Produkt-Check Beauty & Gesundheit

Vier Modelle im TestDieser Lichtwecker sorgt für beste Morgenlaune

24.08.2026, 11:20 Uhr
imageVon Malena Menezes
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Tageslichtwecker versprechen ein angenehmes Aufwachen. (Foto: ntv/RTL)

Wenn es Richtung Herbst morgens länger dunkel bleibt, fällt vielen Menschen das Aufstehen deutlich schwerer. An dieser Stelle kommen Tageslichtwecker ins Spiel - für den ntv Produkt-Check testen wir vier verschiedene Geräte und erklären, was Verbraucher wissen sollten.

Von der Sonne oder von singenden Vögeln geweckt werden - für viele klingt das nach dem perfekten Start in den Tag. Je nach Jahreszeit oder Schlafzimmerlage ist natürliches Licht aber nicht immer verfügbar. Dazu kommt: Abends wird häufig bis kurz vor dem Einschlafen gescrollt, morgens folgt oft auf den Weckruf direkt der Griff zum Handy - wenig förderlich für einen erholsamen, gesunden Schlaf. Abhilfe könnten Lichtwecker schaffen, die oft nicht nur eine Sonnenaufgangs-, sondern auch eine Sonnenuntergangsfunktion besitzen. Die zentralen Fragen: Kann ein solches Gadget tatsächlich die Schlafhygiene verbessern oder handelt es sich vielmehr um eine Marketing-Idee ohne medizinischen Mehrwert? Wir haben dazu mit Allgemein- und Schlafmediziner Dr. med. Michael Feld gesprochen.

Lichtwecker im Test - das Fazit

Der Philips SmartSleep* sichert sich den Testsieg, ist aber auch das mit Abstand teuerste Gadget im ntv Produkt-Check. Dabei konzentriert sich der Lichtwecker auf das Wesentliche: überschaubares Menü, starke Lichtleistung, klare Bedienung bei hochwertiger Verarbeitung. Die große Lichtfläche stellt den deutlichsten Unterschied zu den günstigeren Modellen im Test dar.. In Sachen Preis-Leistung überzeugt der Dekala Tageslichtwecker* vor allem dank seiner intuitiven Bedienung

So haben wir getestet

Über zwei Wochen hinweg testen wir vier unterschiedliche Tageslichtwecker am Morgen und am Abend. Unsere Testkriterien: Wie intuitiv ist die Bedienung, wie zuverlässig wirkt das Licht morgens beim Wachwerden und abends beim Herunterfahren? Welche Menüfunktionen stehen zur Auswahl, wie unterscheiden sich Haptik, Verarbeitung und Design im direkten Vergleich? Alle Modelle laufen dabei im normalen Arbeits- und Wochenendrhythmus. Alle getesteten Wecker besitzen einen Kabelanschluss und sind nicht batteriebetrieben.

Die Lichtwecker im ntv Produkt-Check

Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Testsieger: Philips SmartSleep - teuer, aber mit maximaler Lichtpower

Kurz und knapp: Der Philips-Lichtwecker simuliert Sonnenaufgang und Sonnenuntergang am präzisesten im Testfeld, in der Kategorie Lichtqualität setzt sich das Premium-Modell damit klar an die Spitze. Das Licht zeigt im Test spürbare Wirkung und ergibt damit auch aus medizinischer Sicht Sinn. Bei Menüführung und Zusatzfunktionen bieten günstigere Modelle deutlich mehr Auswahl. Der Haken: Der SmatSleep von Philips ist vergleichsweise hochpreisig.

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Der Hersteller Philips konzentriert sich hier aufs Wesentliche: das Licht. Die Sonnenaufgangssimulation lässt sich individuell einstellen und startet in unserer Testphase 30 Minuten, bevor der Alarm losgeht. Sie beginnt in warmen Rot- und Orangetönen und endet in einem sehr hellen Gelb. Zum Weckzeitpunkt ist das Licht so hell, dass der Wecker das gesamte Schlafzimmer erhellt. die Intensität ist vergleichbar mit einem herkömmlichen Deckenlicht. Das schafft so in unserm Test nur noch das Dekala-Modell.

Der Sonnenuntergangsmodus arbeitet dagegen mit warmem, blauarmem Licht, unterstützt das Einschlafen und wirkt nicht stimulierend. Abends fühlt sich das angenehm ruhig an, besonders wenn das Handy bewusst weggelegt wird. Die Klangauswahl ist im Vergleich zu den anderen Modellen im Test begrenzt: Der Philips Lichtwecker bietet insgesamt sieben natürliche Klänge sowie zwei einfache Einschlafsounds im "Fall-Asleep"-Modus. Bluetooth oder Radio gibt es nicht. Der Fokus liegt klar auf der Lichtqualität und einer einfachen, verlässlichen Handhabung. Der Philips SmartSleep Wake-up Light* benötigt etwas mehr Platz, wirkt dafür aber hochwertig und stabil.

Preis-Leistungs-Sieger Dekala - starke Sprachfunktionen zu fairem Preis

Kurz und knapp: Der Dekala.-Lichtwecker liefert eine starke Mischung aus Lichtwirkung und einfacher Bedienung zu einem fairen Preis.

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Sprachansagen führen hier zuverlässig durchs Menü - diese Funktion bietet so nur dieses Modell im Testfeld, dank der klaren Ansagen werden Anwendungsfehler deutlich reduziert. Der große zentrale Drehknopf macht das Einstellen von zwei Weckzeiten schnell und präzise. Ob der Alarm an Wochentagen, am Wochenende oder täglich aktiv ist, lässt sich exakt festlegen - ein Setup, das im Alltag einen spürbaren Unterschied macht.

Die 360-Grad-LED-Fläche verteilt das Licht gleichmäßig im Raum, die Dauer der Sonnenaufgangssimulation ist flexibel anpassbar. Die Lichtintensität am Morgen, sobald das Alarmsignal ertönt, überrascht auch hier. Am Abend wirkt das gedimmte, farbige Licht angenehm atmosphärisch. Das Gerät hilft dabei, das Handy bewusst wegzulegen - ein Punkt, den auch Dr. Michael Feld hervorhebt. Er erklärt, dass das Licht biologische Auswirkungen auf den Körper habe, während Töne vor allem Routine- und Geschmacksthemen blieben. Alarm-Sounds wie Naturklänge oder Vogelgezwitscher am Morgen sind beim Dekala Tageslichtwecker* optional, hinzu kommen 20 Helligkeitsstufen und automatische Nachtdimmung, Einschlaftimer, Nachtlicht und Sleep-Modus.

Modernes Design von Blonbar - schicker Lichtwecker mit solider, aber begrenzter Lichtleistung

Kurz und knapp: Der Blonbar Lichtwecker ist ein modernes Produkt mit guter Grundfunktion, Radio und angenehmem Abendlicht. Wer Wert auf Design und ein unkompliziertes Handling legt, ist hier richtig. In puncto Lichtintensität und Sonnenaufgangsdynamik können die Testsieger ihre Stärken jedoch besser ausspielen.

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Der Lichtwecker von Blonbar fällt als Erstes durch das Design auf, optisch ist dieses Modell eine Mischung aus Wecker und dekorativer Tischlampe, die auf dem Nachttisch stylischer als die anderen Wecker im Test wirkt. Die Touch-Bedienung funktioniert zuverlässig: Ein kurzes Antippen aktiviert ein gedimmtes, warmes Licht, das gerade abends sehr angenehm ist. Die drei Helligkeitsstufen sind zwar begrenzt, aber stark genug, um abends zu lesen oder den Raum dezent zu beleuchten. Positiv fallen die integrierte Radiofunktion und die zwei Wecker auf, die sich unabhängig voneinander einstellen lassen.

Wer morgens mit Musik oder einem Radiosender geweckt werden möchte, bekommt hier eine gute Kombination aus Lichtwecker und klassischem Radiowecker. Die Sonnenaufgangssimulation ist zurückhaltender als bei teureren Geräten: Hier gibt es nur drei Helligkeitsstufen statt eines fließenden Anstiegs - für den Preis eine solide Leistung, die aber nicht an die Helligkeit des Philips-Modells herankommt. Das elegante LED-Dot-Uhr-Display lässt sich in mehreren Stufen dimmen. Wird das Display komplett ausgeschaltet, klingelt der Alarm dennoch. Der Stand ist leicht, der Wecker könnte bei einem unachtsamen Griff kippen. Insgesamt wirkt das Gerät gut verarbeitet, ist allerdings weniger massiv als die Premium-Modelle.

Einen Abzug gibt es bei der Bedienung: Die Symbole im Menü des blonbar-Lichtweckers* sind punktförmig und nicht eindeutig beschriftet. Wer morgens sehr müde ist, könnte sich vertippen, versehentlich den falschen Alarm auswählen oder die Snooze-Funktion komplett deaktivieren.

Astronauten-Wecker - viel Spielerei, überschaubares Licht, aber mit Bluetooth als cleverem Extra

Kurz und knapp: Ein Wecker für Menschen, die maximale Auswahl wollen. Besonders geeignet fürs Kinderzimmer oder für alle, die abends gerne Hörspiele über Bluetooth hören.

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Das Astronauten-Design des AFEXOA-Weckers ist Geschmackssache, und im Test zeigt sich schnell, warum dieses Modell als kinderfreundlich deklariert wird: Die Anzahl der Beleuchtungsmodi ist enorm, hier gibt es bunte Farbeffekte, wechselnde Farbtöne, verschiedenste Helligkeitsstufen und ein breites Spektrum an Wecktönen und Geräuschen. Dazu kommt, dass es für viele Funktionen eigene Tasten gibt, was die Bedienung zwar etwas knopflastig macht, grundsätzlich aber auch für Kinder geeignet ist. Eine Funktion, die sehr positiv auffällt, ist die Bluetooth-Funktion - darüber lassen sich Sprachnachrichten, Musik oder Hörspiele direkt über den Wecker abspielen. Für Kinder oder auch für Erwachsene, die abends ein Hörspiel hören möchten, ohne das Handy neben sich liegen zu haben, ist das ein echter Mehrwert. Das Ausschalten funktioniert ebenfalls über den Wecker.

Die Kehrseite: Die Bedienung des AFEXOA Tageslichtweckers* kann durch die Vielzahl an Features etwas überladen wirken - der Wecker ist das genaue Gegenteil zum Philips, der sich auf die wesentlichen Funktionen konzentriert. Wer morgens im Halbschlaf Einstellungen ändern möchte, braucht Geduld. In der Praxis fällt zudem auf, dass der "Kopf" des Astronauten nicht die größte Lichtfläche bietet. Die Lichtwirkung selbst ist in Ordnung, aber deutlich diffuser und weniger kräftig als bei den klaren Flächenmodellen im Test.

Das rät der Schlafmediziner für besseren Schlaf

  • Lichtwecker haben einen echten biologischen Effekt.

    Helles Morgenlicht mit erhöhtem Blauanteil aktiviert spezielle Sinneszellen auf der Netzhaut und stellt den Körper von "Nacht" auf "Tag" um. Das erleichtert das Aufstehen an dunklen Tagen - auch wenn kein Gerät die Intensität von natürlichem Tageslicht erreicht.

  • Naturgeräusche sind Geschmackssache, haben aber keinen medizinischen Mehrwert.

    Ob Vogelgezwitscher, Meeresrauschen oder der klassische Piepton - aus schlafmedizinischer Sicht spielt der Klang beim Aufwachen kaum eine Rolle. Hier geht es laut Feld eher um persönliche Vorlieben als um einen messbaren Effekt.

  • Das Handy darf ins Schlafzimmer - die Nutzung davor ist das eigentliche Problem.

    Liegt das Smartphone im Flugmodus und mit etwas Abstand zum Kopf, ist der Weckton unkritisch, so Feld. Problematisch wird es, wenn abends bis kurz vor dem Einschlafen gescrollt wird: Das blaue Licht des Displays und die ständigen Reize halten das Gehirn aktiv, stören die Schlafhormon-Produktion und verschieben den natürlichen Einschlafzeitpunkt nach hinten.

  • Abendfunktionen mit warmem, blauarmem Licht sind ein sinnvolles Zusatzfeature.

    Lichtwecker mit Sonnenuntergangsmodus und warmem, rötlichem Licht bilden die natürliche Abendsonne nach. In Kombination mit weniger Bildschirmzeit erleichtert das das Herunterfahren - besonders für Menschen, die abends schlecht einschlafen oder stark aufs Handy fixiert sind.

  • Lichtwecker können die Schlafhygiene unterstützen, ersetzen sie aber nicht.

    Wer schlecht schläft, sollte die gesamte Abendroutine betrachten: ruhiger Tagesausklang, weniger Bildschirm, warmes Licht, regelmäßige Zeiten, optional Blaufilter-Brille oder Night-Mode am Handy. Feld rät dazu, die eigenen Gewohnheiten kritisch zu prüfen. Lichtwecker können unterstützen, ersetzen aber keine grundlegende Schlafhygiene.

  • Snoozen ist weniger dramatisch, als häufig behauptet, nervt aber oft den Partner.

    Der Schlafmediziner erklärt im Interview: Morgens gibt es kaum Tiefschlaf, sondern vor allem Leicht- und Traumschlaf. Ob jemand beim ersten Klingeln aufsteht oder mehrfach snoozt, macht schlafmedizinisch wenig Unterschied. Entscheidend bleiben eher Routine und persönliches Empfinden.

*Die Testredaktion rund um den ntv Produkt-Check ist unabhängig, erwirbt alle Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.

Dieser Artikel erschien erstmalig am 27. November 2025 und wurde danach redaktionell überarbeitet.

Quelle: ntv.de

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