Panorama

Gedenken an Atombombenabwurf Hiroshima zählt 280.000 Opfer

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Angehörige der Opfer beten im Gedenkpark von Hiroshima.

(Foto: dpa)

Das Gedenken an den ersten Atombombenabwurf vor 67 Jahren auf Hiroshima steht in Japan ganz im Zeichen der Atomkatastrophe von Fukushima. Der Protest richtet sich gegen die Inbetriebnahme der ersten Reaktoren seit dem Atomunglück 2011. Die Opferzahl des Atombombenabwurfs steigt derweil weiterhin an.

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Gleichzeitig protestieren die Menschen gegen Atomkraftwerke.

(Foto: dpa)

Beim Gedenken an den ersten Atombombenabwurf auf die japanische Stadt Hiroshima vor 67 Jahren haben viele Teilnehmer gegen Atomkraftwerke protestiert. Der Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, rief zur Verschrottung aller Atomwaffen auf der Welt auf. Er forderte die Führer aller Atommächte auf, Hiroshima zu besuchen. Insgesamt 50.000 Menschen erinnerten an die Katastrophe im Jahr 1945, darunter zahlreiche Teilnehmer aus der Region um Fukushima.

Nach der wächst in Japan der öffentliche Widerstand gegen die Atomenergie. Die japanische Regierung hatte nach dem Erdbeben und dem Tsunami die Abschaltung aller 50 Reaktoren im Land angeordnet. Anfang Juli gingen die ersten Reaktoren trotz Protesten in der Bevölkerung wieder ans Netz.

Am 6. August 1945 um 8.15 Uhr (Ortszeit) hatten die USA die Atombombe über dem westjapanischen Hiroshima abgeworfen. Am 9. August wurde Nagasaki Ziel eines Atomangriffs. Auch heute sterben immer noch verstrahlte Opfer. Die Zahl der Todesopfer belaufe sich jetzt auf mehr als 280.000, hieß es. Seit der letzten Gedenkveranstaltung vor einem Jahr seien 5729 Namen hinzugekommen, berichtete der Fernsehsender NHK.

Unter den Teilnehmern der Gedenkfeier war auch ein Enkel von US-Präsident Harry Truman. Dieser hatte den Einsatz der Atombomben angeordnet. Er könne über die Entscheidung seines Großvaters nicht urteilen, sagte Clifton Daniel. "Ich lebe zwei Generationen später. Es ist jetzt meine Verantwortung alles zu tun, damit wir niemals wieder Atomwaffen einsetzen."

Quelle: n-tv.de, dpa

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