Panorama

Vorfall beim Pinkpop-Open-Air Kleinbus überfährt Festival-Besucher

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(Foto: n-tv.de / stepmap.de)

War es ein Unfall oder Absicht? In den Niederlanden, unweit der deutschen Grenze, rast am frühen Morgen ein Fahrzeug in eine Menschengruppe. Mindestens eine Person verliert bei dem Vorfall ihr Leben. Erst nach Stunden können Beamte den Fahrer festnehmen.

In den Niederlanden ist am frühen Morgen ein Kleinbus in eine Gruppe von Fußgängern gefahren und hat dabei einen Menschen getötet. Drei weitere Menschen wurden bei dem Vorfall am Rande des Pinkpop-Festivals in Landgraaf nahe der deutschen Grenze schwer verletzt, wie die niederländische Polizei mitteilte. Der Fahrer des weißen Kleinbusses flüchtete zunächst von der Unglücksstelle.

Erst am späten Vormittag konnte die Polizei den mutmaßlichen Verursacher fassen. Auch das Fahrzeug sei gefunden worden, teilte die niederländische Polizei mit. Der weiße Kleinbus war am frühen Montagmorgen im niederländischen Landgraaf an der deutschen Grenze bei Aachen in eine Besuchergruppe gefahren, die das Festivalgelände verlassen hatte.

Mit einer grenzüberschreitenden Großfahndung hatten Sicherheitskräfte nach dem Fahrer des Kleinbusses gesucht. Dabei wurden die Behörden in den Niederlanden auch von Kollegen in Belgien und auf deutscher Seite in Nordrhein-Westfalen unterstützt. Unklar ist noch immer, ob es sich bei dem Vorfall um einen tragischen Unfall handelte oder um Absicht.

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Der Unglücksort liegt zwischen Festivalgelände und einem nahe gelegenen Campingplatz für Festivalbesucher.

(Foto: REUTERS)

Es gebe keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund, heißt es. In ersten Berichten hatte es geheißen, bei dem Unfallfahrzeug handele es sich um einen Lieferwagen. Später korrigierten die Behörden die Angaben und teilten mit, dass tatsächlich nach einem Kleinbus ("Busje") gesucht wird.

Das fragliche Fahrzeug war am frühen Montagmorgen auf einer Straße in der Nähe eines zum Festival gehörenden Campingplatzes in eine Fußgängergruppe gerast. Den Angaben der Polizei zufolge ereignete sich der Vorfall gegen 4 Uhr morgens. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch viele Festivalbesucher auf der Straße.

Wenige Stunden zuvor war das dreitägige Festival "Pinkpop" mit einem Auftritt des US-Sängers Bruno Mars zu Ende gegangen. Zehntausende Besucher machten sich auf den Heimweg oder liefen zu den nahe gelegenen Zeltplätzen. Der Unglücksort liegt rund 60 Kilometer westlich von Köln nahe Aachen wenige Kilometer hinter der deutsch-niederländischen Grenze.

Die Hintergründe des Vorfalls liegen noch vollkommen im Dunkeln. Die Ermittlungen vor Ort dauern an. Zum Abtransport der Verletzten setzten die niederländischen Behörden auch zwei Rettungshubschrauber ein. Nähere Angaben - etwa zur Identität der Opfer - liegen noch nicht vor. Die Straße wurde von der Polizei für die Ermittlungen gesperrt.

Das Pinkpop-Festival ist ein mehrtägiges Open-Air-Festival in Landgraaf in der Provinz Limburg im Süden der Niederlande. An der Konzertveranstaltung, bei dem unter anderem Pearl Jam und die Foo Fighters spielten, waren an den drei Tagen nach Angaben der Veranstalter jeweils rund 67.000 Besucher anwesend. In einer ersten Stellungnahme nach dem Vorfall äußerten sich die Veranstalter "schockiert". Der Bürgermeister von Landgraaf, Raymond Vlecken, besuchte am Morgen die Unglücksstelle. "Es ist schrecklich, dass ein gutes 'Pinkpop' so endet", sagte er.

Hinweis: Die Gemeinde Landgraaf hat für Festival-Besucher und Angehörige unter Tel. (+31) 251 - 260960 eine Notfallnummer für weitere Auskünfte eingerichtet.

Quelle: ntv.de, mmo/AFP/dpa