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Tiere nach Angriff erschossen "Lion Man" von eigenen Löwen getötet

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In Südafrika leben mehr Löwen in Reservaten als in freier Wildbahn.

(Foto: dpa)

In einem Wildreservat in Südafrika hält ein 70-Jähriger drei Löwen. Doch als er auf dem Gelände einen kaputten Zaun reparieren will, attackieren die Tiere ihn plötzlich. Für den Mann kommt jede Hilfe zu spät.

Drei Löwen haben in einem Wildreservat in Südafrika ihren Besitzer getötet. Laut CNN war der Mann gerade dabei, einen kaputten Zaun in der Mahala View Lion Lodge in der Kleinstadt Cullinan östlich von Pretoria zu reparieren, als die Löwen ihn angriffen und tödlich verletzten. Demnach wurde er von Tatzen-Schlägen der Löwen getroffen. Nachbarn aus nahegelegenen Lodges hatten laut einer Sprecherin der Polizei noch versucht, dem 70-Jährigen zu Hilfe zu kommen. Dieser erlag jedoch seinen Verletzungen. Die drei Löwen wurden erschossen. Offenbar hatten Ärzte gehofft, so noch zu dem Verletzten durchdringen und ihn retten zu können.

Leon van Biljon, der lokalen Medien zufolge allgemein unter dem Namen "Lion Man" bekannt war, bot in seinem Wildgehege "exklusive Löwenvorträge, Fütterungen und Pirschfahrten für Gäste" an. Auf dem Gelände, das auch Unterkünfte und ein Konferenzzentrum beherbergt, wurden drei Löwen gehalten: Rambo, Katryn und Nakita.

Warum die drei Löwen den "Lion Man" angriffen, ist unklar. Eine Sprecherin der Polizei Cullinan bestätigte lediglich, dass ein 70-Jähriger von gefangenen Löwen getötet wurde. Die Mahala View Lion Lodge postete auf Facebook einen Link zu einem lokalen Zeitungsbericht und schrieb dazu: "Ein großer Verlust für alle. Ruhe in Frieden, Onkel Leon."

In Südafrika werden zwischen 6000 und 8000 Löwen in sogenannten Löwen-Gehegen und Schutzgebieten aufgezogen und gehalten - mehr als 200 solcher Einrichtungen gibt es im ganzen Land. Damit leben weit mehr Löwen in Gefangenschaft als in der freien Wildbahn. In ganz Afrika gibt es Schätzungen zufolge noch etwa 20.000 von ihnen. Allerdings sind die Tiere stark gefährdet. Jäger aus der ganzen Welt zahlen hohe Summen, um die Tiere zu jagen und als Trophäen mit nach Hause zu nehmen. Laut einem Bericht der Tierschutzorganisation "Pro Wildlife" reisen jedes Jahr mehr als 18.000 Ausländer nach Afrika, um dort mehr als 100.000 Wildtiere zu töten.

Quelle: n-tv.de, ftü

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