Panorama

Polizei sucht noch Leichen Zwei Vulkan-Opfer im Meer vermutet

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Seit Tagen bemühen sich die Einsatzkräfte um die Bergung der Leichen auf der Vulkan-Insel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Ausbruch des Vulkans in Neuseeland gehen die Behörden von 18 Todesopfern aus. Allerdings sind noch immer nicht alle von ihnen geborgen. Und es ist fraglich, ob dies je gelingen wird.

Die beiden nach dem Vulkanausbruch in Neuseeland noch vermissten Leichen sind möglicherweise ins Meer gespült worden. Taucher suchen seit Tagen vergeblich nach der 17-jährigen australischen Jugendlichen und dem 40-jährigen neuseeländischen Reiseleiter. Dass die beiden bislang nicht gefunden werden konnten, bedauere er zutiefst, sagte der Vize-Polizeipräsident Mike Clement. "Ich bin der festen Überzeugung, dass die beiden Körper hinaus aufs Meer gespült worden sind. Aber ich kann nicht absolut sicher sein", sagte Clement. "Wir haben nicht aufgegeben."

Insgesamt hatten sich zum Zeitpunkt der Eruption am Montag vergangener Woche 47 Touristen und Reiseführer auf der Insel White Island in der Bay of Plenty etwa 50 Kilometer vor der Küste der neuseeländischen Nordinsel aufgehalten. Offiziellen Angaben zufolge starben mindestens 16 Menschen, die beiden Vermissten nicht eingerechnet. Die Behörden gehen aber davon aus, dass auch sie ums Leben gekommen sind. Am Tag nach dem Unglück hatte die Polizei eine Leiche im Wasser gesichtet, konnte diese aber nicht bergen.

14 Verletzte werden wegen teils schlimmer Verbrennungen in Krankenhäusern in Neuseeland behandelt, wie das dortige Gesundheitsministerium mitteilte. 13 Patienten seien nach Australien ausgeflogen worden. Bei dem Ausbruch des Vulkans wurden nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin auch vier Deutsche verletzt.

Der Inselstaat Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der Vulkan auf White Island war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Ausflüglern dorthin.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/AFP