Montag, 28. November 2022Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:36 Uhr

Große Vorsicht wegen China - DAX verliert stark

Schwacher Wochenstart für die deutschen Aktienindizes: Ungeachtet der Rekordumsätze am Black Friday in den USA blieben die Marktteilnehmer strikt defensiv ausgerichtet.

DAX
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"Die Proteste in China sind eine neue Situation für die Börsianer. Und neue Situationen sind immer mit reichlich Unsicherheit verbunden. Und Unsicherheit ist das, was die Börsianer am wenigsten mögen", sagt QC Partners. Dazu kämen die aktuellen Covid-Ausbrüche, die die Angst vor einer längeren wirtschaftlichen Durststrecke im Reich der Mitte schürten.

Der DAX fiel heute um 1,1 Prozent und ging mit 14.383 Punkten aus dem Handel. Der EUROSTOXX50 notierte 0,6 Prozent niedriger bei 3941 Stellen. Auch MDAX, SDAX und TECDAX verzeichneten deutliche Abschläge.

Die Entscheidung über den Wochenverlauf bei den Kursen wird nach Einschätzung aus dem Handel aber erst ab Mittwoch getroffen. Dann werden die neuen Inflationsdaten aus der Eurozone und ihren Ländern vorgelegt. Für die Märkte könnte das zum Lackmustest der These werden, dass der Inflationsanstieg seinen Höhepunkt überschritten hat. Damit dürften auch die Zinserhöhungssorgen nachlassen.

Bei den Einzelwerten im DAX standen Brenntag mit der Bestätigung von Fusionsgesprächen mit dem US-Rivalen Univar Solutions im Blickfeld der Anleger. Da Univar der unbestrittene Marktführer in den USA sei, könnte ein Zusammenschluss die Regulierungsbehörden auf den Plan rufen, hieß es dazu von den Citi-Analysten. Brenntag brachen dementsprechend um 9,7 Prozent ein.

Airbus fielen um 5,7 Prozent. Auslöser waren Presseberichte, wonach sich geplante Auslieferungen von Mittelstreckenjets 2023 verzögern könnten. Auch der Fall unter die 112er Marke habe Druck ausgelöst, da nach der Rally seit Anfang Oktober viele Stop-Loss-Marken dort platziert worden seien, hieß es auf dem Frankfurter Parkett.

17:20 Uhr

Thanksgiving an der Börse - Wie sich US-Feiertage nutzen lassen

Vergangenen Donnerstag blieben die Börsen in den USA geschlossen, denn die Amerikaner feierten Thanksgiving. Warum das auch den Handel bei uns beeinflusst hat und warum Anleger US-Feiertage immer im Auge behalten sollten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Marcel Langer von J.P. Morgan.

17:04 Uhr

Geldstrafe für Meta wegen Datenlecks

Wegen eines Datenlecks wird der Facebook-Konzern Meta Platforms in Irland zur Kasse gebeten. Die Datenschutzbehörde des Landes verhängte eine Strafe von 265 Millionen Euro gegen das US-Unternehmen, weil es Telefonnummern und andere Informationen von über einer halben Milliarde Nutzer nicht besser vor unautorisiertem Zugriff geschützt hat.

Es ist das dritte Mal in den vergangenen 15 Monaten, dass Irland Meta beziehungsweise dessen Tochterunternehmen, zu denen Whatsapp und Instagram gehören, in seinem Datenschutz-Fall bestraft. Die Geldbußen belaufen sich auf mehr als 900 Millionen US-Dollar.

16:37 Uhr

Tesla überarbeitet sein Einstiegsmodell

Der US-Elektroautopionier Tesla arbeitet nach Informationen von Insidern an einer neuen Version seines Volumenmodells Model 3. Ein Ziel des Projektes unter dem Codenamen "Highland" sei es, durch weniger Teile und einfachere Gestaltung des Innenraums die Produktionskosten zu senken, hieß es. Auch das äußere Design des Autos, die Antriebsleistung und das Display änderten sich.

Wie bisher werde das günstigste der vier Tesla-Modelle im US-Werk Fremont und in Shanghai gebaut. Dort solle die Fertigung im dritten Quartal 2023 starten.

16:30 Uhr

Corona-Proteste bremsen US-Börsen aus

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(Foto: AP)

Die jüngsten Proteste in chinesischen Großstädten gegen die strikten Corona-Auflagen haben die Anleger an der Wall Street verunsichert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,4 Prozent schwächer bei 34.199 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der technologielastige Nasdaq-Index gaben knapp ein Prozent auf 3998 und 11.154 Zähler nach. Auch wenn es nach dem Wochenende keine Anzeichen für erneute Proteste in Peking oder Shanghai gab, sorgten sich Investoren über das chinesische Wirtschaftswachstum und die Auswirkungen der Unruhen sowie der strikten Null-Covid-Politik auf globale Lieferketten.

Die Straßenproteste gegen die Null-Covid-Politik untergraben zurzeit die Marktstimmung, wie die Analysten der Rabobank konstatierten. Dies bekam auch die Apple-Aktie zu spüren, die in der Spitze mehr als zwei Prozent abrutschte. Investoren fürchteten eine stärkere Einschränkung von höherwertigen iPhone-14-Modellen. Dagegen zogen Amazon um bis zu 3,2 Prozent an. Einem Bericht zufolge werden die Ausgaben am sogenannten "Cyber-Monday", dem wichtigsten Einkaufstag in den USA für Online-Händler, einen Rekordwert von 11,2 Milliarden Dollar erreichen.

16:14 Uhr

Vestas-Beschäftigte erneut in fünftägigem Streik

Im Konflikt um einen Tarifvertrag ruft die IG Metall der deutschen Tochter des dänischen Windanlagenherstellers Vestas zu einem Warnstreik auf.

Im Konflikt um einen Tarifvertrag ruft die IG Metall der deutschen Tochter des dänischen Windanlagenherstellers Vestas zu einem Warnstreik auf.

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dp)

Beschäftigte des Windanlagenbauers Vestas sind bundesweit erneut in einen fünftägigen Streik getreten. Genaue Zahlen könne er noch nicht nennen, aber er gehe davon aus, dass die Beteiligung etwas höher liege als bei den vorangegangenen Arbeitsniederlegungen, sagte der Verhandlungsführer der IG Metall, Martin Bitter.

Seit Anfang des Monats beteiligen sich nach Angaben der Gewerkschaft an den wiederholten Arbeitsniederlegungen täglich mehr als 300 Servicetechniker. Das sei mehr als die Hälfte der derzeit 570 operativ tätigen Beschäftigten in diesem Bereich, auf den sich die Gewerkschaft bei ihrem Arbeitskampf konzentriert. Für die IG Metall ist der Streik ein Pilot-Konflikt in der Windkraftindustrie. Bislang will Vestas Entgeltfragen nur mit dem Betriebsrat besprechen.

15:44 Uhr

EZB-Chefin äußert sich zur Zinsanhebungsproblematik

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das Ausmaß der weiteren Zinserhöhungen durch die EZB wird nach Aussage von Notenbankchefin Christine Lagarde von verschiedenen Faktoren abhängen. "Wie weit wir noch gehen müssen und wie schnell wir dorthin gelangen, wird von unserem aktualisierten Ausblick, der Persistenz der Schocks, der Reaktion der Löhne und Inflationserwartungen sowie von unserer Einschätzung der Übertragung unseres geldpolitischen Kurses abhängen", sagte die Französin bei ihrer Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments.

In diesem unsicheren Umfeld und angesichts komplexer Schocks müssten die Entscheidungen des EZB-Rats datenabhängig sein und von Sitzung zu Sitzung getroffen werden. Die EZB sei aber entschlossen, die Zinsen auf ein Niveau anzuheben, das eine rechtzeitige Rückkehr der Inflation zu ihrem mittelfristigen Ziel von 2 Prozent gewährleiste.

15:25 Uhr

Credit Suisse steht wegen Archegos-Kollaps vor Strafzahlungen

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(Foto: picture alliance/KEYSTONE)

Um eine laufende Untersuchung der US-Notenbank über Verstrickungen von Credit Suisse in den Kollaps von Archegos Capital Management zu beenden, ist die Schweizer Großbank nach eigenen Angaben zur Zahlung von Strafen und zu Korrekturen im operativen Geschäft bereit. Die FED strebe "eine Lösung an, die Geldstrafen und bestimmte Abhilfemaßnahmen beinhaltet", heißt es in dem Prospekt zur geplanten Kapitalerhöhung.

Credit Suisse hat durch das Family Office Archegos mehr als fünf Milliarden Dollar Verlust erlitten. Unter einer Reihe von Finanzinstitutionen wie Morgan Stanley, Nomura und UBS war das Geldhaus am stärksten betroffen.

14:58 Uhr

Rüstungsbranche ist die Stütze der russischen Industrie

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(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die russische Industrie hat ihre Talfahrt wegen der erhöhten Rüstungsproduktion im Zuge der Mobilmachung für den Krieg gegen die Ukraine gebremst. Ihre Erzeugung schrumpfte im Oktober nur noch um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das nationale Statistikamt in Moskau mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Rückgang von 3,8 Prozent gerechnet, nachdem es im September ein Minus von 3,1 Prozent gegeben hatte.

"Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe wird jetzt hauptsächlich von der Rüstungsproduktion getragen", sagte Ökonom Jewgeni Suworow von CentroCredi Bank. Das sehen auch andere Experten so.

14:41 Uhr

DAX verharrt im Minusloch

Nichts Neues an der Frankfurter Börse: Der DAX verharrte weiter im Minus und verlor am Nachmittag 0,9 Prozent auf 14.414 Punkte. Der EUROSTOXX50 notierte ebenfalls 0,9 Prozent niedriger bei 3928 Stellen.

Im DAX lagen lediglich Fresenius, FMC, Siemens, Deutsche Börse, Henkel und Linde im positiven Bereich. Klares Schlusslicht im Leitindex waren weiter Brenntag mit einem Abschlag von sieben Prozent.

14:14 Uhr

VW-Vorstand sieht Ausbau der Elektromobilität in Gefahr

Man ist schon etwas unruhig in Wolfsburg: Volkswagen-Vorstand Thomas Schäfer sieht den Ausbau der Elektromobilität angesichts hoher Energiekosten und fehlender Investitionsanreize in Gefahr. "Wenn es uns nicht gelingt, die Energiepreise in Deutschland und Europa rasch und verlässlich zu senken, sind Investitionen in energieintensive Produktion oder in neue Batteriezellfabriken in Deutschland und der EU praktisch nicht mehr darstellbar", schrieb Schäfer in einem Beitrag auf LinkedIn. Die Wertschöpfung in diesem Bereich werde anderswo stattfinden.

Auch BMW-Chef Oliver Zipse warnte vor einer Abwanderung von Unternehmen. Es sei zu befürchten, dass die stark gestiegenen Energiepreise dazu führten, dass Firmen in Länder außerhalb Europas umzögen. Er bezog sich insbesondere auf die Chemieindustrie. Systemintegratoren wie BMW seien weniger stark gefährdet.

13:51 Uhr

Euro geht auf Fünfmonatshoch

Der Euro ist im Verlauf mit 1,0497 US-Dollar auf den höchsten Stand seit fünf Monaten geklettert. Aktuell geht die Gemeinschaftswährung mit 1,0470 Dollar um. Die EZB wird die Zinsen wahrscheinlich weiterhin aggressiv anheben, aber dies könnte dem Euro nicht zugutekommen, heißt es vom Barings Investment Institute.

Wie EZB-Mitglied Isabel Schnabel am vergangenen Donnerstag signalisiert habe, könnte die Notenbank die Zinsen weiter um 75 Basispunkte anheben, so Barings-Chefstrategin Agnes Belaisch. Dies werde "nichts zur Rettung des Euro beitragen".

Euro / Dollar
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13:24 Uhr

Barclays-Chef ist schwer erkrankt - Prognose aber "hervorragend"

Der Chef der britischen Großbank Barclays, Venkatakrishnan, muss sich wegen einer Krebserkrankung behandeln lassen. Der Manager werde demnächst von Zuhause arbeiten, teilte das Geldhaus mit. Seine Krankheit sei heilbar und die Ärzte hätten eine "hervorragende" Prognose, schrieb Venkatakrishnan in einem Brief an die Mitarbeiter. Die Behandlung solle zwölf bis 16 Wochen dauern.

"Das Unternehmen wird in dieser Zeit normal operieren und ich werde weiterhin aktiv in dessen Führung engagiert bleiben", erklärte der Bankchef. Es sei kein Interims-CEO ernannt worden, bestätigte Barclays.

12:51 Uhr

Bei Brauern und Hopfenbauern droht Betriebesterben

Ein Korb mit Hopfen steht auf dem Hof eines Hopfenerntezentrums.

Ein Korb mit Hopfen steht auf dem Hof eines Hopfenerntezentrums.

(Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/S)

Hier einmal eine Nachricht außerhalb des Börsengeschehens: Sowohl bei den deutschen Brauereien als auch bei den Hopfenbauern droht ein Sterben von Betrieben. Beiden machen steigende Kosten zu schaffen, die nicht oder nur schlecht weitergegeben werden können, wie Branchenvertreter in München sagten. Bei den Hopfenbauern kommt zu alledem noch eine dramatisch schlechte Ernte in den deutschen Anbaugebieten.

Er rechne damit, dass noch in diesem Jahr rund vier bis fünf Prozent der Betriebe aufgeben, sagte Adolf Schapfl, Präsident des Verbands Deutscher Hopfenpflanzer. Und die schwierige Lage werde noch einige Jahre andauern. Auf Dauer könnte es jeden fünften Betrieb treffen. 2022 fiel die Hopfenernte in Deutschland mit 34.406 Tonnen um 28 Prozent schlechter aus als vergangenes Jahr.

12:38 Uhr

Wall Street signalisiert Start mit Verlusten

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(Foto: picture alliance / zz/NDZ/STAR MAX/IPx)

An der Wall Street herrscht zu Wochenbeginn eine risikoscheue Stimmung, da die Händler die Auswirkungen der Proteste in China in den Blick nehmen. Die Terminkontrakte auf die Indizes notieren rund ein Prozent im Minus.

Die Aktien von Apple fallen um 1,3 Prozent inmitten von Berichten, dass das Unternehmen einen Produktionsausfall von sechs Millionen iPhones erleiden könnte. In der Fertigungsfabrik von Apple in Zhengzhou kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen. Im Fokus dürften daneben vor allem Einzelhandelswerte stehen. Der Online-Umsatz am diesjährigen Black Friday in den USA ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent gestiegen auf die Rekordsumme von 9,12 Milliarden Dollar.

12:17 Uhr

Corona holt VW in China ein - Produktionsstopp in Chengdu

Volkswagen hat wegen der Corona-bedingten Einschränkungen in China die Bänder in einem Werk angehalten und produziert andernorts weniger. "Die Produktion im Werk Chengdu wurde im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Welle vorübergehend gestoppt", teilte ein Konzernsprecher mit. Auch zwei Produktionslinien im Werk Changchun seien betroffen. In den übrigen Werken laufe die Fertigung derzeit weitestgehend stabil. Die VW-Vorzugsaktie gab um ein Prozent nach.

VW Vorzüge
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11:59 Uhr

Lieferkettenprobleme kosten Industrie Dutzende Milliarden an Wertschöpfung

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(Foto: picture alliance / photothek)

Durch Lieferkettenprobleme ist der deutschen Industrie zwischen Anfang 2021 und Mitte 2022 nach Berechnungen von Forschern ein Wertschöpfungsverlust von rund 64 Milliarden Euro entstanden. Das geht aus einer Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Demnach litten insbesondere Autohersteller unter einem Mangel an Komponenten für die Produktion.

Auf die Automobilindustrie sei ein Wertschöpfungsverlust von rund 31 Milliarden Euro oder fast der Hälfte der Gesamtsumme entfallen, heißt es weiter. Durch den Nachschubmangel fiel demnach die gesamtwirtschaftliche Erholung nach dem Ende der Corona-Restriktionen demnach insgesamt deutlich schwächer aus. Das Bruttoinlandsprodukt hätte sonst Mitte 2022 um 1,5 Prozent höher gelegen.

11:40 Uhr

Welche Branchen jetzt noch laufen könnten

Der Krieg in der Ukraine, mehrere Zinserhöhungen und die anhaltende Inflation haben die Börsenkurse 2022 auf Talfahrt geschickt. Meist gibt es aber immer Branchen und Unternehmen, die Krisen besser wegstecken als andere - und damit besser laufen als der Gesamtmarkt. Und genau diese gilt es jetzt für Anleger zu identifizieren. Welche Branchen mehr Potential als andere haben und wie Anleger darauf setzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Christian Köker von der HSBC und Michael Proffe von Proffe Invest.

11:14 Uhr

Wurde der Tankrabatt weitergegeben? Kartellamt äußert sich dazu

Die Mineralölindustrie hat im vergangenen Sommer den dreimonatigen Tankrabatt überwiegend weitergegeben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Bundeskartellamts, zu der die Behörde einen Zwischenbericht vorlegte. Das Kartellamt verwies in diesem Zusammenhang auch auf andere Studien, die ebenfalls zu diesem Ergebnis gekommen waren.

Der sogenannte Tankrabatt galt vom 1. Juni bis 31. August. Er war gemeinsam mit dem Neun-Euro-Ticket für drei Monate eingeführt worden, um Verbraucher angesichts hoher Energiepreise zu entlasten. Die Energiesteuer für Benzin war damals um knapp 30 Cent pro Liter, für Diesel um gut 14 Cent pro Liter gesenkt worden. Ob und wie weit diese Senkung an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben wurde, war intensiv diskutiert worden.

11:02 Uhr

Airbus-Aktie wegen möglicher Auslieferungsprobleme unter Druck

Airbus Group
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Ein Bericht über mögliche Lieferverzögerungen beim europäischen Flugzeugbauer Airbus wird an der Börse mit Kursverlusten aufgenommen. Die im DAX notierte Aktie gab um bis zu 3,4 Prozent nach. Aktuell notiert das Papier 3,5 Prozent tiefer.

Insidern zufolge bereitet der Konzern derzeit die Kunden auf Verzögerungen bei den geplanten Auslieferungen einiger Mittelstreckenflugzeuge vor. Hintergrund seien Unsicherheiten zur Lieferung von Triebwerken und anderen Teilen für die Maschinen, dazu komme ein möglicher Personalengpass. Airbus äußerte sich nicht zu den Informationen.

10:46 Uhr

DAX leidet unter China-Ereignissen

Der DAX hat im Verlauf des Vormittags weiter nachgegeben. Der Leitindex notierte nunmehr 0,9 Prozent tiefer bei 14.416 Punkten. Der EUROSTOXX50 sackte um 0,5 Prozent auf 3943 Stellen ab.

Die unerwarteten Proteste gegen die Null-Corona-Politik in China machen die Anleger nervös. "Die Proteste in China sind eine neue Situation für die Börsianer. Und neue Situationen sind immer mit reichlich Unsicherheit verbunden. Und Unsicherheit ist das, was die Börsianer am wenigsten mögen," sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Auch die steigenden Corona-Fallzahlen sorgten für Unruhe.

10:32 Uhr

Encavis erwirbt Onshore-Windpark in Litauen

Encavis
Encavis 18,65

Encavis erwirbt einen bereits ans Netz angeschlossenen Onshore-Windpark in Litauen. Wie der Hamburger Wind- und Solarparkbetreiber mitteilte, hat der Windpark eine Nennleistung von 69,3 Megawatt (MW). Damit erweitere man das Portfolio auf mehr als 2,1 Gigawatt Erzeugungskapazität und sei mit dem Einstieg in Litauen in zwölf Ländern vertreten.

Den Abschluss der Akquisition erwartet der MDAX-Konzern Ende 2022. Der Windpark wurde von der litauischen E energija-Gruppe und GE Energy Financial Services als Co-Sponsoren entwickelt.

10:07 Uhr

Brenntag-Aktienkurs stürzt ab

Brenntag
Brenntag 69,98

Kräftig eingebrochen ist im DAX der Aktienkurs von Brenntag, er sackte um 9,7 Prozent ein. Der Chemikalienhändler steht wegen der Bestätigung von Fusionsgesprächen mit dem US-Rivalen Univar Solutions im Fokus. Da Univar der unbestrittene Marktführer in den USA sei, könnte ein Zusammenschluss die Regulierungsbehörden auf den Plan rufen, heißt es dazu von den Analysten der Citi.

Und obwohl Brenntag betone, über eine solide Cash-Generierung und eine starke finanzielle Position zu verfügen, sehen die Analysten bei einem Zustandekommen des Geschäfts das Risiko einer großen Kapitalerhöhung.

09:39 Uhr

Hohe Preise für Autos bescheren Herstellern Traumquartal

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(Foto: imago/STPP)

Dank hoher Preise für ihre Autos haben die Hersteller weltweit im Sommer Rekordumsätze und Rekordgewinne eingefahren. Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft EY waren die deutschen Konzerne beim Gewinnwachstum im dritten Quartal von Juli bis September führend. Volkswagen erwirtschaftete demnach den höchsten Umsatz, Mercedes-Benz den höchsten Gewinn.

Die Versorgung mit Chips und anderen Vorprodukten habe sich verbessert, entsprechend habe die Autoindustrie wieder mehr Fahrzeuge herstellen und verkaufen können, erklärte EY. Die 16 größten Autokonzerne der Welt konnten demnach alle im dritten Quartal ihren Umsatz steigern - im Schnitt um 28 Prozent. Wachstumsmotor der Branche war erneut China. Dort legten die Verkäufe der Hersteller laut EY um elf Prozent zu, die der deutschen Autokonzerne sogar um 28 Prozent.

09:25 Uhr

BMW sieht 2023 gar nicht so pessimistisch

Bei BMW wird bereits auf das kommende Jahr geschaut. Konzernchef Oliver Zipse rechnet trotz steigender Energiepreisen und düsterer Konjunkturaussichten für 2023 mit stabilen Geschäften. Er gebe einen "stabilen Ausblick, was auch immer das heißen soll", sagte der Manager. Es gebe unterschiedliche Entwicklungen in unterschiedlichen Regionen weltweit - so werde die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA geringer eingeschätzt als in Europa. Allerdings dürften sich die unterschiedlichen Entwicklungen ausgleichen.

In der Autobranche trübte sich laut Ifo-Umfrage zuletzt die Stimmung ein. Mehr als die Hälfte der Unternehmen geht demnach von einer Verschlechterung der Ertragslage aus, vor allem die Energie- und Rohstoffpreise wurden als Geschäftsrisiko genannt. Auch BMW stellt sich auf Gegenwind ein und erwartet eine "Normalisierung des überdurchschnittlich hohen Auftragsbestands".

09:09 Uhr

DAX erlebt einen roten Wochenstart

Der deutsche Aktienmarkt ist mit Abschlägen in die neue Woche gestartet. Der DAX gab in den ersten Minuten 0,5 Prozent auf 14.473 Punkte nach. MDAX, SDAX und TECDAX verloren zwischen 0,5 und 0,9 Prozent.

"Die Proteste in China sind eine neue Situation für die Börsianer. Und neue Situationen sind immer mit reichlich Unsicherheit verbunden. Und Unsicherheit ist das, was die Börsianer am wenigsten mögen", hieß es von QC Partners. Dazu kämen die aktuellen Covid-Ausbrüche, die die Angst vor einer längeren wirtschaftlichen Durststrecke im Reich der Mitte schürten. Die China Angst drücke ganz besonders auf die Rohstoffpreise.

DAX
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08:51 Uhr

Stimmung unter Exporteuren verbessert sich deutlich

Die deutschen Exporteure blicken etwas optimistischer in die Zukunft. Die Exporterwartungen der Unternehmen sind laut einer Umfrage des Ifo-Instituts im November auf plus 0,4 Punkte gestiegen, von minus 4,6 Punkten im Oktober. "Positive und negative Aussichten halten sich daher gegenwärtig die Waage. Kleine Hoffnungsschimmer zeichnen sich für die deutsche Exportindustrie ab", erklärte Ifo-Chef Clemens Fuest.

Nach dem Dämpfer im Vormonat rechne die Automobilindustrie wieder mit Exportzuwächsen. Der Maschinenbau und die Elektroindustrie erwarteten hingegen kaum noch Impulse vom Auslandsgeschäft. Mit rückläufigen Umsätzen rechneten die Getränkehersteller, die Möbelindustrie sowie die Chemie.

08:35 Uhr

China drückt Ölpreise kräftig runter

Die Ölpreise sind am Morgen stark gefallen und haben damit an die Verluste der vergangenen Woche angeknüpft. Zum Wochenauftakt habe die Sorge vor der weiteren Entwicklung in China die Notierungen unter Druck gesetzt, hieß es von Marktbeobachtern. Die größte Protestwelle in China seit Jahrzehnten dämpfte die Risikofreude der Anleger an den Finanzmärkten, was auch die Ölpreise massiv beeinträchtigte.

Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete 2,9 Prozent weniger 81,37 US-Dollar. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um drei Prozent auf 74,17 Dollar.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 76,68

Brent Rohöl
Brent Rohöl 83,19

07:27 Uhr

DAX wird auf Wall Street warten

Mit einem verhaltenen Start in die neue Handelswoche rechnen Händler . Der DAX wird knapp unter der 14.500er-Marke erwartet. Nach dem langen Wochenende in den USA sind die Augen zunächst gespannt auf die Eröffnung an der Wall Street gerichtet. Die dortige Tendenz dürfte wie üblich nach Europa überschwappen. Nach dem zufriedenstellenden Verlauf des Black Friday für den Einzelhandel dürfte es auch dort nach oben gehen. Die Entscheidung über den Wochenverlauf wird ohnehin nicht heute getroffen, sondern ab Mittwoch. Dann werden die neuen Inflationsdaten aus der Eurozone und ihren Ländern vorgelegt. Für die Märkte könnte das zum Lackmustest der These werden, dass die Inflationsanstieg ihren Höhepunkt überschritten hat. Damit dürften auch die Zinserhöhungssorgen nachlassen.

Wichtige Termine sind rar. Am Abend reden Bundesbankpräsident Joachim Nagel zur Inflation und der New Yorker Fed-Chef John Williams. Dazu spricht EZB-Präsidentin Christine Lagarde vor dem Wirtschaftsausschuss im Europäischen Parlament. Zudem wird auch auch auf die Entwicklungen in China geschaut.

07:00 Uhr

Das wird für den DAX heute wichtig

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Den Börsen steht eine möglicherweise wegweisende Woche für die Trends der nächsten Monate bevor. Die Akteure an den Märkten müssen sich gedanklich neu sortieren - und dass vor allem in bullischer Richtung. Denn die jüngsten Wirtschaftsdaten haben gezeigt, dass die Befürchtungen der Anleger nach unten übertrieben waren. Von den internationalen Einkaufsmanagerindizes bis hin zum deutschen Ifo-Geschäftsklimaindex zeigten die Wirtschaftsbarometer eine bessere Lage und einen zuversichtlicheren Ausblick als befürchtet.

"Armageddon wurde eingepreist, ist aber nicht gekommen", kommentierte ein Händler den Datenkranz. Und die fallenden Preise für Öl und andere Energiearten deuten zusätzlich auf eine Entspannung an der Energiefront.

Datenmäßig herrscht heute allerdings erst einmal Ebbe. Die EZB wartet mit Daten zur Geldmenge M3 für den Oktober auf. Aus den USA kommen Daten der Dallas-FED zur verarbeitenden Industrie im November. Unternehmensmäßig ist nichts auf dem Radar. Die Berichtssaison ist so gut wie durch.

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