Reise
Dänemark zieht viele Familienurlauber aus Deutschland an.
Dänemark zieht viele Familienurlauber aus Deutschland an.(Foto: Mette Johnsen/Visit Denmark)
Freitag, 10. Februar 2017

"Hygge" im Ferienhaus: Darum ist Dänemark-Urlaub so beliebt

Die Deutschen sind große Dänemark-Fans. Im vergangenen Jahr brachten sie einen echten Urlauberrekord ins nordische Nachbarland. Warum ist das eigentlich so beliebt?

2016 machten deutlich mehr Deutsche Urlaub in Dänemark als im Vorjahr. Rund 15 Millionen Übernachtungen ergaben ein Plus von 8,5 Prozent. Deutsche Urlauber machen etwa 60 Prozent der ausländischen Gäste in Dänemark aus und sind daher eine wichtige Zielgruppe. Unter den nordischen Urlaubsländern ist Dänemark mit einem Marktanteil von 75 Prozent das beliebteste Reiseziel der Deutschen. Doch was zieht die Deutschen an die dänischen Küsten?

Mads Schreier von Visit Denmark hat einen Erklärungsversuch: "Wir haben keinen verbauten Blick aufs Meer. Dafür haben wir viel Platz und Freiraum für jeden, endlose Sandstrände, Campingplätze und Ferienhäuser direkt am Wasser. Wir haben den freien Zugang zur Natur und die Nähe zum Meer."

Gerade im Bereich Camping und Ferienhäuser bietet das Land für Feriengäste eine große Auswahl. Es ist besonders gut per Auto zu erreichen, das macht es gerade für Familienurlauber attraktiv. Dazu kommen 449 klassifizierte Campingplätze und Tausende Ferienhäuser und Appartements an der langen und abwechslungsreichen Küste.

Doch es geht auch noch etwas über die touristische Infrastruktur hinaus. Wie kaum ein anderes Volk auf der Welt haben sich die Dänen dem Wohlfühlprinzip verschrieben: "Hygge" (etwa: Gemütlichkeit) ist ein neuer Trend, der ein warmes, wohliges, zufriedenes Lebensgefühl vermitteln soll - gerade, wenn es draußen mal etwas stürmisch ist.

Mit dem positiv besetzten Begriff hat sich das Land eine Marke geschaffen und wirbt offensiv damit, um Touristen und Urlauber anzuwerben. Wer "Hygge" hört, spürt schon fast so etwas wie Entspannung - und das ist ein ziemlich cleverer Schachzug der Dänen.

Quelle: n-tv.de

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