Mauricio Pochettino sieht seine Aufgabe als Fußball-Nationaltrainer der USA kurz vor dem Beginn der Weltmeisterschafts-Endrunde differenziert. Auf der einen Seite will der Argentinier die Hymne des von vielen Seiten kritisierten Co-Gastgebers nicht mitsingen, auf der anderen Seite will er das Land gut vertreten.
"Ich repräsentiere die USA nur durch den Sport. Dafür werde ich bezahlt", sagte Pochettino, der einst bei den Tottenham Hotspur zum Starcoach wurde, mit seiner Mannschaft am Samstag (3 Uhr/MagentaTV und im Liveticker bei ntv.de) in Los Angeles auf Paraguay trifft, der "Süddeutschen Zeitung": "Die Hymne zum Beispiel – ich werde sie nicht mitsingen. Aber ich werde alles geben, um das Land würdig zu vertreten."
Die politischen Debatten rund um die Regierung unter Präsident Donald Trump will der Coach von seinem Team fernhalten. "Wir sind alle sensibel gegenüber Ungerechtigkeit in der Welt", äußert der 54-Jährige: "Niemand will Gewalt auf der Welt, alle wollen, dass alle glücklich sind, genug zu essen haben. Aber unsere Aufgabe ist es, ein Team auf eine WM vorzubereiten."
Seine Hoffnung für die WM sei es, "gute Emotionen zu erzeugen", sagte Pochettino: "Zuneigung, Freude, Hoffnung, Liebe, Empathie. Fußball vereint Menschen aller Kulturen, Religionen, Hautfarben. Unsere Verantwortung ist es, zu verbinden – nicht mehr Hass zu erzeugen. Trainer und Spieler müssen Botschaften des Aufbaus senden, nicht der Zerstörung. Damit diejenigen, die wirklich etwas verändern können, durch uns lernen, dass es einen anderen Weg gibt."




