Panorama

Wechselhaft, Hitze, Gewitter Die 30-Grad-Tage kommen

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(Foto: picture alliance/dpa)

In wenigen Tagen beginnt zumindest meteorologisch der Sommer. Und die Quecksilbersäule erklimmt erstmals in diesem Jahr die 30-Grad-Marke. Zuvor aber steht noch der Vatertag an. Und der präsentiert sich wie der bisherige Mai - wechselhaft, wie n-tv Meteorologe Björn Alexander sagt.

In wenigen Tagen beginnt zumindest meteorologisch der Sommer. Und die Quecksilbersäule erklimmt erstmals in diesem Jahr die 30-Grad-Marke. Zuvor aber steht noch der Vatertag an. Und der präsentiert sich wie der bisherige Mai - wechselhaft, wie n-tv Meteorologe Björn Alexander sagt.

n-tv.de: Ein langes Wochenende steht uns bevor. Mit welchem Wetter?

Björn Alexander: Der Beginn ist noch nicht allzu vielversprechend. Und auch die Temperaturen sind zunächst ziemlich verhalten. Doch mit dem Monatswechsel und pünktlich zum meteorologischen Sommerbeginn schaut tatsächlich mal spürbar wärmere Luft bei uns vorbei. Kurzum: von der Kreisklasse starten wir direkt in die Bundesliga durch.

Wie warm wird es?

Der Samstag bringt uns 17 bis 27 Grad Celsius. Am Sonntag sind dann sogar Spitzenwerte bis zu 30 Grad drin. Und auch die nächste Wetterwoche beginnt sommerlich warm bis heiß, bevor kräftige Gewitter drohen und eine erneute Abkühlung bringen.

Die Angst vor einem Dürresommer kursierte ja bereits. Aber derzeit sieht es wohl nicht danach aus, oder?

Zwar gibt es immer noch einige Landesteile, die dringend Regen gebrauchen könnten. Aber eine vergleichbare Dürrewetterlage wie 2018 ist auf jeden Fall nicht in Sicht. Zudem bekamen und bekommen einige Regionen schon ziemlich viel Regen. Im Alpenvorland sowie in den Alpen fällt nämlich nach den teils heftigen Niederschlägen in der letzten Woche derzeit wieder sehr viel Regen. 

Wie viel Liter werden runterkommen?

Bis einschließlich Donnerstag werden es im Süden meistens um die 50 bis 100 Liter pro Quadratmeter. Im Allgäu dürften es lokal auch bis zu 150 Liter pro Quadratmeter werden.  

Mit welchen Gefahren müssen die Menschen rechnen?

Björn Alexander

Von der Kreis- in die Bundesliga, fasst n-tv Björn Alexander das kommende Wettergeschehen zusammen.

Speziell im Allgäu und direkt an den Alpen drohen kleinräumige Überschwemmungen, da der Regen lokal durch Gewitter mit Platzregen verstärkt wird. Für die größeren Zuflüsse Richtung Donau sehen wir aber derzeit keine ganz große Hochwassergefahr. Denn in den Bergen sinkt die Schneefallgrenze bis gegen 1700 Meter Höhe, sodass keine größere Schneeschmelze dazukommt und der Regen sogar eher noch in Form von Schnee gebunden wird. 

Schnee?

So ist es. In den Gipfellagen der Alpen wird bis Donnerstag früh nochmals rund ein Meter Neuschnee fallen. Damit dürften in den kommenden Tagen neuerlich Rekordschneehöhen für Ende Mai vermeldet werden.

Wie viel Schnee liegt denn dort noch?

Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze mit knapp 3000 Metern Höhe, lagen heute in der Früh beispielsweise 6,05 Meter. Vom 2070 Meter hohen Nebelhorn wurde immer noch eine Schneehöhe von 1,95 Meter vermeldet. 

Vom Rekordschnee zum Ehrentag der Herren und Väter. Wie sind die Aussichten für Christi Himmelfahrt?

Der Tag beginnt frisch mit nur 4 bis 9, im Rheinland 10 Grad. Im Osten kann es örtlich sogar Bodenfrost geben. Tagsüber wird es - nach örtlichem Frühnebel - im Süden und Osten recht sonnig und trocken. Im Norden und Westen ziehen hingegen zeitweise dichtere Wolken auf, die stellenweise etwas Regen mitbringen. Dazu erreichen die Temperaturen häufig 19 bis 23 Grad. Wer im Bergland und an der See seinen Bollerwagen spazieren fährt, der wird dies bei frischen 15 bis 18 Grad machen. 

Was bringt uns der Brückentag?

Der Mai 2019 bleibt seinem bisherigen Erscheinungsbild treu und das heißt: Es wird abermals eher durchwachsen mit Sonne und Wolken im Wechsel und besonders im Norden gibt es zeitweise Regen. Die Temperaturen bringen es hierbei auf 16 bis 23, im Breisgau bis 25 Grad. 

Am Samstag beginnt nicht nur der Juni, sondern auch der meteorologische Sommer. Mit welchem Wetter?

Pünktlich stellt sich die Wetterlage um und aus dem Südwesten Europas kommt sommerlich warme Luft zu uns. Somit fällt nur noch ganz im Norden etwas Regen, während es im großen Rest oft schon sonnig und warm weitergeht. Die Temperaturen klettern gerne mal auf 20 bis 26 Grad. Am Oberrhein sind sogar bis zu 27 Grad möglich. 

Wie sieht es am Sonntag aus?

Sehr sonnig und verbreitet 22 bis 28 Grad, am Rhein bis 30 Grad und damit erwartet uns der erste Hitzetag des Jahres 2019. Lediglich die Küstenregionen bleiben im Seewind mit Werten um die 20 Grad frischer.

Welche Entwicklungen sieht die nächste Woche vor?

Am Montag sind nochmals Spitzenwerte zwischen 20 und 30 Grad drin. Allerdings wandert der Hitzeschwerpunkt ostwärts, weil von Westen her teils kräftige Gewitter mit Unwetterpotenzial aufkommen. Anschließend bleibt es wahrscheinlich frühsommerlich warm, aber auch immer wieder wechselhaft.

Quelle: ntv.de