Panorama

Paderborn-Zentrum teils zerstört Tornado-Schneise ist 300 Meter breit

Über eine Strecke von fünf Kilometern wälzt sich der Tornado durch Paderborn. Das ganze Ausmaß der Zerstörung wird nun sichtbar. Dutzende Menschen sind verletzt. Ampeln und Bäume seien "wie Streichhölzer" umgeknickt, sagt der Bürgermeister.

Der Tornado hat in Paderborn nach Schilderung von Bürgermeister Michael Dreier mit enormer Kraft in mehreren Stadtteilen massive Zerstörungen angerichtet. Der Tornado verursachte nach Angaben der Behörden am Freitag in einem Korridor von West nach Ost, der ungefähr 300 Meter breit ist und sich über fünf Kilometer Länge mitten durch die Stadt zieht, erhebliche Zerstörungen. Weite Teile der Innenstadt seien "sehr stark zerstört".

"Im Riemeke-Park sind sprichwörtlich die Bäume umgeknickt wie Streichhölzer. Es sind unzählige Dächer komplett mit den Pfannen entdacht worden. Es sind viele Scheiben eingeschlagen worden durch den Wind", sagte Dreier in einer Pressekonferenz.

Seinen Angaben zufolge wurden 43 Menschen durch den Tornado verletzt. 13 von ihnen sind schwerverletzt, darunter ist eine schwerstverletzte Person. Seine Gedanken seien bei den Verletzten, sagte Dreier. Auch dankte er den mehr als 400 Einsatzkräften "aus tiefstem Herzen", die zu mehr als 200 Unwetter-Einsätzen ausgerückt waren.

Im Herzen der Stadt, wo der neue zentrale Busbahnhof entstehe, seien auch Ampeln wie Streichhölzer umgeknickt worden. Auf einen Bus seien Bäume gestürzt, dabei sei glücklicherweise kein Mensch schwer verletzt worden. Der Tornado habe rund um das Quellgebiet der Pader unzählige Dächer und Scheiben zerstört, Wohnungen unbewohnbar gemacht. "Es ist ein unvorstellbares Bild gewesen und ist es nach wie vor", betonte er.

Am Liborianum, dem Bildungs- und Tagungshaus des Erzbistums Paderborn, sei das Dach sehr stark zerstört worden. Die Dachpfannen hätten sich in benachbarte Häusern in den Putz "gefressen". In einem Korridor von rund 300 Meter Breite habe es Zerstörungen in einem hohen Maß gegeben. In einem Gewerbegebiet seien Betriebe komplett zerstört worden. Durch den Tornado sind nach seinen Worten Leitplanken wie Papierschnitzel durch die Gegend geflogen.

Quelle: ntv.de, hul/dpa

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