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Vor der Sandy Hook Grundschule.
Vor der Sandy Hook Grundschule.(Foto: REUTERS)

Am Freitag ist Tag der Trauer: Newtown verneigt sich vor Vicky

Trauer, aber auch Aktion: Während weitere Opfer des Massakers von Newtown zu Grabe getragen werden, zeichnen sich in Washington Schritte gegen die Waffengewalt ab. Vize-Präsident Biden soll schon im Januar Vorschläge auf den Tisch legen.

Victoria Soto rettete mehreren Kindern das Leben.
Victoria Soto rettete mehreren Kindern das Leben.(Foto: dpa)

Mit Gebeten, Musik und Gesang haben am Mittwochabend im US-Staat Connecticut erneut Tausende von Menschen der Opfer des Schulmassakers von Newton gedacht. Vier weitere Kinder wurden zu Grabe getragen.

Abschied nahmen Angehörige, Freunde und viele Bürger auch von einer 27-jährigen Lehrerin, die mit Mut und Besonnenheit offenbar das Leben mehrerer Schüler rettete, bevor sie von dem Amokläufer in der Grundschule in Newton erschossen wurde.

Der Sarg der Lehrerin Victoria Soto wurde von einem langen Trauerzug von Fahrzeugen begleitet und von rund 30 Polizisten auf Motorrädern eskortiert. Hunderte Menschen säumten die Straßen und versammelten sich vor der Kirche in Stratford nahe Newton, in der Angehörige und Freunde in einem Trauergottesdienst Abschied von Vicky Soto nahmen. Die junge Frau hatte sieben ihrer Schüler in einem Wandschrank versteckt, als der Amokläufer in einem anderen Klassenraum sein Feuer eröffnete. Er tötete dann sechs der Schüler und Soto - die versteckten Kinder überlebten.

Das Bild von Victorias Schwester, Jillian Soto, ging am Tag des Massakers um die Welt.
Das Bild von Victorias Schwester, Jillian Soto, ging am Tag des Massakers um die Welt.(Foto: AP)

In der Western Connecticut State University in Danbury rund 20 Kilometer von Newtown entfernt versammelten sich am Mittwochabend schätzungsweise 4000 Menschen zum Gedenken an die Opfer des Schulmassakers. Der Gouverneur von Connecticut, Dan Malloy, hat diesen Freitag zu einem Trauertag erklärt und zu einer Schweigeminute um 9.30 Uhr aufgerufen. Das ist ungefähr der Zeitpunkt, an dem der 20-jährige Adam Lanza eine Woche zuvor in der Sandy-Hook-Grundschule das Feuer aus einem Sturmgewehr eröffnete und 26 Menschen tötete, bevor er sich selbst erschoss.

20 der Opfer sind Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren. Außerdem kamen fünf Lehrerinnen und eine Schulpsychologin ums Leben. Auch die Mutter des Todesschützen wurde erschossen in ihrem Wohnhaus aufgefunden.

Obama rüttelt am Waffenbesitz

Während die Beerdigungen und Trauerfeiern für die Opfer nicht abreißen, zeichnet sich in Washington eine Verschärfung der Waffengesetze ab. Präsident Barack Obama setzte eine Arbeitsgruppe unter Leitung seines Vize Joe Biden ein, die schon im Januar Maßnahmen gegen die Waffengewalt im Land vorschlagen soll. Obama will unter anderem ein Verbot von Sturmgewehren in privater Hand und lückenlose Überprüfungen von potenziellen Waffenkäufern.

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Quelle: n-tv.de

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