Montag, 05. Oktober 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax kommt gut in die Woche - Musik spielt aber im MDax

Der deutsche Aktienmarkt hat seine Ende der vergangenen Woche erlittenen Verluste abgeschüttelt und ordentlich zugelegt. Die politische Unsicherheit im Zusammenhang mit der Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump nahm ab, zudem zogen einige Aktien aus der zweiten Reihe teils deutlich an.

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Der Dax stieg um 1,1 Prozent und schloss bei 12.828 Punkten. Der MDax vermehrte sich um 1,7 Prozent auf 27.706 Zähler, der TecDax um 1,4 Prozent auf 3123 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 1 Prozent höher bei 3222 Punkten.

Mit Blick auf Einzelwerte spielte die Musik vor allem im MDax. So steht der hochverschuldete Dünger- und Salzproduzent K+S kurz vorm erhofften Befreiungsschlag: Der Konzern dürfte sein US-Salzgeschäft zeitnah für deutlich mehr Geld losschlagen als gedacht. Die Aktie verteuerte sich um 14,4 Prozent, zuvor hatte sie sogar rund 18 Prozent höher gelegen.

Grenke schossen um 16,9 Prozent hoch. Die Wirtschaftsprüfer von KPMG bestätigen die strittigen Guthaben des Konzerns bei der Bundesbank. Sie hätten die Bestätigungen der Bankguthaben für den weit überwiegenden Teil der Guthaben von der Bundesbank erhalten, teilte Grenke mit.

Im Dax waren in dem wieder aufgehellten Umfeld unter anderem die Aktien aus der konjunktursensiblen Automobilbranche gefragt. Das Analysehaus Jefferies blickt zuversichtlich auf die Berichtssaison des Sektors. VW, Daimler und BMW legten zwischen 2 und 2,7 Prozent zu.

17:12 Uhr

US-Dienstleister kommen in Schwung

Die Aktivität in der US-Dienstleistungsbranche hat sich im September beschleunigt. Der entsprechende ISM-Einkaufsmanagerindex erhöhte sich auf 57,8 (Vormonat: 56,9). Ökonomen hatten einen Anstieg auf 57,0 prognostiziert.

Unter den stark beachteten Unterindizes stieg der für Neuaufträge auf 61,5 (Vormonat: 56,8), jener für die Beschäftigung legte zu auf 51,8 (Vormonat: 47,9). Der Index für die Produktion nahm zu auf 63,0 (Vormonat: 62,4), während der Subindex der Preise einen Rückgang auf 59,0 (Vormonat: 64,2) auswies.

16:55 Uhr

KMPG bestätigt Guthaben - Grenke-Kurs schießt nach oben

Grenke haben im MDax einen Satz um mehr als 16 Prozent nach oben gemacht. Grund sind entlastende Aussagen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Diese hat bestätigt, dass alle Bankguthaben von Grenke tatsächlich existierten.

Im Handel wurde dies mit Erleichterung zur Kenntnis genommen nach den Erfahrungen mit Wirecard, wo genau dies nicht der Fall gewesen sei. Im Detail hat KPMG die Bankbestätigungen für 98,5 Prozent der Bankguthaben zum 30. Juni 2020 (1,06 Milliarden Euro) und für 98,6 Prozent der Bankguthaben zum 15. September 2020 (0,96 Milliarden Euro) erhalten. Die Grenke-Aktie dürfte auch von Shorteindeckungen profitieren.

Grenke
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16:38 Uhr

Investoren sind bei Deutschland besonders optimistisch

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Optimismus von Investoren für die deutsche Konjunktur hat im Oktober trotz leicht rückläufiger Erwartungen zum sechsten Mal in Folge zugenommen. Der von dem Beratungsunternehmen Sentix für Deutschland erhobene Konjunkturindikator stieg auf plus 1,4 (September: minus 0,1) und notierte damit erstmals seit Februar im positiven Bereich. Der Subindex der Lagebeurteilung erhöhte sich auf minus 19,3 (minus 22,8) Punkte, während der Subindex der Erwartungen auf plus 24,5 (plus 25,5) Punkte sank.

  • "Geringere Gefahren eines Lockdowns sorgen für Zuversicht", kommentiert Sentix-Geschäftsführer Patrick Hussy die Daten.

Die Konjunkturindizes für Deutschland entwickelten sich positiver als die Werte für die Eurozone. Deren Sentix-Konjunkturindex ging auf minus 8,3 (minus 8,0) Punkte zurück, wobei der Lageindex auf minus 32,0 (minus 33,0) anzog und der Erwartungsindex auf plus 18,8 (plus 20,8) Punkte nachgab.

16:28 Uhr

Kursgewinne an der Wall Street - Dax über 12.800

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(Foto: AP)

Hoffnung auf eine rasche Genesung des an Covid-19 erkrankten US-Präsidenten Donald Trump hat an den US-Börsen zu Handelsbeginn für Kursgewinne gesorgt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg 0,8 Prozent auf 27.897 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 kletterte 0,7 Prozent auf 3373 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq zog 0,8 Prozent auf 11.166 Punkte an.

In Frankfurt legte der Dax wieder etwas zu und notierte 0,9 Prozent höher bei 12.808 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,8 Prozent auf 3216 Stellen.

16:10 Uhr

Devisenmarkt in Bewegung - Was machen die Trader?

Der Euro hat in den vergangenen Monaten eine starke Rally hingelegt und gegenüber dem US-Dollar einiges an Boden gutgemacht. Das lag nicht zuletzt an der Geldpolitik der US-Notenbank. Wie Trader die Schwankungen von Euro und Dollar nutzen, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Christian Köker von der HSBC.

15:34 Uhr

Siemens-Firmen wollen Wasserstoff-Züge betanken

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Die Zugsparte von Siemens Mobility will gemeinsam mit der abgespaltenen Energietechnik-Sparte Siemens Energy die schnelle Betankung von Zügen mit Wasserstoffantrieb ermöglichen. Die beiden Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung, gemeinsam eine Tankstellen-Infrastruktur zu entwickeln. Siemens Mobility arbeitet derzeit zusammen mit Ballard Power an einem Brennstoffzellen-Antrieb für Regionalzüge, der im nächsten Jahr zur Verfügung stehen und dann in der Praxis erprobt werden soll.

Mit den Wasserstoff-Zügen, die eine Reichweite von mehr als 600 Kilometern haben, will Siemens in den nächsten 20 Jahren Diesel-Loks ersetzen, die etwa in Deutschland immer noch auf der Hälfte des Streckennetzes unterwegs sind.

15:00 Uhr

Flugausfall-Ranking: Deutschland gibt EU-Spitzenplatz ab

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(Foto: picture alliance/dpa)

Kurz vor Beginn der Herbstferien hat das weltgrößte Unternehmen für Fluggastrechte, Airhelp, Bilanz zur Situation am europäischen Himmel diesen Sommer gezogen und eine neue Studie zur Anzahl an Flugausfällen in Deutschland im EU-Vergleich veröffentlicht. Bei 79 Prozent weniger Gesamtaufkommen an Flügen war diesen Sommer nur jeder 144. Passagier an einem deutschen Flughafen von einer Annullierung betroffen, im Vergleich zu jedem 84. Passagier im vergangenen Jahr. Damit ist Deutschland im EU-Vergleich nicht länger das Land mit den meisten Flugausfällen. Jedoch trifft diese positive Bilanz nicht auf alle großen Flughäfen des Landes zu.

Am deutschen Himmel fliegt es sich laut Airhelp wieder pünktlicher. So konnten die meisten der großen Airports des Landes ihre Bilanz in puncto Annullierungen diesen Sommer deutlich verbessern. Ist letztes Jahr noch jeder 82. Passagier von München aus unfreiwillig am Boden geblieben, so war es dieses Jahr nur jeder 292. - das beste Ergebnis im diesjährigen Sommer-Ranking. Auch Frankfurt, Hamburg und Stuttgart verzeichnen 2020 jeweils weniger als die Hälfte der anteiligen Ausfälle des Vorjahres.

Allerdings muss erwähnt werden, dass das Flugaufkommen wegen Corona dramatisch abgenommen hat.

14:40 Uhr

UK mit Megadefizit und stark steigender Arbeitslosenzahl

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(Foto: REUTERS)

Tiefe Sorgenfalten beim britischen Finanzminister: Rishi Sunak will die wegen der Corona-Krise steigenden Staatsschulden wieder in Ordnung bringen. Dem Vereinigten Königreich droht wegen der Pandemie das größte Haushaltsdefizit seit dem Zweiten Weltkrieg. Verursacht wird es durch 200 Milliarden Pfund (etwa 220 Milliarden Euro) an Hilfsmaßnahmen und sinkenden Steuereinnahmen, nachdem das Bruttoinlandsprodukt im Frühjahr um ein Fünftel eingebrochen  war.

Sunak wiederholte seine Warnung, dass die konservative Regierung nicht in der Lage sein werde, alle Arbeitsplätze zu schützen. Ökonomen erwarten, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten stark steigen wird.

14:24 Uhr

BofA beteiligt sich an Institutionen für Minderheiten

Die Bank of America (BofA) löst einen Teil des Versprechens ein, sich mit 1 Milliarde Dollar gegen Rassismus und für mehr wirtschaftliche Chancen in den USA einzusetzen. In diesem Zusammenhang erwirbt das Geldhaus vier Beteiligungen an vier Finanzinstitutionen für Minderheiten, wie der US-Konzern mitteilte.

Es handelt sich um die CSB&T Bancorp, die M&F Bancorp, die Southern Bancorp und die Unity National Bank of Houston. Die BofA erwarb jeweils einen Anteil von 4,9 Prozent zu einem nicht genannten Preis.

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(Foto: REUTERS)

13:56 Uhr

Deutschlands Automarkt schüttelt Corona-Krise ab

Der deutsche Automarkt hat im September erstmals seit Ausbruch der Corona-Krise ins Plus gedreht. Im abgelaufenen Monat seien mit gut 265.000 Fahrzeugen 8,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat neu zugelassen worden, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mit. Private Käufer meldeten 18,3 Prozent mehr Neuwagen an, während gewerbliche Zulassungen um 3,5 Prozent zulegten.

Von den deutschen Marken stach Audi mit einem Plus von 42 Prozent heraus. BMW und Mercedes verkauften jeweils 1,9 Prozent mehr neue Modelle. Die Marke Volkswagen, mit einem Marktanteil von 15 Prozent führend, schaffte ein Plus von gut anderthalb Prozent. Abgeschlagen waren dagegen Opel (minus 27,6 Prozent) und Porsche (minus 19,7 Prozent). Von den Importmarken erzielte der US-Elektroautobauer Tesla mit fast 83 Prozent den stärksten Zuwachs.

13:32 Uhr

NEC schluckt Schweizer Bankensoftwarefirma Avaloq

Das Schweizer Bankensoftware-Unternehmen Avaloq wechselt in einem Milliardendeal erneut den Besitzer. Der japanische Elektronikkonzern NEC legt für Avaloq rund 2,05 Milliarden Franken auf den Tisch, wie das Zürcher Unternehmen mitteilte.

Damit machen die bisherigen Besitzer Kasse: Als der Finanzinvestor Warburg Pincus im Frühjahr 2017 eingestiegen war, belief sich der Firmenwert noch auf gut 1 Milliarde Franken. Die New Yorker Private Equity-Gesellschaft hält inzwischen 45 Prozent an Avaloq, der Rest verteilt sich auf Firmengründer Francisco Fernandez sowie weitere Manager und Mitarbeiter. Die Transaktion soll bis April 2021 abgeschlossen sein.

13:05 Uhr

US-Futures im Plus - Dax behauptet sich - Autowerte stark

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(Foto: AP)

Auf einen freundlichen Start in die neue Woche an der Wall Street deuten die US-Aktien-Futures hin. Hintergrund sind laut Marktexperten nachlassende politische Risiken. Sie verweisen zum einen darauf, dass sich US-Präsident Donald Trump von seiner Corona-Infektion zu erholen scheine und zum anderen, dass sein Gegenkandidat für die Präsidentschaftswahl Anfang November, Joe Biden, laut Umfragen seinen Vorsprung ausgebaut habe und einen deutlicheren, mithin wenig umstrittenen Sieg einfahren könnte. Allerdings stammen die Werte noch aus der Zeit vor der Trump-Erkrankung.

Derweil konnte der Dax seinen Gewinn größtenteils halten, er legte kurz nach Mittag um 0,7 Prozent auf 12.783 Punkte zu. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls 0,7 Prozent höher bei 3213 Stellen. Gute Daten vom deutschen Markt ließen die Autowerte kräftig steigen. Daimler, VW und BMW verteuerten sich von 2,3 bis 2,8 Prozent.  

12:40 Uhr

K+S-Aktienkurs kennt kein Halten - fast 20 Prozent im Plus

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K+S-Zentrale in Kassel.

(Foto: obs)

Nun hat sich auch K+S zum Verkauf seines US-Salzgeschäfts geäußert. Der unter einem hohen Schuldenberg ächzende MDax-Konzern befinde sich "in sehr fortgeschrittenen Verhandlungen mit Stone Canyon Industries Holdings LLC" über einen Verkauf der Einheit, hieß es. Der Kaufpreis solle rund 3,2 Milliarden Dollar betragen. Verträge seien aber noch nicht unterzeichnet worden.

K+S als weltgrößter Salzproduzent hatte im März angekündigt, sein Salzgeschäft in Nord- und Südamerika komplett abgeben zu wollen. Damit will K+S beim Abbau seines hohen Schuldenbergs vorankommen, der durch eine neue Kali-Mine des Unternehmens in Kanada angeschwollen war. K+S will sich auf das Geschäft rund um Düngemittel konzentrieren.

Die K+S-Aktie verteuerte sich am Mittag um 18,3 Prozent.

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12:17 Uhr

Besser als erwartet ausgefallener PMI tut dem Euro gut

Der Euro hat seine Gewinne gegenüber dem US-Dollar etwas ausbauen können, nachdem sich das Wachstum der Privatwirtschaft im Euroraum im September nicht ganz so stark abgeschwächt hat wie erwartet. Der von IHS Markit erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft sank in zweiter Lesung auf 50,4 (August: 51,9) Punkte. Ökonomen hatten hingegen eine Bestätigung der ersten Veröffentlichung von 50,1 Punkten erwartet.

Die Gemeinschaftswährung notierte 0,4 Prozent fester bei 1,1755 Dollar. Vor der Veröffentlichung der Daten lag sie bei 1,1735 Dollar.

Zahlreiche Banknoten zu 10, 20 und 50 Euro liegen auf einem Tisch. Foto: Monika Skolimowska/dpa/Illustration

(Foto: Monika Skolimowska/dpa/Illustration)

11:55 Uhr

Eurozonen-Einzelhandel unerwartet stark

Hier mal etwas Positives:  Die Einzelhändler der Eurozone haben ihren Umsatz im August unerwartet deutlich gesteigert. Ihre Einnahmen wuchsen um 4,4 Prozent zum Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Wachstum von 2,4 Prozent gerechnet, nachdem es im Juli noch einen Rückgang von 1,8 Prozent gegeben hatte.

Die stärksten Umsatzsteigerungen gab es in Belgien (+9,6 Prozent), Frankreich (+6,2) und Deutschland (+3,1). Die stärksten Einbußen wurden in Slowenien (-1,6 Prozent) und in Portugal (-1,4) registriert. Die steigenden Corona-Infektionszahlen in Deutschland haben bislang keinen wesentlichen Einfluss auf die Erholung der Verbraucherstimmung, wie der Handelsverband HDE zu seinem gestiegenen Konsumbarometer mitteilte.

11:32 Uhr

Britische Autobauer sehen kein Land - Erholung? Fehlanzeige

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Produktion bei Bentley.

(Foto: imago/IPON)

Die britische Autoindustrie leidet stark unter der Corona-Krise und muss eine deutlich geringere Nachfrage wegstecken, wie der Branchenverband SMMT mitteilt. So fiel die Zahl der Neuzulassungen auf den niedrigsten Stand in einem September seit 1999. Die Verkäufe sanken um 4 Prozent auf 328.041 Autos. "Das ist keine Erholung", sagt SMMT-Chef Mike Hawes.

  • "Wenn die Pandemie nicht unter Kontrolle gebracht und das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen in der gesamten Wirtschaft nicht wiederhergestellt wird, sieht die kurzfristige Zukunft in der Tat sehr herausfordernd aus."
10:53 Uhr

Maschinenbauer sehen Anzeichen für zaghafte Entspannung

Der Auftragsrückgang im deutschen Maschinenbau hat sich im August verlangsamt. Das Volumen der Bestellungen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat bereinigt um Preiserhöhungen um 14 Prozent. Es sei der geringste Rückgang seit Beginn der Corona-Krise, erklärte der Branchenverband VDMA.

  • "Insgesamt festigt sich das Bild, dass das Schlimmste zwar hinter uns liegt, die Erholung jedoch Zeit braucht und weiterhin anfällig für Störungen ist", erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Die Inlandsbestellungen sanken im August um 19 Prozent und die Aufträge aus dem Ausland gingen um 11 Prozent zurück. Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum Juni bis August verringerte sich der Auftragseingang 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

10:31 Uhr

Cineworld schließt Kinos - Aktienkurs kracht nach unten

Cineworld
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Die Corona-Pandemie führt zu einem Kahlschlag in der Kinobranche. Die vorübergehende Schließung aller Cineworld-Kinos in Großbritannien und den USA kostet rund 45.000 Mitarbeiter ihre Jobs. Ab  Donnerstag zieht der weltweit zweitgrößte Kinobetreiber nach AMC die Vorhänge in 536 Lichtspielhäusern in den USA und 127 in Großbritannien zu. Es gehe darum, Kosten zu sparen und das noch vorhandene Geld zusammenzuhalten, teilte das Unternehmen mit.

Anleger suchten das Weite. Die Cineworld-Aktie brach in London um bis zu 60 Prozent auf ein Rekordtief von 15,64 Pence ein. Bereits im Jahresverlauf hatte sie rund 80 Prozent an Wert eingebüßt.

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10:13 Uhr

Ifo: Metallindustrie fährt am meisten Kurzarbeit

Glühende "Stahlknüppel" laufen auf einer Gussanlage. Foto: picture alliance/Christian Charisius/dpa/Symbolbild

(Foto: picture alliance/Christian Charisius/dpa/Symbolbild)

Ein gutes halbes Jahr nach Beginn der Corona-Krise ist fast ein Drittel der Arbeitnehmer in der deutschen Metallindustrie noch nicht zum regulären Arbeitsalltag zurückgekehrt. Nach Schätzung des Münchner Ifo-Instituts waren im September nach wie vor 31 Prozent der Metall-Beschäftigten in Kurzarbeit. Damit war die Branche Negativ-Spitzenreiter, gefolgt vom Maschinenbau mit 29 Prozent Kurzarbeitsanteil. Auch in Hotels und Gaststätten (26 Prozent) sowie der Autoindustrie (24 Prozent) ist nach wie vor etwa ein Viertel der Belegschaften unterbeschäftigt.

Fast normale Verhältnisse herrschen demnach in Finanzwesen und Versicherungen sowie in Wohnungsgesellschaften. In diesen Branchen lag der Anteil von Kurzarbeitern laut Ifo-Schätzung im September bei weit unterdurchschnittlichen zwei Prozent.

09:51 Uhr

Ölpreise erholen sich deutlich

Die Ölpreise haben sich zum Wochenstart deutlich erholt. Am Vormittag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 39,84 US-Dollar, das waren 1,5 Prozent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,7 Prozent auf 37,98 Dollar.

Obwohl US-Öl damit seit Monatsbeginn unterhalb der 40-Dollar-Marke liegt, konnten beide Sorten ihre Verluste wieder etwas eingrenzen. Unterstützung kam hierbei von den asiatischen Börsen: Die Anleger hofften zuletzt, dass der mit dem Coronavirus infizierte US-Präsident Donald Trump das Krankenhaus bald verlassen kann, trotz widersprüchlicher Aussagen zu seinem Zustand.

Im Zuge des Nachfrageausfalls infolge der Corona-Krise und der Unsicherheit wegen der wieder ansteigenden Fallzahlen in Europa bleiben die Ölpreise jedoch weiterhin unter Druck. Auf der Produktionsseite stieg zudem zuletzt die Fördermenge aus Libyen, dies belastet den Ölmarkt zusätzlich.

09:30 Uhr

K+S-Kurs geht durch die Decke

Der Aktienkurs von K+S ist zu Handelsbeginn um mehr als 15 Prozent hochgeschnellt. Nach einer halbe Stunde notierte das im MDax notierte Papier 14,7 Prozent höher.

In Frankfurt wurde auf einen Bloomberg-Bericht verwiesen, demzufolge sich die Hessen in fortgeschrittenen Gesprächen zum Verkauf seiner US-Tochter Morton Salt für etwa 3 Milliarden Dollar befinden sollen. "Dies würde kurzfristig positiv auf die angespannte Bilanzsituation wirken", so ein Aktienhändler. Allerdings sei das Unternehmen dann nur noch von der Entwicklung der Kali-Preise abhängig, gab er zu bedenken.

K+S
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09:09 Uhr

Kräftiger Dax-Einstieg in die neue Woche

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Die Aussicht auf eine Gesundung von US-Präsident Donald Trump sorgt für einen kräftigen Auftrieb am deutschen Aktienmarkt. Der Dax legte um 1 Prozent auf 12.822 Punkte zu. Der MDax gewann 1,4 Prozent auf 27.641 Zähler, der TecDax 1,2 Prozent auf 3114 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 1 Prozent höher bei 3222 Punkten.

Da sich der Zustand Trumps zu bessern scheint, rechnen europäische Händler mit einer Erholungsrally der US-Börsen am Nachmittag. Eher skeptisch zeigt sich hier aber Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Er befürchtet, dass die an Intensität gewinnende zweite Corona-Welle nicht die Grundlage für nachhaltige Kurszuwächse bietet.

Bis zur Eröffnung an der Wall Street dürften aber vor allem Wirtschaftsdaten die Stimmung vorgeben: Am Vormittag werden die Revisionen der Einkaufsmanager-Indizes aus den meisten Ländern Europas bekanntgegeben. Händler hoffen hier auf weitere Zeichen einer Wirtschaftserholung.  

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08:52 Uhr

Nachrichten zu Trump beflügeln Nikkei - Feiertag in China

Nikkei
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Die Hoffnung auf eine baldige Entlassung von US-Präsident Donald Trump nach seiner Covid-Erkrankung aus dem Krankenhaus treibt die Aktienmärkte in Asien nach oben. In Tokio ging der Nikkei 1,2 Prozent fester bei 23.312 Punkten aus dem Handel. Der MSCI-Index für die asiatischen Märkte ohne Japan legte ebenfalls zu. In China waren die Börsen jedoch wegen eines Feiertages geschlossen.

  • "Die Aktienmärkte und andere Risikomärkte sollten von schwindenden Sorgen über Trumps Gesundheit unterstützt werden", sagte Junichi Ishikawa, Währungsstratege bei IG Securities.
  • "Für den Dollar sind die Auswirkungen nicht so eindeutig. Er sollte angesichts des steigenden Risikoappetits zu den meisten Währungen fallen, aber weil der Yen auch schwach ist, könnte er zur japanischen Währung steigen."
08:27 Uhr

Deutsche Börse will den Dax aufstocken

Der Dax dürfte bald Zuwachs bekommen und 40 statt 30 Werte enthalten. Dies ist Teil des Vorschlags, den die Deutsche Börse den Marktteilnehmern zur Reform des deutschen Leitindex gemacht hat. Die neuen Bedingungen für eine Dax-Aufnahme sollen zudem ein Profitabilitätskriterium enthalten, wie der Börsenbetreiber in Frankfurt mitteilte.

Die bisherigen Dax-Kriterien wurden zuletzt wegen des Skandals um den inzwischen insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard und der Aufnahme des verlustreichen Unternehmens Delivery Hero stark kritisiert. Die Deutsche Börse hatte deswegen angekündigt, die Regeln noch in diesem Jahr ändern zu wollen.

07:54 Uhr

Trumps Genesung gibt Börsen Auftrieb - Dax vor Plus

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Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher in die neue Woche starten. Am Freitag hatte die Corona-Erkrankung von US-Präsident Donald Trump die Börsen aufgeschreckt; der Dax ging 0,3 Prozent schwächer aus dem Handel bei 12.689 Punkten. An den Märkten hellen die Hoffnung auf eine baldige Genesung des Präsidenten sowie weitere Konjunkturstützen die Stimmung auf, sagte David Madden, Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets.

Daneben dürften viele Börsianer auch einen Blick auf die steigenden Corona-Neuinfektionen haben. Vor allem in Europa nehmen die Fallzahlen derzeit stark zu. Im Tagesverlauf will die Bundesregierung über das weitere Vorgehen beraten, nachdem sich Bund und Länder vergangene Woche auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus geeinigt hatten.

07:35 Uhr

Nikkei legt zu - Rückenwind für Yen

Nikkei
Nikkei 23.525,89

In Tokio legt der Nikkei-Index 1,2 Prozent zu auf 23.312 Punkte. Rückenwind kommt dabei vom zum Dollar wieder schwächeren Yen. Am Freitag hatte die japanische Währung nach Mitteilung der Infektion Trumps deutlich zugelegt, da sie bei Marktteilnehmern den Ruf als vermeintlich sicherer Währungshafen besitzt. Mit 105,53 Yen notiert der Dollar nun wieder deutlich höher gegenüber den 105,16 Yen vom Freitagmorgen.

In Hongkong und Südkorea können die Anleger feiertagsbedingt erst an diesem Montag auf die Entwicklungen in den USA reagieren. Der HSI in Hongkong steigt um 1,5 Prozent, gestützt vor allem von Technologiewerten. Gegen den Trend geht es für SMIC um 5,2 Prozent abwärts, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, dass die von den USA verhängten Exportkontrollen sich negativ auf die Geschäftsaktivitäten auswirken könnten.

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An den asiatischen Börsen macht sich Optimismus breit.

(Foto: REUTERS)