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Wieder was gelernt So sehen Blinde das Internet

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(Foto: imago images / Panthermedia)

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Kurz auf dem Smartphone das Wetter prüfen oder eine Mail auf dem Rechner lesen. Das ist nicht nur für sehende Menschen Alltag, sondern auch für Sehbehinderte oder Menschen, die komplett blind sind. Aber wie orientieren sie sich auf Touchscreen und Bildschirm, ohne etwas zu sehen?

Das hören Sie in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

In Deutschland leben laut Schätzung des Blinden- und Sehbehindertenverbands etwas mehr als eine Million Menschen mit stark eingeschränktem Sehvermögen. Der Blick aufs Smartphone oder ins Internet ist für Blinde nicht einfach, geht aber dank moderner Technik immer besser, sagt Kevin Barth. Er ist seit seiner Geburt fast komplett blind, kann nur hell und dunkel sowie Schatten auf wenige Meter erkennen. Wenn er am Rechner sitzt, hilft ihm ein sogenannter Screenreader:

"Ich habe eine Software installiert, die mir den Inhalt des Bildschirms vorliest. Ich bin in der Lage, den Rechner ganz normal über die Tastatur zu bedienen und das Programm gibt mir den kompletten Bildschirminhalt wieder, was bei Internetseiten meist sehr gut funktioniert. Das Programm hat nur dann das eine oder andere Problem, wenn die Seite mit Werbung überfrachtet ist. Aber es wird alles von Zeit zu Zeit besser."

Auch am Smartphone nutzt Kevin Barth einen Sprachassistenten. Die sind im Gegensatz zum PC sogar voreingestellt, sowohl bei IOS- als auch bei Android-Geräten. In den Einstellungen lässt sich das Smartphone mit wenigen Fingertipps "umrüsten". Wie so ein Sprachassistent klingt und wo dieser an seine Grenzen stößt, hören Sie im Podcast.

Quelle: n-tv.de

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