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Beim Kuscheln erwürgt Brite bezahlt Schlangenliebe mit dem Leben

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Dan Brandon liebte es, sich mit seinen Schlangen in sozialen Netzwerken zu zeigen.

(Foto: Facebook/danbrandon)

Dan Brandon liegt mit ungewöhnlichen Verletzungen tot in seiner Wohnung. Jetzt steht fest: Der Brite ist von seiner Lieblings-Python stranguliert und getötet worden.

Dan Brandon liebte die Wildnis. Er war verrückt nach Schlangen, Spinnen, Vögeln und anderen Wildtieren. Doch diese Liebe wurde ihm zum Verhängnis. Ende August 2017 wurde der Brite leblos in seiner Wohnung in Basingstoke, Hampshire, gefunden - mit "schwerwiegenden Verletzungen". Die Ermittler standen vor einem Rätsel. Nun steht das Ergebnis der Autopsie fest: Brandon ist erstickt und somit das erste Todesopfer einer Python in Großbritannien, berichtet die BBC.

Laut Gerichtsmediziner Andrew Bradley gebe es keinen Zweifel daran, dass Brandon "infolge des Kontakts mit Tiny" gestorben sei. Laut des Obduktionsergebnisses habe sie sich um ihn gewunden und ihm die Luft abgedrückt. Brandon hatte demnach keine Chance, sich aus der Todesfalle zu befreien. Das etwa 2,4 Meter lange Weibchen wurde damals direkt neben der Leiche des Mannes gefunden, außerhalb ihrer Behausung.

Brandon hatte dem Bericht zufolge seit 16 Jahren Erfahrungen im Umgang mit Schlangen. Seiner Mutter zufolge war Tiny eine von 10 Schlagen und 12 Vogelspinnen, mit denen ihr Sohn in seinem Zimmer in der elterlichen Wohnung lebte.

Beim Spielen erwürgt

"Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass Brandon gerade mit der Würgeschlange gespielt hat, daran habe ich keinen Zweifel", so Bradley. Dann habe Tiny ihn entweder unerwartet festgehalten oder sie sind in einen anderen Mechanismus gestolpert. Was genau geschah, wird wohl für immer ungeklärt bleiben. Als der 31-Jährige dann aus Atemnot plötzlich zusammensackte, habe sich die Tiny aus Schock unter einem nahen Kasten versteckt. Dort wurde sie später entdeckt.

Brandons Eltern hatten bislang bezweifelt, dass Tiny Schuld am Tod ihres Sohnes hatte. Zum einen hätten er und seine Schlange eine besondere Beziehung gehabt und zum anderen würde es nicht in das Verhalten von Riesenschlangen passen, Menschen zu erwürgen. Tiny sei sein "Baby", sein Liebling gewesen. Als er sie anschaffte, war sie noch so klein, dass sie auf seine Hand passte, so die Mutter. Bis zum Schluss habe er sich nie von Tiny bedroht gefühlt.

Todesfälle mit Würgeschlangen

Eigentlich sind vor allem Giftschlangen für Menschen gefährlich. Dennoch gibt es auch immer wieder Vorfälle mit Würgeschlangen. Im März 2017 war ein Erntehelfer in Indonesien einer vier Meter langen Python zum Opfer gefallen. Er wurde mit Haut und Haar im Magen der Schlange gefunden, nachdem diese wegen ihrer komischen Form anderen Helfern aufgefallen war.

Im Juni 2015 tötete eine als Haustier gehaltene Riesenschlange in Sankt Petersburg ihre 40 Jahre alte Besitzerin. 2013 entkam ein Python in Kanada aus einer Zoohandlung und erwürgte zwei schlafende Jungen im Alter von fünf und sieben Jahren. Die beiden Kinder hatten bei einen Freund übernachtet, als der Python aus der im Erdgeschoss gelegenen Zoohandlung ausbrach und über Lüftungsschächte in die Wohnung kam.

Quelle: n-tv.de, dsi

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