Panorama

800 Events in Europa im Sommer WHO: Festivals können trotz Affenpocken stattfinden

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Körperkontakt gehört bei Festivals dazu.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Zahl der Affenpocken-Fälle steigt weiterhin an, vor allem unter jungen Menschen. Die Weltgesundheitsorganisation sieht in den hunderten Festivals während des Sommers keine besondere Gefahr für eine weitere Ausbreitung. Allerdings sollten die Besucher über die Ansteckungsmöglichkeit aufgeklärt werden.

Trotz der zunehmenden Verbreitung der Affenpocken können Musikfestivals und ähnliche Sommer-Veranstaltungen in Europa nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unverändert stattfinden. Zwar könnten derartige Massenveranstaltungen eine "förderliche Umgebung" für die Übertragung des Virus darstellen, sagte WHO-Expertin Amaia Artazcoz bei einem Webinar. Dennoch empfehle die WHO keine Absage oder Verschiebung von Festivals und Konzerten.

Stattdessen forderte die WHO Festival-Organisatoren auf, Besucher aktiv über das Ansteckungsrisiko mit Affenpocken aufzuklären. Auf diese Weise könnten Ansteckungen rasch erkannt, eine weitere Übertragung verhindert und von Ansteckung bedrohte Menschen geschützt werden. "Wenn wir nichts tun, riskieren wir einen Anstieg der Affenpocken-Fälle in diesem Sommer", warnte WHO-Vertreterin Sarah Tyler.

In den kommenden Sommermonaten seien in Europa mehr als 800 Festivals geplant, bei denen hunderttausende Besucher aus zahlreichen Ländern aufeinandertreffen, sagte Tyler. Die meisten Besucher seien "hochgradig mobil und sexuell aktiv, und eine Anzahl von ihnen wird intimen Hautkontakt bei oder in zeitlicher Nähe zu diesen Veranstaltungen haben".

Seit Mai breiten sich die Affenpocken auch in Ländern außerhalb West- und Zentralafrikas aus, vor allem in Westeuropa. Bislang wurden laut WHO in diesem Jahr in 48 Ländern insgesamt mehr als 3200 Fälle von Affenpocken gemeldet. Zu den typischen Symptomen der Krankheit gehören hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten und Windpocken-ähnliche Pusteln. Übertragen wird die Krankheit durch engen Körper- und Hautkontakt.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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