Politik

Terroranschlag in Somalia Islamisten attackieren Präsidentenpalast

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Somalische Sicherheitskräfte rücken gegen die Angreifer vor.

(Foto: REUTERS)

Die mit Al-Kaida verbündete Terrorgruppe Al-Shabaab verübt regelmäßig Anschläge in der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Ein großangelegter Angriff auf den Präsidentenpalast ist allerdings auch für somalische Verhältnisse ungewöhnlich.

Bei einem Angriff der sunnitischen Terrorgruppe Al-Shabaab auf den Präsidentenpalast in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind vier Milizkämpfer und ein Regierungssoldat getötet worden. Die Terroristen hatten zwei Autobomben nahe dem Regierungssitz gezündet und danach auf den Palast geschossen, wie ein Sicherheitsbeamter sagte. Die Gruppe reklamierte den Anschlag später über ihren Sender Radio Andalus für sich.

Bei dem Vorfall seien zudem mindestens sieben Zivilisten verletzt worden. Einige von ihnen befänden sich in kritischem Zustand. Auch fünf Sicherheitskräfte wurden demnach verletzt. Die Zahl der Opfer könne noch steigen. Offenbar wurde die erste Autobombe von einem Selbstmordattentäter gezündet, die zweite sei ferngezündet worden.

Die sunnitische Terrorgruppe Al-Shabaab kontrolliert weite Teile im Zentrum und Süden des Landes. Die Terroristen greifen regelmäßig Regierungsgebäude und teure Hotels in der Hauptstadt an. Die mit Al-Kaida verbundenen Fundamentalisten kämpfen in Somalia seit Jahren für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaats. Bei Anschlägen und Angriffen haben Tausende Menschen ihr Leben verloren. Eine 22.000 Mann starke Truppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützt die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen Al-Shabaab.

Quelle: n-tv.de, jve/dpa

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