Mittwoch, 11. Dezember 2019Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
17:47 Uhr

Dax legt zu, Wirecard schmieren ab

Dax
Dax 13.317,92

Nicht wirklich große Sprünge macht der Dax zur Wochenmitte - doch nach und nach kommt bis zum Ende ein kleines Plus von 0,6 Prozent auf 13.147 Punkte zusammen. Dennoch bleiben die Anleger in Lauerstellung.

Vor allem die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank am Abend wird am Markt zunächst abgewartet. Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass die Fed die Leitzinsen bestätigen wird. Auch der Ausblick sollte unspektakulär ausfallen: Angesichts der stabilen Wirtschaft dürfte die US-Notenbank bis auf weiteres stillhalten.

Morgen wird zudem in Großbritannien gewählt. Die jüngste YouGov-Umfrage legt nahe, dass der Vorsprung der Tories von Boris Johnson knapper ist als bislang geschätzt. Dennoch würde ein solches Ergebnis bei der Zahl der Unterhaus-Sitze das beste Abschneiden der Konservativen seit dem Jahr 1987 bedeuten. Das Pfund erholt sich bereits wieder von den Verlusten nach der Umfrage und steht nun bei 1,3180 Dollar, an der Londoner Börse bleibt es aber ruhig.

Im Dax sorgen wieder mal Wirecard für Aufsehen - Bei anhaltend negativer Berichterstattung gibt die Aktie 4,5 Prozent nach und führt damit die Verliererliste an. Da sich strategische Investoren angesichts der Unsicherheiten zurückhielten, sei die Aktie zu einem Spielball der Hedgefonds geworden, so ein Händler.

Auf der Gewinnerseite stehen jedoch die meisten Aktien im Dax. Ganz oben landen Eon mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent. Infineon, Siemens, Conti und Daimler legen alle mehr als 1,5 Prozent zu.

Damit verabschiede ich mich von diesem "Börsen-Tag" und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend.

Ihr Kai Stoppel

16:51 Uhr

So viele Nutzer streamten neuen Netflix-Blockbuster

Netflix
Netflix 315,60

Eigentlich gibt der US-Streamingdienst Netflix seine Zuschauerzahlen nicht so bereitwillig heraus. Aber bei einem solchen Erfolg will der Aktienkonzern dann wohl doch nicht hinterm Berg halten: Mit dem Film "The Irishman" gelingt Netflix nach eigenen Angaben ein neuer Zuschauer-Hit.

In den ersten sieben Tagen nach der Veröffentlichung haben demnach mehr als 26 Millionen User das Gangster-Epos von Star-Regisseur Martin Scorsese gestreamt, teilte Netflix via Twitter mit. Ein Nutzer wird dann gezählt, wenn der Film zu 70 Prozent angesehen wurde.

Allerdings lag "The Irishman" damit immer noch deutlich hinter dem Blockbuster "Bird Box" mit Sandra Bullock zurück, der in der ersten Woche von mehr als 45 Millionen Accounts gestreamt wurde. Weltweit hat Netflix rund 158 Millionen Kunden.

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16:19 Uhr

Macht Trump wirklich Ernst? Anleger warten auf Zeichen

In Erwartung neuer Hinweise auf die US-Geldpolitik halten sich Anleger mit Engagements an der Wall Street zurück. Außerdem warten sie weiter auf Signale, ob die für Sonntag geplante Verschärfung der US-Strafzölle auf chinesische Waren verschoben wird - oder ob US-Präsident Donald Trump mit seinen Drohungen Ernst macht.

Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 kommen daher zur Eröffnung kaum vom Fleck. Da eine Leitzinsänderung der US-Notenbank am Abend als ausgeschlossen gelte, richte sich das Hauptaugenmerk der Anleger auf die Frage, wann die Fed wieder aktiv werde, sagt Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. Sollte Fed-Chef Jerome Powell andeuten, dass eine Verschärfung der US-Strafzölle eine Zinssenkung auslösen könnte, werde die Spannung an den Börsen zum Wochenende hin zunehmen.

Zu den größten Verlierern im Dow Jones zählt Home Depot mit einem Minus von 2,3 Prozent. Die Baumarktkette stellt für 2020 ein überraschend geringes Wachstum von 3,5 bis vier Prozent in Aussicht.

15:44 Uhr

Nach Jahreshoch - Warum der Goldpreis plötzlich stoppte

Nach einer rasanten Rally im Sommer hat sich der Goldpreis zuletzt eher rückläufig entwickelt. Was waren die Gründe dafür? Und sah es bei anderen Edelmetallen ähnlich aus? Wie Trader die Schwankungen von Edelmetallen nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anouch Wilhelms von der Commerzbank.

 

15:26 Uhr

737-Max-Desaster - Schlechte Nachrichten für Boeing

Boeing
Boeing 315,28

Schlechte Neuigkeiten für Boeing: Die Flugzeuge des Unglücksmodells 737 Max bekommen in den USA nach Behördenangaben vor Jahresende keine Starterlaubnis mehr. Vor einer erneuten Zulassung seien fast ein Dutzend Punkte zu bearbeiten, sagte der Chef der US-Luftfahrtbehörde FAA, Steve Dickson, dem Fernsehsender CNBC.

Vor gut einem Jahr war in Indonesien eine 737 Max der Fluggesellschaft Lion Air abgestürzt, 189 Menschen kamen dabei ums Leben. Im März starben beim Absturz einer Maschine gleichen Typs der Ethiopian Airlines 157 Menschen.

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Geparkte Flugzeuge des Typs 737 Max in Seattle im US-Bundesstaat Washington.

(Foto: REUTERS)

 

14:59 Uhr

GameStop erleidet größten Kurssturz seit halbem Jahr

GameStop Corporation
GameStop Corporation 3,86

Gekappte Gewinnziele brocken GameStop den größten Kurssturz seit einem halben Jahr ein. Die Aktien des Videospiele-Händlers fallen im vorbörslichen US-Geschäft um 17 Prozent.

Weil Kunden in Erwartung neuer Versionen der Sony PlayStation und der Microsoft Xbox Käufe hinauszögerten, rechnet das Unternehmen für 2019 nur noch mit einem Gewinn von 0,10 bis 0,20 Dollar je Aktie statt 1,15 bis 1,30 Dollar. Im dritten Quartal brach der Umsatz um gut 23 Prozent ein - fast doppelt so stark wie erwartet. Außerdem schrieb GameStop überraschend einen Verlust.

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(Foto: imago images/Rust)

 

14:03 Uhr

Experten: Nur dieser Wahlausgang wäre gut für das Pfund

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,30

Morgen wird gewählt in Großbritannien - doch wie wird sich der Wahlausgang auf das britische Pfund auswirken? Devisenanalysten von Mitsubishi UFJ Financial Group glauben, dass das Pfund nur über sein aktuelles Kursniveau von 1,3152 US-Dollar steigen dürfte, wenn die Konservativen sich eine größere Mehrheit als erwartet sichern würden.

Eine Mehrheit mit weniger als 20 bis 30 Sitzen wäre für das Pfund weniger günstig, da die neue Regierung bei der Aushandlung des EU-Freihandelsabkommens stärker auf die Unterstützung von "harten" Brexitvertretern angewiesen wäre.

Zuletzt hatte die britische Währung mit einer aktuellen Umfrage, die einen schrumpfenden Vorsprung der konservativen Tory-Partei von Premierminister Boris Johnson offenbarte, nachgegeben. Daher warnen die Analysten, es gebe noch immer "viele gute Nachrichten", die im Pfund eingepreist seien. Das wahrscheinlichste Szenario bleibe eine kleinere Tory-Mehrheit, heißt es weiter.

13:21 Uhr

Baumarkt-Aktie ist der Renner im SDax

Die Papiere der Hornbach Holding steigen im SDax um 7,7 Prozent. "Das dritte Quartal ist extrem gut gelaufen", sagt ein Aktienhändler zur Anhebung der Ertragsprognose bei der Baumarktkette Hornbach. Das Plus auf der Ertragsseite stieg überproportional zum Umsatz. So verzehnfachte sich zum Beispiel das EBT auf 15 Millionen Euro.

Hornbach
Hornbach 20,60

 

12:56 Uhr

BMW kauft für halbe Milliarde Euro Lithium in China

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BMW 66,87

Der Autobauer BMW hat bei dem chinesischen Rohstoff-Konzern Ganfeng Lithium für 540 Millionen Euro bestellt. "Mit der Vertragsunterzeichnung sichern wir unseren Lithium-Bedarf für Batteriezellen ab", sagte Einkaufsvorstand Andreas Wendt. Der Vertrag laufe bis Ende 2024. "Bereits 2023 wollen wir 25 elektrifizierte Modelle im Angebot haben, davon mehr als die Hälfte vollelektrisch. Entsprechend steigt der Bedarf an Rohstoffen", sagte Wendt.

Ganfeng baue das Lithium in Australien ab. Für die kommende, fünfte Generation an Batteriezellen kauft BMW auch Kobalt ab 2020 selbst ein und liefert die Rohstoffe den Batteriezell-Herstellern CATL und Samsung SDI. Kobalt soll künftig aus Minen in Australien und Marokko bezogen werden. Die Lieferverträge garantieren eine Versorgungssicherheit bis 2025, teilte BMW mit.

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Mit den Zellen der beiden asiatischen Hersteller baut BMW die Batterien für seine Elektroautos selbst in den Werken Dingolfing - hier im Bild -, Spartanburg und Shenyang.

(Foto: imago images/Westend61)

 

12:03 Uhr

Wirecard weiter unbeliebt - erneut flüchten Anleger

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Wirecard 136,80

Das Dax-Unternehmen Wirecard und die Finanzzeitung "Financial Times" werden keine Freunde mehr. Der jüngste Artikel, in dem dem deutschen Zahlungsabwickler erneut Bilanz-Tricksereien vorgeworfen werden, drückt die Aktie auch heute noch weiter nach unten. Gegen Mittag verliert das Papier 1,3 Prozent und ist damit zweitschwächster Wert im Dax.

Bereits gestern hatte die Aktie ordentlich einstecken müssen und ging mit einem Minus von 4,6 Prozent aus dem Handel. Aktuell notiert das Papier auf dem niedrigsten Niveau seit April dieses Jahres.

11:21 Uhr

Tesla will halbe Million Autos in Brandenburg bauen - pro Jahr

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Mit dem Bau der Fabrik in Grünheide will Tesla wohl bereits im Frühjahr beginnen.

(Foto: imago images/Michael Handelmann)

Noch steht das Tesla-Werk in Brandenburg nicht - doch immer neue Details werden nun bekannt. Einem Zeitungsbericht zufolge will der US-Elektroautobauer in der geplanten Fabrik jährlich eine halbe Million Elektroautos vom Band rollen lassen.

Die "Bild"-Zeitung berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Planungsunterlagen des Unternehmens, in der Gemeinde Grünheide östlich von Berlin sollten 10.000 Arbeitsplätze entstehen und im Jahr 500.000 E-Autos des kompakten Tesla Model 3 und des SUV Model Y gebaut werden.

Das gesamte Gelände, das Tesla nutzen wolle, umfasse 300 Hektar oder drei Millionen Quadratmeter, was 420 Fußballfeldern entspreche. Tesla lehnte einen Kommentar ab. Über den Kaufvertrag für das Gelände werde derzeit verhandelt, berichtete die Zeitung weiter.

Tesla
Tesla 511,30

 

10:41 Uhr

Aktie von Ajax Amsterdam bricht ein - BVB-Anleger jubeln

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BVB 8,90

Anleger von Borussia Dortmund feiern den Achtelfinal-Einzug in die Champions League. Die Aktien klettern um knapp zehn Prozent auf 9,18 Euro. Damit notieren sie so hoch wie seit rund anderthalb Monaten nicht mehr.

Der deutsche Vizemeister hatte am Dienstag das letzte Gruppenspiel gegen Slavia Prag mit 2:1 gewonnen. Damit sind die Borussen im kommenden Jahr weiterhin in der lukrativen Königsklasse des europäischen Vereinsfußballs dabei.

Lange Gesichter gibt es dagegen bei Anhängern und Anlegern von Ajax Amsterdam. Nach dem Vorrunden-Aus in der Champions League brechen die Anteilsscheine um 9,9 Prozent ein. Der niederländische Halbfinalist der Vorsaison verpasste durch eine 0:1 Heimniederlage gegen Valencia den Einzug in die K.-o.-Runde.

09:20 Uhr

Dax startet vor großer Fed-Show gemütlich

Dax
Dax 13.317,92

Wieder leicht nach oben geht es am Morgen mit dem Dax: Der deutsche Leitindex legt 0,2 Prozent zu auf 13.099 Punkte. Damit geht es nach der jüngsten Achterbahnfahrt wieder ein Stück nach oben.

Allerdings dürften Anleger sich im Tagesverlauf weiter eher bedeckt halten. Nach Handelsschluss äußert sich die US-Notenbank Fed zu ihrem geldpolitischen Kurs. Da eine Zinsänderung als ausgeschlossen gilt, richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger vor allem auf die Pressekonferenz von Notenbank-Chef Jerome Powell am Abend.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

09:09 Uhr

Rekord gebrochen - Aramco-Börsengang größter der Welt

Der weltgrößte Ölkonzern Saudi Aramco feiert ein gelungenes Börsendebüt. Die Aktien der saudi-arabischen Staatsfirma erscheinen heute erstmals zu 35,2 Riyal auf den Kurszetteln der Börse in Riad. Damit lagen sie zehn Prozent über dem Ausgabepreis von 32 Riyal oder umgerechnet 8,53 Dollar.

Bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption ("Greenshoe") beläuft sich das Emissionsvolumen auf insgesamt 29,4 Milliarden Dollar. Damit ist der Aramco-Börsengang der größte der Welt.

Bisheriger Spitzenreiter war der chinesische Online-Händler Alibaba, der 2014 Papiere im Volumen von rund 25 Milliarden Dollar losschlug.

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Zum Ausgabepreis wird Aramco mit insgesamt 1,7 Billionen Dollar bewertet und schwingt sich zum wertvollsten Börsenunternehmen der Welt auf.

(Foto: REUTERS)

08:39 Uhr

Schweizer Großbank wird vorsichtig

Credit Suisse
Credit Suisse 12,70

Die Schweizer Großbank Credit Suisse warnt Aktionäre vor schwächeren Zahlen: Das Geldhaus dürfte das für das laufende Jahr ausgerufene Gewinnziel voraussichtlich verfehlen, hieß es.

  • Die zweitgrößte Bank der Schweiz stellt für 2019 nun noch eine Eigenkapitalrendite von gut acht Prozent in Aussicht, wie Credit Suisse anlässlich ihres "Investorentages" mitteilte.
  • Vor zwei Jahren hatte sich das Institut für 2019 eine Eigenkapitalrendite von zehn bis elf Prozent vorgenommen.
  • Auch das Ziel für das kommende Jahr schraubte die Bank zurück: Neu peilt Credit Suisse 2020 einen Wert von rund zehn Prozent statt wie bisher von elf bis zwölf Prozent an.

Aufatmen können Anteilseigner mit Blick auf die Ausschüttung. Die bisherigen Prognosen zur Ausschüttung an die Aktionäre in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen bestätigte die Bank im Wesentlichen.

08:32 Uhr

Aurubis kappt die Dividende

Maue Zahlen von Aurubis: Europas größte Kupferhütte muss im Bilanzjahr 2018/19 einen Gewinneinbruch hinnehmen.

  • Das operative Ergebnis sank aufgrund von Wertberichtigungen und Produktionsstillständen auf 192 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Aurubis hier noch 329 Millionen Euro verbucht.
  • Die Entwicklung bekommen auch die Anleger sowie Großaktionär Salzgitter zu spüren: Die Dividende soll von 1,55 auf 1,25 Euro gekürzt werden.
  • Für das laufende Bilanzjahr 2019/20 kündigte der Vorstand ein operatives Vorsteuerergebnis zwischen 185 und 250 Millionen Euro an.
Aurubis
Aurubis 49,38

 

07:56 Uhr

Infografik: Wie sich der US-Leitzins bewegt

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Drei Zinssenkungen im laufenden Jahr: Fed-Chef Jerome Powell.

imago images / Xinhua

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) gibt am Abend (20.00 Uhr MEZ) ihre Entscheidung über den Leitzins bekannt.

  • Experten erwarten, dass die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell den US-Leitzins nach drei Absenkungen in Folge unverändert lassen wird.
  • Notenbankchef Jerome Powell hatte in den vergangenen Wochen mehrmals gesagt, die Zinsen seien seiner Ansicht nach auf dem "richtigen Niveau".
  • Der Leitzins liegt derzeit in der Spanne zwischen 1,5 und 1,75 Prozent. Zuletzt hatte die Notenbank den Leitzins Ende Oktober abgesenkt.

Die Fed hält die US-Wirtschaft trotz der schleppenden Weltkonjunktur und des Handelsstreits mit China für ausreichend robust. Das Wirtschaftswachstum ist stabil, auch der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter gut.

Powell sieht sich allerdings immer wieder mit ungewöhnlichen Verbalattacken von US-Präsident Donald Trump konfrontiert, der sich über das Tabu einer Einmischung in die Geldpolitik hinwegsetzt und eine rasche Senkung der Zinsen fordert.

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07:50 Uhr

Boeing fliegt düsterer Jahreszahl entgegen

Der US-Luftfahrtkonzern Boeing hat im zurückliegenden Monat etwas mehr Maschinen ausgeliefert als im Vormonat, liegt aber im Gesamtjahr nach wie vor weit hinter dem Produktionsniveau 2018 zurück.

  • Im November konnte Boeing 24 Flugzeuge an Kunden übergeben, teilte das Unternehmen mit. Im Oktober kam Boeing auf 20 Maschinen.
  • Im Zeitraum seit Jahresbeginn lieferte der US-Konzern bisher 345 Maschinen aus.
  • Damit liegt Boeing erheblich unter den Vorjahreswerten. Zum Vergleich: Im November 2018 hatte der Hersteller noch 79 Flugzeuge ausgeliefert, im Gesamtjahr 2018 übergab Boeing insgesamt 806 Maschinen.

Da Boeing zurzeit wegen des weltweiten Flugverbots für die Baureihe 737 Max nach zwei tödlichen Abstürzen keine Maschinen dieses Typs ausliefern kann, dürften sich die Auslieferungen in diesem Jahr insgesamt wohl auf kaum mehr als 400 Flugzeuge belaufen.

Boeing
Boeing 315,28

07:41 Uhr

Woche der Währungshüter: Dax streckt sich der Fed entgegen

Vorsichtiger Optimismus an der Frankfurter Börse: Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich zur Wochenmitte ein freundlicher Auftakt ab.

  • Der Leitindex Dax wird in den vorbörslich errechneten Indikationen zur Eröffnung bei 13.080,50 Punkten gesehen, was einem Plus von 0,1 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Kursbarometer 0,3 Prozent schwächer bei 13.070,72 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Auf der Terminagenda des Tages tauchen zunächst keine größeren Punkte auf. Am Abend jedoch dürften sich alle Augen nach Washington, D.C. richten. Lange nach Börsenschluss in Europa wird dort Fed-Chef Jerome Powell die Ergebnisse der Dezember-Sitzung im Offenmarktausschuss der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bekannt geben.

Erwartet wird, dass die Währungshüter den Leitzins - nach drei Zinssenkungen in diesem Jahr - unverändert in der derzeit geltenden Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent belassen.

Dax
Dax 13.317,92

 

06:41 Uhr

Handelsstreit verwirrt Asien-Anleger

An den asiatischen Aktienmärkten blicken Händler zur Wochenmitte auf verunsicherte Bewegungen nach unten. Die stockenden Entwicklungen im Handelsstreit zwischen der USA und China hätten die Kurse ins Minus gedrückt, heißt es.

  • Nikkei
    Nikkei 23.215,71
    Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gibt im Verlauf 0,1 Prozent nach auf 23.379 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,3 Prozent auf 1716 Punkte.
  • Der Shanghai Composite gewinnt vorsichtige 0,1 Prozent. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen tritt jedoch auf der Stelle.
  • Der gewichtige MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans zieht sich um 0,2 Prozent zurück.

Das große Fragenzeichen in den Augen vieler Anleger bleibt weiterhin, ob es am 15. Dezember tatsächlich zu einer neuen Eskalation kommt oder nicht. An diesem Tag sollten früheren Ankündigungen zufolge neue US-Zölle auf chinesische Produkte wie Smartphones in Kraft treten.

"Jeden Tag bekommen wir einen kleinen Schubs in die eine oder in die andere Richtung", fasste  Rob Carnell, Asien-Pazifik-Chefökonom bei ING in Singapur, die Lage zusammen. "Du weißt einfach nicht, wem du glauben sollst, ob diese Kommentare der Realität entsprechen oder ob sie reine Verhandlungstaktik sind."

06:32 Uhr

Starke Daten aus Deutschland: Euro gewinnt an Stärke

Schritt für Schritt geht es für den Euro im Devisenhandel nach oben: Der Kurs der Gemeinschaftswährung nähert sich zur Wochenmitte wieder der Marke von 1,11 Dollar an.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1090 Dollar und hält sich damit weitgehend stabil auf Vorabendniveau.
  • Auf Wochensicht tendiert der Eurokurs allerdings bereits knapp 0,6 Prozent fester.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag mit 1,1077 (Montag: 1,1075) Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,9028 (0,9029) Euro.

Starke Konjunkturdaten aus Deutschland hätten dem Euro Auftrieb verliehen, hieß es. An den Märkten verstärke sich die Hoffnung auf ein Ende der Flaute in der deutschen Wirtschaft.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Im Dezember waren die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten bereits den zweiten Monat in Folge kräftig gestiegen. Der ZEW-Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung erreichte den höchsten Stand seit Februar 2018. "So langsam schlägt die Skepsis wieder in Zuversicht um", meinte Ökonom Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg. Außerdem war auch die französische Industrieproduktion im Oktober stärker als erwartet gestiegen.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht