Montag, 06. September 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Max Borowski und Wolfram Neidhard
17:36 Uhr

Dax hat wieder Allzeithoch im Visier

Der deutsche Aktienmarkt hat sich zu Beginn der neuen Woche von seiner freundlichen Seite gezeigt. Zum einen sei das Thema "Tapering", also das Zurückfahren der Anleihekäufe durch die US-Notenbank, nach dem schwachen US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag zeitlich erst einmal weiter nach hinten gerückt, hieß es im Handel. Zum anderen überzeugten aus Deutschland die Auftragseingänge, die entgegen der Erwartung eines leichten Rückgangs gestiegen sind.

DAX
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Das Plus zeigt, dass sich die Weltwirtschaft den Sommer über noch immer im Nach-Corona-Aufholprozess befand. Allerdings habe das Zahlenwerk auch eine Schattenseite, so Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt bei der VP Bank. Ohne die Berücksichtigung der volatilen Großaufträge ergebe sich ein Rückgang um 0,2 Prozent im Monatsvergleich. Das üppige Plus sei vor allem einem kräftigen Auftragseingang im Schiffbau zu verdanken. Die Umsätze an den Börsen waren einmal mehr dünn, auch weil die Börsen in den USA wegen des "Labor Day" geschlossen blieben.

So gewann der Dax ein Prozent und ging mit 15.932 Punkten aus dem Handel. Das Allzeithoch von 16.030 Zählern ist damit wieder in Reichweite gerückt. Der EuroStoxx50 notierte 1,1 Prozent höher bei 4247 Stellen.

Unternehmensmeldungen waren zum Start in die Woche rar: Im Fokus stand die Dax-Erweiterung auf 40 Titel. Ein Marktteilnehmer verwies darauf, dass die meisten der Neulinge den Leitindex in den vergangenen Monaten bereits deutlich geschlagen hätten und die Aufnahme in den Index damit weitgehend eingepreist sei. In den Dax aufgenommen werden Airbus, Brenntag, Hellofresh, Porsche, Puma, Qiagen, Sartorius, Siemens Healthineers, Symrise und Zalando.

17:18 Uhr

Wieder deutlich mehr Minijobber in Deutschland

Auch bei den Minijobbern macht sich der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland bemerkbar. Bis Juli stieg die Zahl der geringfügig Beschäftigten auf knapp 6,5 Millionen, wie die Minijob-Zentrale in Bochum mitteilte. Das seien rund 720.000 Minijobber mehr als im Februar, wie eine Sonderauswertung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie ergeben habe.

Aktuell haben den Angaben zufolge rund 6,19 Millionen Beschäftigte einen Minijob im gewerblichen Bereich und fast 290.000 in Privathaushalten. Erfreulich sei, dass der Anstieg der Minijobs sich nicht negativ auf die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auswirke, sagte die Leiterin der Minijob-Zentrale bei der Knappschaft-Bahn-See, Peggy Horn. Auch dort habe es einen Anstieg gegeben.

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(Foto: dpa)

17:04 Uhr

Weitere Anklage gegen Winterkorn zugelassen

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(Foto: dpa)

Die Anklage der Berliner Staatsanwaltschaft gegen den früheren VW-Vorstandschef Martin Winterkorn wegen des Vorwurfs der Falschaussage vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags soll in Braunschweig verhandelt werden. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden. Aus Gründen der Prozessökonomie werde das bislang beim Landgericht in Berlin anhängige Verfahren mit dem Diesel-Betrugsprozess gegen den 74-Jährigen und vier weitere Angeklagte am Landgericht in Braunschweig verbunden.

Allerdings könnte sich der Beginn dieses Prozesses weiter verzögern. Bisher ist der Start des Prozesses gegen Winterkorn und vier weitere, teils ehemalige VW-Führungskräfte für den 16. September vor dem Landgericht Braunschweig geplant. Angesichts gesundheitlicher Probleme bei Winterkorn prüft das Gericht derzeit, ob das Verfahren gegen ihn abgetrennt und auf später verschoben wird.

16:55 Uhr

US-Börsenaufsicht hat Krypto-Startup auf dem Radar

Die US-Börsenaufsicht SEC hat laut Insidern eine Untersuchung gegen das Krypto-Startup Uniswap Labs eingeleitet. Bei dem Unternehmen handelt es sich um den Hauptentwickler hinter einer der weltweit größten dezentralen Kryptowährungsbörse Uniswap. Die Aufsichtsbehörde untersuche, auf welche Weise Anleger Uniswap nutzen und wie es vermarktet wird, heißt es.

Dezentrale Börsen sind Drehkreuze eines schnell wachsenden Krypto-Marktplatzes, der als dezentrales Finanzwesen oder DeFi bekannt ist. Der Begriff DeFi umfasst eine Vielzahl von Projekten, die darauf abzielen, traditionelle Finanzaktivitäten wie den Handel oder die Kreditvergabe mittels Kryptowährungen zu automatisieren.

16:24 Uhr

Dax wartet auf Impulse: Wie Trader die fehlende Dynamik nutzen

Was soll man bloß machen, wenn der Dax sich einfach nicht bewegt? Das fragen sich derzeit viele Trader. Wer davon ausgeht, dass der Dax in der nächsten Zeit zumindest nicht unter ein bestimmtes Niveau fällt, für den kommen möglicherweise sogenannte Stay-High-Optionsscheine in Frage. Wie die funktionieren und welche Chancen, aber auch welche Risiken damit verbunden sind, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Patrick Kesselhut von der Société Générale.

15:58 Uhr

Daimler-Entwicklungschef zur Zukunft des Plug-in-Hybrid

Wie sieht die Zukunft der Plug-in-Hybrid-Autos aus? Daimler sieht für sie mit dem Umschwung zu reinen Elektroautos nur noch eine begrenzte Zukunft für die Übergangstechnologie. "Es sind keine weiteren neuen Entwicklungen geplant", sagte Entwicklungschef Markus Schäfer auf der IAA in München. "Die Investitionen sind getätigt, insofern nutzen wir sie." Zwei Antriebe in einem Auto - also einen Elektromotor und einen Verbrennungsmotor - seien das Komplexeste, was es gibt. "Am Ende ist es aber auch eine Kostenbelastung für das Fahrzeug", ergänzte er.

Auf der IAA stellte der Stuttgarter Dax-Konzern zum Beispiel den EQE, das elektrische Pendant zum Oberklassemodell E-Klasse, vor, das im kommenden Jahr auf den Markt kommt. Es ist das fünfte reine Elektroauto der Mercedes-Strommarke EQ nach den kompakten Modellen EQA, EQB, EQC und der Luxuslimousine EQS. Der Stadtflitzer Smart wird nur noch als Elektroversion gefertigt.

15:37 Uhr

Dax geht über die 15.900er-Marke

Der deutsche Aktienmarkt hat seinen Schwung auch in den Nachmittag mitgenommen. Der Dax notierte 0,8 Prozent höher bei 15.902 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte ein Prozent höher bei 4242 Punkten. Die US-Börsen bleiben heute feiertagsbedingt geschlossen.

Die Anteilsscheine von SMA Solar brachen nach einer Gewinnwarnung des Solartechnikunternehmens um 13,5 Prozent ein. SMA kappte die Jahresziele aufgrund anhaltender Engpässe in der Lieferkette. Umsatz und operativer Gewinn (Ebitda) würden niedriger ausfallen, als bislang erwartet, teilte das Unternehmen mit.

Covestro rückten um rund 0,8 Prozent vor. Eine starke Nachfrage aus der Bau- und Autoindustrie sowie nach Elektronik und Medizinprodukten liefert dem Kunststoffkonzern unverändert Rückenwind.

15:24 Uhr

Türkische Lira erholt sich nach Inflationshammer wieder

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Lira geht es wieder besser. Die türkische Währung ging mit 8,2945 Lira je US-Dollar um und hat damit die Verluste vom Freitag wieder wettgemacht, als eine hoch ausgefallene Inflation von fast 20 Prozent auf den Kurs gedrückt hatte.

Weil die Verbraucherpreisinflation im August deutlich höher als erwartet ausgefallen sei und die Produzentenpreisinflation noch immer rasante 45,5 Prozent zum Vorjahr betrage, befinde sich die türkische Zentralbank in einer schwierigen Lage, bemerkt Commerzbank-Analyst Tatha Ghose. Die Teuerung im August erfordere eigentlich automatisch eine Zinserhöhung. Es sei aber sehr unwahrscheinlich, dass die Notenbank die Zinsen anheben werde.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat sich in der Vergangenheit gegen Zinsanhebungen ausgesprochen.

14:54 Uhr

Daimler-Chef hinsichtlich Chipmangel-Dauer pessimistisch

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(Foto: picture alliance/dpa)

Ob Chips, Batteriezellen oder Rohstoffe - der Mangel an Vorprodukten wird die Autobranche über Jahre hinaus in Atem halten. Die notorische Knappheit von Speicherchips bremse die Autoproduktion noch einige Zeit, sind sich die Konzernchefs einig.

"Ich rechne damit, dass die grundsätzliche Anspannung in den Lieferketten in den nächsten sechs bis zwölf Monaten andauern wird", sagte BMW-Chef Oliver Zipse auf der IAA in München. Auch der weltweit führende Autozulieferer Bosch geht davon aus, dass sich der Engpass demnächst zwar etwas abmildert, 2022 die Versorgung aber sehr knapp und die Lage angespannt bleibt.

Daimler-Chef Ola Källenius rechnet sogar erst 2023 mit einer Entspannung, weil die Nachfrage nach Halbleitern in mehreren Branchen stark steige und die Produktion nicht nachkomme.

14:24 Uhr

Bund hat bei Lufthansa-Beteiligung hohe stille Reserve

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(Foto: dpa)

Bei dem in der Corona-Krise geschaffenen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) ist 2020 ein Jahresverlust von 25,9 Millionen Euro angefallen, wie die Finanzagentur mitteilte. Das Ergebnis wurde nach Vorgaben des Handelsgesetzbuches erstellt, Abschreibungen sind dementsprechend bis zum Stichtag 31. Dezember 2020 enthalten. Spätere Entwicklungen seien zunächst noch unberücksichtigt.

"Würden beispielsweise für den Anteil des WSF an der Lufthansa die derzeitigen Börsenkurse zugrunde gelegt, würde sich eine stille Reserve in dreistelliger Millionenhöhe ergeben", hieß es. Die staatliche Beteiligung an der Lufthansa, mit der die Airline in der Corona-Krise vor dem Kollaps bewahrt wurde, ist das größte Engagement des WSF.

13:59 Uhr

BMW präsentiert Auto komplett aus Recyclingmaterial

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BMW i Vision Circular

(Foto: REUTERS)

Heute ist - dank der IAA in München - ein Autotag. Auch BMW lässt sich auf der Messe nicht lumpen. Konzernchef Oliver Zipse stellte ein zu 100 Prozent aus Altmaterial und nachwachsenden Rohstoffen hergestelltes Auto vor. Der Dax-Konzern wolle "der nachhaltigste Autohersteller der Welt" werden, sagte Zipse auf der IAA.

Der BMW i Vision Circular sei nicht bloß eine Designstudie, sondern nach den Worten Zipses "die Denkweise, mit der wir die Neue Klasse entwickeln", die elektrische Fahrzeugarchitektur für die Modellgenerationen ab 2025.

BMW
BMW 69,14

13:47 Uhr

Börse und Bundestagswahl: Das erwartet die Finanzbranche

Das Rennen um den Sieg bei der Bundestagswahl am 26. September ist noch in vollem Gange, der Ausgang offen wie selten. Auch die Finanzbranche blickt auf diesen Tag, denn das Ergebnis der Wahl wird möglicherweise auch Auswirkungen auf den Finanzmarkt haben. Gibt es Regierungskonstellationen, die für die Märkte besser wären als andere? Über mögliche Szenarien, deren Konsequenzen für die Börse und darüber, was Anleger erwarten können, diskutiert Friedhelm Tilgen mit Christian Köker von der HSBC und Henning Bergmann vom Deutschen Derivate Verband in Berlin.

13:25 Uhr

Smartphone steuert bei neuem VW-E-Kleinwagen Funktionen

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(Foto: dpa)

In dem ab 2025 geplanten E-Kleinwagen von Volkswagen werden sich wesentliche Funktionen durch das Smartphone der Nutzer steuern lassen. Der ID.Life, dessen Konzeptstudie der Konzern am Montag vor dem Beginn der Automesse IAA Mobility in München vorstellte, soll ein Betriebssystem bekommen, das die vollständige Einbindung externer Endgeräte erlaubt.

Der ID.Life basiert - wie andere Modelle der reinen Stromer-Reihe - auf dem Elektro-Baukasten MEB. Das etwas mehr als 4 Meter lange und ab etwa 20.000 Euro erhältliche Auto soll auf eine junge, städtische Zielgruppe ausgerichtet sein.

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13:02 Uhr

Wie sieht die Zukunft bei Mercedes aus? Hier ist die Antwort

Die Internationale Automobilausstellung IAA startet an ihrem neuen Standort München mit neuem Konzept als Verkehrsmesse IAA Mobility. Selten war die Themenfülle so groß wie in diesem Jahr. Über das neue Konzept und die Zukunft bei Mercedes spricht ntv mit Daimler-Vorstandschef Ola Källenius.

12:43 Uhr

Guinea-Putsch treibt Aktie von Aluhütte auf Rekordhoch

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(Foto: REUTERS)

Im Windschatten der steigenden Aluminium-Preise greifen Anleger bei Papieren von Aluminiumhütten zu. Die Aktie von Rusal verteuerte sich in Moskau um sieben Prozent auf ein Rekordhoch von 66,75 Rubel.

Ein Putsch in Guinea, dem weltweit wichtigsten Lieferanten des Alu-Rohstoffs Bauxit, bereitet Investoren Sorgen. Vor diesem Hintergrund stiegen sie bei australischen Anbietern ein. Der Kurs von Alumina stieg um gut neun Prozent. Metro Mining verbuchten mit einem Plus von bis zu 39 Prozent einen der größten Kurssprünge der Firmengeschichte.

12:36 Uhr

Bosch setzt auf CO2-freie Mobilität

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch rechnet dank der Komponenten für Elektroantriebe nach dem Corona-Knick im Vorjahr nun mit einem ordentlichen Wachstumsschub. Der Umsatz der Autozuliefersparte soll dieses Jahr um zehn Prozent zulegen, wie Bosch-Chef Volkmar Denner zum Auftakt der IAA Mobility in München sagte. "Die Elektromobilität wird für uns zum Kerngeschäft, die CO2-freie Mobilität zu einem Wachstumsfeld", so der Manager.

Dieses Jahr will Bosch mit der Technik rund um Elektroautos über eine Milliarde Euro umsetzen - bis 2025 soll sich das Geschäft dann verfünffachen. "Wir richten uns darauf ein, dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen global steigt", sagte der bei Bosch für die Autozulieferung zuständige Geschäftsführer Stefan Hartung.

12:13 Uhr

Elektromobilität dominiert IAA in München

Die Autoindustrie steht unter Druck: Umweltorganisationen wollen klagen, wenn die Hersteller keine Erklärung abgeben, ab 2030 keine Verbrenner mehr zu verkaufen. Auf der IAA in München ist die Autobranche bemüht, ein anderes Bild von sich zu zeigen: Elektro, wohin das Auge schaut.

11:47 Uhr

Dax strebt gen 15.900

Die Aussicht auf weitere Geldspritzen der US-Notenbank haben die  Anleger zum Einstieg in die Aktienmärkte ermuntert. In Frankfurt stieg der Dax am Mittag um 0,6 Prozent auf 15.876 Punkte. Der EuroStoxx50 kletterte um 0,8 Prozent auf 4236 Stellen. Die Handelsumsätze blieben aber dünn, weil die Wall Street wegen eines Feiertags geschlossen bleibt und Investoren an solchen Tagen größere Engagements meist scheuen.

Geprägt werde das Börsengeschehen weiter von den US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag, sagte ein Analyst. "Eine enttäuschende Zahl bedeutet zwar nicht, dass die US-Wirtschaft ein Problem hat." Aber die Notenbank Fed werde wohl kaum schon im September die geplante Drosselung ihrer Wertpapierkäufe ankündigen.

11:27 Uhr

Experte: "Elektroauto-Markt wird nach unten aufgemacht"

Elektroautos sind dank staatlicher Subventionen gefragt wie nie. Ihr Anteil an den Neuzulassungen liegt im August bei 27,6 Prozent, wenn man Plug-in-Hybride mitrechnet. Die IAA 2021 in München gibt aktuell einen Ausblick auf die Zukunft der Mobilität. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer fasst zusammen.

11:07 Uhr

Schneider Electric zieht Siemens-Kurs in die Höhe

Die Aktie von Siemens peilt das Allzeithoch von Mitte April an. Mit 144,96 Euro fehlte am Vormittag dafür noch genau ein Euro. "Schneider Electric sind stark vorgelaufen, Siemens folgen nun", sagt ein Marktteilnehmer. Auch der Stoxx Industrial Goods and Services stand direkt am Allzeithoch.

Siemens
Siemens 100,00

10:44 Uhr

ZF-Chef äußert sich zur Zukunft der Plug-in-Hybride

Der Autozulieferer ZF sieht für Plug-in-Hybride eine Zukunft bis weit ins kommende Jahrzehnt. Aufgrund des eigenen Auftragsbestands gehe er davon aus, dass die Fahrzeuge "weit über 2030 hinaus in vielen Teilen der Welt eine wichtige Rolle bei der Elektrifizierung der individuellen Mobilität" spielen werden, sagte der ZF-Vorstandsvorsitzende Wolf-Henning Scheider auf der Automesse IAA Mobility in München. Dabei geht er allerdings von größeren rein elektrischen Reichweiten von mehr als 100 Kilometern aus.

Plug-in-Hybride kombinieren einen Verbrennungsmotor mit der Fähigkeit, auch rein elektrisch mit einer extern aufladbaren Batterie zu fahren. Umweltverbände haben sie allerdings in der Vergangenheit als klimapolitische Mogelpackungen kritisiert.

ZF will mehr Tempo bei der Entwicklung in der E-Mobilität. "Wir reduzieren die Entwicklungszeiten für Elektroantriebe um 50 Prozent", sagte Scheider weiter. Dafür bündele ZF seine Elektromobilitäts-Expertise im Bereich Systemlösungen, Komponenten und Softwaresteuerung in einer Plattform namens "Modular eDrive Kit". Die neuen Antriebe dieser Plattform bieten laut ZF deutliche Verbesserungen bei Leistungsdichte, Gewicht und Wirkungsgrad.

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(Foto: picture alliance / dpa-tmn)

10:25 Uhr

Mit Börsenspielen zum Trader-Wissen zocken

Immer mehr junge Menschen entdecken die Börse für sich. Aber wie funktioniert das Spekulieren? Welche Kriterien sind wichtig? Welche Aktien und Anleihen lohnen sich? Mit dem Börsenspielen, wie  "Trader 2021 "können sich Börsen-Neulinge unter realen Bedingungen am Markt erproben.

09:56 Uhr

Auftragseingänge: Banker ist gar nicht euphorisch

Die liechtensteinische VP Bank sieht trotz des unerwarteten Anstiegs der deutschen Auftragseingänge im Juli Gegenwind für die Wirtschaft. "Ohne die Berücksichtigung der volatilen Großaufträge ergab sich im Juli 2021 ein Rückgang um 0,2 Prozent im Monatsvergleich - das üppige Plus ist vor allem einem kräftigen Auftragseingang im Schiffbau zu verdanken", analysiert Chefvolkswirt Thomas Gitzel. Zudem komme bei den Unternehmen wegen des Materialmangels kaum Freude über die vollen Auftragsbücher auf.

Als weiteres Problem macht Gitzel die wirtschaftliche Entwicklung in Asien aus: "Die chinesische Konjunktur kühlt sich derzeit ab, was auch an der deutschen Industrie nicht spurlos vorüberziehen wird", urteilt er.

09:33 Uhr

Putsch in Guinea treibt Aluminium-Preis nach oben

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(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Neue Spekulationen auf einen Angebotsengpass treiben den Preis für Aluminium immer höher. Das im Automobil- und Flugzeugbau benötigte Metall gewinnt knapp zwei Prozent und ist mit 2775,50 US-Dollar je Tonne so teuer wie zuletzt vor mehr als zehn Jahren.

Sorgen bereitet den Händlern der Putsch im westafrikanischen Guinea, dem weltweit wichtigsten Lieferanten des Aluminium-Rohstoffs Bauxit. Der Einfluss auf die Exporte lasse sich bislang aber nur schwer abschätzen, weil die Nachricht vom Umsturz noch frisch sei, sagt ein Börsianer.

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09:15 Uhr

Börsenspiel Trader 2021 startet - E-SUV von Jaguar zu gewinnen

Heute startet das diesjährige Börsenspiel Trader 2021 der Société Générale - ntv ist Partner.

Bei dem Spiel können Sie risikolos Ihre Handelsstrategie testen - mit einem fiktiven Depot und unter realen Handelsbedingungen

Hier können Sie sich anmelden.

Wer am Ende der acht Spielwochen die Nase vorn hat, gewinnt einen vollelektrischen SUV aus dem Hause Jaguar.

09:11 Uhr

Dax geht ergrünt in die Woche - heute kein Handel in den USA

Der deutsche Aktienmarkt ist mit Gewinnen in die neue Woche gestartet. Der Dax gewann 0,3 Prozent auf 15.830 Punkte. MDax und TecDax legte um je 0,5 Prozent zu. Der EuroStoxx50 stieg um 0,4 Prozent auf 4218 Zähler.

"Der starke Auftragseingang stützt die Stimmung", sagte ein Händler. Im Juli ist er in Deutschland um weitere 3,4 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. "Im Vorfeld ging es nur darum, wie stark der Rückgang nach dem starken Juni ausfallen würde", so der Börsianer. Die Zahlen hätten den Markt nun eines Besseren belehrt.

Die US-Börsen bleiben heute geschlossen. Grund ist der "Labor Day".

DAX
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08:48 Uhr

"Wahnsinn!" Deutsche Industrie kann sich vor Aufträgen kaum retten


Die deutsche Industrie hat im Juli schon wieder neue Aufträge in Rekordhöhe an Land gezogen. Die Unternehmen sammelten 3,4 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Der Auftragseingang erreichte damit seinen höchsten Stand seit dem Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991", hieß es dazu.

"Der deutliche Anstieg im Vormonatsvergleich kommt durch Großaufträge zustande", erklärten die Statistiker, die etwa den Bereich Schiffsbau erwähnten. Für das gute Abschneiden sorgte die höhere Auslandsnachfrage. Die Aufträge aus dem Ausland legten um 8,0 Prozent zu, insbesondere aus den Regionen außerhalb der Euro-Zone (+15,7 Prozent). Die Bestellungen aus dem Inland ließen dagegen um 2,5 Prozent nach.

"Wahnsinn!", kommentiert Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. Doch die Begeisterung ist getrübt: "In Anbetracht des üppigen Auftragszuwachses im Vormonat kommt das erneute deutliche Plus überraschend. Zwar blicken die Unternehmen auf volle Auftragsbücher, doch so rechte Freude mag darüber nicht aufkommen, weil der Materialmangel die Stimmung sogleich wieder verdirbt. So manch kleinerer Betrieb spricht aufgrund des Materialmangels gar mittlerweile von einer existenzbedrohenden Situation."

Gemessen am Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie, liegen die Aufträge nun um 15,7 Prozent höher. Verglichen mit dem deutlich von der Pandemie beeinträchtigten Vorjahresmonat Juli 2020 zogen sie um 24,4 Prozent an.

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08:33 Uhr

Bitcoin wird offizielles Zahlungsmittel - Fans feiern mit Pump-Aktion

In El Salvador ist die Digitalwährung Bitcoin ab morgen ein gesetzliches Zahlungsmittel.

Der arme zentralamerikanische Staat ist das erste Land der Welt, das diesen Schritt macht. Ein entsprechendes Gesetz war vor drei Monaten verabschiedet worden und tritt nun in Kraft. Es sieht vor, dass jeder Händler Bitcoin als Zahlungsmittel annehmen muss, der technisch dazu in der Lage ist. Auch Steuern können in der Kryptowährung bezahlt werden.

Den Wechselkurs zum US-Dollar, der in El Salvador anstelle einer einheimischen Währung als offizielles Zahlungsmittel genutzt wird, soll der Markt frei entscheiden. Wer die digitale Geldbörse "Chivo" herunterlädt, bekommt nach Angaben des Präsidenten Nayib Bukele ein Startguthaben im Wert von 30 US-Dollar (rund 25 Euro). Es soll demnach auch 200 "Chivo"-Geldautomaten geben.

Wie Bloomberg berichtet, hat sich aus Anlass des neues Gesetzes in El Salvador eine Gruppe von Bitcoin-Fans auf Twitter und anderen Plattformen verabredet, den Kurs der Cyber-Währung in einer koordinierten Aktion in die Höhe zu treiben, zu "pumpen". In aller Welt sollen Menchen umgerechnet 30 Dollar ihrer lokalen Währung in Bitcoin umtauschen. Nötig hat Bitcoin das derzeit kaum. Der Kurs ist seit Wochen im Höhenflug. Aktuell notiert er bei 51.775 Dollar.

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08:10 Uhr

Öl etwas billiger - Saudis senken Preise, aber nur für Asien

Die Ölpreise geben zu Beginn der neuen Handelswoche nach.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 80,53

Am Morgen kostet ein Barrel Brent 71,76 US-Dollar. Das sind 85 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der Sorte WTI fällt um 78 Cent auf 68,51 Dollar.

Am Markt werden mehrere Gründe für die fallenden Ölpreise genannt. Zum einen wird auf den stärkeren US-Dollar verwiesen, der den international in der US-Währung gehandelten Rohstoff für viele Interessenten verteuerte und damit auf der Nachfrage lastet. Hinzu kommen schwache Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt. Der Jobbericht der US-Regierung vom Freitag fiel wesentlich schwächer aus als Analysten erwartet hatten. Dies weckte Zweifel an der Robustheit der Konjunktur.

Marktteilnehmer nannten darüber hinaus Preissenkungen des Ölriesen Saudi-Arabien für asiatische Kunden als Belastungsgrund. Der Schritt sende ein negatives Preissignal und verstärke die bestehende Skepsis über die zu erwartende Erdölnachfrage. Grund für die Unsicherheit ist die rapide Ausbreitung der Corona-Delta-Variante und mögliche Bremswirkungen auf die globale Konjunktur.

08:00 Uhr

Euro schwächelt zu Wochenbeginn

Der Euro ist etwas schwächer in die neue Handelswoche gestartet.

Euro / Dollar
Euro / Dollar ,98

Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1870 US-Dollar und damit etwas weniger als am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1872 Dollar festgesetzt.

Zu Wochenbeginn richtet sich die Aufmerksamkeit auf Auftragsdaten aus der deutschen Industrie. Das Statistische Bundesamt gibt Zahlen für Juli bekannt. Zudem veröffentlicht das Beratungsunternehmen Sentix sein monatliches Konjunkturbarometer, das unter privaten und professionellen Anlegern ermittelt wird. Es gilt wegen seiner frühen Veröffentlichung im Berichtsmonat als Vorläufer für andere Stimmungsdaten wie die ZEW-Konjunkturerwartungen.

07:48 Uhr

Dax dürfte mit Plus in die neue Woche starten

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Nach einem unerwartet schwachen Stellenaufbau in den USA im August hatte der Leitindex am Freitag 0,4 Prozent schwächer bei 15.781,20 Punkten geschlossen.

Dax
Dax 12.041,48

Heute bleibt die Wall Street wegen des Feiertags Labour Day geschlossen. Europäische Anleger halten sich an handelsfreien Tagen an den US-Börsen traditionell mit Engagements zurück. Für Bewegung bei deutschen Einzelwerten dürfte die Erweiterung des deutschen Leitindex Dax auf 40 von 30 Werte sorgen. Anleger blicken heute neben den am Freitag nach Börsenschluss frisch gekürten Dax-Aufsteigern wie den Flugzeugbauer Airbus oder den Online-Händler Zalando auf Beiersdorf. Der "Nivea"-Hersteller schaffte es überraschend nicht in die ersten Börsenliga. Wirksam werden die Änderungen erst am 20. September.

Zudem stehen die Auftragseingänge der deutschen Industrie auf dem Terminplan. Experten erwarten für Juli einen Rückgang um ein Prozent nach einem Plus von 4,1 Prozent im Vormonat.

07:17 Uhr

VW arbeitet an "globalem Robo-Taxi-System"

Automobilindustrie wird sich nach Ansicht von Volkswagen-Chef Herbert Diess durch softwarebasierte Mobilitätsdienste und selbstfahrende Autos grundlegend wandeln. "Autonomes Fahren wird unsere Industrie wie nichts anderes zuvor verändern", sagte Diess im Vorfeld der Automobilmesse IAA Mobility in München. Dagegen sei die gerade angelaufene Umstellung auf Elektromobilität vergleichsweise einfach. Der eigentliche Wendepunkt stehe erst bevor, wenn ein immer größerer Teil des Geschäfts mit Mitfahrdiensten und Robotertaxis gemacht werde.

Volkswagen hatte sich vor zwei Jahren mit dem zweitgrößten US-Autobauer Ford zusammengetan, um diese Technologie voranzutreiben. Dazu steckten die Wolfsburger insgesamt 2,6 Milliarden Dollar in die Ford-Tochter Argo. Dabei brachten die Niedersachsen ihre mit 1,6 Milliarden Dollar bewerteten eigenen Aktivitäten im autonomen Fahren sowie eine Milliarde Dollar zur Anschubfinanzierung ein. Argo-Gründer Bryan Salesky sagte bei der Veranstaltung, Ziel sei, ein globales System für Robotaxis zu entwickeln.

07:05 Uhr

Asiens Anleger hoffen auf mehr US-Stimulus

Schlechte Nachrichten sind an der Börse manchmal gute Nachrichten: Enttäuschende Arbeitsmarktdaten in den USA ließen die Anleger in Asien durchatmen. Die Investoren erhofften sich von dem jüngsten Job-Bericht eine Beibehaltung der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed. "Die Beschäftigung hat sich im August stark verlangsamt, und es gibt kaum Anzeichen für eine Belebung des Arbeitskräfteangebots", sagte Jonathan Millar, Wirtschaftsexperte bei Barclays. "Dies bringt die Fed in eine Zwickmühle, da sie die Risiken einer starken Nachfrageabschwächung gegen die Risiken eines knappen Angebots und der Inflation abwägen muss." Analaysten gehen zwar weiter davon aus, dass die Fed das Tapering im September ankündigen wird, erwarten aber, dass es erst im Dezember und nicht im November umgesetzt wird.

Nikkei
Nikkei 25.937,21

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,8 Prozent höher bei 29.638 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,1 Prozent und lag bei 2038 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,9 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,7 Prozent.

06:42 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Mit der spätsommerlichen Ruhe am deutschen Aktienmarkt ist es vielleicht schon bald vorbei, denn die Europäische Zentralbank könnte am Donnerstag mit Äußerungen zur Geldpolitik frischen Schwung liefern. Zudem kommen nach den Ferien viele größere Investoren an die Märkte zurück.

Dax
DAX 12.043,35

Doch heute wird es wohl noch entspannt zugehen. Denn in den USA bleiben wegen des Feiertags "Labor Day" die Börsen geschlossen. Außerdem ist es seitens der Quartalszahlen der Unternehmen ebenfalls ruhig geworden. Konjunkturseitig stehen zum Wochenstart nur die Auftragseingangsdaten der deutschen Industrie im Juli auf der Agenda. Das heißt: Der Handel dürfte hierzulande mau sein.

Und sonst so? Heute startet das diesjährige Börsenspiel Trader 2021 der Société Générale - ntv ist Partner. Bei dem Spiel können Sie risikolos Ihre Handelsstrategie testen - mit einem fiktiven Depot und unter realen Handelsbedingungen. Hier können Sie sich anmelden. Wer am Ende der acht Spielwochen die Nase vorn hat, gewinnt einen vollelektrischen SUV aus dem Hause Jaguar.

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