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Die Formel 1-Szene ist sich einig: Der neue Quali- Modus ist der wie Niki Lauda es ausdrückte "größte Fehler".
Die Formel 1-Szene ist sich einig: Der neue Quali- Modus ist der wie Niki Lauda es ausdrückte "größte Fehler".(Foto: REUTERS)

Formel 1 blamiert sich: Neuer Quali-Modus ist "ein Griff ins Klo"

Die Formel 1 sorgt mit dem neuen Qualifying-Modus in Australien für reichlich Ärger. "Ein Griff ins Klo! Sowas habe ich noch nie erlebt. Der größte Fehler, den wir je gemacht haben", schimpft Niki Lauda - und steht mit dieser Aussage nicht alleine da.

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Nach der Premiere des neuen Qualifying-Formats beim Großen Preis von Australien haben zahlreiche prominente Vertreter der Formel 1 heftige Kritik an dem Modus geübt. "Ich sage ja selbst immer, wir sollen öffentlich nicht schlecht über die Formel 1 reden", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in Melbourne bei Sky Sports: "Aber ich glaube, das neue Format ist ziemlicher Mist."

Niki Lauda analysierte bei RTL: "Ein Griff ins Klo! Sowas habe ich noch nie erlebt. Der größte Fehler, den wir je gemacht haben." Und der Mercedes-Aufsichtsratboss schimpfte weiter: "Ich wusste sechs Minuten vor Schluss nicht mal, wann ich dem Toto Wolff jetzt auf die Schulter klopfen soll. Eine Katastrophe."

Der neue Modus, bei dem die jeweils langsamsten Fahrer nach einer Einrollphase in jedem Abschnitt im 90-Sekunden-Takt ausscheiden, sorgte für einiges Chaos, viele Teams verschätzten sich. Schlimmer war allerdings, dass zahlreiche Piloten die Jagd nach der besten Zeit vorzeitig beendeten, weil ihre Reifen zu abgenutzt waren. Die Fahrer hatten zuvor unter anderem vor diesem Szenario gewarnt.

Das war nicht gut für die Formel 1

"Ich weiß nicht, warum alle so überrascht sind", sagte Sebastian Vettel: "Wir haben gesagt, dass es so kommt, dass das Format nicht funktioniert." Mercedes-Pilot Nico Rosberg fügte an: "Es ist gut, dass die Formel 1 Neues ausprobiert. Aber das ist nicht der richtige Weg, wir sollten zum alten Format zurückkehren." Schon für das kommende Rennen in Bahrain dürfte dies nun diskutiert werden.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner entschuldigte sich jedenfalls schon mal bei den Fans. "Es war gut gemeint, aber es ist schiefgelaufen. Was wir heute gesehen haben, war nicht gut für die Formel 1."

Bis zum Ende der vergangenen Saison durften alle verbliebenen Piloten den jeweiligen Abschnitt (Q1, Q2, Q3) bis zum Ende bestreiten, erst danach wurde in der Zeitentabelle abgerechnet. Dieses Format hatte stets für Spannung bis zum Schluss gesorgt. Nun scheidet nach einer Einrollphase in jedem der drei Abschnitte im 90-Sekunden-Takt der schwächste Fahrer aus. Dieser Zwang, früh aus der Box zu fahren, lässt die Reifen früher abbauen.

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Quelle: n-tv.de

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