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Tote Fische in der Guanabara-Bucht.
Tote Fische in der Guanabara-Bucht.(Foto: REUTERS)

Schauplatz für Segelwettbewerbe: Tote Fische bedrohen Rios Olympia-Traum

Ist Rio de Janeiro wirklich bereit, in diesem Jahr die Olympischen Spiele auszurichten? Ein gigantisches Fischsterben in dem Fluss für die Segelwettbewerbe lässt Zweifel aufkommen. Doch es gibt auch Lichtblicke.

Die Hiobsbotschaften über die schlechte Wasserqualität im Revier der Olympischen Spiele 2016 vor Rio de Janeiro (5. bis 21. August) reißen nicht ab. Tausende tote Fischen schwammen am Mittwoch in Rios verschmutzten Gewässern, nicht weit entfernt vom olympischen Segelrevier. Massen von Fischen waren schon im Oktober 2014 und Februar 2015 gefunden worden. Damals wurden zwölf Tonnen entsorgt.

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Die Behörden machen die Hitze für das Massensterben verantwortlich, aber einige Anwohner zweifeln. "Es ist die Kontamination des Wassers und kein natürliches Phänomen. Das Wasser ist sehr, sehr verschmutzt", sagte Tourismus-Agent Roger Texeira: "Ich denke nicht, das es nötig gewesen wäre, diese Events hier in Rio de Janeiro zu organisieren. Die Bucht wird niemals bereit sein. Die Verschmutzung des Wassers dauert nun schon 30 Jahre an."

Seit Jahren hält das Problem vor Rio die Olympiamacher in Atem. Große Teile des Abfalls der Stadt landen in der Meeresbucht. Immer wieder waren in der Vergangenheit unter anderem tote Tiere, entsorgte TV-Geräte und Möbelstücke in den für Olympia vorgesehenen Gewässern aufgetaucht. Der Segel-Weltverband ISAF hat wegen der massiven Verschmutzung bereits mehrfach seine Besorgnis zu Protokoll gegeben.

Gute Nachrichten gibt es auch

Die Landesregierung hatte eine große Säuberungsaktion in der Guanabara-Bucht gelobt, nun aber zugegeben, das gesetzte Ziel nicht zu erreichen. Das Segelrevier soll aber bis zu den Spielen sauber sein, die Teilnehmer müssen angeblich keine Gesundheitsrisiken fürchten.

Der deutsche Segler Erik Heil war im August in dem verdreckten Olympiarevier bei einer Testregatta erkrankt. Mehrere Infektionen an den Beinen und an der Hüfte mussten ausgeschabt werden. Bei dem Auslöser handelte es sich um multiresistente Keime.

Doch es gibt auch gute Nachrichten aus der Olympiastadt: Die Mordrate ist 2015 auf den niedrigsten Stand seit Beginn einer systematischen Erfassung vor 25 Jahren gesunken. Wie die Zeitung "O Globo" unter Verweis auf das Institut für öffentliche Sicherheit (ISP) berichtete, gab es 1202 Morde. Der Höchststand sei 1994 mit 4081 Morden zu verzeichnen gewesen. Die Zahl der Morde in der 6,5-Millionen-Einwohner-Stadt entspreche einer Rate von 18,6 Morden pro 100-000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland mit über 80 Millionen Einwohnern wurden 2014 der Kriminalstatistik zufolge 298 Menschen ermordet, es gab 561 Mordversuche. Während der Olympischen Spiele im August sollen 85.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein.

Quelle: n-tv.de

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