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Hamburg & Schleswig-Holstein Ministerin: Situation in Nord-Kliniken sehr angespannt

Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken spricht in einem Krankenhaus.

(Foto: Axel Heimken/dpa)

Kiel (dpa/lno) - Die Lage in den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein ist nach Einschätzung von Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken aufgrund vieler Corona-Fälle in der Belegschaft weiter sehr angespannt. "Nicht unbedingt, weil es sehr viel mehr schwere Corona-Fälle gäbe, sondern weil so viele Mitarbeiter ausfallen", sagte die CDU-Politikerin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Kiel. Ein solch hochgradiger Personalausfall führe zu Engpässen.

Im Städtischen Krankenhaus in Kiel hatte sich von der Decken zuvor ein Bild von der Situation gemacht. Sie habe stellvertretend den Dank und die Hochachtung der Landesregierung aussprechen und sich ein eigenes Bild von der Situation machen wollen, sagte sie. Vertreter verschiedenster Bereiche - von der Pflege bis zum Chefarzt - hätten ihr aus deren Sicht den Alltag und die Probleme geschildert. Die Notfallversorgung und notwendige Operationen seien weiter gesichert. "Aber alles das, was nicht hochdringend ist, zwingend sofort sein muss, wird verschoben. Zum Teil werden auch Stationen zusammengelegt, weil sie nicht mehr parallel betrieben werden können."

Schleswig-Holstein hat derzeit die höchsten Corona-Zahlen mit zuletzt mehr als 1000 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Mit Plön, Rendsburg-Eckernförde und der Landeshauptstadt Kiel liegen drei Kreise aus dem Norden in Deutschland auf den Plätzen 1, 3 und 4. Die Situation sei in Kiel und den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde besonders angespannt, sagte von der Decken. Es gebe aber auch Kliniken im Land, in denen die Situation nicht ganz so angespannt sei.

Quelle: dpa

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