Panorama

100 Millionen Impfdosen EU verhandelt mit Pharmakonzern Novavax

Ein Mann wird geimpft. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Ein Mann wird geimpft: Auf Impfungen ruhen in der Corona-Krise große Hoffnungen.

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild)

In Großbritannien und in den USA wird bereits der Pfizer/Biontech-Impfstoff gegen das Coronavirus verimpft. In der EU steht eine Zulassung kurz bevor. Aber die EU verhandelt auch mit anderen Unternehmen über weitere Dosen - etwa mit Novavax.

Die EU-Kommission verhandelt mit dem US-Unternehmen Novavax über den Kauf von 100 Millionen Dosen Corona-Impfstoff. Es handelt sich um den siebten Vertrag, den die EU mit einem Pharmahersteller schließen will, um sich Chargen des Impfstoffs zu sichern. Europa stünden bei erfolgreichem Vertragsabschluss mehr als zwei Milliarden Dosen Impfstoff zur Verfügung.

"Der geplante Vertrag mit Novavax würde die Möglichkeit bieten, 100 Millionen Dosen zu kaufen - mit der Option auf weitere 100 Millionen Dosen", sagte ein Sprecher der EU-Kommission. Der von Novavax entwickelte Impfstoff basiert auf rekombinanten Proteinen und nicht auf einer mRNA-Technologie, wie die Impfstoffe von Pfizer und Biontech oder Moderna.

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Die Corona-Impfungen in der EU sollen laut Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 27., 28. und 29. Dezember beginnen. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will am Montag ihre Empfehlung für die Zulassung des Impfstoffs von Biontech und Pfizer abgeben. Fällt diese positiv aus, will die EU-Kommission in einem Schnellverfahren binnen zwei Tagen über die Marktzulassung entscheiden.

Die Niederlande haben unterdessen angekündigt, nicht vor dem 8. Januar mit den Impfungen gegen das Coronavirus zu beginnen. Gesundheitsminister Hugo de Jonge sagte am Donnerstag, dies sei die "schnellstmögliche Planung".

Nach der Zulassung durch die EMA müsse das Land zusätzliche nationale Schritte unternehmen, fügte de Jonge hinzu. Dazu zählen demnach etwa die Empfehlungen durch örtliche Behörden über die Eignung des Impfstoffs für bestimmte Gruppen.

Auch in den Niederlanden sollen Mitarbeiter in Pflegeheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sowie Mitarbeiter im Gesundheitssektor zuerst geimpft werden.

Quelle: ntv.de, bad/AFP