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Mittwoch, 03. Januar 2018

Nordkorea-Konflikt angefacht?: Trump: "Mein Atomwaffenknopf ist größer"

Der Nordkorea-Konflikt könnte sich entschärfen, Südkorea hat ein überraschendes Gesprächsangebot Pjöngjangs angenommen. Die USA bleiben aber skeptisch. US-Präsident Trump macht sich sogar wieder einmal über Kim Jong-Un lustig.

US-Präsident Donald Trump hat sich im Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm erneut via Twitter mit Staatschef Kim Jong Un angelegt. Dieser habe just erklärt, dass der "Atomwaffenknopf immer auf seinem Schreibtisch" sei, schrieb Trump und bezog sich dabei auf eine Äußerung Kims in dessen Neujahrsansprache vor zwei Tagen.

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"Wird jemand aus seinem verarmten und ausgehungertem Regime ihn bitte darüber informieren, dass auch ich einen Atomwaffenknopf habe", so der US-Präsident. "Aber er ist viel größer & mächtiger als seiner, und mein Knopf funktioniert!"

Neue Raketentests?

Gleichzeitig drohen die USA Nordkorea im Falle eines weiteren Raketentests mit Konsequenzen. "Wir hören Berichte, dass Nordkorea sich womöglich auf einen weiteren Raketentest vorbereitet", sagte UN-Botschafterin Nikki Haley. "Ich hoffe, dass das nicht passiert. Aber wenn doch, dann müssen wir noch schärfere Maßnahmen gegen das nordkoreanische Regime zum Tragen bringen." Details zu den potenziellen Tests oder Maßnahmen nannte Haley nicht.

Zuvor hatte Südkorea ein überraschendes Gesprächsangebot des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un angenommen. "Ich betone, die Regierung ist zu Gesprächen mit Nordkorea zu jeder Zeit, an jedem Ort und in jeglicher Form bereit", erklärte der südkoreanische Vereinigungsminister Cho Myong Gyon.

USA reagieren verhalten

Die Schutzmacht Südkoreas, die USA, reagierte zurückhaltend. "Der Raketenmann will nun zum ersten Mal mit Südkorea reden", twitterte Trump in Anspielung auf Kim und international geächtete Raketentests von Nordkorea. "Vielleicht sind das gute Nachrichten, vielleicht nicht - wir werden sehen."

Haley sagte, Nordkorea könne sprechen mit wem es wolle. Die USA würden Gespräche aber nur ernst nehmen, wenn Nordkorea auch einem Verbot seiner Atomwaffen zustimme.

Seit Monaten sind die Fronten zwischen Nordkorea und dem Westen verhärtet. Grund sind mehrfache Raketentests Plöngjangs, denen verbale Auseinandersetzungen zwischen Kim und Trump sowie schärfere Sanktionen gegen das kommunistische Land folgten.

Quelle: n-tv.de