Experten eskalieren

"Skandalöse" Entscheidung macht Müller fassungslos

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17.06.2026 | 00:18 Uhr

Mbappé-Aufreger: Wie kann das kein Elfer sein?

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Eine Schiedsrichterentscheidung bringt international Experten auf die Palme: In einem Nahduell zweier Superstars geht es um einen Elfmeter. Dass der nicht gegeben wird, sorgt für Ärger - auch wenn es am Ende folgenlos bleibt.

Der für Frankreichs Superstar Kylian Mbappé nicht gegebene Strafstoß beim 3:1 gegen Senegal sorgt auch nach dem Schlusspfiff für Unverständnis. "Das ist einfach nur ein astreines Foul. Es ist für mich ein absolutes Rätsel, ja skandalös, dass es keinen Elfmeter gibt", sagte der deutsche Ex-Weltmeister Thomas Müller als Experte bei MagentaTV zur vieldiskutierten Szene im ersten Gruppenspiel des Weltmeisters von 2018.

In der 58. Minute war Mbappé in vollem Lauf nach einer Grätsche von Senegal-Star Sadio Mané im gegnerischen Sechzehner zu Boden gegangen, bekam aber keinen Elfmeter. Nicht mal, nachdem der iranische Schiedsrichter Alireza Faghani vom Video-Assistenten zum Check an den Bildschirm geschickt worden war. Auf den TV-Bildern war eine Berührung zu sehen. Faghani verkündete jedoch: "Der Angreifer hat den Kontakt ausgelöst."

Mbappé-Aufreger: Wie kann das kein Elfer sein?

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Müller: "Da keinen Elfmeter zu geben, ist skandalös"

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"Das ist bizarr"

Diese Aussage brachte auch in England die Experten auf die Palme: "Ich verstehe das nicht", sagte der einstige Nationalstürmer Alan Shearer bei der BBC. "Man sieht den Hechtsprung von Mané, und sein linkes Bein trifft Mbappé. Wie kann Mbappé den Kontakt auslösen, wenn er vor ihm steht? Das ist bizarr, wirklich." Der Ex-Profi Pat Nevin setzte noch einen drauf: "Das ist einfach nur Unsinn. Völliger Blödsinn. Auf keinen Fall. Wie kann er [Mbappé] den Kontakt ausgelöst haben? Die unsinnigste Aussage, die ich je gehört habe."

Müller: "Da keinen Elfmeter zu geben, ist skandalös"

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Der Unparteiische sorgte nach dem Check zudem dafür, dass durch seine missverständliche Geste und kaum verständliche Ansage die Spieler, die Zuschauer im Stadion und Fernsehzuschauer erst mal rätselten, was nun seine endgültige Entscheidung gewesen war.

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Auch der langjährige Bundesliga-Referee Patrick Ittrich sagte bei MagentaTV: "Er schneidet ihm den Weg ab, der trifft ihn auch. Einfach nur Foul, Strafstoß, fertig. Das Announcement war für mich nicht eindeutig. Er wollte wahrscheinlich Abstoß anzeigen." Das Vorgehen des Spielleiters in dieser Szene sei "ein bisschen irreführend" und "nicht so glücklich gelaufen".

Verwendete Quellen: ntv.de, ter/dpa