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Der 55-jährige Worsley während seines Rekord-Versuchs.
Der 55-jährige Worsley während seines Rekord-Versuchs.(Foto: twitter/royalevision)

Nach 71 Tagen und 1500 Kilometern: Antarktis-Abenteurer stirbt kurz vor Ziel

Dramatisches Ende eines Rekordversuchs im ewigen Eis: Einzig mit einem Schlitten als Transporthilfe ausgestattet, will der Brite Henry Worsley als erster Mensch allein die Antarktis durchqueren. Doch wenige Kilometer vor dem Ziel zwingt ihn sein Körper zum Notruf.

Bei dem Versuch, die Antarktis allein und zu Fuß zu überqueren, ist der britische Abenteurer Henry Worsley knapp vor seinem Ziel gescheitert und ums Leben gekommen. Wie seine Frau Joanna mitteilte, musste der 55-Jährige rund 30 Meilen (48 Kilometer) vor seiner Ankunft am Ziel um Hilfe bitten. Wegen Erschöpfung und schwerer Austrocknung flogen ihn Helfer in ein chilenisches Krankenhaus aus, wo er kurz darauf starb.

Ihr Mann sei einem "völligen Organversagen" erlegen, erklärte seine Frau. Sie fühle "untröstliche Trauer". Die Ärzte im südchilenischen Punta Arenas hatten bei Worsley zudem eine Bauchfellentzündung diagnostiziert.

Nachfahre von Shackletons Kapitän

Der ehemalige Offizier aus London wollte als erster Mensch ohne Unterstützung von außen die Antarktis durchqueren. Seine Ausrüstung zog er auf einem Schlitten hinter sich her. Er wollte damit die vor einem Jahrhundert gescheiterte Endurance-Expedition des britischen Forschers Ernest Shackleton zu Ende bringen. Der zweifache Familienvater war ein Nachfahre von Shackletons damaligem Kapitän Frank Worsley.

Mit seiner Mission sammelte Worsley Geld für den Endeavour Fund, eine von Prinz William und seiner Frau Kate unterstützte Stiftung zugunsten verletzter Soldaten. Nach Angaben seiner Frau kamen bislang 132.000 Euro für die Stiftung zusammen.

Notruf am Tag 71

Prinz William erklärte sich auch im Namen seines Bruders Harry schockiert von der Todesnachricht. "Wir haben einen Freund verloren, aber er wird für uns alle eine Quelle der Inspiration bleiben, vor allem für diejenigen, die von seiner Unterstützung für den Endeavour Fund profitieren werden", erklärte er.

Henry Worsley hatte bereits rund 1500 Kilometer zurückgelegt, als er am 71. Tag seiner Expedition am Freitag einen Notruf absetzen musste. In seiner letzten Erklärung auf seiner Website zeigte er sich zutiefst "betrübt" über das "Ende der Reise - so kurz vor meinem Ziel".

Quelle: n-tv.de

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