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Sender beruft sich auf US-Beamte Gaddafi plant Flucht aus Libyen

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Eine Gaddafi-Puppe in Bengasi.

(Foto: REUTERS)

Die NATO fliegt derzeit verstärkt Luftangriffe auf Libyens Hauptstadt Tripolis. Einem Bericht zufolge zeigt der erhöhte Druck langsam Wirkung: So soll Machthaber Gaddafi bereits seine Flucht planen. Unterdessen trauert sein Sprecher Ibrahim um seinen Bruder.

Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hegt nach Informationen des US-Fernsehsenders NBC konkrete Fluchtgedanken. Nach den jüngsten Geländegewinnen der Aufständischen plane der zunehmend isolierte Diktator offenbar, ins Exil nach Tunesien zu gehen, berichtete NBC unter Berufung auf ungenannte Beamte aus der US-Regierung. Offenbar denke Gaddafi, dass ihm das nordafrikanische Nachbarland eine sichere Zuflucht bieten werde. Der Sender unterstrich in seinem Bericht jedoch, dass die Informationen aus den Regierungskreisen noch vage seien.

Die NATO flog unterdessen in der Nacht erneut mehrere Luftangriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis. Unter anderem waren rings um Gaddafis Residenz im Zentrum der Stadt mehrere Explosionen zu hören. Auch aus dem Westen der Hauptstadt wurden von Bewohnern Luftangriffe gemeldet. Die NATO hat in den vergangenen Tagen ihre Luftangriffe auf und rings um Tripolis verstärkt. Damit will sie offenbar den Vormarsch der Rebellen unterstützen, die nur noch etwa 40 Kilometer von der Hauptstadt entfernt sind.

Bei einem der Luftangriffe wurde nach Angaben eines libyschen Regierungsvertreters der Bruder von Regierungssprecher Mussa Ibrahim getötet. Der Sprecher von Gaddafi habe am Donnerstagabend in einem Restaurant vom Tod des 25-Jährigen erfahren und sei zusammengebrochen. Der Bruder wurde den Angaben zufolge bei einem NATO-Angriff auf Sawijah getötet. Die Aufständischen in Libyen hatten am Donnerstag erste Teile der Stadt rund 40 Kilometer westlich von Tripolis eingenommen.

Quelle: n-tv.de, dpa/AFP

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