Knapp vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Kanada, Mexiko und den USA hält sich die Begeisterung der Deutschen in Grenzen. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage für RTL/ntv freuen sich lediglich 26 Prozent auf das Turnier. Das sind kaum mehr als bei einer Umfrage Ende Mai. Zwar wollen mit 52 Prozent etwas mehr Menschen die WM-Spiele verfolgen als vor der WM 2022 in Katar (45 Prozent). Vom Niveau der WM 2018 in Russland, als 76 Prozent die Übertragungen sehen wollten, ist das Turnier jedoch weit entfernt.
Insgesamt gaben 71 Prozent der Befragten an, sich nicht auf die Weltmeisterschaft zu freuen. Besonders groß ist das Desinteresse unter Frauen: Nur 21 Prozent freuen sich auf das Turnier, bei den Männern sind es 31 Prozent. Unter Fußballinteressierten steigt die Vorfreude dagegen auf 52 Prozent.
Wenig Lust auf Public Viewing
Trotz der verhaltenen Grundstimmung plant eine knappe Mehrheit, die Spiele zu verfolgen. 29 Prozent wollen ausschließlich Partien mit deutscher Beteiligung sehen, weitere 23 Prozent auch Begegnungen ohne die DFB-Auswahl. Insgesamt wollen damit 52 Prozent Live-Übertragungen einschalten. Zum Vergleich: Vor der WM in Katar 2022 wollten lediglich 45 Prozent Spiele verfolgen. Vor dem Turnier in Russland 2018 lag der Wert dagegen noch bei 76 Prozent.
Wer die WM verfolgt, will dies fast ausschließlich zu Hause oder bei Freunden tun. 97 Prozent schauen deshalb auf dem Sofa, Public-Viewing-Veranstaltungen spielen mit 11 Prozent nur eine Nebenrolle. Kneipenbesuche planen 9 Prozent ein.
Mehrheit erwartet keinen Stimmungsaufschwung
Anders als bei früheren Turnieren rechnen viele Deutsche nicht damit, dass die WM für eine bessere Stimmung im Land sorgen wird. Nur 23 Prozent glauben, dass das Turnier einen positiven Einfluss auf die allgemeine Atmosphäre in Deutschland haben kann. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) erwarten dies ausdrücklich nicht. Selbst unter Fußballinteressierten ist die Skepsis groß. Lediglich ein Viertel von ihnen geht von positiven Auswirkungen auf die Stimmung im Land aus.
Passend zur geringen Euphorie hält sich auch die Kauflust in Grenzen. Nur sieben Prozent der Befragten haben bereits Fanartikel für die Weltmeisterschaft gekauft. Am häufigsten wurden Trikots oder andere Kleidungsstücke erworben (4 Prozent). 93 Prozent haben bislang überhaupt kein Geld für WM-Merchandise ausgegeben. Rund zwei Drittel haben weniger als 50 Euro für Fanartikel ausgegeben.
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Für die Umfrage befragte Forsa am 5. und 8. Juni 1002 Menschen. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- drei Prozentpunkten.





