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Attentat auf Robert Kennedy von 1968 Zeugin sah zweiten Schützen

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Kennedy hatte zuvor die Vorwahlen in Kalifornien gewonnen.

AP

Fast 44 Jahre ist es her, dass Senator Robert Kennedy, der Bruder von John F. Kennedy, erschossen wird. Der Täter Sirhan sitzt seitdem hinter Gitter. Jetzt könnten neue Aussage die Tatnacht vom Juni 1968 erhellen. Möglicherweise gibt es noch einen weiteren Schützen.

Am Attentat auf US-Senator Robert F. Kennedy im Jahr 1968 soll nach Angaben einer Zeugin noch ein weiterer Schütze beteiligt gewesen sein. "Die Wahrheit muss ans Licht kommen, keine Vertuschungen mehr", sagte Nina Rhodes-Hughes dem US-Sender CNN. Rhodes-Hughes hatte nur wenige Meter entfernt gestanden, als Kennedy am 6. Juni 1968 in einem Hotel in Los Angeles erschossen worden war.

"Was herauskommen muss, ist, dass es noch einen zweiten Schützen gab", sagte die Zeugin. Es habe mehr als acht Schüsse gegeben. In der Tatnacht habe sie mindestens einem Rundfunksender gegenüber angegeben, dass bis zu 14 Schüsse abgefeuert worden seien. Die Ermittler hätten ihre Angaben jedoch ignoriert. "Es muss herauskommen, wer der zweite Schütze war, denn es gab definitiv einen zweiten Schützen", sagte Rhodes-Hughes, die beim damaligen Prozess um das Attentat nicht angehört worden war.

Gnade für den Mörder abgelehnt

Der verurteilte Todesschütze Sirhan Sirhan hatte zuletzt einen Antrag auf Freilassung oder einen erneuten Prozess gestellt. Der heute 68-Jährige sitzt hinter Gittern, nachdem seine Strafe 1972 von der Todesstrafe in lebenslange Haft umgewandelt worden war. Bei dem ursprünglichen Prozess hatte seine Verteidigung die Behauptung der Staatsanwaltschaft nicht bestritten, wonach Sirhan alleiniger Schütze war. Laut Staatsanwaltschaft wäre Sirhan auch des Mordes schuldig, wenn es einen zweiten Schützen gegeben haben sollte.

Robert Kennedy hatte kurz vor seinem Tod im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten die Vorwahlen in Kalifornien gewonnen. Er war ein Bruder des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy. Über die Anschläge auf die beiden Brüder kursieren bis heute verschiedene Verschwörungstheorien.

Quelle: n-tv.de, AFP

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