Heidi UlrichDas war Donnerstag, der 5. Juni 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
ein sehr USA-lastiger Nachrichtentag endet mit einer Schlammschlacht. US-Präsident Trump und der reichste Mensch der Welt, Elon Musk, überziehen sich in sozialen Medien mit Vorwürfen. Abseits des Streits waren heute auch diese Meldungen wichtig:
Für Merz ist Trump "Schlüsselfigur" zur Beendigung von Ukraine-Krieg
Merz besucht Trump: Besser hätte das Treffen kaum beginnen können - Ein Kommentar von Volker Petersen
Nagelsmann verwirft ursprünglichen Plan mit Stürmer Woltemade
Ermittler beenden Suchaktion nach Maddie - Ergebnisse nicht publik
Ich wünsche Ihnen noch einen erholsamen und schönen Abend!
Bundestag hebt Immunität von zwei Abgeordneten auf
Der Bundestag hat zwei Abgeordneten die Immunität entzogen, damit Ermittlungsverfahren durchgeführt werden können. Das betrifft die Linken-Politikerin Gökay Akbulut und den AfD-Politiker Ingo Hahn.
Gegen Akbulut wird wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt, weil sie in einem Zug von Heidelberg nach Stuttgart eine Flasche in Richtung eines Mitreisenden geworfen haben soll. Akbulut hatte auf Instagram gesagt, ein Mann habe sie mit einer Bierflasche beworfen, sexuell belästigt und rassistisch beschimpft.
Hahn soll in sozialen Medien ein Video freigegeben und veröffentlicht haben, in dem die Rede einer Freie-Wähler-Abgeordneten unrechtmäßig aus dem Zusammenhang gerissen und mit anderen Aufnahmen zusammengeschnitten worden sei.
Tesla-Kurs bricht ein, Trump deutet mögliche Folgen für Musk-Firmen an
Als Präsidenten-Berater sollte Elon Musk bei US-Behörden viele Milliarden Dollar einsparen. Jetzt deutet Präsident Donald Trump an, dass er womöglich US-Regierungsaufträge und Fördergelder für Firmen von Elon Musk streichen könnte. "Der einfachste Weg, in unserem Haushalt Milliarden und Abermilliarden Dollar einzusparen, besteht darin, Elons staatliche Subventionen und Verträge zu kündigen", schreibt Trump in einem Social-Media-Beitrag. Vorher war zwischen ihnen ein Streit über ein Steuergesetz eskaliert. Musk hatte die Kostensenkungsbehörde Doge geleitet, Tausende Stellen gestrichen und Regierungsaufträge in Milliardenhöhe einkassiert.
An der Börse ging es für die Tesla-Aktien nach dem öffentlichen Streit noch weiter auf Talfahrt. Die Aktien fielen um rund neun Prozent. Zuvor lagen sie drei Prozent im Minus.
Trump will Deutschland besuchen
Es steht ein Deutschland-Besuch von US-Präsident Trump an. Dieser habe seine Einladung angenommen, sagt Kanzler Merz im Ersten. "Die Teams werden nach einem Termin suchen."
Wenn es denn soweit ist, geht es womöglich auch in die Pfalz. Trumps Vorfahren stammen aus dem Winzerort Kallstadt. Schon letzten Monat hatte Merz gesagt, dass er die Gegend gemeinsam mit Trump besuchen könnte.
Langer Streit zwischen Rewe und Kellogg's-Produzent vorbei
Seit etwa zweieinhalb Jahren sind die Frühstückscerealien von Kellogg's aus den Regalen bei Rewe verschwunden. Bald sollen sie zurückkehren. Denn Rewe und der US-Hersteller Kellanova haben ihren Preis-Streit beigelegt, wie es aus Unternehmenskreisen von Rewe heißt. Wann genau "Froot Loops", "Smacks", "Frosties" und "Choco Krispies" wieder im Regal stehen werden, ist noch nicht bekannt. Ob der Preis dann deutlich höher sein wird als vorher, wird sich zeigen. Übrigens auch bei Edeka und Netto, wo die Kellogg's-Produkte ab Mitte des Monats wieder erhältlich sein sollen. Laut Edeka hatte Kellanova im Jahr 2023 die Preise um bis zu 45 Prozent erhöhen wollen. Das war Edeka zu viel und der US-Produzent stoppte die Lieferung.
Sicherlich hat nicht jeder verarbeitete Frühstücksprodukte wie "Froot Loops" vermisst. Doch Supermärkte müssen befürchten, dass Kunden ihren Wocheneinkauf woanders erledigen, wenn sie eben unbedingt Produkte von dieser Marke haben wollen.
Moskau und Nato fahren zeitgleich Schiffe in Ostsee auf
Vor der deutschen Ostseeküste beginnt das jährliche Nato-Übungsmanöver. Dutzende Wasser- und Luftfahrzeuge üben Einsätze. Zeitgleich hält auch Russland Militärmanöver in der Ostsee ab. Auch deshalb gibt sich die Nato Mühe, den Trainingscharakter ihrer Operation zu betonen.
Bundestag beschließt automatische Diäten-Anpassung
Es bleibt dabei: Die Diäten der Bundestagsabgeordneten werden einmal pro Jahr analog zur Lohnentwicklung automatisch angehoben. Das hat der Bundestag beschlossen. Die AfD und die Linke stimmten dagegen. Die automatische Anpassung gibt es seit 2014. Jeder neu gewählte Bundestag muss aber entscheiden, ob das Verfahren bis zur nächsten Wahl beibehalten wird.
Ähnlich wie bei der Rente wird die sogenannte Abgeordnetenentschädigung jedes Jahr zum 1. Juli an die Entwicklung der Durchschnittslöhne angepasst. Das gilt auch, wenn diese gesunken sein sollten. Derzeit bekommen die Parlamentarier 11.227,20 Euro pro Monat, die versteuert werden müssen. Dazu kommt eine steuerfreie monatliche Kostenpauschale von aktuell bei 5349,58 Euro.
Musk und Trump streiten sich
US-Präsident Donald Trump und Tech-Milliardär Elon Musk streiten sich und teilen dabei gegeneinander aus. Entzündet hatte sich der Streit an Trumps Steuergesetz – Musk hatte es scharf kritisiert. Trump zeigt sich nun vor den Augen der Weltpresse "sehr enttäuscht" über Musks Kritik. "Elon und ich hatten ein großartiges Verhältnis. Ich weiß nicht, ob wir das noch haben werden", sagt Trump im Weißen Haus.
Auf seiner Online-Plattform X schlägt Musk zurück: "Ohne mich hätte Trump die Wahl verloren." Und er fügt hinzu: "So eine Undankbarkeit." Musk hatte mehr als 250 Millionen Dollar für Trumps Wahlkampf gespendet. Außerdem machte er persönlich Wahlkampf für ihn unter anderem im wichtigen Bundesstaat Pennsylvania. Trump sagt nun, er hätte in Pennsylvania auch ohne Musk gewonnen - und scheint damit die Attacke des Tech-Milliardärs provoziert zu haben.
Tigerbaby im Zoo Magdeburg vermutlich erdrückt
Die Geburt von fünf Sibirischen Tigern hatte beim Zoo Magdeburg Ende Mai für Freude gesorgt. Doch nun ist eines der Jungtiere gestorben. Der Zoo vermutet einen Unfall. Die erstgebärende Tigerin habe sich wohl während einer Ruhephase versehentlich auf eines der Jungtiere gelegt und es mit ihrem Gewicht erdrückt, teilt der Zoo mit. Eine Sektion soll nun die genaue Todesursache klären. Den Angaben nach entwickeln sich die anderen Tigerbabys gut.
Bei verspäteten Flügen soll erst später Entschädigung fließen
Fluggäste sollen nach dem Willen der EU-Staaten künftig erst nach vier Stunden Verspätung entschädigt werden - und nicht wie bisher nach drei Stunden. Dafür spricht sich eine Mehrheit der EU-Verkehrsminister bei einem Treffen in Luxemburg aus, wie aus Diplomatenkreisen verlautet.
Die Vier-Stunden-Regel soll für Distanzen bis 3500 Kilometer gelten. Für längere Flugreisen ist eine Frist von sechs Stunden vorgesehen.
Was bisher gilt: Ab drei Stunden Verspätung besteht laut Fluggastrechteverordnung ein Anspruch auf Entschädigung, sofern die Airline diese verschuldet. Bei Flügen bis 1500 Kilometer sind es 250 Euro, bei Flügen bis 3500 Kilometer 400 Euro und bei Langstreckenflügen mit mehr als 3500 Kilometern sind es 600 Euro.
In Stein gemeißelt sind die neuen Regeln noch nicht: Das Europaparlament kann noch Änderungen vornehmen und muss ihnen zustimmen.
Trump will "großartige Beziehung" zu Deutschland
Die Begegnung zwischen Trump und Merz im Weißen Haus beginnt soweit harmonisch: Trump sagt, er wolle eine "großartige Beziehung" zu Deutschland und nennt Merz "einen großartigen Kanzler für Deutschland". Mit Blick auf den Zollstreit gibt der US-Präsident ein Handelsabkommen als Ziel an. Zudem wiederholt Trump seine Forderung, dass Deutschland mehr Geld für Verteidigung ausgeben solle. Merz betont die Verbundenheit zwischen beiden Staaten. Deutschland habe den USA viel zu verdanken, sagt er. Im Laufe der Presserunde wird es konkreter: Trump versichert, dass die in Deutschland stationierten US-Truppen dort auch bleiben. Zudem kündigt er nach seinem Telefonat mit dem chinesischen Präsidenten Xi an, demnächst nach China zu reisen.
Hubschrauber setzt Bewohner im Lötschental ab
Rückkehr ins Katastrophengebiet gut eine Woche nach dem Gletscherabbruch: Per Hubschrauber sind 13 Bewohner in den Randgebieten des verschütteten Dorfes Blatten in der Schweiz abgesetzt worden. Sie konnten das Nötigste aus ihren Häusern holen, wie der Führungsstab mitteilte. Die Häuser in den Weilern Eisten und Weissenried außerhalb Blattens waren von der Gerölllawine weitgehend verschont geblieben.
Die Lage im Katastrophengebiet bleibt gefährlich: Geologen sagen, dass es am Kleinen Nesthorn noch immer zu Felsabbrüchen kommt. Auch habe es Erdrutsche im Bereich des ehemaligen Birschgletschers gegeben. Die Aufräumarbeiten haben daher noch nicht begonnen. Dem Gletscherabbruch letzte Woche Mittwoch waren tagelange Felsabbrüche vorausgegangen. Große Teile von Blatten wurden unter einer Lawine aus Schutt und Eis begraben oder überschwemmt. Das hinter dem Schuttberg aufgestaute Wasser der Lonza laufe langsam ab, heißt es.
Deutscher Lkw-Fahrer knackt verrückten Weltrekord
In der 19.000-Einwohner Stadt Oschersleben in Sachsen-Anhalt stellt ein Bundeswehr-Offizier und Lkw-Enthusiast einen skurrilen Rekord auf. Er fährt rückwärts. Und fährt rückwärts. Und fährt noch weiter rückwärts. Hinter der Aktion steckt mehr als nur eine seltsame, schier endlose Rekordjagd.
Türkei versenkt T-62-Kampfpanzer im Mittelmeer
Die Türkei schickt einen ausrangierten Kampfpanzer des Typs T-62 auf den Meeresgrund. Das Kriegsgerät ist mehr als acht Meter lang und 45 Tonnen schwer. Die Aktion ist Teil eines größeren Projekts, das den Golf von Saros als Touristenort stärken soll. Auch ein Airbus ist bereits im Wasser gelandet.
Im Fall Maddie kommt schweres Gerät zum Einsatz
18 Jahre nach dem Verschwinden von Madeleine McCann läuft im Süden Portugals wieder eine Suchaktion. Die Zeitung "Correio da Manhã" berichtet von einem 50 Hektar großen abgesperrten Bereich nahe des Badeortes Praia da Luz, wo das Mädchen einst verschwunden war. Der Zeitung zufolge wurden bei der Suche seit Anfang der Woche mehrere verlassene Häuser sowie Brunnen und Zisternen in Augenschein genommen. Auch ein Bagger sei zum Einsatz gekommen, heißt es. Am Mittwoch sei aus der Ruine eines Hauses eine Kiste getragen worden, über deren Inhalt jedoch nichts bekannt wurde. Was die deutschen Behörden veranlasst hat, die neue Suchaktion zu starten, ist nicht bekannt. Ermittler verdächtigen Christian B., ein vorbestrafter deutscher Sexualstraftäter, das Mädchen entführt und ermordet zu haben. Es gibt keine Anklage gegen ihn im Fall Maddie; es gilt die Unschuldsvermutung.
Trump und Xi haben miteinander telefoniert
Inmitten des anhaltenden Handelskonflikts hat US-Präsident Trump nach Angaben Pekings mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi telefoniert. Das berichtet Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
Setzt Trump auf Provokation? Womöglich Stolperfalle für Merz ausgelegt
Bereits mehrmals ist es beim Empfang von ausländischen Staatsgästen bei US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus zu einem Eklat gekommen. Gegen 17.30 Uhr unserer Zeit wird es also interessant - dann beginnt der Empfang von Bundeskanzler Friedrich Merz. Welchen Ton wird der US-Präsident vor laufenden Kameras im Oval Office anschlagen und wird es überraschende Gesprächsthemen geben? Neben den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie den Strafzöllen soll Trump einen weiteren Gesprächspunkt eingeplant haben. Die "New York Times" schreibt unter Berufung auf einen Mitarbeiter im Weißen Haus, Trump wolle "wahrscheinlich" über eine angebliche Einschränkung der Meinungsfreiheit in Deutschland sprechen - ein Vorwurf, der häufig von Rechtspopulisten erhoben wird. Eine Auffälligkeit gibt es beim Merz-Besuch schon: Das gemeinsame Mittagessen der beiden wurde Berichten zufolge nach hinten verschoben. Somit steht zuerst das Treffen mit der Presse im Oval Office an. Das heißt, ein kurzes vorheriges Kennenlernen und die Gelegenheit, zuerst ohne die Öffentlichkeit miteinander zu sprechen, fallen offenbar weg. In der "New York Times" ist von einer möglichen "Stolperfalle" die Rede.
Riesenhai taucht vor Spaniens Küste auf
Zuletzt kommt es in europäischen Gewässern nahe der Küste immer häufiger zu Hai-Sichtungen, so wie jüngst im spanischen Marbella. Dort ragt auf einmal die Rückenflosse eines Riesenhais aus dem Wasser - die Art gilt jedoch als für Menschen ungefährlich.
EZB treibt Senkungskurs voran - Leitzins fällt auf zwei Prozent
Die Europäische Zentralbank (EZB) senkt ihre Leitzinsen vor dem Hintergrund der abgeschwächten Inflation und der US-Zollpolitik erneut um 0,25 Prozentpunkte. Der zentrale Leitzins, der auch für Sparer wichtige Einlagenzins, liegt damit bei 2,0 Prozent, wie die Notenbank in Frankfurt am Main im Anschluss an ihre Sitzung mitteilt. Es ist die siebte Leitzinssenkung in Folge und die achte seit Mitte vergangenen Jahres.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Für Lukas Märkle übernehme ich, Heidi Ulrich. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag! Bei Hinweisen zur Rubrik "Der Tag" erreichen Sie mich über heidi.ulrich(at)ntv.de. Bei allgemeinen Hinweisen rund um ntv.de können Sie an leser(at)ntv.de schreiben.
80 Lämmer tot: Goldschakal frisst sich auf Sylt satt
Auf Sylt kann die Jagd auf einen für die Tötung von fast 80 Lämmern verantwortlichen wilden Goldschakal beginnen. Das schleswig-holsteinische Landesamt für Umwelt erteilte eine Ausnahmegenehmigung zur sogenannten Entnahme des üblicherweise streng geschützten Raubtiers, wie das Umweltministerium in Kiel mitteilte. Diese trat um 0 Uhr in der Nacht in Kraft. Jagdberechtigte auf der Nordseeinsel dürften den Schakal bei Sichtung seither erschießen.
Das Tier riss nach Angaben des Landesumweltministeriums auf Sylt vor etwa zwei Wochen innerhalb weniger Tage 76 Lämmer. Zum Schutz der unter anderem für den Küstenschutz wichtigen Deichschäferei auf der Insel kündigte dieses daher vor wenigen Tagen den Erlass einer Ausnahmegenehmigung für einen Abschuss an. Die dauerhafte Anwesenheit des Schakals sei nicht tragbar.
Kleingartenstreit eskaliert völlig: 84-Jähriger schlägt mit Beil zu
Bei einem blutigen Streit um das Schneiden einer Hecke hat ein 84-jähriger Mann laut Polizei seinen 64 Jahre alten Nachbarn in einer Kleingartenanlage in Lünen bei Dortmund mit einem Beil schwer verletzt. Der 64-Jährige sei am Oberkörper, Arm und Kopf getroffen worden und liege im Krankenhaus, berichtete ein Polizeisprecher. Der Angreifer muss mit einem Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung rechnen.
Dem Senior habe offenbar der Zustand der Hecke seines Nachbarn nicht gefallen. Deshalb habe er das Grundstück des 64-Jährigen eigenmächtig betreten und dort die Hecke geschnitten, berichtete der Sprecher. Als der Jüngere das bemerkt habe, sei es am frühen Mittwochabend zum Streit gekommen - zunächst verbal, dann habe der Senior mehrfach mit dem Beil zugeschlagen. Andere Nachbarn stoppten ihn und nahmen ihm das Beil ab.
12-Meter-Jacht fliegt nach dem Tanken in die Luft
Es sollte nur ein kurzer Tankstopp werden, doch beim Ablegen in der Türkei fliegt eine zwölf Meter lange Jacht in die Luft. Drei Menschen werden verletzt, darunter die beiden Bootsinsassen.
Nato beschließt größtes Aufrüstungsprogramm seit dem Kalten Krieg
Die Nato hat angesichts der Bedrohung durch Russland das größte Aufrüstungsprogramm seit den Zeiten des Kalten Krieges beschlossen. Es sieht vor, die Fähigkeiten zur Abschreckung und Verteidigung in den kommenden Jahren extrem auszubauen.
Tödlicher Crash: 19-Jähriger stirbt bei Unfall
Ein 19 Jahre alter Autofahrer ist bei einem Unfall auf der Bundesstraße 241 nahe Northeim ums Leben gekommen. Nach den bisherigen Ermittlungen wollte eine 22-Jährige zwischen Northeim und Hammenstedt ein vor ihr fahrendes Auto eines 22-Jährigen überholen.
Dabei übersah sie offensichtlich den entgegenkommenden Verkehr. Es kam zum Zusammenstoß mit dem Auto des 19-Jährigen, das gegen den Wagen des 22-Jährigen geschleudert wurde. Der 19-Jährige wurde in seinem Auto eingeklemmt und starb noch am Unfallort. Die Unfallverursacherin kam schwerstverletzt ins Krankenhaus. Der 22-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde am Unfallort medizinisch versorgt.
Fragen an Trump: Demokraten untersuchen Musks angeblichen massiven Drogenkonsum
Ein Demokrat im Repräsentantenhaus, der einem wichtigen Untersuchungsausschuss angehört, fragt Präsident Donald Trump, ob er von dem angeblichen Drogenkonsum von Elon Musk gewusst hat. Das berichtet das Nachrichtenportal Axios.
Stephen Lynch spielt dabei auf Berichte vom vergangenen Wochenende an. So hatte die "New York Times" eine Darstellung verbreitet, laut welcher Elon Musk im Wahlkampf vergangenen Jahres massiv Drogen konsumiert habe. Musk bestreitet das. Laut dem Bericht soll sein Ketamin-Konsum sogar zu Blasenproblemen geführt haben. Darüber hinaus soll der Tesla-Chef auch psychedelische Pilze sowie Ecstasy konsumiert haben.
Wölfe im Visier: Schnellerer Abschuss kann kommen
Die 27 EU-Länder haben eine Gesetzesänderung für den schnelleren Abschuss von Wölfen endgültig abgesegnet. Der Rat der Mitgliedstaaten winkte in Luxemburg den entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission durch. Die Entscheidung galt nach mehreren Verfahrensschritten als Formalie und ist Voraussetzung für eine einfachere Jagd auf Wölfe in Deutschland.
Der Wolf soll mit der nun beschlossenen Änderung nicht mehr als "streng geschützt" gelten, der Erhalt der Art aber weiter sichergestellt werden. Das bedeutet, dass die Voraussetzungen für den Abschuss von Wölfen künftig deutlich vereinfacht werden sollen. Anders als bislang sind dann etwa keine aufwendigen DNA-Analysen mehr nötig.
Söder will "Harvard-Exilcampus" in Bayern
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder würde gerne Studentinnen und Studenten, die künftig aufgrund des Streits mit dem US-Präsidenten nicht mehr an der Elite-Universität Harvard lernen können, nach Deutschland holen. "Ich kann auch wirklich nur sagen: Bitte alles nach Deutschland, gerne auch nach Bayern", sagte Söder im "Frühstart" von RTL/ntv. Er könne die Entscheidung von Donald Trump nicht verstehen, diese nicht mehr einreisen zu lassen und finde sie auch nicht gut. Es gäbe in Bayern die größte Infrastruktur für Universitäten, daher wolle er das Angebot auch an den Bund machen: "Wir bieten da gern an, sozusagen diesen Exilcampus für Harvard in Bayern sofort zu machen."
Um das zu ermöglichen, müssten der Bund und Bayern aber viel Geld in die Hand nehmen. Im Vergleich zu den USA können in Deutschland bisher nur vergleichsweise begrenzte finanzielle Mittel geboten werden - bei Gehältern und wissenschaftlichen Budgets.
Unglaublich gefährlich: Polizei warnt vor Brückenteufel
Immer wieder kommt es zu Fällen, in denen Menschen schwere Gegenstände von Autobahnbrücken auf Fahrbahnen fallen lassen. Für Verkehrsteilnehmer kann das schnell tödlich enden. In Niedersachsen kommt es jetzt, vor dem Pfingstwochenende, gleich zu mehreren solchen Aktionen.
"Lebendig begraben" in Ungarn-Knast: Deutsche linksextreme Person tritt in Hungerstreik
Maja T. steht seit Februar 2025 wegen mutmaßlicher Angriffe auf vermeintliche und tatsächliche Teilnehmer einer rechtsextremen Veranstaltung vor Gericht. Die non-binäre Person sitzt bereits monatelang in Ungarn in Untersuchungshaft. Jetzt tritt sie gegen die Maßnahmen in den Hungerstreik.
"Da seit elf Monaten eine menschenunwürdige Langzeiteinzelhaft auf meine rechtswidrige Auslieferung nach Ungarn folgt, wähle ich die letzte mir verbliebene Protestform - den Hungerstreik, denn ich ertrage diese Situation nicht mehr", heißt es in einer Mitteilung, aus welcher die Tagesschau zitiert. "Hier in Ungarn bin ich in Isolationshaft lebendig begraben." Über die Zustände in Haft äußerte sich T. bereits in der Vergangenheit kritisch. Kakerlaken und Bettwanzen sind in der Haftanstalt keine Seltenheit. Die Versorgung mit Lebensmitteln sei zudem "mangelhaft"
Die Auslieferung von T. nach Ungarn wurde vom Bundesverfassungsgericht für rechtswidrig erklärt. Zu diesem Zeitpunkt war die Person allerdings bereits von den Behörden nach Ungarn überstellt worden.
Trump schmiedet Allianz mit als "Pocahontas" geschmähter Demokratin
Donald Trump findet plötzlich eine ganz neue Verbündete - zumindest bei einem Thema: die Demokratin und Senatorin Elizabeth Warren. Besonders während seiner ersten Amtszeit schoss Trump regelmäßig gegen die Liberale und bezeichnete sie abfällig als "Pocahontas".
Jetzt finden die beiden zu Einigkeit bei der Abschaffung der Schuldenbremse. "Die Schuldenobergrenze sollte vollständig abgeschafft werden, um eine wirtschaftliche Katastrophe zu verhindern. Sie ist zu verheerend, um sie in die Hände von Politikern zu legen, die sie trotz der verheerenden Auswirkungen, die sie auf unser Land haben könnte, anwenden wollen", schreibt der Republikaner in einem Beitrag auf Truth Social.
Hier stimme er "nach all den Jahren" einmal mit Warren überein, so Trump. Die Demokratin hatte zuvor bereits gefordert, diese per Gesetz abzuschaffen, um eine "wirtschaftliche Katastrophe" zu verhindern.
Pistorius: Brauchen bis zu 60 000 aktive Soldaten mehr
Die Bundeswehr braucht für die neuen Nato-Planungsziele zur verstärkten Verteidigungsfähigkeit bis zu 60.000 Soldaten zusätzlich in der aktiven Truppe. Das sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius in Brüssel vor einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister, in dem die neuen Ziele gebilligt werden sollen.
"Wir gehen davon aus - das ist aber auch nur eine Daumengröße, um es klar zu sagen - dass wir rund 50.000 bis 60.000 Soldatinnen und Soldaten in den stehenden Streitkräften mehr brauchen als heute. Und gleichzeitig wird sich die Frage natürlich stellen: Reicht der neue Wehrdienst aus über die nächsten Jahre?", sagte Pistorius.
Nach wochenlangen Bauarbeiten: Bahn gibt wichtige Strecke wieder frei
Die Schnellbahnstrecke Mannheim-Stuttgart ist nach wochenlanger Sperrung von Freitag (21.00 Uhr) an wieder offen. Die Sanierungsarbeiten am Freudensteintunnel bei Knittlingen (Enzkreis) würden wie geplant abgeschlossen, sagte eine Sprecherin der Bahn. Der Betrieb werde ohne Einschränkungen wieder aufgenommen. Künftig könnten Reisende wieder mit den ICE-Direktzügen in einer Stunde und 17 Minuten von Stuttgart zum Frankfurter Flughafen kommen.
Die Strecke war seit Ostern sieben Wochen lang gesperrt. Zehntausende Reisende waren von längeren Fahrzeiten und Zugausfällen betroffen. Züge des Fern-, Nah- und Güterverkehrs wurden umgeleitet. Einzelne Verbindungen entfielen demnach aber auch.
Trump-Regierung gestoppt: Richter setzt Abschiebung von Familie eines "Terroristen" aus
Ein Richter in den USA hat die Abschiebung der Familie des mutmaßlichen Angreifers auf jüdische Demonstranten im US-Bundesstaat Colorado mit zwölf Verletzten vorläufig ausgesetzt. Richter Gordon Gallagher untersagte Heimatschutzministerin Kristi Noem, dem amtierenden Direktor der Einwanderungs- und Grenzschutzbehörde ICE, Todd Lyons, sowie dem örtlichen ICE-Chef per einstweiliger Verfügung, die Frau des mutmaßlichen Täters und ihre fünf Kinder aus Colorado oder den USA abzuschieben.
Die Verfügung gelte so lange, "bis dieses Gericht oder das Berufungsgericht für den zehnten Gerichtsbezirk diese Anordnung aufhebt". Zwei Tage nach dem brutalen Angriff auf jüdische Demonstranten im US-Bundesstaat Colorado mit zwölf Verletzten haben die Behörden die Familie des Verdächtigen Mohamed Sabry Soliman in Gewahrsam genommen.
Noem nannte den Verdächtigen in einem auf X verbreiteten Video einen "Terroristen". Dieser werde "mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt". US-Präsident Donald Trump hatte den Angriff mit Molotow-Cocktails am Montag als "Terrorakt" verurteilt.
"Vollkommen richtig": Bundestag will sich selbst Gehaltserhöhung um 606 Euro verpassen
Die SPD hat die im Bundestag geplante Verlängerung einer Regelung zur automatischen Diätenanpassung verteidigt. Der Mechanismus sei vollkommen richtig, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Dirk Wiese. "Wenn die Nominallohnentwicklung positiv ist, kriegen wir auch eine entsprechende Anpassung. Ist sie negativ, sinken bei uns auch die Abgeordnetendiäten." Ähnlich argumentiert auch die Union.
Die Fraktionen von CDU/CSU und SPD wollen die bisher geltende Regelung auch für diese Wahlperiode verlängern, wonach die Diäten automatisch jährlich zum 1. Juli entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung angepasst werden. Dies muss, um weiterhin zu gelten, zu Beginn einer jeden neuen Legislaturperiode beschlossen werden.
Angriff auf Balkon im 17. Stock: Zeugin legt gegen Sean "Diddy" Combs nach
Im Prozess gegen Sean "Diddy" Combs hat eine frühere Bekannte von dessen Ex-Freundin Cassie Ventura über einen mutmaßlichen Angriff auf einem Balkon im 17. Stockwerk eines Wohnhauses berichtet. Der Rapper habe sie gepackt, auf das Balkongeländer gehoben und sie dort etwa 15 Sekunden lang festgehalten, sagte Bryana Bongolan vor Gericht in New York aus. Dabei habe er geschrien, dass sie wüsste, was sie getan habe. Die Designerin betonte, sie wisse bis heute nicht, was der Auslöser war. Sie habe Angst gehabt, in die Tiefe zu stürzen.
Ihren Angaben zufolge spielte sich der Vorfall im Jahr 2016 in Venturas Wohnung ab. Combs habe sie auch noch gegen einen Tisch geworfen, bevor Ventura eingegriffen habe, um den Angriff des Rappers zu stoppen. Sie sei verletzt worden und leide immer noch unter Albträumen.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
Bundeskanzler Friedrich Merz trifft heute den US-Präsidenten Donald Trump. Der neue deutsche Regierungschef macht dem Mann im Weißen Haus seine Aufwartung. Bisher deuten die Vorzeichen darauf hin, dass der Besuch harmonisch verlaufen dürfte - trotz vieler strittiger Themen zwischen den beiden Seiten. Alleine die Themen Zölle und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine bieten mehr als genug Gesprächsstoff.
Merz wird nun in Washington als die Person in Europa angesehen, die einen auch für Trump erfolgreichen Nato-Gipfel Ende Juni mitorganisieren kann. Aus deutscher Sicht soll die Supermacht USA im Gegenzug ihr Bekenntnis zum Schutz Europas erneuern.
Das wird heute sonst noch wichtig:
Die Landeschefs treffen sich zur Ministerpräsidentenkonferenz, bei welcher die Beschränkung der Migration und die Wirtschaft eine große Rolle spielen dürften.
Deutschland und den anderen Mitgliedstaaten werden neue nationale Planungsziele zugewiesen, sie sollen bei dem Nato-Verteidigungsministertreffen formell angenommen werden.
Die Baltic Operations (Baltops), das größte Marine-Manöver in der Ostsee, startet heute.
Außenminister Johann Wadephul empfängt seinen israelischen Amtskollegen Gideon Saar.
Die EZB gibt eine Entscheidung über die mögliche Anpassung des Leitzinses bekannt.
Cold Case: Mordprozess beginnt fast 30 Jahre nach tödlicher Bluttat.
Der Europäische Drogenbericht 2025 wird vorgestellt.
In der Berufungsverhandlung des ehemaligen Schiedsrichters Manuel Gräfe gegen den DFB wird das Urteil verkündet.
In der Nations League treffen in Stuttgart am Abend Spanien und Frankreich aufeinander.
Über alle Entwicklungen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine informieren wir Sie im entsprechenden Liveticker.
Soweit ein kurzer Überblick. Über alles Wichtige, was heute geschieht, halten meine Kolleginnen und Kollegen Sie auf dem Laufenden bei ntv.de. Mein Name ist Lukas Märkle und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten auf diesem Kanal.
Für Fragen, Anmerkungen und Feedback erreichen Sie mich unter lukas.maerkle(at)ntv.de
Starten Sie gut in den Tag!
"Verschwörung"? Trump ordnet Untersuchung wegen Bidens Zustand an
US-Präsident Donald Trump hat eine Untersuchung gegen das Umfeld seines demokratischen Vorgängers Joe Biden wegen der angeblichen Vertuschung von dessen Gesundheitszustand angeordnet. Trump habe den Anwalt des Weißen Hauses beauftragt, "im Rahmen der gesetzlichen Grenzen zu untersuchen, ob bestimmte Personen sich verschworen haben, um die Öffentlichkeit über Bidens Geisteszustand zu belügen", hieß es in einem von der US-Regierung veröffentlichten Text.
Diese "Verschwörung" sei "einer der gefährlichsten und beunruhigendsten Skandale in der amerikanischen Geschichte", hieß es in dem Memorandum weiter.
Heldenhafte Tat: Zeugen verhindern Überfall in Supermarkt
An einer Supermarktkasse in Nürnberg haben mehrere Menschen einen Überfall vereitelt. Der Täter ist nun ohne Beute auf der Flucht. Der maskierte Mann soll am Abend mit einer Waffe eine Angestellte bedroht und Bargeld verlangt haben, wie die Polizei mitteilte.
Als er an die Kasse gefasst habe, hätten mehrere umstehende Menschen ihn zunächst festgehalten, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann habe sich losreißen und flüchten können.