Panorama

Linke Spur, falsche Richtung Geisterradler macht die Autobahn unsicher

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Dass er komplett falsch unterwegs war, merkte der Radfahrer erst, als die Polizei ihn aufhielt (Archivbild).

(Foto: picture alliance / rtn - radio tele nord)

Er hat (fast) alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Auf der Autobahn A2 ist ein Radfahrer kilometerlang in verkehrter Richtung unterwegs. Die Sache geht zum Glück gut aus. Unterdessen schwebt ein Mensch nach einer Massenkarambolage auf der A9 weiter in Lebensgefahr.

Die Geisterfahrt eines Fahrradfahrers auf der Autobahn A2 hat in der Nacht zu Samstag ein glimpfliches Ende gefunden. Der 54-Jährige, der als Radfahrer ohnehin nichts auf der Autobahn zu suchen hatte, fuhr zu allem Überfluss auch noch in die falsche Richtung, wie die Polizei in Bielefeld mitteilte.

Zwar habe sich der Geisterradler auf der A2 "strikt an sein vermeintliches Rechtsfahrgebot" gehalten, erklärte die Polizei. Dies habe allerdings bedeutet, "dass er auf einer Strecke von viereinhalb Kilometern dem Verkehr auf dem linken Fahrstreifen entgegenfuhr".

Die Autobahnpolizei habe den Radler im Bereich Rheda-Wiedenbrück stoppen können, hieß es weiter. Der Mann habe nach Alkohol gerochen, deswegen sei ihm Blut entnommen worden. Ihn erwarte nun ein Strafverfahren.

Folgenreiche Massenkarambolage auf A9

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18 Menschen wurden beim Zusammenstoß mehrerer Fahrzeuge auf der A9 verletzt.

(Foto: picture alliance/dpa/Vifogra)

Deutlich weniger glimpflich verlief dagegen die Massenkarambolage auf der Autobahn 9 am Freitag. 18 Menschen wurden bei ihr verletzt. Einer von ihnen schwebe weiter in Lebensgefahr, teilte die Polizei nun mit. Bei dem Unfall mit 65 Fahrzeugen in der Nähe von Ingolstadt waren insgesamt drei Menschen schwer und 15 Menschen leicht verletzt worden.

Aufgrund widriger Wetterbedingungen kam es am Freitag noch zu weiteren Unfällen mit Verletzten. So auch auf der Autobahn 8 bei Augsburg. Dort kollidierten drei Lastwagen, ein Kleintransporter und neun Autos miteinander, wie die Feuerwehr mitteilte. Bei dem Unfall wurden sechs Menschen teilweise mittelschwer verletzt.

Auch auf der Autobahn 92 bei Moosthenning kam es zu einem Auffahrunfall mit zehn beteiligten Fahrzeugen. Nach Angaben der Polizei wechselte ein Lastwagen auf die linke Fahrbahn, ohne auf den nachfolgenden Verkehr zu achten. Daher musste ein auf der linken Fahrbahn fahrendes Auto stark abbremsen, woraufhin die darauffolgenden Autos nicht mehr rechtzeitig bremsen konnten. Bei dem Auffahrunfall wurden fünf Menschen leicht verletzt. Der Lastwagen, der den Unfall laut Polizei verursacht hatte, fuhr weiter, ohne sich um den Zusammenstoß zu kümmern.

Quelle: ntv.de, vpr/AFP/dpa

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