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In zwei Wochen absolvieren die Fahrer bei der Rallye Dakar über 9000 Kilometer.
In zwei Wochen absolvieren die Fahrer bei der Rallye Dakar über 9000 Kilometer.(Foto: picture alliance / dpa)

Mini greift nach fünftem Titel: Rallye Dakar wird Tour der Wetterextreme

Es ist die härteste Marathon-Rallye der Welt: Zwei Wochen lang begeben sich die Piloten der Rallye Dakar auf eine Odyssee durch Argentinien und Bolivien - und durch Hitze und Kälte. Dabei wirbelt El Niño den Streckenplan für die Fahrer kräftig durcheinander.

9000 Kilometer in zwei Wochen, glühende Hitze und Wüstenstaub, klirrende Kälte und Höhenluft: Die Rallye Dakar fordert von Fahrern und unzähligen Betreuern wieder einmal Höchstleistungen - sportlich, mental und logistisch. Die 38. Auflage der härtesten Marathon-Rallye der Welt durch Argentinien und Bolivien beginnt am Samstag.

Der Katarer Nasser Al-Attiyah ist Titelverteidiger.
Der Katarer Nasser Al-Attiyah ist Titelverteidiger.(Foto: picture alliance / dpa)

Mit gleich zwölf Teams und einem klaren Ziel geht Mini an den Start. Nach den Gesamtsiegen in den vergangenen vier Jahren soll 2016 der fünfte folgen. Für diesen könnte Nasser Al-Attiyah aus Katar sorgen, der auch in diesem Jahr mit seinem langjährigen französischen Co-Piloten Mathieu Baumel startet. "Um die Dakar zu gewinnen, brauchst du Glück, ein gutes Team und einen guten Co-Piloten", sagte der Vorjahressieger: "Außerdem musst du selbst hart arbeiten, um den Sieg zu erringen."

Nani Roma, wie Al-Attiyah Mitglied des deutschen Teams X-raid um Chef Sven Quandt, will sich für sein Desaster aus dem Vorjahr rehabilitieren. "Auch nach 20 Teilnahmen ist die Dakar noch etwas Besonderes. Du hast immer Spaß, und wenn du sie gewinnst, ist das ein ganz besonderer Moment", sagte er. Im Januar 2015 hatte Roma als Titelverteidiger eine bittere Enttäuschung erlebt. Schon auf der ersten Etappe stoppten ihn technische Probleme bei seinem Mini All4 Racing, er kam erst nachts ins Ziel, als die meisten anderen Teilnehmer schon im Bett lagen.

Odyssee durch Hitze und Kälte

Aus deutscher Sicht ist Dirk von Zitzewitz der größte Hoffnungsträger. Der 47-Jährige, der im Vorjahr als Co-Pilot des Südafrikaners Giniel de Villiers auf Platz zwei gerast war, will erneut aufs Podium. "Wir müssen das Spiel perfekt spielen, dürfen uns also keinerlei Fehler erlauben", sagte von Zitzewitz, der im Toyota Hilux für die Navigation zuständig ist: "Ich hoffe, dass ich auch 2016 meinen Beitrag leisten werde, die Großen zu ärgern und ihnen wieder eine dieser schönen Dakar-Trophäen wegzuschnappen."

Die Dakar 2016 beginnt mit einem kurzen Prolog von Buenos Aires nach Rosario, dabei wird die Startreihenfolge für die erste Etappe am Sonntag bestimmt. Es folgen bis zum 16. Januar 13 Etappen und 9246 km Strecke (davon 4792 km, die in die Wertung einfließen) - und das bei nur einem Ruhetag am 10. Januar im argentinischen Salta. Ursprünglich hätte das Spektakel auch durch Peru führen sollen, doch das Naturphänomen El Nino machte den Plan zunichte.

Doch auch so ist es eine wahre Odyssee durch die verschiedensten Elemente: Von der Hitze im Zentrum Argentiniens geht es für Autos, Motorräder, Quads und Trucks nördlich in Richtung Anden und Bolivien - dort werden in mehr 4600 Metern Höhe nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt erwartet. "Die Dakar ist nicht nur technologisch, sondern auch fahrerisch und navigatorisch stets die größte Herausforderung im Motorsport", sagte von Zitzewitz: "Wir sind jedenfalls bereit dafür."

Quelle: n-tv.de

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