Freitag, 18. Juni 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Thomas Badtke
17:43 Uhr

Dax mit "tiefrotem Wochenschluss"

Nach mehreren ruhigen Handelstagen, trotz Fed-Aussagen zu Zins- und Geldpolitik, ist der Dax zum Wochenschluss doch noch unter die Räder gekommen. Der deutsche Börsenleitindex weist ein Tagestief von 15.427 Punkten auf und auch zum Handelssende liegt der Index mit 15.448 Zählern unter der charttechnisch wichtigen 15.500er Marke. Das Minus beträgt 1,8 Prozent. Die Handelsspanne liegt bei deutlichen 300 Zählern.

Für größere Kursschwankungen sorgt dabei der große Verfall - "Hexensabbat" - an den Terminbörsen, der alle drei Monate stattfindet. Der als Grandmesser für die Nervosität geltende Vix klettert auf den höchsten Stand seit Mitte Mai. Druck kommt am Nachmittag zusätzlich von der Wall Street, wo die Kurse auch unter Druck geraten - mit wieder lauter werdenden Spekulationen zu Zinserhöhungen. 

Dax
Dax 15.640,47

"Ein tiefroter Wochenschluss", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. Sie verweist auf den großen Verfall auf der einen Seite, der "für Turbulenzen gesorgt hat - und auf die Minuszeichen an der Wall Street. "Heute ist irgendwie die Luft raus."

Bei den Einzelwerten fällt die Liste der Gewinner entsprechend kurz aus. Deutsche Börse und Vonovia liegen vorn mit Aufschlägen von knapp 0,5 Prozent. Auch Delivery Hero kann zulegen. Auf der Verliererseite stehen Henkel mit einem Minus von mehr als fünf Prozent ganz oben. Es folgen Infineon und Daimler mit Abschlägen von jeweils mehr als drei Prozent.

Henkel
Henkel 86,06
Deutsche Börse
Deutsche Börse 142,15

 

17:08 Uhr

Prognoseanhebung schiebt Brenntag an

Die Erhöhung der Jahresprognose lassen Anleger bei Brenntag zugreifen. Die Titel des Chemikalienhändlers legen in der Spitze knapp zwei Prozent auf 77,82 Euro zu. Sie gehören damit zu den stärksten MDax-Werten. Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet Brenntag nunmehr ein operatives Ebitda in einer Bandbreite von 1,16 Milliarden bis 1,26 Milliarden Euro. Bisher hatte das Unternehmen 1,08 bis 1,18 Milliarden Euro prognostiziert.

Brenntag
Brenntag 84,02

16:41 Uhr

Besser als erwartet: Adobe und Smith & Wesson

Überraschend gute Geschäftszahlen verhelfen Adobe zu einem Plus von knapp drei Prozent. Auch Smith & Wesson ziehen spürbar an und verbessern sich um mehr als drei Prozent. Das Unternehmen hat ebenfalls besser abgeschnitten als erwartet und darüber hinaus noch einen Aktienrückkauf angekündigt.

Adobe
Adobe 522,30
Smith & Wesson
Smith & Wesson 20,74

 

16:28 Uhr

Chipsektor schwächer: Intel-Kurs unter Druck

Bei den Einzelwerten geben Intel 1,6 Prozent nach. Die Analysten von Jefferies senkten das Kursziel für den Halbleiterhersteller auf 54 von 59 Dollar. Auch die Titel des Chipkonzerns Micron tauchen ab und verlieren 2,3 Prozent.

Intel
Intel 45,15
Micron Technology
Micron Technology 64,72

 

16:15 Uhr

Bullard verunsichert US-Anleger

Neu entflammte Inflationssorgen vergraulen die Anleger an der Wall Street. Nachdem sich der Rauch nach den jüngsten Zinssignalen der US-Notenbank (Fed) eigentlich bereits verzogen hatte, gießt Fed-Vertreter James Bullard Öl ins Feuer. Der Dow-Jones-Index fällt 1,3 Prozent auf 33.379 Punkte. Der S&P-500 gibt knapp ein Prozent auf 4180 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßt 0,6 Prozent auf 14.071 Punkte ab.

Bullard plädiert für eine Zinswende bereits im kommenden Jahr. Mit dem nach der Corona-Krise einsetzenden Aufschwung seien auch erhöhte Inflationsgefahren verbunden, sagt der Chef des Notenbankbezirks St. Louis dem Fernsehsender CNBC. Zuletzt hatten Signale der Fed für erste Zinsschritte 2023 die Anleger vorsichtiger werden lassen.

"Zum Wochenausklang geht es mit den Kursen an der Wall Street nach unten", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte. "Der Dow Jones hat bislang knapp zwei Prozent verloren, Tech-Werte notieren dagegen auf bisheriger Wochensicht etwa ein halbes Prozent im Plus", erläutert er. "Es könnte die schlechteste Handelswoche seit Januar werden. Aber auf dem nach wie vor hohen Niveau ist das durchaus zu verkraften."

16:03 Uhr

Biontech startet Studie mit Impfstoff gegen Krebs

Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech treibt die Entwicklung eines möglichen Impfstoffs gegen Krebserkrankungen voran. Im Rahmen einer Phase II-Studie sei der erste Patient mit dem Wirkstoff BNT111 behandelt worden, wie das Unternehmen mitteilt. In der Studie mit insgesamt 120 Patienten werde die Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von BNT111 in Kombination mit Libtayo (Cemiplimab) zur Behandlung einer Form von Hautkrebs untersucht. Vier weitere Krebsimpfstoffe der Firma befänden sich in der klinischen Entwicklung. Die Aktien legen in einem schwachen Marktumfeld knapp 1,5 Prozent zu.

Biontech
Biontech 263,70

15:19 Uhr

Subaru muss Bänder anhalten

Der japanische Autobauer Subaru muss aufgrund des weltweiten Chipmangels die Produktion an einem seiner größten Werke vorübergehend unterbrechen. Die Yajima-Fabrik in Gunma - circa 80 Kilometer nordwestlich von Tokio - werde am 16. Juli den ganzen Tag über stillstehen, teilt Subaru mit. Dieser vorübergehende Stopp sei Teil der durch die Halbleiter-Knappheit erzwungenen Produktionsanpassungen, erklärte ein Sprecher des Konzerns. Das Werk beschäftigt mehr als 3000 Mitarbeiter. Auch der Subaru-Rivale Suzuki Motor Corp erwägt nach Aussagen eines Sprechers, die Produktion im Juli zu herunterzufahren. In diesem Fall würden die Werke Kosai und Sagara in Shizuoka für zwei beziehungsweise sieben Tage stillstehen werden.

14:36 Uhr

Handelsverband will Geschäfte bis Jahresende auch an Sonntag öffnen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) will die Geschäfte bis Jahresende auch an Sonntagen geöffnet halten. "Das wäre ein klares Signal an die Menschen, dass die Innenstädte wieder offen und die Geschäfte wieder für alle da sind", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Zudem gibt das den Händlern die Chance, wenigstens ein bisschen des während der Lockdowns verlorenen Umsatzes nachzuholen." Auch darüber hinaus sollte es verlässlichere Regeln für eine rechtssichere gelegentliche Sonntagsöffnung geben.

In vielen anderen Wirtschaftsbereichen sei eine Sonntagsöffnung vollkommen selbstverständlich, argumentiert der Verband. "In Restaurants und Gaststätten gehört es zum Alltag, dass die Türen auch am Sonntag weit geöffnet sind", so Genth. Genauso sei es bei Theatern, Kinos oder Museen, ebenso an den Fließbändern vieler Fabriken. "Nur beim Einzelhandel muss sonntags im Regelfall alles dicht sein", sagte Genth. "Das ist längst nicht mehr zeitgemäß." Einkaufen diene heutzutage nicht mehr nur der Versorgung, sondern Bummeln und Shopping seien auch ein Freizeitevent.  

14:20 Uhr

Gold ist nach Preisrutsch wieder gefragt

Nach dem jüngsten Preisrutsch greifen Anleger wieder bei Gold zu. Das gern als Inflationsschutz genutzte Edelmetall verteuert sich um bis zu 1,2 Prozent auf 1794 Dollar je Feinunze, also je 31,1 Gramm. Schnäppchenjäger und das vorläufige Ende der Dollar-Rally hätten zu Käufen animiert, sagt ABN Amro Analystin Georgette Boele. Der Goldpreis ist seit Mittwoch zeitweise um fast fünf Prozent eingebrochen, nachdem die US-Notenbank Fed erste Signale einer vorzeitigen Zinswende gesendet und den Dollar damit ordentlich in die Höhe getrieben hatte. Die Aufwertung der US-Währung macht Rohstoffen zu schaffen, weil diese dadurch für Investoren außerhalb der USA teurer werden. Am Freitag bewegte sich der Dollar-Index , der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, jedoch kaum vom Fleck.

Gold in USD
Gold in USD 1.828,90

13:56 Uhr

Alstom-Auftrag beflügelt Aktienkurs

Reisen per Zug ist en vogue, auch in Dänemark. Dort soll Alstom die dänische Staatsbahn mit Zügen ausstatten und Wartungsdienste erbringen. Damit haben die Franzosen nach Aussage der Jefferies-Analysten die größte Eisenbahn-Ausschreibung in der Geschichte Dänemarks gewonnen. Den Auftragswert bezifferte Alstom mit 2,6 Milliarden Euro. Davon entfallen 1,4 Milliarden Euro auf die erste Tranche, die die Lieferung von 100 Coradia Stream-Zügen (mit der Möglichkeit, weitere Züge zu bestellen) und 15 Jahre Wartung für einen Betrag von 1,4 Milliarden Euro. Die Auslieferung soll im letzten Quartal 2024 beginnen und bis 2029 andauern, so dass die alternde Dieselflotte in Rente geschickt werden könne, so Jefferies. Alstom wird die Züge an ihrem Standort in Salzgitter montieren.

Die Eisenbahnmärkte sind in diesem Jahr weiterhin sehr gut ausgerichtet und Alstom war ein Hauptprofiteur mit über 4,4 Milliarden Euro an angekündigten Aufträgen in ersten Quartal, die auch den großen französischen Auftrag für die Pariser RER-Linie und eine Reihe kleinerer Aufträge in der Ukraine, Kanada, Italien und Deutschland beinhalten.

Alstom
Alstom 35,82

13:42 Uhr

Dax-Optionen verfallen auf Rekordhoch

Der Settlement-Kurs für Dax-Optionen ist mit 15.613,48 Punkten festgesetzt worden, nach 15.398,53 Zählern im Vormonat. Das ist der höchste Wert seiner Geschichte. Für MDax und TecDax lagen die Settlements bei 34.349,87 (Mai: 32.396,30) beziehungsweise 3519,10 (3368,99) Stellen.

Dax
Dax 15.640,47
TecDax
TecDax 3.679,74

 

13:12 Uhr

Wall Street: Volatilität sieht anders aus

Zum Wochenausklang dürften die US-Börsen mehr oder weniger auf der Stelle treten. Wichtige Konjunkturdaten oder Unternehmensereignisse sind nicht angekündigt. Zentrales Thema dürfte erneut der geldpolitische Kurswechsel sein, den die US-Notenbank am Mittwoch im Anschluss an ihre Zinssitzung angekündigt hat. Mit ihrer Einschätzung, dass die Zinsen schon bis Ende 2023 steigen dürften, hat die Fed Erwartungen untermauert, dass sie gegen die steigende Inflation vorgehen werde. Damit hat sie aber auch der Rally am Aktienmarkt den Wind aus den Segeln genommen. Vor allem Aktien von Unternehmen, die als Nutznießer einer Erholung der Wirtschaft gelten, haben einen Dämpfer erhalten.

Unter den Einzelwerten werden US Steel vorbörslich 1,2 Prozent höher getaxt. Die Aktie des Stahlkonzerns hatte am Donnerstag bis zur Schlussglocke um 7,7 Prozent nachgegeben. Nach Handelsschluss hob das Unternehmen dann seine Gewinnprognose an.

12:38 Uhr

Am Mittag kommt ein wenig Vola in den Markt

Es kommt nun doch noch etwas Vola an den Markt. Zunächst ging es zur Abrechnung der Optionen auf den EuroStoxx50 deutlicher nach unten. Hier gab es wohl ein Interesse, den Abrechnungspreis möglichst nahe an den Basispreis von 4100 Punkten zu führen. Um 13.00 Uhr dürfte dann im Dax die Marke von 15.650 Punkten im Fokus sein, hier gibt es einen größeren Put-Überhang. Aktuell handelt der DAX 0,5 Prozent tiefer bei 15.655 Zählern.

EuroStoxx50
EuroStoxx50 4.116,77

12:21 Uhr

Verhaltenes Börsendeübt für Stellantis-Tochter

An ihrem ersten Handelstag können sich die Aktien von Aramis nicht vor ihrem Ausgabepreis absetzen. Die Titel des Gebrauchtwagen-Händlers kosten in Paris 23,05 Euro. Sie sie waren zu je 23 Euro an die Zeichner der 338 Millionen Euro schweren Emission verkauft worden. Damit kommt die Tochter des Autobauers Stellantis auf eine Marktkapitalisierung von etwa 1,9 Milliarden Euro.

Stellantis
Stellantis 16,35

 

12:01 Uhr

Fast 80 Prozent: Biotech-Aktie mit Rekord-Kurssturz

Ein Rückschlag bei der Zulassung eines Medikaments brockt der dänischen Biotechfirma Orphazyme den größten Kurssturz seiner Firmengeschichte ein. Die Orphazyme-Aktien brechen in Kopenhagen zeitweise um fast 80 Prozent ein und sind mit 22,02 Kronen so billig wie noch nie.

Dem Unternehmen zufolge wies die US-Gesundheitsbehörde FDA den Zulassungsantrag für ein Mittel zur Behandlung der seltenen Erbkrankheit Niemann-Pick-Syndrom zurück. Stattdessen fordere die FDA weitere Nachweise für die Effektivität der Arznei. Aus diesem Grund warnte Orphazyme, das bislang kein einziges Medikament auf dem Markt hat, vor einem operativen Verlust deutlich über den bisherigen Erwartungen.

"Orphazyme hat kein Geld und keine Projekte mit Substanz", kritisieren die Analysten der Online-Bank Nordnet. "Investoren haben Geld für ein komplett unrealistisches Szenario ausgeben, das von 'Meme'-Tendenzen befeuert wurde."

11:18 Uhr

17. Allzeithoch in 19 Tagen: Schweizer Börse in Rekordlaune

Der Höhenflug der Schweizer Börse geht weiter. Der Leitindex SMI steigt um 0,4 Prozent und markiert mit 12.057,45 Punkten zum 17. Mal in 19 Handelstagen ein Rekordhoch. Dabei legt der SMI den 14. Tag in Folge zu. Das ist die längste Serie seiner Geschichte.

11:05 Uhr

Großaktionär steigt teilweise aus: Stahlaktie stürzt ab

Der Teilausstieg des Großaktionärs Nippon Steel brockt Acerinox den größten Kursrutsch seit dem Börsen-Crash vom März 2020 ein. Die Aktien des Stahlkonzerns fallen in Madrid um fast zehn Prozent auf ein Dreieinhalb-Monats-Tief von 9,78 Euro. Der japanische Konkurrent verkaufte Acerinox-Papiere den Angaben zufolge zu je 10,20 Euro und halbierte seinen Anteil auf knapp acht Prozent.

ACERINOX
ACERINOX 10,45
Nippon Steel
Nippon Steel 14,35

 

10:42 Uhr

US-Verkehrsbehörde hilft Tesla

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat 30 Untersuchungen von Unfällen mit Tesla-Modellen eingeleitet. Die Unfälle haben sich seit 2016 ereignet und insgesamt zehn Todesopfer gefordert. Die Behörde will prüfen, inwiefern der Einsatz von Teslas Assistenzsystem für automatisiertes Fahren die Unfälle beeinflusst hat. NHTSA hat deswegen eine Liste mit Details zu den untersuchten Unfällen veröffentlicht.

Tesla
Tesla 563,70

 

09:56 Uhr

Aussicht auf höhere Zinsen heizt Dollar-Auftrieb an

Die Aussicht auf eine vorzeitige Zinserhöhung in den USA treibt den Dollar weiter in die Höhe. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, steigt um 0,1 Prozent auf 92 Punkte. Der Euro fällt am Morgen auf ein Tagestief von 1,1894 Dollar. Seit Dienstagabend hat die Gemeinschaftswährung mehr als zwei US-Cent verloren. Die Fed hatte nach ihrer Sitzung am Mittwoch erste Signale einer baldigen Zinswende gesendet.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,19
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,84

 

09:32 Uhr

Nach Absturz: Curevac-Kurs zeigt Gegenreaktion

Nach dem Kurskollaps vom Donnerstag steigen erste Investoren wieder bei Curevac ein. Die Aktien der Biotechfirma klettern um sechs Prozent. Enttäuschende Testergebnisse des Coronavirus-Impfstoffs hatten den Titeln einen Rekord-Tagesverlust von gut 44 Prozent eingebrockt.

Curevac
Curevac 43,00

 

 

09:09 Uhr

Die Hexe könnte den Dax durcheinanderwirbeln

Der Wochenschluss am deutschen Aktienmarkt startet verhalten: Der Dax, der am Donnerstag mit einen Mini-Aufschlag von 0,1 Prozent und 15.728 Punkten den Handel beendet hatte, notiert kurz nach Eröffnung mit einem Stand von 15.737 Zählern 0,1 Prozent im Plus. Etwas Gegenwind kommt aus den USA, wo die Wall Street nach Börsenschluss hierzulande deutlicher ins Minus gedreht war. Große Kurssprünge sind dennoch möglich:

"Großer Verfallstag und Inflation - das sind die heutigen Themen an der Börse", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Mittags verfallen Optionen und Futures auf Aktienindizes, am Abend auf Einzelaktien. Normalerweise sind die Kurse an solchen Tagen besonders bewegt, das ist im frühen Handel nicht zu beobachten", erläutert sie. "Umso größer ist die Aufmerksamkeit bei den Erzeugerpreisen. Die sind laut Statistik im Mai im Vergleich zum Mai 2020 um 7,2 Prozent gestiegen, der größte Anstieg seit 2008. Diese Preissteigerungen dürften in den nächsten Monaten auch bei den Verbrauchern ankommen."

08:49 Uhr

Deutsche Erzeugerpreise schnellen hoch

Die deutschen Erzeugerpreise sind im Mai kräftig gestiegen und haben die Prognosen deutlich übertroffen. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die deutschen Erzeugerpreise um 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Einen so hohen Preisanstieg hatte es zuletzt im Vorfeld der Finanz- und Wirtschaftskrise im Juli 2008 gegeben. Volkswirte hatten nur einen Anstieg um 0,7 Prozent erwartet.

Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Anstieg um 7,2 Prozent. Das ist der höchste Anstieg seit Oktober 2008. Die Prognose von Ökonomen hatte lediglich auf ein Plus von 6,4 Prozent gelautet. Hauptverantwortlich für diesen Anstieg der Erzeugerpreise war die Preisentwicklung bei den Vorleistungsgütern und bei Energie.

08:33 Uhr

Brenntag geht mit Prognose hoch

Eine gute Nachricht kommt von Brenntag. Der Chemikalienhändler rechnet nämlich für das laufende Jahr mit mehr Gewinn als bislang. Die Anhebung der Prognose geschehe vor dem Hintergrund der starken Ergebnisse im ersten Quartal, der Fortsetzung des positiven Ergebnistrends im zweiten Quartal und unter Berücksichtigung der Aussichten für den weiteren Jahresverlauf, hieß es.

Brenntag rechnet nun mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 1,16 bis 1,26 Milliarden Euro, wie aus einer am Donnerstagabend veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. Zuvor hatte der MDax-Konzern mit jeweils 80 Millionen Euro weniger gerechnet.

Brenntag
Brenntag 84,02

08:15 Uhr

Ölpreise geben weiter nach

Die Ölpreise haben im frühen Handel ihre deutlichen Abschläge vom Vortag ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 72,51 US-Dollar. Das waren 57 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 51 Cent auf 70,53 Dollar.

Noch zur Wochenmitte hatten die Erdölpreise mehrjährige Höchststände erreicht. Seither lastet jedoch der stärkere US-Dollar auf den Preisen. Unterstützung erhält der Greenback durch Hinweise aus den Reihen der US-Notenbank auf eine perspektivisch weniger lockere Geldpolitik.

07:53 Uhr

Curevac unter Druck - Was macht Mehrheitseigentümer Hopp?

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Dietmar Hopp

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Mehrheitseigentümer des angeschlagenen Biotech-Unternehmens Curevac, Dietmar Hopp, will trotz des jüngsten Rückschlags bei der Impfstoff-Entwicklung an seiner Beteiligung festhalten.

  • "Curevac wird erfolgreich sein und ich bleibe auf alle Fälle als Investor erhalten", erklärte Hopp gegenüber dem Merkur. "Ich glaube felsenfest an das Unternehmen", sagte der Investor.

Hopp kontrolliert rund 47 Prozent der Anteile an Curevac und ist damit größter Aktionär des Unternehmens.

07:38 Uhr

Heute sind in Frankfurt die Hexen los

Als "Hexen" verkleidete Teilnehmer nehmen in der Innenstadt am Faschingsumzug teil. Foto: Marijan Murat/dpa

(Foto: Marijan Murat/dpa)

Der Dax wird zum Wochenschluss zunächst kaum verändert erwartet. Vorbörslich notiert er 0,2 Prozent höher bei 15739 Punkten. Für Bewegung könnte im Tagesverlauf der große Verfalltermin, der sogenannte Hexensabbat, an der Eurex sorgen, per Juni besteht dort historisch betrachtet ein hohes Open Interest. Spannend könnte es am Mittag werden, wenn die Optionen auf den Dax und den EuroStoxx50 wie die Futures darauf verfallen. Doch die Basispreise mit einem großen Interesse sind vom aktuellen Niveau zu weit entfernt, als dass sie im Vorfeld angesteuert werden könnten.

Die Nachrichtenlage ist ansonsten recht dünn. Die Vorgaben aus Asien drängen keine klare Richtung auf. Nach dem Minus am Vortag hat sich der Goldpreis bei 1780 US-Dollar gefangen, der Bund-Future handelt zunächst in Nähe des Vortagesschluss.

07:26 Uhr

Klage gegen Woolworths wegen unterbezahlter Mitarbeiter

Die australische Aufsichtsbehörde Fair Work Ombudsman (FWO) hat eine Zivilklage gegen den Supermarktriesen Woolworths eingereicht, um die Rückzahlung ausstehender Mitarbeitergehälter, sowie Strafzahlungen gegen das Unternehmen zu erwirken. Die Behörde hatte eine Stichprobe von 70 Mitarbeiterakten aus einer Gruppe von etwa 19.000 betroffenen Mitarbeitern ausgewählt und festgestellt, dass Woolworths nur etwa 40 Prozent der 1,172 Millionen australischen Dollar zurückgezahlt hatte.

Woolworths sagte in einer Erklärung, dass es das Verfahren überprüfe und die betroffenen Mitarbeiter weiterhin entschädige.

07:07 Uhr

Curevac-Chef sieht Impfstoff-Wirksamkeit zu Unrecht in Kritik

Curevac
Curevac 43,00

Die vorläufig geringe Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Curevac steht nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden Franz-Werner Haas zu Unrecht in der Kritik. Kein anderes Vakzin sei an so vielen Virusvarianten getestet worden, sagte Haas.

  • "Es ist faktisch eigentlich nicht korrekt, die Zahl der vorläufigen Wirksamkeit unseres Corona-Impfstoffs und die Zahlen zur Wirksamkeit anderer Impfstoffe nebeneinander zu stellen", so der Manager. In der Studie zum Corona-Impfstoffkandidaten CVnCov seien 29 Virusvarianten enthalten. Das ursprüngliche Virus, der Wildtyp, spiele kaum mehr eine Rolle.
  • "Die Zahlen zur Wirksamkeit der anderen Impfstoffe sähen vermutlich anders aus, wenn man deren Studien zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt hätte."

Curevac hatte am Mittwoch in einer Pflichtbörsenmitteilung bekanntgegeben, dass sein Corona-Impfstoff einer Zwischenanalyse zufolge eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung "jeglichen Schweregrades" habe.

06:55 Uhr

Chipmangel bremst die Autoindustrie noch länger aus

Die Verdopplung der Rohstoffkosten und fehlende Elektronikchips werden die Erholung der Autoindustrie nach einer Studie der Unternehmensberatung AlixPartners noch auf Jahre bremsen. Weltweit würden dieses Jahr voraussichtlich etwa 83 Millionen Autos verkauft. Die 2018 erreichte Rekordmarke von 94 Millionen Autos werde wohl erst wieder 2025 erreicht.

Die Chip-Knappheit werde in Europa zu einem Produktionsausfall von bis zu vier Millionen Fahrzeugen führen. Aktuell würden Bestellungen von Ende 2020 erst im September dieses Jahres bedient", hieß es weiter. Dies führe vermehrt zu Produktionsstopps in Autofabriken weltweit. Mit einer Entspannung der Situation sei erst 2022 zu rechnen. Für die Studie wurden Bilanzen von mehr als 300 Autoherstellern und Zulieferern ausgewertet.

06:35 Uhr

In Japan bleiben die Geldschleusen weit geöffnet

Yen Scheine.jpg

(Foto: REUTERS)

Nichts Neues gibt es in fiskalischer Hinsicht aus Japan zu berichten. Die dortige Zentralbank hält angesichts der andauernden Corona-Pandemie an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest. Zugleich wird ein Hilfsprogramm für Unternehmen verlängert, die von der Pandemie besonders stark betroffen sind.

Japanische Geschäftsbanken können sich damit weiter so gut wie kostenlos Geld bei der Bank of Japan (BoJ) besorgen. Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen billig bleiben. In Marktkreisen wird erwartet, dass die BoJ ihren geldpolitischen Kurs fortsetzen wird.

06:00 Uhr

Asien-Börsen verlieren auf Wochenbasis

Nikkei
Nikkei 27.409,26

Die Börse in Tokio hat sich zum Wochenausklang etwas uneinheitlich gezeigt. Insgesamt legten die Kurse in Asien zunächst leicht zu, mussten aber insgesamt einen Wochenverlust hinnehmen, während der US-Dollar in der Nähe des Zweimonatshochs aus Furcht vor einer vorzeitigen Zinswende durch die US-Notenbank verharrte.

Der Nikkei lag im Verlauf 0,3 Prozent höher bei 29.108 Punkten. Der breiter gefasste Topix sank um 0,3 Prozent und lag bei 1958 Zählern. In China lag die Börse Shanghai 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,5 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der US-Dollar fast unverändert bei 110,19 Yen und stagnierte bei 6,4461 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9172 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1918 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0932 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,3931 Dollar.

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05:40 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Dem deutschen Aktienmarkt und damit auch dem Dax steht ein äußerst ruhiger Wochenschluss bevor. Darauf deuten der bisherige Handelsverlauf der vergangenen vier Tage sowie die dünne Nachrichtenlage hin. Das Börsenhighlight der Woche, die Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zur Wochenmitte hatte im anschließenden Donnerstagshandel die Anleger weitestgehend kalt gelassen. Zwar könnten 2023 die Leitzinsen in den USA in zwei Schritten steigen und damit etwas früher als gedacht, das Thema Inflation spielt indes derzeit kaum eine Rolle, wird vom Gros der Fed-Banker als lediglich temporärer Effekt angesehen. Die lockere Geldpolitik könnte indes bereits noch im laufenden Jahr gestrafft werden. Der Dax schloss am Donnerstag mit einem Minuplus von 0,1 Prozent und 15.728 Punkten.

Gespannt dürften Anleger sein, wie es bei Curevac weiter geht. Nachdem der Wirkungsgrad des möglichen Corona-Impfstoffs des Tübinger Biotechnologieunternehmens weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, war die Aktie abgesackt, hatte sich der Kurs halbiert. Zum Wochenschluss muss sich nun zeigen, ob der Boden gefunden wurde.

Konjunkturelle Daten und planbare Unternehmensnachrichten sind am heutigen Freitag hierzulande absolut Mangelware. So stehen nur die deutschen Erzeugerpreise sowie die Leistungsbilanz der Eurozone konjunkturseitig auf der Agenda. Freenet und Deutsche Euroshop laden ihre Aktionäre zu Hauptversammlungen, die bei beiden Unternehmen digital stattfinden.

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