelt Tecan seinen adressierbaren Markt um 13 bis 15 Milliarden Franken", erklärt Daniel Buchta von der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

12:33 Uhr

Impffortschritt oder Materialmangel: Was wiegt schwerer?

Die deutschen Unternehmen leiden laut aktueller Ifo-Umfrage zwar weiterhin unter Materialmangel, doch konnte das einen unerwartet starken Anstieg des Geschäftsklimas im Juni nicht verhindern. "Die Öffnung der Wirtschaft im Zuge einer beschleunigten Impfkampagne stützt den Optimismus, was schwerer zu wiegen scheint als der die Unterbrechung von Lieferketten", so ING-Europa-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. Die potenziellen Auswirkungen der US-Fiskalpolitik, die Umsetzung des Europäischen Konjunkturprogramms in der zweiten Jahreshälfte, die Erholung des Bausektors und die Tatsache, dass das verarbeitende Gewerbe noch immer nicht das Vorkrisenniveau erreicht habe, deuteten darauf hin, dass es für die deutsche Wirtschaft nur aufwärts gehen könne.

12:20 Uhr

Lufthansa-Tochter heuert Kabinenpersonal an

Lufthansas Billigtochter Eurowings kann mit der Erholung des Luftverkehrs vom Corona-Schock wieder mehr Personal einstellen. Erstmals seit der Pandemie seien auch für Externe 250 Stellen für Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter ausgeschrieben, teilt die Airline mit. Kabinenpersonal, das durch die Krise in der Lufthansa-Group von Stellenabbau betroffen war, soll im Auswahlprozess bevorzugt behandelt werden. Wegen des Geschäftseinbruchs in der Pandemie hatte Eurowings mehr als 800 Stellen gestrichen, sodass die Belegschaft auf 2500 Personen geschrumpft war. Ende März zählte die auf Europa-Flüge spezialisierte Airline wieder rund 3000 Köpfe. Lufthansa-Papiere gewinnen etwa 0,6 Prozent.

Lufthansa
Lufthansa 9,74

12:02 Uhr

Ströer-Zwischenbericht mit Licht und Schatten

Ströer wird etwas optimistischer und schätzt mittlerweile die Entwicklung des Geschäfts im zweiten Quartal über alle Segmente hinweg positiver ein als noch im Q1-Bericht zu Beginn des Quartals. So werde das Außenwerbegeschäft ab Juni wieder auf Vorkrisenniveau erwartet. Für 2021 prognostiziert der Vorstand einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro, was nach Aussage aus dem Handel leicht oberhalb der Markterwartung liegt. Das bereinigte EBITDA werde in einer Spanne von 490 bis 510 Millionen Euro erwartet, was wiederum leicht unter der Marktschätzung wäre. Seit Anfang des Jahres liegt die Aktie 15 Prozent im Minus, geht es knapp 1 Prozent nach oben.

Ströer
Ströer 67,90

11:20 Uhr

EU-Nutzfahrzeugmarkt brummt weiter

In der EU sind im Mai erneut deutlich mehr Nutzfahrzeuge zugelassen worden als im Vorjahr - auch wenn die Wachstumsrate hinter der vom April zurückbleibt. So wurden im Mai mit 165.363 rund 51 Prozent Fahrzeuge mehr registriert als ein Jahr zuvor, wie der Branchenverband Acea in Brüssel bekanntgab. Im April hatte die Wachstumsrate noch bei 180 Prozent gelegen. In den ersten fünf Monaten des Jahres liegt die Wachstumsrate bei 43,9 Prozent.

Damit erholte sich der Nutzfahrzeugmarkt weiter und stieg den vierten Monat in Folge. Allerdings profitierte er auch von einem schwachen Vorjahresvergleich. Deutschland liegt im Mai mit einem Plus von 46,4 Prozent etwas unter dem EU-Durchschnitt.

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(Foto: picture alliance / dpa)

11:04 Uhr

Deutsche Exporte in USA und China steigen kräftig

Die deutschen Exporte in die weltgrößten Volkswirtschaften USA und China sind im Mai dank der Erholung von der Corona-Krise kräftig gestiegen. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten wuchsen zum Vorjahresmonat um 40,9 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. In die Volksrepublik wurden Waren im Wert von 8,4 Milliarden Euro exportiert, ein Plus von 17,7 Prozent. Auch das Geschäft mit Großbritannien zieht wieder an: Die Exporte dorthin legten um 44,6 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro zu. Ein Jahr zuvor hatte der Außenhandel noch unter der weltweiten Corona-Rezession gelitten, das mit dem Vereinigten Königreich zusätzlich unter der Brexit-Verunsicherung.

Insgesamt wuchsen die Exporte in die Staaten außerhalb der Europäischen Union im Mai um 27,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 48,4 Milliarden Euro. Gemessen am Vormonat April gab es kalender- und saisonbereinigt allerdings einen Rückgang um voraussichtlich 3,0 Prozent. Der Handel mit den sogenannten Drittstaaten deckt durchschnittlich rund 47 Prozent aller deutschen Exporte ab.

10:39 Uhr

Dax reagiert auf Ifo-Daten

Der Dax, der positiv gestartet, danach aber ins Minus abgedreht war, kehrt in die Gewinnzone zurück. Er notiert 0,6 Prozent im Plus bei 15.547 Punkten. Den Grund für den Kursaufschwung liefern die jüngsten Ifo-Daten.

"Mit der Veröffentlichung kam ein kleiner Satz nach oben", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Wichtig ist: Die deutsche Wirtschaft befindet sich wieder auf Wachstumskurs, der Dienstleistungssektor erholt sich", erläutert sie. "Das hebt die Stimmung - eben auch am Aktienmarkt."

Dax
Dax 15.669,29

10:24 Uhr

Ifo: "Wirtschaft schüttelt Corona-Krise ab"

Das Geschäftsklima in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni etwas besser als erwartet entwickelt. Der vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklimaindex stieg auf 101,8 nach 99,2 Punkten im Mai. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 100,5 Punkte prognostiziert. Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich auf 99,6 von 95,7. Erwartet worden waren 97,7 Punkte. Für den Index der Geschäftserwartungen meldet das Institut einen Anstieg auf 104,0 von 102,9 Punkte. Prognostiziert waren 103,6 Punkte. "Die deutsche Wirtschaft schüttelt die Corona-Krise ab", kommentierten di Konjunkturforscher die Daten.

Im verarbeitenden Gewerbe stieg der Index und erreichte den höchsten Wert seit April 2018. Die Unternehmen waren deutlich zufriedener mit den laufenden Geschäften. Die Erwartungen fielen etwas weniger optimistisch aus. Unter der generell sehr guten Entwicklung in den Industriebranchen ragten insbesondere der Maschinenbau und die Elektroindustrie heraus. Sorgen bereiteten vielen Unternehmen die zunehmenden Engpässe bei Vorprodukten.

Im Dienstleistungssektor machte der Geschäftsklimaindex einen deutlichen Sprung nach oben. Die Indikatoren zu Lage und Erwartungen legten merklich zu. Vor allem die Logistikbranche und die IT-Dienstleister berichteten von sehr gut laufenden Geschäften. Die Dienstleister rechneten mit markant steigenden Umsätzen, auch im krisengeplagten Gastgewerbe.

10:06 Uhr

Siemens rutscht ans Dax-Ende

Trotz angehobener Wachstumsziele fallen Siemens um bis zu 1,9 Prozent zurück und liegen damit am Dax-Ende. "Die Latte lag bei Siemens sehr hoch, zudem wollten Analysten in Sparten wie insbesondere bei der Industrieautomatisierung noch mehr sehen", sagte ein Händler. Einige Börsianer hätten die höheren Ziele zudem bereits vorweggenommen und machten nun Kasse.

Siemens
Siemens 134,56

09:49 Uhr

Koenig & Bauer-Aktien sind gefragt

Die Papiere von Koenig & Bauer werden mehr als drei Prozent fester gehandelt. Am Mittwochabend ging es im Spezialistenhandel knapp vier Prozent nach oben. Positiv wird hier gewertet, dass die Personalziele des Programms P24x bereits erzielt wurden. In der Folge können Restrukturierungsrückstellung aufgelöst werden und so ein außerordentlicher Ertrag von rund 20 Millionen Euro das Konzernergebnis und den Free-Cashflow im laufenden Geschäftsjahr entlasten.

Koenig & Bauer
Koenig & Bauer 27,95

09:07 Uhr

Um 10.00 Uhr wird's "spannend": Dax mit 90-Punkte-Start

Zur Wochenmitte schließt der Dax auf Tagestief bei 15.456 Punkten. Aber bereits zum Start in den Donnerstagshandel kann der deutsche Börsenleitindex einen Teil der Mittwochsverluste von 1,2 Prozent wieder wettmachen. Der Dax legt 0,6 Prozent auf 15.547 Zähler zu und liegt damit wieder über der charttechnisch durchaus wichtigen 15.500er Marke. "Vor dem Ifo um 10.000 Uhr halten sich die Anleger aber noch etwas zurück", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Spannend dabei: Erholt sich der Dienstleistungssektor und wie geht die Industrie mit den Lieferengpässen um? Impulse für den weiteren Handelsverlauf sind möglich."

08:50 Uhr

Südkorea ist reif für Zinsanhebungen

Angesichts der überraschend schnellen Erholung der Wirtschaft bereitet sich Südkoreas Notenbank auf Zinserhöhungen für dieses Jahr vor. Er denke über die Erhöhung der Zinsen "innerhalb dieses Jahres" nach, sagte der Gouverneur der Bank of Korea, Lee Ju-yeol. Das exakte Timing und Tempo hingen aber von den wirtschaftlichen Bedingungen ab. Der Rat der südkoreanischen Notenbank hat in diesem Jahr noch vier geldpolitische Sitzungen, im Juli, August, Oktober und November.

Die Notenbank beließ den Leitzins auf dem aktuellen Rekordniveau von 0,5 Prozent, wo er seit Mai 2020 steht.

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(Foto: REUTERS)

08:35 Uhr

Ölpreise klettern weiter

Die Ölpreise haben im frühen Handel zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 75,23 US-Dollar. Das waren 42 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass WTI stieg um 31 Cent auf 73,16 Dollar. Die Ölpreise bewegen sich damit weiter in der Nähe ihrer mehrjährigen Höchststände.

Leichten Auftrieb erhielten die Preise zuletzt durch neue Vorratsdaten aus den USA. Das American Petroleum Institute (API) meldete gestern Abend einen neuerlichen, deutlichen Rückgang der landesweiten Rohölbestände. Am Nachmittag veröffentlicht das US-Energieministerium die wöchentlichen Bestandsdaten, die am Markt noch stärker beobachtet werden als die API-Zahlen.

08:22 Uhr

Buffett-Gesellschaft kauft massiv Aktien zurück

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Warren Buffett.

(Foto: picture alliance / zz/NPX/STAR MAX/IPx)

Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway von Warren Buffett hat im zweiten Quartal bisher offenbar eigene Aktien im Volumen von rund 6,4 Milliarden US-Dollar zurückgekauft. Das geht aus einer Berechnung von Barron's basierend auf einer Pflichtmitteilung des US-Starinvestors für den Zeitraum Ende März bis 21. Juni hervor.

Berkshire hat seine Aktienrückkäufe in den vergangenen Quartalen hochgefahren. So wurden Aktien für rund neun Milliarden Dollar jeweils im dritten und vierten Quartal 2020 zurückgekauft und für 6,6 Milliarden im ersten Quartal dieses Jahres. Die Käufe des zweiten Quartals entsprechen rund 1 Prozent des gesamten Aktienkapitals von Berkshire.

Buffett betrachtet Aktienrückkäufe als die beste Methode, um Kapital an die Aktionäre zurückzugeben. Das Geld sieht er dabei besser eingesetzt als beim Kauf börsennotierter Aktien.

Berkshire Hathaway
Berkshire Hathaway 419.000,00

 

08:05 Uhr

Razzien bei VW und Entwicklungsdienstleister IAV

Wegen einer möglichen Beteiligung von Mitarbeitern des Autozulieferers Continental an der VW-Dieselaffäre haben Strafverfolger einem Medienbericht zufolge zwei Unternehmen durchsucht. Am 9. Juni seien Ermittler bei Volkswagen in Wolfsburg und am 17. Juni beim Entwicklungsdienstleister IAV in Gifhorn gewesen, berichtete die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Die Unternehmen seien aufgefordert worden, Unterlagen beziehungsweise elektronischen Daten herauszugeben.

VW und IAV bestätigten dem Blatt die Durchsuchungen, Continental wollte sich wegen des laufenden Verfahrens nicht äußern.

07:32 Uhr

Dax wieder über der 15.500er-Marke erwartet

Dax
Dax 15.669,29

Nach dem gestrigen Rücksetzer werden die europäischen Börsen am Donnerstag wieder im Plus erwartet. So stellt IG den Dax am Morgen bei 15.520 Punkten nach einem Schluss am Vortag bei 15.456 Punkten. Dabei war ein Abgabeüberhang in der Schlussauktion zu sehen, der nun wieder aufgeholt wird. Etwas Unterstützung kommt vom Euro, der etwas schwächer zum US-Dollar handelt. Vorbörslich notierte der Dax bei 15.505 Punkten.

Ansonsten liefern die Notenbanken wie die Konjunkturdaten weiter die Impulse, an denen sich die Investoren zu orientieren versuchen. So steht am Mittag die Bank of England mit ihrer Zinsentscheidung im Fokus, die nach allgemeiner Erwartung ihre Geldpolitik bestätigen dürfte. Damit würde der Leitzins auf dem Rekordtief von 0,10 Prozent verharren und das Kaufprogramm bei dem Gesamtvolumen von 895 Milliarden Pfund.

Am Nachmittag wird  dann auf die wöchentlichen Erstanträge Arbeitslosenhilfe sowie den Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter aus dem Mai aus den USA geschaut.

07:16 Uhr

Jeder achte Fluggast von Verspätungen oder Ausfällen betroffen

Mit der wieder gewonnenen Reisefreiheit kehren auch die Flugprobleme zurück: Im Mai dieses Jahres war jeder achte Fluggast von Verspätungen oder Ausfällen der Verbindungen betroffen, wie eine Analyse des Fluggastrechteportals Airhelp ergab. Demnach hat zudem jeder zweite betroffene Fluggast Anspruch auf Entschädigung von mehreren hundert Euro.

Der Dienstleister verglich Daten vom Mai 2021 mit den Zahlen vom Mai 2019. Damals erreichten 2,8 Millionen Passagierinnen und Passagiere nicht wie geplant ihr Reiseziel - ein Anteil von 28 Prozent. Im Mai dieses Jahres waren es 151.000 Menschen, allerdings hoben auch nur 16.000 Flüge ab, da der Verkehr erst langsam wieder startet. Der Anteil der von Verspätungen oder Ausfällen Betroffenen lag bei 12,6 Prozent.

Ein Airbus A319-132 startet vom dem Flughafen in Hamburg. Foto: Christophe Gateau/dpa

(Foto: Christophe Gateau/dpa)

07:00 Uhr

Volkswagen hat ein Rentner-Auto-Problem

VW Vorzüge
VW Vorzüge 208,60

Der Volkswagen-Konzern schlägt sich mit einem außergewöhnlichen Problem herum. Wie Business Insider berichtet, fahren Zehntausende Mitarbeiter innerhalb des Dax-Unternehmens einen - oder mehrere - Dienstwagen. Aber nur Mitglieder des Managementkreises haben auch nach ihrem altersbedingten Ausscheiden den Anspruch, Geschäftsfahrzeuge bis zu ihrem Tod zu erhalten.

Wie das Wirtschaftsportal berichtet, versucht der Betriebsrat diese Sonderregelung nun auf andere Mitarbeiter zu übertragen. Demnach sollen auch Tarif-Plus-Beschäftigte eine vertragliche Zusage für ein Rentner-Auto erhalten.

Nun wolle VW aber gegensteuern. In einer Digitalsitzung hätte Vertriebsvorstand Klaus Zellmer erklärt, dass nach einer Gesamtkostenbetrachtung eine Ausweitung der Rentner-Regelung zu teuer wäre und "keinen positiven Business Case" darstellen würde. Derlei kostspielige Privilegien hätten angesichts der momentanen wirtschaftlichen Lage der VW-Marke keinen Spielraum.

06:39 Uhr

Best Secret will Gang aufs Börsenparkett wagen

Der Online-Modehändler Best Secret erwägt einen Börsengang im kommenden Jahr. Das sagte Jörg Rockenhäuser, Deutschland-Chef des Investors Permira, der "Süddeutschen Zeitung".

Permira kontrolliert dem Bericht zufolge 80 Prozent des Unternehmens aus Aschheim bei München. Der Börsenwert könnte Schätzungen zufolge bei mehr als zwei Milliarden Euro liegen, hieß es weiter.

06:10 Uhr

US-Finanzministerin Yellen zur Inflationsentwicklung

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Janet Yellen führte jahrelang die US-Notenbank Fed.

(Foto: AP)

US-Finanzministerin Janet Yellen erwartet einen Rückgang der Inflationsrate bis zum Jahresende. Die Inflation sollte bis Ende des Jahres von ihrem derzeitigen hohen Niveau zurückgehen, da die von der Pandemie verursachten Lieferengpässe behoben werden, sagte die ehemalige Fed-Chefin vor einem Unterausschuss des Senats über den Haushaltsvorschlag der Administration von Präsident Joe Biden.

Die meisten Indikatoren für die Inflationserwartungen über das nächste Jahr hinaus zeigten, dass die Inflation Ende dieses Jahres oder Anfang 2022 wieder näher an die Zwei-Prozent-Marke herankommt. Das entspricht dem von der US-Notenbank angestrebten Niveau.

05:57 Uhr

Klitzekleine Aufwärtsbewegungen in Japan und China

Nikkei
Nikkei 27.548,00

Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte haben zunächst keine gemeinsame Richtung gefunden. In Tokio lag der Nikkei 0,2 Prozent höher bei 28.920 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 0,1 Prozent und lag bei 1951 Zählern. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,1 Prozent.

  • "Solange die Anleiherenditen nicht nachhaltig ausbrechen, egal in welche Richtung, bleibt es sehr schwer zu bestimmen, in welche Richtung sich Aktien kurzfristig bewegen werden", schrieben die Analysten von JP Morgan in einer Notiz.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der US-Dollar 0,1 Prozent auf 111,02 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,4811 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9193 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1924 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0960 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3959 Dollar.

05:44 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Viel los an die Börsen war gestern ja nicht - mal sehen, ob es heute anders wird. In Deutschland kann der Ifo-Geschäftsklimaindex für Impulse sorgen. Außerdem veröffentlicht das Statistische Bundesamt den Frühindikator für den Außenhandel.

In den USA werden außerdem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im Mai veröffentlicht.

Für Gesprächsstoff dürfte vor allem die Hauptversammlung von Curevac sorgen. Neben der Diskussion über das Geschäftsjahr 2020 wird die Investoren voraussichtlich vor allem die weitere Entwicklung des ersten Corona-Impfstoffs des Tübinger Biopharma-Unternehmens beschäftigen.

Curevac
Curevac 45,76

Zuletzt hatte Curevac mit einer Mitteilung zu einer vorläufig relativ geringen Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs der ersten Generation für Enttäuschung bei Investoren und in der Politik gesorgt. Der Börsenkurs brach daraufhin ein. Das Unternehmen hat aufgrund hoher Forschungs- und Entwicklungskosten wiederholt hohe Verluste verzeichnet. Zusätzlich zum Corona-Impfstoff der ersten Generation forscht das auf die sogenannte mRNA-Technologie spezialisierte Unternehmen bereits an einem Impfstoff der zweiten Generation, der besser vor neuen Virusvarianten schützen soll.

Nach Börsenschluss in den USA legt Nike die Zahlen für das abgelaufene Quartal vor.

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