Panorama

Kaum noch Frostnächte Superfrühling 2.0 steht bevor

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Am Sonntag soll es landesweit sonnig werden.

(Foto: dpa)

Am Wochenende gibt es wieder viel Sonne. Zwar brauchen die Vorfrühlingstage etwas Anlauf. Doch spätestens am Sonntag wird es wieder mild. Und so beginnt auch die neue Woche. Stellenweise kratzen die Temperaturen an der 20-Grad-Marke, wie n-tv Meteorologe Björn Alexander sagt.

n-tv.de: Was sagen uns die Wetterrechner für das Wochenende voraus? Superfrühling 2.0 oder doch eher Schmuddelwetter?

Björn Alexander: In dem Falle ist es ganz klar Variante eins. Zwar gibt es zuvor noch ein paar Startprobleme für den nächsten Vorstoß des sonnenreichen Februar-Frühlings. Spätestens am Sonntag läuft es in Sachen Sonnenschein. Und auch der Start in die kommende Woche wird grenzgenial und frühlingshaft mild. Damit bewegt sich der Februar 2019 in Sachen Sonnenbilanz und bei den Temperaturen ganz oben in der Klimaaufzeichnung.

Wie weit oben genau?

Nach jetzigem Stand könnte der Februar beim Sonnenschein unter die Top 3 kommen. Bei den Temperaturen ist ein Platz unter den 5 wärmsten Februaren sehr wahrscheinlich.

Die Sonnenanbeter und Betreiber von Solaranlagen wird es freuen. Doch wie sind die Folgen für die Natur?

Ein früher Frühlingsausbruch birgt leider immer die Gefahr, dass ein nachfolgendes Wintercomeback zu Frostschäden führen kann.

Ist denn eine Rückkehr des Winters in Sicht?

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Björn Alexander sieht derzeit kein Modell, das vorerst eine Rückkehr des Winters in Aussicht stellt.

Vorerst einmal nicht. Jedoch sehen einige Langfristprognosen schon auch die Möglichkeit für einen kalten oder zumindest normal temperierten März, der somit das Frühlingserwachen ausbremsen könnte. Das wäre auch eigentlich gar nicht so schlecht. Denn so richtig massiv wären die Schäden erst, wenn der Vollfrühling richtig los gelegt hat und dann im April ein Winternachschlag kommen würde. Also eine Situation wie im vorletzten Frühjahr.

Warum ist es momentan eigentlich so oft sonnig und warm?

Das liegt an der Positionierung der Hochdruckgebiete, die sich immer wieder nah an Mitteleuropa platzieren und damit wiederkehrend die Luft aus südlichen Breiten heranführen. Läge hingegen das Hoch mit seinem Kern hauptsächlich über Skandinavien, dann käme die Luft dauerhaft aus Ost bis Nordost zu uns und es würden uns Schlagworte wie "Russenpeitsche" oder "Kältehammer" in den Wetterberichten begegnen.

Da ist "Februar-Frühling" schon viel positiver. Welche Details bringt uns denn das Wochenende?

Der Start ins Wochenende wird verbreitet frostig. Überm Schnee im Süden mit Frühwerten an die minus 10 Grad Celsius. Im Osten ist ebenfalls noch Bibbern bei um die minus 5 Grad angesagt. Ganz im Westen werden es Werte um oder knapp über 0 Grad.  

Das hört sich schon noch sehr winterlich. Aber es geht ja aufwärts, oder?

Auf jeden Fall. Zwar stören im Süden anfangs einige Nebelfelder und auch Richtung Ostsee sind noch dichtere hohe Wolkenfelder unterwegs. Sonst wird es aber schon verbreitet sonnig – auch wenn die Sonne manchmal etwas milchig durch Schleierwolken scheint. Die Temperaturen kommen hierbei noch recht verhalten um die Ecke. Bei einem teils unlustigen Ostwind werden es in der Osthälfte recht frische 5, sonst oft bis 10 Grad. An Rhein, Saar und Mosel sind örtlich bis zu 14 Grad drin. Windgeschützt sollte das Eckchen also sein, in dem Sie am Samstag die Sonne genießen.

Und am Sonntag?

Abgesehen von ein paar harmlosen hohen Wolken wird es überall sehr sonnig, zum Teil sogar wolkenlos. Der Ostwind schläft ein und die Temperaturen steigen auf 7 bis 17 Grad. Am kältesten ist es in den östlichen Landesteilen, am Bayerischen Wald sowie überm Schnee am Alpenrand. Am mildesten ist es derweil im äußerster Westen und Südwesten.

Wie startet die nächste Woche?

Von Montag bis Mittwoch sehen die Wettercomputer derzeit traumhaftes bis grenzgeniales Frühlingswetter. Die Nächte werden nicht mehr so kalt bei nur knapp unter 0 Grad und frostfreien Ballungsräumen an Rhein und Ruhr. Und tagsüber geht’s verbreitet auf 10 bis 15, in windgeschützten Lagen im Westen und Südwesten bis knapp 20 Grad, die am Mittwoch erreicht werden könnten.

Klingt nach einer klasse Kombination für das beginnende Karnevalsfest. Schließlich geht das närrische Treiben ja am nächsten Donnerstag richtig los.

Im Prinzip schon. Jedoch muss sich Petrus wohl noch entscheiden, ob er in diesem Jahr ein Karnevalsjeck sein mag oder nicht. Denn so wie es jetzt aussieht, dürfte das Frühlingshoch ab Donnerstag schwächeln. Für Details bei diesem sensiblen Thema ist es aber noch zu früh. Schließlich ist der Höhepunkt des Straßenkarnevals erst rund um den Rosenmontag. Und das wäre eine Prognose von gut zehn Tagen.

Quelle: n-tv.de