Politik
Offiziell ein "Geringverdiener": Präsident Medwedew.
Offiziell ein "Geringverdiener": Präsident Medwedew.(Foto: REUTERS)
Montag, 11. April 2011

Gehaltszettel im Vergleich: Medwedew unterliegt Putin

Russlands Regierungschef scheint nicht nur in der Machtfrage dem Präsidenten Konkurrenz zu machen. Auch was das Gehalt angeht, liegt Putin offenbar vor Medwedew. Überprüfbar sind die Angaben allerdings nicht.

Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin hat im vergangenen Jahr offenbar deutlich mehr verdient als Präsident Dmitri Medwedew. Der Regierungschef kam nach eigenen Angaben auf umgerechnet fast 125.000 Euro, rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Präsident Medwedew nahm nur rund 83.000 Euro ein, wie der Kreml mitteilte.

Putin meldete den Behörden auch eine Wohnung, ein 1500 Quadratmeter großes Grundstück sowie eine Garage, zwei Oldtimer, einen Geländewagen und ein Wohnmobil. Auch Medwedew fährt seiner Einkommenserklärung zufolge einen Oldtimer russischer Bauart. Außerdem besitzt er knapp 124.000 Euro auf 14 verschiedenen Bankkonten sowie eine 367,8 Quadratmeter große Wohnung und ein Grundstück mit 4700 Quadratmetern.

Angaben nicht nachprüfbar

Putin hat offenbar etwas mehr Geld auf Tasche.
Putin hat offenbar etwas mehr Geld auf Tasche.(Foto: REUTERS)

Das reichste Mitglied der Regierung bleibt der Minister für natürliche Ressourcen und Umwelt, Juro Trutnew, mit erklärten Jahreseinkünften von umgerechnet 2,83 Millionen Euro. Die Ehefrau mit den höchsten Einkünften war Olga Schuwalowa mit einem Einkommen von 9,22 Millionen Euro. Mit 363.000 Euro verdiente ihr Mann, Vize-Premier Jegor Schuwalow, zwar deutlich weniger als sie, aber immerhin noch mehr als Medwedew und Putin.

Medwedew hatte 2009 als erster Präsident seine Einkünfte offengelegt. Als eine Maßnahme gegen Korruption verfügte er damals auch, dass die Einkommen der Ehefrauen öffentlich gemacht werden. Allerdings lassen die meisten Regierungsvertreter offen, wie hoch ihre Zulagen, Privilegien, Sparguthaben und Einkünfte aus anderen Quellen ausfallen. Beobachter zweifeln zudem an der Aussagekraft, da die Einnahmen nicht nachprüfbar seien.

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Quelle: n-tv.de