Panorama

Schwangeren-Mord in Zinnowitz Marias Mutter bricht bei Befragung zusammen

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Die Mutter von Maria bricht vor Gericht weinend zusammen.

(Foto: dpa)

Im Prozess um die ermordete schwangere Maria in Zinnowitz sagt erstmals die Mutter der 18-Jährigen aus. Weil es dieser während der Befragung so schlecht geht, dass sie zusammenbricht, muss der Prozesstag kurzzeitig unterbrochen werden.

Mit der Befragung der Mutter ist vor dem Landgericht Stralsund der Prozess um die Ermordung der 18-jährigen schwangeren Maria aus Zinnowitz auf Usedom fortgesetzt worden. Mit bewegenden Worten schilderte die 47-Jährige, wie Maria und sie vor dem Verbrechen den Tag verbracht hatten. Heftig weinend sagte sie, wie sehr ihr ihre Tochter fehle. Auf Wunsch der Mutter wurde der Prozess kurz unterbrochen. So sagte Maria demnach am Tatabend zu ihrer Mutter: "Mach dir keine Sorgen, ich komme morgen wieder" und verschwand daraufhin. An diesem Tag soll die Schwangere auch mit ihrem Freund gestritten haben.

Die 19 und 21 Jahre alte Angeklagten haben laut Staatsanwaltschaft einen Menschen sterben sehen wollen und hatten sich dafür die schwangere Frau ausgesucht. Am ersten Prozesstag hatte der 19-Jährige ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der zweite Angeklagte hatte in einer Erklärung zugegeben, bei dem Verbrechen anwesend gewesen zu sein. Er sei aber nicht beteiligt gewesen und habe auch nicht - wie von seinem Mitangeklagten behauptet - während der Tat die Beine von Maria festgehalten.

Insgesamt sollen mehr als zehn Zeugen gehört werden, darunter auch die Freundin des 19-Jährigen. Sie soll nach Aussagen des Angeklagten frühzeitig von dem Verbrechen erfahren, aber nichts getan haben, um es zu verhindern oder die Tat der Polizei zu melden.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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