Politik

Anschlag auf jüdisches Museum Attentäter von Brüssel schuldig gesprochen

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Nemmouche war sechs Tage nach dem Anschlag in Marseille im Besitz der Tatwaffen festgenommen worden.

(Foto: imago/Belga)

Im Mai 2014 betritt ein Terrorist das Jüdische Museum in Brüssel und schießt um sich. Dabei tötet er vier Menschen. Der 33-jährige Franzose wird nun fast fünf Jahre später schuldig gesprochen.

Im Prozess um den Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel ist der Angeklagte Mehdi Nemmouche schuldig gesprochen worden. Das Gericht in der belgischen Hauptstadt sah es als erwiesen an, dass der 33-jährige Franzose im Mai 2014 in dem Museum vier Menschen erschossen hatte. Ein weiterer Angeklagter wurde als Komplize schuldig gesprochen. Es ist die erste Verurteilung eines aus Syrien zurückgekehrten Dschihadisten wegen eines Anschlags auf europäischem Boden.

Bei dem Anschlag in Brüssel wurden ein israelisches Ehepaar, ein belgischer Museumsangestellter und eine französische, ehrenamtliche Mitarbeiterin innerhalb weniger Minuten erschossen. Nemmouche wurde sechs Tage später in Marseille im Besitz der Tatwaffen festgenommen. Laut Anklage belegen weitere Beweise wie DNA-Spuren am Tatort, Fingerabdrücke auf den Waffen und ein Bekennervideo zweifelsfrei seine Schuld. "Der Täter war nicht dort, um zu diskutieren, sondern um abzuschlachten", sagte Staatsanwalt Bernard Michel in seinem Plädoyer.

Nemmouche war sechs Tage nach dem Anschlag in Marseille im Besitz der Tatwaffen festgenommen worden. In Frankreich steht der 33-Jährige im Zusammenhang mit der mehr als zehnmonatigen Entführung von vier französischen Journalisten in Syrien unter Anklage. Vor dem Anschlag in Brüssel soll er in Syrien an der Seite islamistischer Extremisten gekämpft haben. Zwei der vier entführten Journalisten sagten in Brüssel aus, Nemmouche als Gefängniswächter und Folterer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) identifiziert zu haben.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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