Freitag, 26. April 2019Der Börsen-Tag

Mit Max Borowski
17:58 Uhr

Wütende Bayer-Aktionäre und tote Bienen halten Dax nicht auf

Der Showdown des Tages - alle gegen das Bayer-Management auf der Hauptversammlung - geht noch weiter. Aber der Dax geht ins Wochenende.

  • Der Leitindex macht 0,3 Prozent auf 12.315 Punkte gut. Dies ist auf Wochensicht ein Plus von 0,8 Prozent.
Dax
Dax 12.261,70

Geprägt wurde der Handel weniger von dem auf den ersten Blick beeindruckenden US-Bip, sondern von toten Bienen und wütenden Aktionären beim Dax-Schwergewicht Bayer sowie vielen Zahlen und Nachrichten zu anderen Einzelwerten. 

  • So fassen die Anleger immer mehr Vertrauen in Wirecard. Die Papiere legen um 3,4 Prozent zu.
  • Am anderen Ende der Dax-Tabelle finden sich Deutsche Bank wieder. Schlechte Zahlen und Ratlosigkeit nach der geplatzten Fusion mit der CoBa drücken den Kurs um gut 2 Prozent.
  • Bayer gewinnen mit dem Markt 0,3 Prozent.
17:42 Uhr

Slack geht still und heimlich an die Börse

Slack Technologies hat Pläne für seinen ungewöhnlichen Börsengang vorgestellt. Wie schon zuvor der Musikdienst Spotify hat auch der Anbieter von Bürokommunikation aus Kalifornien den Weg der direkten Platzierung gewählt.

  • Aus der Mitteilung an die Börsenaufsicht geht hervor, dass das Unternehmen zwar den Umsatz rasant steigert, gleichzeitig aber weiterhin erheblich Geld verliert, da umfangreich in Vertrieb und Marketing investiert wird.
  • "We expect to continue to incur net losses for the foreseeable future and we may not achieve or maintain profitability in the future", heißt es ernüchternd.
  • Slack könnten in knapp vier Wochen an der Börse debütieren. Sie sollen an der New York Stock Exchange mit dem Symbol SK notiert werden.
  • Direct Listing spart Kosten für Banken. Dabei werden keine neuen Aktien ausgegeben, sondern bisherige Anteilseigner können ihre Papiere am Markt anbieten. 
17:25 Uhr

US-Ölgiganten leiden

Die Exxon-Aktie büßt 2,4 Prozent ein. Der insgesamt niedrige Ölpreis und schwache Margen im Raffinerie-Geschäft haben dem US-Ölkonzern im ersten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang beschert. Das Ergebnis fiel niedriger aus als von Analysten erwartet. Für die Chevron-Aktie geht es um 0,2 Prozent nach unten. Chevron hat im ersten Quartal 2019 zwar beim Umsatz die Erwartungen verfehlt, diese beim Gewinn allerdings übertroffen.

Brent Crude Oil
Brent Crude Oil 64,45

Aktuell geht es am Nachmittag abwärts für die Ölpreise: Teilnehmer sprechen von Gewinnmitnahmen nach den jüngsten deutlichen Gewinnen. Der Markt sei "technisch überkauft" und eine Korrektur dringend nötig. Interessant dürfte aber werden, wie weit die Preise zurückfielen. Derzeit liegen diese weiter in Reichweite der jüngst erreichten Sechsmonatshochs.

Mit den Bip-Daten grenzen die Ölpreise ihre Verluste leicht ein. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI gibt um 1,9 Prozent auf 64,00 Dollar nach, für Brent geht es um 1,4 Prozent auf 73,34 Dollar nach unten.

17:18 Uhr

Haben Avengers bei Superheld Mario Draghi geklaut?

Die Avengers - Draghis Erben?  Soweit ich weiß, gehört die Einschränkung "within our mandate" allerdings nicht zum Motto der Avengers. #WhateverItTakes

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17:03 Uhr

Euro knickt nur kurz ein

Der Dollar legt nach den starken Bip-Zahlen zunächst kräftig zu und drückt den Euro auf ein Tagestief bei 1,1111 Dollar. Doch der Greenback kann die Gewinne nur kurzzeitig behaupten. Mittlerweile notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,1145 Dollar und damit sogar leicht über dem Niveau von vor der Veröffentlichung der Daten.

16:30 Uhr

Kurssprung bei Ford - trotz Ermittlungsverfahren

Ford schießen um 8,8 Prozent nach oben. Der US-Autobauer hat im ersten Quartal operativ mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Dabei konnten Verluste im Ausland mit der Stärke des Pickup- und SUV-Angebots in den USA ausgeglichen werden.

Die Nachricht von Ermittlungen der Justiz gegen den Autobauer ignorieren die Anleger dagegen geflissentlich. In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht bestätigte der Konzern strafrechtliche Ermittlungen wegen mutmaßlich manipulierter Abgastests. Das Verfahren sei noch in einem frühen Stadium und der Ausgang nicht vorherzusagen. Es gehe bei der Untersuchung nicht um "Defeat Devices" - Abschalteinrichtungen zur Manipulation von Abgastests, wie sie etwa Volkswagen im "Dieselgate"-Skandal eingesetzt hatte.

16:23 Uhr

Wall Street schwächelt trotz Super-Bip

Trotz eines starken US-Wirtschaftswachstums im ersten Quartal geben die Kurse an der Wall Street am Freitag zur Eröffnung leicht nach. Die Indizes stehen auch zum Wochenausklang ganz im Bann der Berichtssaison. So drückt das deutliche Minus der Intel-Aktie sowohl den Dow-Jones-Index als auch den Halbleiter-Sektor in negatives Terrain. Letzterer führt mit einem Minus von 4,1 Prozent die Verliererliste an.

Dow Jones
Dow Jones 26.728,00

Für den Dow-Jones-Index geht es um 0,2 Prozent auf 26.414 Punkte nach unten, der S&P-500 gibt um 0,2 Prozent nach, und der Nasdaq-Composite verliert 0,5 Prozent.

Einige Analysten sind von den Details zum US-Wachstum nicht überzeugt. Nach Ansicht der Commerzbank ist eine Rezession in den USA zwar weiterhin nicht in Sicht, allerdings habe die Zusammensetzung des Wachstums etwas enttäuscht, da die inländische Endnachfrage an Schwung verloren habe. Mehr als die Hälfte des Wachstums sei auf die volatilen Komponenten Außenhandel und Lageraufbau zurückzuführen, heißt es. Die inländische Endnachfrage, eine Art Kern-Bip ohne Außenhandel und Lager, legte nur um 1,4 Prozent zu.

  • Belastet wird die Stimmung vom schwachen Ausblick bei Intel. Das Unternehmen hat die Jahresprognose gesenkt, mit den Ergebnissen für das erste Quartal allerdings die eigenen Schätzungen erfüllt. Die Intel-Aktie bricht um 8,9 Prozent ein und ist damit der mit Abstand größte Dow-Verlierer.
  • Dagegen legen Amazon um 0,5 Prozent zu. Der Online-Händler hat nach einem sehr guten Weihnachtsgeschäft einen noch besseren Start in das laufende Jahr verzeichnet. Der Nettogewinn wurde im ersten Quartal mehr als verdoppelt und stieg abermals auf Rekordniveau.
16:06 Uhr

Alptraum Bayer - Abrechnung auf der HV

Der Tag der Abrechnung aka Hauptversammlung bei Bayer ist noch lange nicht vorbei. Hier aber schon mal ein paar Highlights:

  • Ingo Speich, Dekabank: "Innerhalb von nur zwei Jahren ist der einstige Pharmagigant zu einem Zwerg mutiert." Das Management habe die Klagerisiken in den USA massiv unterschätzt, sagte er.
  • DWS-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler von der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz nannte das vergangene Jahr einen Alptraum und eine Katastrophe für das Unternehmen. "Und das einzige, was sie uns sagen ist, dass sie alles richtig beziehungsweise nichts falsch gemacht haben. Da passt irgendwas nicht zusammen."
  • Der "lapidare" Lösungsansatz des Konzernchefs, "Monsanto heißt jetzt Bayer, hat die Konsequenz, dass Bayer jetzt auch in Deutschland mit dem Monsanto-Image verbunden wird", sagte der renommierte Corporate-Governance-Experte Christian Strenger. Die Bayer-Führung habe die mit Monsanto verbundenen Reputationsrisiken massiv unterschätzt. Er beantragte eine Sonderprüfung der Umstände der Mega-Übernahme.
  • Bayer-Chef Baumann verteidigt den Zukauf immer noch als strategisch richtig. "Davon sind wir nach wie vor fest überzeugt", sagte er. Der Vorstand habe sehr wohl die Chancen und Risiken der Transaktion sorgfältig abgewogen, versicherte er.
  • Baumann geht immer noch davon aus, Milliardenzahlungen für mutmaßlich durch Glyphosat ausgelöste Krebserkrankungen abwenden zu können: "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, uns in Berufungsverfahren und den kommenden Gerichtsverhandlungen erfolgreich zu verteidigen", sagte der Manager.
  • Aufsichtsratschef Werner Wenning stellte sich demonstrativ hinter Baumann. Der Aufsichtsrat habe "vollstes Vertrauen", dass die Strategie des Vorstands "sehr erfolgreich sein wird", sagte er.
  • Insgesamt mehr als 60 Redebeiträge wurden bis zum Mittag angemeldet, als der Aufsichtsratschef die Liste schloss. Inzwischen hat er die Redezeit auf 5 Minuten pro Redner gekürzt. Unklar ist derzeit, ob Vorstand und Aufsichtsrat entlastet werden. Nachdem es dafür im Vorjahr durch die Bank noch Zustimmungsraten von mehr als 97 Prozent gab, könnte die Zahl der Nein-Stimmen in diesem Jahr unter die einfache Mehrheit fallen.
15:14 Uhr

Russische Ölpipelines nach Europa komplett gekappt

Die wichtigsten Ölleitungen zwischen Europa und seinem größten Energielieferanten, Russland, sind jetzt vollständig gekappt. Nachdem Polen bereits vor Tagen die nördliche Route der "Freundschafts"-Pipeline von Russland nach Deutschland wegen chemischen Verunreinigung des Öls unterbrochen hatte, hat nun auch die Ukraine den südlichen Zweig der wichtigsten Leitung für Russlands Ölexport stillgelegt.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 64,70

Das Öl enthält sogenannte Organische Chloride, die bei der Ölförderung eingesetzt und normalerweise danach wieder aus dem Öl entfernt werden, weil sie Anlagen wie etwa Raffinieren beschädigen können.

Über die nördliche Route allein fließt rund ein Drittel aller deutschen Ölimporte.  

Ein Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) beteuert, es drohten keine Engpässe in Deutschland. Es gebe ausreichend Reserven in den Öl- und Raffinerielagern, um die Lieferunterbrechung zu überbrücken. Auch die PCK-Raffinerie in Schwedt, wo die Pipeline das russische Öl anliefert, erklärte, mit den Vorräten, die der Raffinerie an Rohöl zur Verfügung stünden, könne bis zu zehn Tage weitergearbeitet werden. Derzeit sei schon eine alternative Versorgung über den Hafen Rostock in die Wege geleitet.

14:47 Uhr

US-Wirtschaft überrascht mit Superwachstum

Nach zuletzt deprimierenden Konjunkturdaten aus Asien und Europa rüttelt die US-Wirtschaft die Aktienmärkte aus ihrer Lethargie wach: Das US-Bip legt im Jahresvergleich im ersten Quartal 2019 um satte 3,2 Prozent zu. Erwartet hatten Analysten 2,5 Prozent.

  • Gestützt wurde das Wachstum demnach vor allem von den Exporten und von Lagerinvestitionen, während es bei Konsum und Investitionen zu einer Wachstumsabschwächung kam. Der BIP-Deflator stieg mit einer Jahresrate von nur noch 0,9 (1,7) Prozent, Volkswirte hatten 1,4 Prozent prognostiziert. Der von der US-Notenbank als Inflationsmaß favorisierte Deflator für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg um 0,6 (1,5) Prozent.
  • Der Dax liegt inzwischen um 0,2 Prozent im Plus bei 12.308 Punkten.
  • Auch die Wall Street dreht vorbörslich ins Plus. Die S&P-Indikation legt um 0,2 Prozent auf 2926 Punkte zu.
  • US-Präsident Trump hatte sich ja vorgenommen, das US-Wachstum dauerhaft auf über drei Prozent zu pushen, was viele Experten als nicht nachhaltig einschätzen. Ein Tweet zur Feier der jüngsten Bip-Zahl wird sicher nicht lange auf sich warten lassen.
S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 2.942,60

Nachtrag: Da isses, das Eigenlob auf Twitter:

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14:02 Uhr

Milliardenbetrug? Bitcoin stürzt ab

Gerade noch auf einem neuen Höhenflug, bricht der Kurs der ältesten und wichtigsten Cyber-Devise, Bitcoin, plötzlich fast zehn Prozent zeitweise auf unter 5000 Dollar ein.

Auslöser des Ausverkaufs war eine von der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft erwirkte Einstweilige Verfügung gegen iFinex, die die Kryptobörse Bitfinex betreibt und die Internet-Währung Tether kontrolliert. Das Gericht untersagte die Auflösung von Dollar-Reserven, mit denen Tether unterlegt ist.

Angeblich ist die Kryptowährung Tether im Verhältnis 1:1 über Dollar-Einlagen abgesichert. Den New Yorker Anklägern zufolge hat Bitfinex bereits mindestens 700 Millionen Dollar aus den Dollar-Reserven von Tether abgezogen und sich zusätzlich Zugriff auf bis zu 900 Millionen Dollar gesichert. Offenbar wolle die Börse damit ihre Verluste vertuschen.

"Anleger erwischt diese Hiobsbotschaft auf dem falschen Fuß", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Der Traum von einer Bitcoin-Rally bis auf 6000 Dollar ist somit vorerst geplatzt."

Warum der mutmaßliche Tether-Betrug so wichtig für Bitcoin ist, schreibt gerade der Kollege Hannes Vogel für n-tv.de auf. Bald an dieser Stelle also mehr dazu...

13:21 Uhr

Neue Übernahmeschlacht zwischen Renault und Nissan

Der Vater des Renault-Nissan-Autoimperiums, Carlos Ghosn, ist zwar Geschichte, doch die Franzosen planen offenbar einen neuen Versuch, komplett mit den japanischen Partnern zu fusionieren.

Renault will seine Geschäfte mit Nissan demzufolge in einer neuen Holding zusammenführen. Beide Unternehmen sollen den Plänen zufolge jeweils etwa 50 Prozent an der Holding halten, sagten informierte Personen.

"Es ist offensichtlich, dass die Allianz nicht richtig funktioniert", so ein Informant. Der Holding-Vorschlag sei ein erster Schritt in einem Verhandlungsprozess, der nun beginnen müsse, betonten die eingeweihten Personen. "Es ist keine feindliche Übernahme", fügte ein Informant hinzu.

Bei Nissan sei man allerdings der Ansicht, dass Renault die derzeitige Schwäche der Japaner nutzen wolle, um eine Fusion zu erzwingen, so eine eingeweihte Person.

Während Nissan mit Abstand das größere Unternehmen ist, wird seine derzeitige Beteiligung von 15 Prozent an Renault durch die Beteiligung von Renault an dem japanischen Automobilhersteller von 43 Prozent in den Schatten gestellt. Das Ungleichgewicht in der Aktionärsstruktur hat häufig zu Spannungen geführt.

12:27 Uhr

SAP weiter auf Rekordjagd

Still ruht der See im deutschen Aktienhandel am Mittag, aber nur wenn man auf die Indizes schaut. Unter der Oberfläche, bei den Einzelwerten herrscht teils heftige Bewegung:

Der deutsche Leitindex steht minimale 0,08 Prozent tiefer bei 12.273 Punkten. Auf Wochensicht zeichnet sich für das Barometer damit dank seiner Rally bis zur Wochenmitte ein Plus von 0,4 Prozent ab. Der Index der mittelgroßen Werte MDax gibt um 0,12 Prozent auf 25.804 Punkte nach. Der EuroStoxx 50 steht in vergleichbarem Maß im Minus.

SAP-Aktien haben an ihre Rally infolge der am Mittwoch erhöhten Prognosen angeknüpft. Die Papiere des größten europäischen Softwareherstellers legten zuletzt um 1,6 Prozent auf 116,90 Euro zu - so teuer war die Aktie noch nie. Auch Conti gewinnen kräftig um 1,8 Prozent.

Ganz vorn im Dax liegen allerdings Wirecard, die erneut rund 3,4 Prozent anziehen.

Steil in die andere Richtung geht es für die Deutsche Bank. Deren Aktien verlieren 3,1 Prozent.

Im SDax geriet Klöckner & Co unter die Räder. Der Stahlhändler kappte sein Gewinnziel. Zudem strich die Commerzbank ihre Kaufempfehlung für die Aktie. So gaben KlöCo zuletzt satte 10,9 Prozent nach.

12:12 Uhr

Handel bricht so stark ein wie seit Weltwirtschaftskrise nicht mehr

Diese Zahl ist besonders für die exportabhängige Deutsche Wirtschaft erschreckend: Laut Berechnungen von Bloomberg auf Grundlage von Zahlen des niederländischen Statistikbüros ist der Welthandel in den drei Monaten bis einschließlich Februar um 1,9 Prozent zurückgegangen. Ein so deutliches Minus in einem Dreimonatszeitraum hat es seit der großen Krise 2009 nicht mehr gegeben.

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11:50 Uhr

CoBa und Deutsche streiten schon über gescheiterte Fusion

Nur einen Tag nach dem Ende der angeblich so konstruktiven Gespräche: Nachdem der Plan nun erstmal krachend gescheitert ist, will's plötzlich keiner mehr gewesen sein:

Die Commerzbank hat die Darstellung eines hochrangigen Deutsche-Bank-Managers zurückgewiesen, die Initiative für die inzwischen abgebrochenen Fusionsgespräche sei von ihr ausgegangen. Die Verhandlungen seien "gemeinsam begonnen und gemeinsam beendet" worden, sagte eine Commerzbank-Sprecherin.

Zuvor hatte der Deutsche-Bank-Manager in einer Telefonkonferenz mit Journalisten erklärt: "Der anfängliche Impuls kam nicht von der Deutschen Bank. Die Commerzbank ist an uns herangetreten."

Die Absicht, gemeinsame Sache zu machen, war von Beginn an auf Widerstand getroffen - bei Großaktionären und Mitarbeitern beider Häuser. Als größte Befürworter eines Deals galten Commerzbank-Chef Martin Zielke und Bundesfinanzminister Olaf Scholz.

11:44 Uhr

Wie der Deutsche-Bank-Chef auf schlechte Zahlen und geplatzte Fusion reagiert

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11:29 Uhr

Beschäftigungsbarometer gibt leicht nach

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11:26 Uhr

Kein 100-Milliarden-IPO - Uber backt kleinere Brötchen

Ein Mega-Börsengang ist es natürlich immer noch - vor allem wenn man bedenkt, dass Uber gigantische Verluste einfährt und auch das künftige Wachstum keineswegs in Stein gemeißelt ist. Doch nachdem bislang von einer angestrebten Bewertung von mehr als 100 Milliarden Dollar gesproche wurde, schraubt der Fahrdienstvermittler seine Erwartungen jetzt deutlich herunter.

Das Unternehmen wolle seine Aktien in einer Preisspanne von 44 bis 50 Dollar bei Investoren anbieten, schrieb der Finanzdienst Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Damit würde Uber mit einer Gesamtbewertung zwischen 80 und 90 Milliarden Dollar an die New York Stock Exchange gehen und immer noch einen der größten Börsengänge der Finanzgeschichte stemmen.

Die Aktie des Konkurrenten Lyft hat seit dem Börsengang Ende März mehr als ein Fünftel seines Werts verloren. Das dürfte potenziellen Uber-Anlegern eine Warnung gewesen sein.

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11:11 Uhr

Abgeschaffter 500-Euro-Schein "gilt immer und ewig"

War Abschaffung des 500-Euro-Scheins der Anfang von der Abschaffung des Bargelds, wie viele Verschwörungstheoretiker befürchten? Die Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann erklärt, diesmal ganz volksnah, warum das Ende von Bargeld nicht beabsichtigt und nicht sinnvoll ist:

"Bankräuber pflegen mit einem Auto vom Tatort zu flüchten. Natürlich kann man sagen, wenn wir alle Automotoren auf 50 km/h drosseln, dann haben wir dieses Problem möglicherweise schneller erledigt und können sie leichter verfolgen", sagte Beermann im Bayerischen Rundfunk.

Seine Trauer über das Ende des 500-Euro-Scheins halte sich aber in Grenzen, machte Beermann deutlich. "Wir haben ja mit dem 200er und dem 100er große Stückelungen, die dafür sorgen, dass man dem 500er zwar eine Träne nachweint, aber nicht in nackte Verzweiflung ausbricht." Auch wennEZB den Druck und die Ausgabe des 500-Euro-Scheins beende, müssten sich Besitzer keine Sorgen machen. "Der 500er gilt immer und ewig." Jeder könne in aller Ruhe mit dem Schein weiter bezahlen und auch weiter "unter dem Kopfkissen liegen lassen".

10:52 Uhr

Milliardenrisiken bei Daimler - Angst vor Gewinnwarnung

Daimlers jüngste Zahlen sind für die meisten Beobachter eine Enttäuschung:

Daimler
Daimler 47,49

Der Autobauer kämpft mit einem schwächelnden Kerngeschäft und weiter hohen Ausgaben. Den Jahresausblick für das operative Konzernergebnis bestätigte Daimler allerdings. Die Aktie gab um rund 0,4 Prozent nach

"Die Daimler-Zahlen überzeugen nicht, eine "Gewinnwarnung" in den nächsten Quartalen würde nicht überraschen", schreibt NordLB-Analyst Frank Schwope. "Dem im Mai beginnenden neuen CEO Ola Källenius stehen einige Aufräumarbeiten bevor. Aus vermeintlichen Verwicklungen in Diesel-Manipulationen in den USA und dem potenziellen Kartell-Skandal können theoretisch Milliardenbelastungen resultieren."

10:14 Uhr

Bayer-Aktionäre müssen über tote Bienen laufen

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Dabei dürften sich viele Aktionäre und Demonstranten einig sein: Glyphosat erweist sich als ebenso giftig für den Aktienkurs, wie es laut den Umweltschützern für die Bienen ist.

(Foto: REUTERS)

Dass die heutige Bayer-Hauptversammlung keine gemütliches Aktionärstreffen wie jedes andere wird, war schon lange klar. Draußen demonstrieren bereits lautstark die Umweltschützer gegen das Monsanto-Gift Glyphosat und dessen mutmaßliche Folgen für die Umwelt - drinnen werden in Kürze die Aktionäre gegen die Folgen für den Aktienkurs protestieren.

Begonnen haben den Protestreigen draußen die Umweltschützer und Imker, unter anderem indem sie unzählige tote Bienen auf den Weg schütteten, sodass die Bayer-Aktionäre darüberlaufen mussten.

 

09:40 Uhr

Warren Buffet will 100 Milliarden Dollar ausschütten

Berkshire Hathaway
Berkshire Hathaway 310.650,00

Seit längerem klagt Investmentlegende Warren Buffett schon über mangelnde Anlagemöglichkeiten für die gigantischen Barreserven seines Konlgomerats Berkshire Hathaway. Die Kurse an den Börsen hält er für großteils überteuert. Daher plant er nun weitere Milliarden an seine Anleger mittels Aktienrückkäufen auszuschütten. Gegenüber der "Financial Times" sprach er von bis zu 100 Milliarden Dollar.

Allzu schwer scheinen Buffett die Sorgen um mangelnde Investitionsmöglichkeiten aber nicht zu drücken: Er sagte der "FT" auch er habe "mehr Spaß als jeder andere 88-Jährige in der Welt".

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Macht Geld doch glücklich. Buffett hat "mehr Spaß als jeder andere 88-Jährige auf der Welt". (Auf diesem Bild von 2017 ist er allerdings gerade mal 86 Jahre alt.)

(Foto: REUTERS)

09:27 Uhr

"Barbie" hilft Mattel wieder auf die Beine

Mattel
Mattel 9,29

Dank starker "Barbie"-Verkäufe berappelt sich der kriselnde US-Spielzeugriese Mattel langsam wieder etwas. Im ersten Quartal nahm der Umsatz im Jahresvergleich um drei Prozent auf 689,2 Millionen Dollar (618,9 Mio Euro) ab, wie der Hasbro-Rivale nach US-Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten mit einem deutlich stärkeren Rückgang gerechnet. Anleger reagierten euphorisch und ließen die Aktie nachbörslich um elf Prozent steigen. Mattel machte zwar einen Verlust von 183,7 Millionen Dollar, damit fiel der Fehlbetrag aber um 41 Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Mattels Klassiker "Barbie" blieb mit einem Absatzplus von sieben Prozent gut gefragt, wie auch "Hot Wheels" und Action-Figuren. Die Erlöse der Marke "Fisher Price" sanken hingegen kräftig.

09:19 Uhr

Dax hält still - Deutsche Bank hart abgestraft

Der Dax bewegt sich zunächst nicht viel. Das heißt aber keineswegs, dass an der Börse nichts los ist.

  • Der Dax notiert kaum verändert bei 12.282 Punkten.
  • Hart abgestraft wird nach Bekanntgabe detaillierter Geschäftszahlen bauten Deutsche Bank- erneut - die Deutsche Bank. Wenige Minuten nach Handelsstart fällt die Aktie mehr als 3 Prozent in die Tiefe. Auch das Investmentbanking rutschte zum Jahresauftakt in die roten Zahlen.
  • Steil nach oben geht es dafür für Continental mit einem Kursplus von 2,9 Prozent. Der operative Quartalsgewinn des Autozulieferers ging zwar zurück. An seinen Gesamtjahreszielen hielt das Unternehmen aber fest.
09:09 Uhr

Ölpreise setzen Abwärtstrend fort

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 57,91

Die Ölpreise zeigen sich weiter mit Verlusten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 74,25 US-Dollar. Das sind zehn Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 25 Cent auf 64,96 Dollar. Schon in den vergangenen Tagen hatten sie nach einer überraschend deutlichen Zunahme der US-Öllagerdaten an Wert eingebüßt. Die Investoren wägen derzeit die Wahrscheinlichkeit ab, ob die großen Ölförderländer als Reaktion auf die härteren US-Sanktionen gegen den Iran tatsächlich mit einer höherer Förderung reagieren.

08:34 Uhr

Dax will Konsolidierung zum Wochenabschluss ausweiten

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Der deutsche Leitindex wird kaum verändert knapp unter 12.300 Punkten erwartet, beim Euro-Stoxx-50 sieht es ähnlich aus.

Dax
Dax 12.261,69

Etwas belastet wird die Stimmung von schwächeren Vorlagen aus den USA und aus Asien. In Asien leiden die Märkte unter Konjunktursorgen, nachdem nach Korea am Donnerstag nun auch Japan schwache Wirtschaftsdaten veröffentlicht hat.

Neben einer erneuten Flut von Firmenbilanzen fiebern Anleger der voraussichtlich turbulenten Hauptversammlung von Bayer entgegen. Der Pharma- und Agrarchemie-Konzern hatte zwar starke Quartalsergebnisse vorgelegt. Angesichts der zahlreichen und milliardenschweren Klagen wegen des Unkrautvernichters Glyphosat wollen wichtige Eigner dem Bayer-Vorstand aber die Entlastung verweigern.

Darüber hinaus wollen die Rating-Agenturen Standard & Poor's (S&P) und Moody's die Ergebnisse ihrer Überprüfung der britischen Kreditwürdigkeit bekanntgeben. S&P veröffentlicht außerdem seine Bonitätsnote für Griechenland.

08:20 Uhr

Japans Industrie ächzt unter Handelsstreit

Der Handelsstreit zwischen den USA und China dämpft auch die japanische Industrie. Diese produzierte im März 0,9 Prozent nach Angaben des Wirtschaftsministeriums weniger als im Vormonat. Volkswirte hatten lediglich mit einem Minus von 0,1 Prozent gerechnet, nachdem es im Februar noch einen Anstieg von 0,7 Prozent gegeben hatte.

Nikkei
Nikkei 21.193,81

Der Rückgang im März ist insbesondere auf eine schrumpfende Autoproduktion (minus 3,4 Prozent) und eine sinkende Fertigung von Maschinen für die Halbleiter- und Flachbildschirmindustrie (minus 6,7 Prozent) zurückzuführen. Die Lagerbestände legten im vergangenen Monat mit plus 1,6 Prozent so stark zu wie seit einem Jahr nicht mehr zu, was ebenfalls auf eine sinkende Produktion hinweist.

07:55 Uhr

Euro holt zum Wochenausklang Luft

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,14

Der Euro setzt seine deutlichen Kursverluste vom Wochenverlauf vorerst nicht fort. Kurz vor dem Wochenende kann sich die Gemeinschaftswährung zunächst stabilisieren. Aktuell wird der Euro bei 1,1136 US-Dollar gehandelt und damit nahezu zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte gestern Abend den Referenzkurs auf 1,1123 Dollar festgesetzt. Gestern war der Eurokurs zeitweise bis auf 1,1118 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit etwa zwei Jahren.

07:18 Uhr

New Yorker Justiz ermittelt gegen Facebook

Facebook
Facebook 192,60

Die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen das Online-Netzwerk Facebook aufgenommen. Das gab die Behörde bekannt, nachdem Facebook vergangene Woche die unerlaubte Speicherung von Nutzerdaten öffentlich gemacht hatte. Nach Firmenangaben wurden seit Mai 2016 womöglich E-Mail-Kontakte von 1,5 Millionen Nutzern unabsichtlich hochgeladen. Die Daten seien mit niemandem geteilt worden und würden gelöscht. Nach Auskunft von Generalstaatsanwältin Letitia James könnten Informationen von Hunderten Millionen Personen betroffen sein. Das Unternehmen erklärte, die Fragen der Behörden zu beantworten.

06:53 Uhr

Amazon gelingt überraschend kräftiger Gewinnsprung

Der boomende Online-Handel und das Cloud-Geschäft haben den Gewinn des US-Internetkonzerns Amazon zu Jahresbeginn kräftig steigen lassen.

Amazon
Amazon 1.913,90

  • Der Umsatz des Technologie-Riesen stieg im ersten Quartal um 17 Prozent auf 59,7 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der meisten Analysten.
  • Auch beim Gewinn überraschte Amazon und erwirtschaftete ein Plus in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro) - das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.
  • Allein der Umsatz des Cloud-Geschäfts legte den Angaben zufolge um rund 40 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar zu.
  • Die Umsätze der Abo-Dienste des Konzerns wuchsen auf 4,3 Milliarden Dollar, ebenfalls um rund 40 Prozent.