Politik

USA 2016 Wie laufen die Vorwahlen ab?

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Im innerparteilichen Wahlkampf der Demokraten trafen 2008 Barack Obama und Hillary Clinton aufeinander.

(Foto: AP)

Es gibt zwei verschiedene Formen der Vorwahl in den USA, die von Bundesstaat zu Bundesstaat sehr unterschiedlich geregelt sein können. Sowohl in den Primaries als auch bei den Caucuses werden nicht die Bewerber gewählt, sondern - direkt oder indirekt - Delegierte für den Nominierungsparteitag.

Die Vorwahlen in den USA sind nicht allein Sache der Parteien, sondern werden auch durch die Wahlgesetze der einzelnen Bundesstaaten geregelt. Zudem gibt es einige ungeschriebene Gesetze, die beachtet werden müssen: So macht Iowa seit den 1970er Jahren den Auftakt in der Reihe der Caucuses, anschließend finden in New Hampshire die ersten Primaries statt.

Um die Sache noch komplizierter zu machen, gibt es Bundesstaaten, in denen Republikaner und Demokraten unterschiedliche Systeme anwenden. In Delaware etwa veranstalten die Demokraten eine Primary, die Republikaner dagegen Caucuses. In Michigan ist es umgekehrt.

Es gibt "offene" Vorwahlen, an denen alle registrierten Wähler teilnehmen können, und "geschlossene" Vorwahlen, bei denen nur registrierte Parteianhänger wahlberechtigt sind. Mit der Mitgliedschaft in einer deutschen Partei ist das nicht zu vergleichen: Wer an den Vorwahlen teilnehmen will, muss sich bei den Wahlbehörden seines Bundesstaates registrieren lassen. Für geschlossene Vorwahlen muss man dabei offiziell erklären, ob man Demokrat oder Republikaner ist. Bei einigen Vorwahlen bekommt der Sieger alle Delegiertenstimmen, in anderen Bundesstaaten werden die Delegiertenstimmen proportional vergeben. Schließlich gibt es noch das System von Parteitagen, die auf der Basis des Vorwahlergebnisses Delegierte zuteilen.

Quelle: ntv.de, hvo